Schon länger suche ich nach einer Möglichkeit die Privatsphäre bei der Nutzung des Internet zu schützen. Dieses Thema ist durch den NSA-Skandal sehr aktuell geworden. Vor 14 Tagen habe ich angekündigt, eine Lösung gefunden zu haben, die ich am testen bin. Heute kann ich euch über das Ergebnis dieses Test berichten. Durch den Wistlerblower Edward Snowden wissen wir, die NSA hat das ganze Internet zu einem Abhör- und Spionagewerkzeug pervertiert und der Staat schützt uns nicht davor. Im Gegenteil, er macht bei der Ausschnüffelung und Speicherung unserer Daten aktiv mit. Deshalb müssen wir etwas dagegen tun. Heute möchte ich euch ein Gerät vorstellen, dass eine wirksame Waffe gegen den Datenklau darstellt. Es ist die ENIGMABOX, die Lösung für ein sicheres Surfen im Internet.

Vieles was an Verbrechen auf der Welt passiert können wir kaum verhindern und müssen frustriert zuschauen. Siehe das aktuelle Thema Krieg gegen Syrien. So ist es auch mit der Datenspur die wir im Internet durch die Nutzung hinterlassen. Bis heute behaupten die Medien, die ein Sprachrohr der herrschenden Elite sind, dass es keinen einfachen Schutz der Privatsphäre im Internet gäbe. Das stimmt aber nicht mehr. Findige Tüftler vom Verein ENIGMAXBOX aus der Schweiz haben ein Gerät entwickelt, das zwischen Computer und Internet geschalten wird und sämtlichen Datenverkehr verschlüsselt und anonymisiert.

Viel Wert wurde bei der Entwicklung der ENIGMABOX auf die Benutzerfreundlichkeit gelegt. Nur eine Hardwarelösung mit einem eigenen Betriebssystem garantiert ein anwenderfreundliches Bedienen der Verschlüsselung. In der Tat hat der Benutzer nur die ENIGMABOX an die Steckdose anzustecken, die beiden Kabel, eines vom Internet und das andere zum Computer zu verbinden und schon wird sein Computer auf dem Internet nicht mehr sichtbar. Der Datenstrom geht vom Computer zur ENIGMABOX. Dort befindet sich der erste Firewall.

Dann werden die Daten quasi in Echtzeit verschlüsselt und gelangen von dort zu einem ausländischen Ausgangs – Server. Dort befindet sich der zweite Firewall. Die Daten werden auf diesem Server wieder entschlüsselt und gelangen so zu den entsprechenden Web-Applikationen. Der Service Provider im Inland kann nicht sehen, was man macht und auf welche Webseiten man zugreift. Wenn man auf eine Seite in Deutschland zugreift, dann sieht diese Webseite nur, dass jemand aus z.B. Island kommt. Ihr Computer und ihre Adresse wird so geschützt.

Aber die ENIGMABOX kann noch mehr, denn es ist eine Telefonzentrale integriert und mit dem mitgelieferten Telefon kann man verschlüsselte Gespräche über das Internet führen. Mit jedem der ebenfalls eine ENIGMABOX hat kann man dank dem IPv6-Protokoll direkt und verschlüsselt kommunizieren. Vertrauliche Gespräche sind dank der elliptischen Verschlüsselung garantiert und nicht knackbar. Diese Gespräche kosten auch über das Internet nichts in die ganze Welt. Die Service Providers können auch die Telefon–Datenpakete nicht mehr erkennen und so den Stream künstlich drosseln.

Sollte eines Tages die amerikanisch kontrollierte ICANN beschliessen, einem Server keine DNS mehr zuzuteilen, kann es dem Besitzer einer ENIGMABOX egal sein. Das Gerät braucht keine zentrale DNS–Vergabe mehr. Man ist unabhängig von der ICANN, weil die Box die Adressen selber generiert und weil jeder den Hostnamen des Gegenübers
selber bestimmen kann.

Mit der ENIGMABOX kann man auch sichere Datenübertragung von Standort zu Standort machen. Man kann von überall auf seine Daten zu Hause zugreifen. Ausserdem hat jede ENIGMABOX einen eigenen Mailserver, mit dem man E-Mails verschlüsselt mit anderen Box-Besitzern austauschen kann. Auf all das habe ich seit Jahren gewartet. Endlich können wir unsere Internetnutzung verschleiern und verschlüsselt Telefonieren. So einfach war die effektive Internetverschlüsselung noch nie.

Ich habe Euch in den vergangen Jahren schon oft vor dem Datenschnüffeln der NSA, CIA, BND, gewarnt. Jetzt gibt es die Lösung um sich dagegen zu schützen. Ich habe die ENIGMABOX getestet und sie funktioniert sehr gut. Unterstützt die clevere Idee dieses Vereins die ein Qualitätsprodukt Made in Switzerland anbieten. Die Ausrede, man kann nichts dagegen tun, gilt nicht mehr. Die Lösung gibt es und sie ist lieferbar.

Hier mein Interview mit den Machern der ENIGMABOX:

Es gibt nichts umsonst auf der Welt. Wer meint, alles gratis im Internet zu bekommen, muss sich nicht wundern, wenn die Web-Dienste ihren Service mit dem Verkauf der Kundendaten an die Geheimdienste finanzieren oder ihnen das Absaugen der Daten gegen Entgelt ermöglichen. Deshalb, es muss einem was wert sein die eigene Privatsphäre zu schützen.

Wer mehr wissen will geht auf ENIGMABOX.NET

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Prinz Bandar, der Chef des saudischen Geheimdienst, hat sich vor drei Wochen mit Präsident Wladimir Putin in Moskau getroffen und hat dabei eine Reihe von Anreize und Drohungen ausgesprochen, um Russland zu überzeugen, Assad und Syrien fallen zu lassen. Als Anreiz wurde Putin eine Allianz mit der OPEC angeboten und ein gemeinsames Monopol über das weltweite Öl und Gasgeschäft. Als Drohung hat Bandar gesagt, es werden sonst Terrorangriffe während der Olympischen Spiele in Sochi im kommenden Februar stattfinden.

Putin und Bandar bei einem vorherigen Treffen

Zur Erinnerung, Prinz Bandar war der langjährige Botschafter Saudi-Arabiens in Washington und ist unter dem Namen “Bandar Bush” bekannt, weil ein sehr enger Freund der satanischen Bush-Familie. Er ist auch einer der Hauptdrahtzieher hinter dem Terroranschlag vom 11. September 2001, denn 16 der 19 mutmasslichen Attentäter waren saudische Staatsbürger als Sündenböcke einer Operation, die von den Geheimdiensten der USA, Israel und Saudi-Arabien durchgeführt wurde. Bei diesen drei Terrorstaaten handelt es sich um die einzig wirkliche “Achse des Bösen” der Welt.

Prinz Bandar und George W. Bush trafen sich einen Tag nach 9/11

Prinz Bandar kam inkognito und ohne offizielles Protokoll Anfang August zu seiner geheimen Mission in Moskau an. Zuerst wurde eine Vorbesprechung im Hauptquartier des russischen Militärgeheimdienstes mit Chef General Igor Sergon abgehalten. Danach besuchte Bandar das Privathaus von Putin am Rande von Moskau, wo sie hinter verschlossenen Türen ihr Gespräch führten. An Hand von durchgesickerten Dokumente ist jetzt bekannt was besprochen wurde.

Prinz Bandar sagte zu Putin: “Lass uns eine einheitliche russisch-saudische Strategie über Öl zusammenstellen. Das Ziel ist eine Vereinbarung über den Preis des Öl und der Produktionsmenge, die den Preis auf den globalen Markt stabil hält.

Wir verstehen Russlands grosses Interesse an das Öl und Gas im Mittelmeer aus Israel und Zypern. Wir verstehen auch die Wichtigkeit der russischen Gaspipelines nach Europa. Wir haben kein Interesse damit zu konkurrenzieren. Wir können auf diesem Gebiet kooperieren,” sagte Bandar und er brachte zum Ausdruck, was er sage wäre mit Washington abgesprochen und die US-Regierung stünde voll dahinter.

Im Gespräch ging es um das Angebot einer Allianz zwischen dem OPEC-Kartel und Russland, die zusammen über 40 Millionen Fass Öl pro Tag produzieren, 45 Prozent des weltweiten Ausstoss. So eine Verbindung würde die strategische Landschaft der Welt völlig verändern.

Prinz Bandar versprach auch, Russland könnte seine Marinebasis in Syrien behalten, nach dem Sturz von Präsident Assad. Als Drohung deutete er an, Terroristen aus Tschetschenien werden sonst die Winterspiele in Sochi angreifen, wenn es zu keiner Einigung kommt.

Ich gebe Ihnen die Garantie, die Winterolympiade nächstes Jahr zu schützen. Die tschetschenischen Gruppen, welche die Sicherheit der Spiele gefährden, werden von uns kontrolliert und sie machen nichts ohne sich mit uns abzustimmen,” sagte Prinz Bandar.

Der saudische Geheimdienstchef prahlte damit, die Tschetschenen die in Syrien wüten sind ein Druckmittel, das nach Belieben von ihm aus und eingeschaltet werden kann. “Diese Gruppen machen uns keine Angst. Wir benutzen sie gegenüber dem syrischen Regime, aber sie werden keine Rolle in der politischen Zukunft Syriens spielen.

Das Gespräch zwischen Putin und Bandar war sehr hitzig, erfüllt mit Warnungen über eine “dramatische Wende” in Syrien. Putin war aber ungerührt durch das saudische Angebot und die Drohung, liess sich nicht von seiner bisherigen Meinung abbringen.

Putin reagiert mit den Worten: “Wir wissen sie haben die tschetschenischen Terrorgruppen seit Jahrzehnten unterstützt. Und die Unterstützung, über die sie offen gerade gesprochen haben, ist völlig inkompatibel mit den gemeinsamen Ziel, den globalen Terrorismus zu bekämpfen. Wir sind interessiert freundschaftliche Beziehungen nach klaren und starken Prinzipien zu entwicklen.

Unser Standpunkt was Assad betrifft wird sich nie ändern. Wir glauben, die syrische Regierung ist der beste Vertreter der syrischen Bevölkerung und nicht diese Leberfresser,” sagte er, in dem er sich auf die schrecklichen Aufnahmen bezog, die Terroristen zeigen, die das Herz und die Leber eines syrischen Soldaten rausreissen und essen.

Prinz Bandar warnte Putin über die Konsequenzen, denn es gebe “keine Alternative zu einer militärischen Option,” sollte Russland das Angebot ablehnen. Seit dem ist der westliche Druck auf den Kremlchef weiter gestiegen und wir sehen, die Drohung ist mittlerweile wahrgeworden, ein westlicher Militärschlag gegen Syrien steht vor der Tür.

Kommentar:

Für mich ist klar, wenn Prinz Bandar ganz unverhohlen Russland mit Terror während der Olympiade droht, die ausländischen Terrorgruppen in Syrien total unter seiner Kontrolle stehen, dann haben auch angeheuerte Söldner des saudische Geheimdienst, des Mossad und der CIA den Giftgasangriff vergangene Woche in Damaskus durchgeführt.

Bandar kann sich die Frechheit mit Putin so zu reden nur erlauben, weil er Amerika im Rücken hat. Da sieht man mal, welche dreckigen Machtspiele und Drohungen hinter den Kulissen ablaufen und wie kriminell der Westen ist. Zu den versteckten Drohungen gehören auch die offenen, wie der neueste Aufruf, die Winterspiele zu verlegen oder Sochi ganz zu boykottieren.

Wer in der Lage ist 9/11 zu inszenieren, Osama Bin Laden und der Al-Kaida den Angriff in die Schuhe schieben und die ganze Welt darüber täuschen kann, der ist auch dazu fähig ohne Skrupel den Giftgasangriff gegen syrische Zivilisten zu fabrizieren, der syrischen Armee und Assad die Tat anzuhängen und diese Propagandalüge der Welt zu verkaufen.

Sie haben mit Lügen den Krieg gegen Afghanistan und den Irak begründet, gegen Libyen auch, und jetzt lügen sie um Syrien angreifen zu können. Dann kommt der Iran dran und so weiter. Sie lassen alle glauben, es geht ihnen um Frieden und Menschenrechte, dabei wollen sie nur Krieg und das Schicksal der betroffenen Menschen ist ihnen völlig egal. Ihre moralische Empörung jetzt ist die pure Heuchelei, denn sie bringen jeden Tag mit ihrem unechten “Krieg gegen den Terror” hunderte Zivilisten um.

Es ist das Werk von Satanisten aus denen die Führung der “Achse des Bösen” besteht. So viel Menschenverachtung, Lügen, Täuschung, Mordlust und Böswilligkeit kann sich ein normaler Mensch gar nicht vorstellen. Aber, wer mit offenen Augen die ganzen Geschehnisse auf der Welt beobachtet kommt zur Erkenntnis, wir werden von einer teuflischen Brut regiert, von Psychopathen die Satan dienen.

Wie sind sonst die ganzen Angriffskriege zu erklären, die Massenmorde, die völlige Zerstörung ganzer Länder, die totale Ausbeutung, Versklavung und Verarmung? Wie John Lennon sagte: “Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das wahnsinnige daran.

Und ich sage: “Sie gehen in den Krieg für den Frieden, machen Liebe mit Hass, töten um Leben zu retten, fühlen sich nicht sicher und umringen sich deshalb mit Gefahr. Wie kann man Leben schaffen basierend nur auf den Tod?

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Revolution (28.8.2013)

Eines Tages, in Deutschland:

07:00 – Zusammentreten und konstituierende Sitzung der lokalen Revolutionskomitees

08:30 – Deutschlandweite Telephonkonferenz der Revolutionskomitees

09:00 – Ausrufung der Revolution

09:15 – Einsammeln unliebsamer Personen und Konterrevolutionäre, insbesondere Politiker, Richter, Staatsanwälte, Banker, leitende Beamte, Journalisten, Gender-, Integrations-, Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte

10:30 – Aushebung der Sammelgräber

12:00 – Zusammentreten der Volkstribunale, Anhörung unliebsamer Personen und Konterrevolutionäre, anschließend Hinrichtung und Überführung ins Sammelgrab

16:30 – Ausrufung des Deutschen Reiches und Proklamation des Deutschen Kaisers

17:00 – Kaiserkrönung

17:30 – Konstituierende Sitzung der kaiserlichen Regierung

20:00 – Regierungserklärung des Reichskanzlers im Fernsehen

20:30 – Festakt mit Auszeichnung verdienter Revolutionsführer

22:30 – Festliches Abschlußfeuerwerk

 

Michael Winkler, der Mann mit Vision

Michael Winkler, der Mann mit Vision

Ja, eine gut durchorganisierte Revolution ist eine saubere Sache. Wir rufen kurz in der Firma an, nehmen uns einen Tag frei, revoltieren und kommen am nächsten Tag ein bißchen verkatert von der Siegesfeier wieder zur Arbeit ins Büro, zufrieden und glücklich dank der neuen Regierung.

Ist doch alles wunderbar?

Ja, nur, leider, läuft es nicht so. Unter “Französische Revolution” finden Sie den 14. Juli 1789, doch dieser eine Tag markiert nur den offenen Ausbruch einer Entwicklung, die lange vorher begonnen hat. Stabile Verhältnisse in Frankreich gab es nicht etwa bereits am 15. Juli 1789, sondern erst nach der endgültigen Niederlage Napoleon Bonapartes, 1815. Und selbst da kann man noch argumentieren, ob die Revolution da wirklich schon zu Ende war oder sich doch noch bis zur Ausrufung der Dritten Republik 1871 fortgesetzt hat.

Eine Revolution ist eine zeitliche Entwicklung. Nur selten ist sie mit einem Ereignis abgetan, bei dem ein gelangweilter General mit seiner Garnison den Präsidenten-Palast umstellt und eine neue Regierung ausruft. Der Präsident hat Anhänger, die ihrerseits die Revolutionäre angreifen, womöglich sind die Garnisonen der Nachbarstadt noch loyal, dann kommt es zu einem Bürgerkrieg.

Falls Sie sich in der obigen Zeittabelle über die Hinrichtungen ab 12:00 Uhr gewundert haben – die sind leider unumgänglich. Ein toter Präsident hat nur noch wenige Anhänger, und eine Rückkehr an die Macht ist ausgeschlossen. Bei der Auflösung des Ostblocks ist Rumänien diesen Weg gegangen und hatte nie wieder Probleme mit der alten Regierung. Den alten Machthaber gefangenzuhalten und ihn dreimal täglich zu verhöhnen, ist eine Praxis, die vor allem in Hollywood-Schundfilmen gezeigt wird und mit der Realität wenig zu tun hat.


100 ganz legale Umsturztipps Mit diesem Buch ist es nun auch Wählern, Übergewichtigen, Konsumenten, Arbeitnehmern, stillenden Müttern und rheinischen Frohnaturen möglich, den Umsturz anzuzetteln: Wählen Sie Guido Westerwelle ins Kanzleramt, und das System zerfällt von allein; konsumieren Sie, bis die Schwarte kracht und ganz Deutschland wie das Schlaraffenland aussieht; verweigern Sie den Konsum komplett und zwingen Sie die Wirtschaft in die Knie; machen Sie Dienst nach Vorschrift; Karneval und Alaaf das ganze Jahr, vor allem bei der Bundeswehr.
Bei einer echten Revolution zeichnen sich Volkstribunale durch eine effiziente Verhandlungsführung aus: Name der Angeklagten – fürs Protokoll, auf dem Sammelgrab gibt es keine Namen – Beruf der Angeklagten – Amtsrichterin – das wird als Schuldeingeständnis und Hinrichtungsgrund eingetragen – Gegenstimmen? – Vermutlich keine – Todesurteil, Vollstreckung und Aufruf des nächsten Angeklagten. Wobei ein entfesselter Volkszorn sich sowohl die Verhandlung als auch den Transport zu einer Hinrichtungsstätte spart.

Eine Revolution läuft nur ganz selten unblutig ab, oft genug fließt das Blut in Strömen. Der französische Adel wurde derart reduziert, daß er als Machtfaktor für alle Zukunft ausgemerzt war, ebenso der russische Adel 1917. Allerdings neigt eine Revolution zu Übertreibungen und zu Verfolgungswahn; Robespierre und Stalin mögen hier als Beispiele genügen.

Eine Revolution bricht nicht deshalb aus, weil die Zustände im Land unerträglich geworden sind, eine Revolution bricht aus, wenn es eine Führung gibt, welche die Massen in eben dieser Revolution anführt. Deshalb versucht jeder Staat, eine revolutionäre Führung so gut es geht zu unterdrücken. In Rußland ist die Revolution ausgebrochen, als Lenin von der deutschen Militärführung ins Zarenreich eingeschleust worden ist. Die Regierung des Zaren hatte Wladimir Iljitsch Uljanow zuvor derart unter Druck gesetzt, daß dieser in die Schweiz fliehen mußte.

1918 gab es in Deutschland ein revolutionäres Potential und eine revolutionäre Führung, SPD, USPD und die Anfänge der Kommunisten. Der Munitionsarbeiterstreik im Februar war das Wetterleuchten, das im November zu den Matrosenaufständen geführt hat und in die zeitweise Ausrufung der Räterepubliken mündete. Wobei “Räte-Republik” die deutsche Übersetzung von “Sowjet-Republik” ist. 1945 gab es in Deutschland kein revolutionäres Potential, Stauffenberg war ein Putschversuch, keine vom Volk getragene Revolution. Die Kommunisten der späteren DDR-Führung sind erst mit der Sowjet-Armee in Deutschland angekommen.

Das Fehlen einer revolutionären Führung im heutigen Merkelstaat heißt jedoch nicht, daß die BRD vor einer Revolution sicher ist. Die unterdrückten Bauern haben 1525 in Thomas Müntzer und Florian Geyer Anführer gefunden. Aktueller ist die Situation bei den Grüninnen: Als die Bewegung sich zu einer Partei geformt hat, wurde sie schlagartig für Personen attraktiv, die zuvor mit den Ökopaxen gar nichts zu tun hatten. Die ursprüngliche Grüninnen-Führung wurde abserviert, an ihre Stelle traten der Schlägerbanden-Führer (“Putzgruppe”) und Steinewerfer “Joschka” Fischer, Altkommunisten wie Jürgen Trittin oder Winfried Kretschmann, oder verkrachte Existenzen wie Claudia Roth.


Tod durch das Fallbeil Dachs, Johann Lebensgeschichte des deutschen Scharfrichters Johann Reichhart (1893-1972)
Es wird nicht so sittsam abgehen wie im obenstehenden Zeitplan. Die Damen und Herren Revolutionsführer treffen sich nicht im Wohnzimmer, um dann per Rundruf die Revolution abzusprechen, die Revolutionsführer stoßen spontan dazu und werden an die Spitze getragen.

Der Merkelstaat dreht die Schrauben immer härter an. Die lächerliche Holocaustjustiz und der idiotische Kampf gegen Rechts verhindern allerhöchstens das Zustandekommen einer “Bewegung”. Die BRD ist darauf ausgerichtet, einen neuen Hitler zu verhindern. Dabei wird übersehen, daß die Machtübernahme Hitlers vergleichsweise moderat erfolgte, wenn man die Zeit bis 1938 berücksichtigt. Die Sturmabteilung SA konnte zwar zuschlagen und Terror verbreiten, doch sie besaß Offiziere, die dem Treiben Einhalt geboten, sobald das beabsichtigte Ziel erreicht worden war. Diese Führung gibt es bei einer “spontanen” Revolution nicht. Auf diese ist der Merkelstaat nicht vorbereitet.

Am 7. Oktober 1989 winkte Erich Honecker noch als strahlender Staatsratsvorsitzender auf der Tribüne dem paradierenden Volk zum 40. Jahrestag der Gründung der DDR zu. Die Mauer würde es noch in 50 und in 100 Jahren geben, war damals die feste Überzeugung der DDR-Führung und ebenso der westlichen Regierungen. Am 9. November war Honecker abgesetzt und die Mauer offen – es kann so schnell gehen. Diese friedliche Revolution wurde aus dem Hintergrund von westlichen Geheimdiensten gesteuert, da wurde die Volksbewegung nur vorgetäuscht, der Ablauf an sich kann in seiner Geschwindigkeit jedoch durchaus als Beispiel angesehen werden.

Der Merkelstaat kämpft bereits ums Überleben, und die Oberen wissen das. Betrachten wir das enorme Aufgebot an Sicherheitskräften, das bei einem Staatsbesuch nötig ist, sehen wir, daß die “Demokraten” der ganzen Welt gefährdet sind. Ohne Schutztruppe wagen sich keine Kanzlerin, kein Ministerpräsident, kein Minister in die Öffentlichkeit. Wer das Justizgebäude im provinziellen Würzburg betritt, erlebt intensivere Durchsuchungen als an jedem Flughafen. Das zeigt deutlich, wie unsicher und verängstigt die ach so selbstherrliche Justiz in Wirklichkeit ist. Trotzdem maßt sie sich noch immer an, “im Namen des Volkes” zu urteilen.

Der Merkelstaat steht mit dem Rücken zur Wand. Die selbstauferlegten Verpflichtungen, für die “Zuwanderer”, für Europa, für Israel, als Söldnertruppen für den US-Imperator, erschöpfen die finanzielle Leistungskraft der BRD. Trotz der höchsten Steuerabpressung aller Zeiten muß diese Regierung weiterhin Schulden aufnehmen, also Hypotheken auf die Zukunft aufnehmen, um den Verpflichtungen nachzukommen. Die großmächtige Regierung ist eine hilflose Gefangene der Bankenwillkür, der Hochfinanz der Wall-Street. Gerade einmal ein Gregor Gysi hat den Mut, öffentlich zu sagen, daß das Besatzungsstatut noch immer gilt, die sonstigen Volldemokraten tun so, als wüßten sie von nichts.

Zur wichtigsten Überlebensstrategie eines Parasiten gehört, den eigenen Wirt nicht zu töten. Wenn das Nahrungsangebot jedoch nicht ausreicht, um Wirt und Parasiten am Leben zu halten, wird der Parasit den Wirt opfern, um selbst eine letzte Chance zu erhalten. In dieses Stadium sind wir inzwischen eingetreten. Die Parasiten übersteigen die Leistungs- und die Leidensfähigkeit des deutschen Volkes. Zudringlinge in unsere Sozialsysteme, die überall Rücksicht einfordern und uns auch noch vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben, sind lästig. Beamtenmassen, die unverständliche Vorschriften durchsetzen, die in Brüssel bar jeder Sachkenntnis beschlossen worden sind, sind lästig. Politiker, die sich bei jeder Gelegenheit die Taschen füllen und für ihre Unfähigkeit auch noch hohe Pensionen einstecken, sind lästig. Richter und Staatsanwälte, die Meinungskontrolle ausüben und nicht fähig oder auch nur willens sind, Deutsche vor Ausländerkriminalität zu schützen, sind lästig. Juden, die Geld für Holocaustopfer veruntreuen und dann erwarten, daß Deutschland noch einmal zahlt, sind lästig. Amerikaner, die einen sinnlosen Krieg nach dem anderen anfangen und dafür Deutschlands Hilfe erwarten, sind lästig. Griechen, Zyprer, Italiener, Spanier und Portugiesen, die über ihre Verhältnisse leben und ihren eigenen Leuten die dafür erforderlichen Steuern nicht abnehmen wollen, sind lästig. Osteuropäische Staaten, die hohe Beträge bei der EU abgreifen, ohne damit ihre Wirtschaft zu entwickeln, sind lästig. Ein Euro, der allenfalls internationalen Großkonzernen nützt, aber nicht dem deutschen Mittelstand, der Inflationsstaaten und Stabilitätsstaaten unter das Joch der gemeinsamen Geldpolitik preßt, ist überaus lästig.

In ihrer Gesamtheit sind diese Lästlinge, die einzeln durchaus zu ertragen wären, der Tod des deutschen Wirtes. Wir sind die Bezahldeppen, die nichts zu sagen haben und deren Ratschläge unerwünscht sind, geführt von rückgratslosen Volksverrätern, deren Amtseid noch nicht einmal als Meineid verstanden wird, sondern als bloße Ritualformel, die keinerlei bindenden Charakter hat. Unsere Politiker vertreten allerlei Interessen, nur niemals jene des deutschen Volkes. Die Meinungen und Entscheidungen der Politiker sind käuflich, das ist gesetzlich geregelt und straffrei. Und ja, Parteien sind explizit in der gesetzlichen Definition der Organisierten Kriminalität ausgeschlossen.

Was mich am meisten wundert: Diese Politiker werden als alternativlos angesehen! es gibt auf dem Wahlzettel nicht nur die Sozialistischen Einheitsparteien Deutschlands, nicht nur CDU, CSU, SPD, FDP, Grüninnen und Linke, sondern eine ganze Menge kleiner Parteien. Wenn ich gegen die SED bin, dann kreuze ich etwas an, was nicht zur SED gehört. Wenn ich gar nicht oder ungültig wähle, unterstütze ich die SED, denn denen ist es gleichgültig, wenn ich meine Stimme in den Papierkorb werfe. Wenn die “Sonstigen” 35% haben, selbst wenn keine einzige davon in den Bundestag einzieht, dann ist das ein Schuß vor den Bug der SED.

Die Revolution wächst heran, wenn die Unzufriedenheit der Massen ständig geschürt wird. Die Massen in Bewegung zu setzen ist indes schwer, denn “Massenträgheit” gibt es nicht nur in der Physik. Gerade die Deutschen sind unglaublich leidensfähig. Wo Franzosen bereits den Präsidentenpalast stürmen, überlegen die Deutschen noch, wie sie sich dem noch weiter erhöhten Druck am besten anpassen. Wo einst 50 D-Mark den Einkaufswagen gefüllt haben, ist heute bei 50 Euro noch immer genug Platz übrig, nur hat die Rente in Euro noch lange nicht den Betrag erreicht, den die Rente einst in D-Mark gehabt hatte.

Die Politik nicht nur im Merkelstaat plündert ihre Bürger. Ob Sparbuch oder Lebensversicherung, der Schuldenstaat entwertet alles. Die verdeckte, in Abrede gestellte Inflation stürzt die Deutschen in die Altersarmut. Nicht die Kampfemanzen, die Abtreibungskliniken oder die ungezügelte Genußsucht der jungen Leute verhindern die Geburt deutscher Kinder, sondern die Unsicherheit der Lebensverhältnisse. Wer nicht auf zehn Jahre sicher planen kann, weil er keine Festanstellung, sondern nur Praktika oder Zeitverträge bekommt, kann sich keine Kinder leisten. Das vermag nur ein “Zuwanderer”, der vom deutschen Sozialstaat auf Kosten der arbeitenden Deutschen so viel besser gestellt wird, der heute Sozialhilfe bezieht, morgen eine Moschee hingestellt bekommt, übermorgen eine größere Wohnung, in einem Jahr neue Möbel und auch noch in zehn Jahren per Sozialhilfe alimentiert wird, ohne einen einzigen Handschlag für Deutschland gearbeitet zu haben.

Wenn das Leitsenil der SPD, Helmut Schmidt, zu Begründung all dieser Parasiten anführt, “wir” hätten den Holocaust veranstaltet, dann genügt ein einziger Blick auf die Demographie, daß dieses “wir” ihn selbst und seine Altersgenossen betreffen mag, aber keinen einzigen Deutschen, der 1930 oder später geboren wurde, also diejenigen, über deren Arbeit solcherart altersschwachsinnig verfügt wird. Halbiert seine Pension, zieht sein Vermögen ein, wenn er sich schuldig fühlt, aber verschont uns mit der alttestamentarischen Sippenhaft, wonach bis in die siebte Generation gesühnt werden muß!

Die Revolution wird fortwährend geschürt und ihr der Boden bereitet. Nicht aus Dummheit, sondern weil der Merkelstaat daraus letzte Lebenskraft saugt. Deutschland ist “wettbewerbsfähiger” geworden, was nichts anderes heißt, als daß in Deutschland die Arbeiter stärker ausgebeutet werden als anderswo. Die Wirtschaft “boomt” dank niedriger Löhne, dank prekärer Arbeitsverhältnisse, dank Unsicherheit und Ungleichheit. Deutschland bezahlt anderswo schöne, gut ausgebaute Straßen, während unsere eigenen zu Schlaglochpisten verkommen und neuerdings sogar “Blow-Ups” drohen, spontane Selbstzerstörung kostensparend errichteter Autobahnen. Der Pfusch am Bau wird somit sichtbar.

Die Politik handelt, als gäbe es kein Morgen. Die Lebensgrundlagen des deutschen Volkes werden systematisch zerstört. Wenn sich eine Frau von der Leyen hinstellt und behauptet, die Zuwanderer seien besser ausgebildet und jünger als der Durchschnitt der Deutschen, dann gehört jeder Kultus- und Bildungsminister seit 1948 an die Wand gestellt und als Hochverräter erschossen! Das ist nichts weiter als ein Eingeständnis des Totalversagens jeglicher Bildungspolitik.

Abgesehen davon trifft das mit der besseren Bildung nicht auf die Zudringlinge aus muselmanischen Ländern zu, die oft genug nur angelernte Fachkräfte für Sozialhilfeempfang sind und bleiben. Der Islam gehört nicht zu Deutschland, und er wird NIE zu Deutschland gehören; er wird es allenfalls schaffen, Deutschland in Germanistan umzuwandeln, einen Staat, der auf Dritte-Welt-Niveau absinkt und nicht mehr fähig ist, seine Bewohner zu ernähren. Diese Leute, Analphabeten in mehreren Sprachen, drücken das Bildungs- und Intelligenzniveau in Merkeldeutschland erheblich, zum Ausgleich steigern sie das Revolutionspotential.

Machen wir uns nichts vor: Es wird in Deutschland ruhig bleiben, sehr ruhig, trotz eines Amok laufenden Staates. Die Deutschen werden es hinnehmen und sich anpassen, anstatt frühzeitig die Weichen umzustellen. Keine politische Kraft wird zur Revolte aufrufen, kein Bundeswehr-General einen Putsch wagen. Wir bekommen nur immer mehr und immer größere Lasten aufgebürdet, bis wir unter diesen Lasten zusammenbrechen. 2014 wird nichts passieren, 2015 werden wir vielleicht mit geballter Faust in der Tasche herumlaufen, aber noch immer auf Kommando jubeln, wie damals, am 7. Oktober 1989, vor dem großen Genossen Staatsratsvorsitzenden paradieren.

Wir werden eine Währungsreform hinnehmen, eine Plünderung der Konten, die Umstellung der Rente auf Essensgutscheine. Der Deutsche gibt nicht so schnell auf, er erträgt geduldig und paßt sich an, höchstens die Witze werden giftiger. Wir werden die totale Überwachung hinnehmen, das in Perfektion erleben, was George Orwell nur angedeutet hatte. Der Große Bruder wird überall sein, jederzeit eingreifen, unbarmherzig zuschlagen. 2016 werden wir Gefangene im eigenen Land sein. Wir brauchen keine amerikanischen, britischen oder israelischen Panzer im Land, um die Bevölkerung niederzuhalten, das werden wir gegenseitig tun. Dafür gibt es doch die ganzen “Gutmenschen”, die allzeit bereiten Denunzianten, die “antifaschistischen” Schlägerbanden, die gegen jeden bürgerlichen Aufmarsch gehetzt werden.

Was jedoch kein Mensch vergessen darf: Es ist Deutschland, das da gequält wird. Es ist das Land, auf welches das Wort vom “Furor Teutonicus” geprägt worden ist. Sie alle kennen das Sprichwort über jenen einen einzigen Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt. Dank der Oberflächenspannung des Wassers können Sie ein Glas bis über den Rand füllen, das Wasser wölbt sich empor. Bis dieser eine einzige Tropfen kommt, der zuviel ist. Das ist ein nettes Experiment, das Ihre Enkelkinder bestimmt fasziniert.

Deutsche beseitigen Probleme sehr effizient und wenn nötig, auch überaus rücksichtslos. Deshalb haben wir noch immer ausländische Soldaten im Land, deshalb gibt es Einheiten wie EUROGENDFOR, also ausländische Polizeikräfte, die dazu ausersehen sind, Deutsche niederzumetzeln. Unsere Volksverräter haben vorgesorgt, um ihr ebenso kostbares wie niederträchtiges Leben zu schützen. Das aber funktioniert nur, wenn sich die Revolution auf Deutschland beschränkt. Kein Italiener wird vor dem Berliner Kanzleramt Wache schieben, wenn in seiner Heimat die eigene Familie vom dortigen Bürgerkrieg bedroht ist. Kein Pole wird Deutsche massakrieren, wenn die Versorgung in Polen zusammengebrochen ist und seine Angehörigen Hungers sterben.

Die internationalen Schutztruppen lösen sich auf, sobald Merkeldeutschland ausgeplündert ist. Den Ausländern ist das Schicksal deutscher Politiker egal, schließlich gilt noch immer, daß jeder den Verrat liebt, aber keiner den Verräter. Revolution und Bürgerkrieg werden auf Deutschland übergreifen, und dann wird es schnell blutig werden. Ausheben der Sammelgräber, Aufstellen der Hinrichtungslisten und deren Abarbeitung. Ob es Volkstribunale geben wird oder ob der Mob das gleich beim Einsammeln erledigt, wird sich zeigen.

An Anführern wird es nicht mangeln. Sobald es losgeht, werden sich viele bemüßigt fühlen, die revolutionsbereiten Mitmenschen anzuführen, ist das doch der beste Schutz davor, selbst den Dankesorden des Deutschen Volkes zu empfangen. Alle großen Revolutionen haben sich schlagartig ausgebreitet, da hat niemand gewartet, bis ein Bote aus Paris oder Moskau angekommen ist. Da hat man begeistert losgelegt und sich beteiligt.

Es gibt in Deutschland derzeit keine Partei und keine Organisation, die in der Lage ist, eine Revolution zu führen. Das heißt, daß es keine Partei oder Organisation gibt, die eine Revolution im Zaum halten kann. Wenn es losgeht, wird unkontrolliert losgeschlagen. Falls Sie Ihren eigenen Blutrausch bändigen können, sind Sie gut beraten, sich den Revolutionären erst einmal fernzuhalten. Gehen Sie in Deckung und harren Sie aus. Nach ein paar Wochen, wenn die Verhältnisse überschaubar sind, können Sie immer noch Ihre Dienste anbieten. Vergessen Sie die “Mad Max”-Szenarien, mit lokalen Räuberbaronen, wir leben immer noch in Deutschland. Da kehren Recht und Ordnung recht rasch wieder ein.

Revolutionäre haben zumeist nur Vorstellungen, was sie vernichten und umbringen wollen, eine Liste dafür, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, habe ich ganz oben aufgeführt. Womit sich Revolutionäre erst spät beschäftigen, ist die neue Ordnung nach der Revolution. Alle Politiker sind tot? Das ist kein Problem, da werden sich schnell neue finden. Es war ohnehin das mittelmäßigste Mittelmaß, das es in die Politik gedrängt hat. Richter und Staatsanwälte benötigt die Revolution erst später wieder, bis dahin gibt es die Volkskomitees, die auf Freispruch, Arbeitslager oder Hinrichtung erkennen. Banker sind weitgehend überflüssig, höhere Beamte lassen sich schnell durch einfache Beamte ersetzen, die sich auskennen. Zahlreiche Ämter und Behörden sind nach der Revolution sowieso überflüssig, da wird es keinen Mangel geben.

Bleiben die Journalisten. Der Verlust der Pressehuren der qualitätsfreien Medien ist eher ein Gewinn, eine weniger verlogene und freiere Presse kann auf die früheren Mitarbeiter ganz problemlos verzichten. In dieser Beziehung braucht eine Revolutionsregierung keinerlei Vorsorge zu treffen.

Nach der Revolution benötigt das Land vor allem Arbeiter, die sich nicht zu schade sind, das Land wieder aufzubauen. Eine Revolution verursacht Zerstörungen, die beseitigt werden müssen. Die Revolutionsregierung benötigt Geld, eine Form der Zahlungsmittel, um Arbeit gerecht zu entlohnen. Die Regierung muß die Versorgungsnetze wieder aufbauen, dafür sorgen, daß Nahrungsmittel in die Städte gelangen. Sie muß dafür sorgen, daß Ärzte zur Verfügung stehen.

Die Revolution wird kein einziges Problem wirklich beseitigen, sie sorgt nur dafür, daß die Regierung nicht mehr gegen, sondern für das Volk arbeitet. Die französische und die russische Revolution haben experimentiert, ehe mit Napoleon und Stalin “normale” Verhältnisse eingekehrt sind. Napoleon hat Frankreich mit starker Hand geordnet, dem Land eine moderne Verfassung gegeben, aber zugleich millionenfachen Tod und Verderben über ganz Europa gebracht. Stalin hat den Kommunismus in Rußland etabliert, die Sowjetunion zu einem mächtigen Staat gemacht, jedoch 20 Millionen Russen abgeschlachtet und halb Europa geknechtet. Auch er wollte sein Reich durch Kriege expandieren, durch äußeren Größenwahn von inneren Problemen ablenken.

Die Revolution selbst läßt sich nicht kontrollieren, da die BRD alle Strukturen verhindert, die dazu in der Lage wären. Eine Revolution, welche die Auswüchse der sogenannten Demokratie vernichtet, hinterläßt dadurch keine bleibenden Schäden. Wichtig ist die Zeit nach der Revolution, wenn es gilt, den großen Kriegsherrn zu verhindern. Wenn der Monarch – der Alleinherrscher wird mit größter Wahrscheinlichkeit kommen, ob er nun Kaiser, König, Präsident oder Staatsratsvorsitzender heißen mag – sich auf die wichtigste Aufgabe konzentriert und Deutschland wieder aufbaut, hat die Revolution ihren Zweck erfüllt und eine bessere Zeit eingeleitet.

Die Revolution findet allerdings in einem einmaligen Umfeld statt: Alle umliegenden Staaten sind ebenfalls betroffen, die komplette derzeitige Weltordnung löst sich auf. Die Schwäche der anderen Länder führt dazu, daß der Monarch glauben mag, erfolgreich mit militärischer Gewalt die Grenzen zu verändern. Das aber ist der falsche Weg. Der richtige Weg führt über den Aufbau des neuen Deutschen Reiches. Das Reich hat die Fähigkeit, andere Länder friedlich zu assimilieren, dank der eigenen Stärke.

©Michael Winkler

Der Einsatz von Tomahawk-Marschflugkörpern dürfte im Mittelpunkt der US-Militäraktion gegen Syrien stehen. (Foto: US Navy)

Der Einsatz von Tomahawk-Marschflugkörpern dürfte im Mittelpunkt der US-Militäraktion gegen Syrien stehen. (Foto: US Navy)

In den USA laufen die letzten Vorbereitungen für einen Militärschlag gegen Syrien. Präsident Obama werde demnächst seine Entscheidung bekanntgeben, vermutlich mit einer TV-Rede an die Nation. Nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten aus Militärkreisen wollen die Amerikaner einen begrenzten Einsatz durchführen. Dieser dürfte vermutlich am Wochenende stattfinden. Beobachter rechnen mit dem Einsatz von Tomahawk-Marschflugkörpern. Die USA wollen einen langen Krieg vermeiden. In der US-Administration herrscht Einigkeit, dass eine Verwicklung in den syrischen Bürgerkrieg nicht wünschenswert ist. Es dürften militärische Ziele bombardiert werden. Die Zerstörung der Chemie-Anlagen Syriens ist nicht geplant.

Washington möchte jedoch eine moralische Botschaft an die Welt senden: Der Einsatz von Chemiewaffen werde nicht toleriert, einem solchen müsse Einhalt geboten werden, damit es nicht zu Nachahmern komme, berichten informierte Kreise. Washington geht offenbar davon aus, dass Russland genau aus diesem Grund keine Eskalation anstrebe: Zwischen Moskau und Washington herrsche Einverständnis, dass in Fragen der islamischen Terrorismus und des Einsatzes von Chemiewaffen weltweit klargestellt werden müsse, dass Amerikaner und Russen diesen in keiner Region der Welt tolerieren werden.

Auch die Arabische Welt hat sich mittlerweile komplett von Syrien abgewandt. Die Arabische Liga kritisierte den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die syrischen Rebellen genießen Respekt in der arabischen Welt, weil sie in Teilen einen milden Islamismus vertreten. Auch Teile der Al Quaida kämpfen an der Seite der syrischen Rebellen.

So ergibt sich die bizarre Situation, dass die Amerikaner mit ihrem Militärschlag direkt ihrem bisher schärfsten Feind, der Terror-Gruppe Al Quaida zu Hilfe eilen werden.

Deutschland wird sich nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten aus Regierungskreisen kurzfristig zu einer politischen Unterstützung der Militäraktion aufraffen. Man werde die „ungeheuerlichen Verbrechen des Assad-Regimes, gegen seine eigene Bevölkerung mit Giftgas vorzugehen“, aufs Schärfste verurteilen und die Aktion der USA als Strafe für ein Verbrechen gutheißen. Militärische Hilfe soll es keine geben. Auch die Bundesregierung erwartet einen kurzen Angriff, den sie als „Bestrafung“ ansieht, damit Splittergruppen nicht ermuntert werden, mit Giftgas zu operieren.

Diese Argumentation hatte schon die Obama-Administration verwendet und davor gewarnt, dass es denkbar sei, dass Terror-Organisationen mit chemischen Kampfstoffen in die USA eindringen könnten.

Entscheidend für die deutsche Zustimmung ist jedoch, dass die Amerikaner einigermaßen „schlüssige Beweise“ für die Verwendung des Giftgas durch das Regime auf den Tisch legen werde.

Die Amerikaner wollen bis Donnerstag beweisen, dass das syrische Regime hinter den Giftgas-Angriffen steht. Angeblich haben die Amerikaner bereits Beweismaterial sichergestellt und Zeugen aufgetrieben, die diesen Sachverhalt bestätigen. Die Amerikaner sagen, dass die Rebellen zwar über kleinere Mengen von chemischen Kampfstoffen verfügen. Ein derart großflächiger Angriff sei jedoch nur durch die syrische Armee möglich gewesen.

In der Bundesregierung herrscht wegen des Militärschlags erheblich Unruhe. Ein Krieg in Syrien könnte den Bundestagswahlkampf beeinflussen, fürchten Unions-Strategen. Sie gehen zwar davon aus, dass die SPD keine Schwierigkeiten machen werde. Doch sei völlig unklar, wie die Deutschen auf eine Eskalation im Nahen Osten reagieren werden. Daher versucht Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf die Amerikaner einzuwirken, sich bei ihrer Militäraktion kurz zu fassen.

Die Briten werden den Einsatz auf jeden Fall unterstützen (hier).

Vom Iran, dem letzten Verbündeten von Assad, befürchten US-Strategen keine ernsthafte Gefahr.

„Ehrerbietung für den großen Führer Stalin“ (1950), ein Bild aus der Ausstellung „Der Mythos der Sowjtunion“. 40 Jahre später war es mit dem Jubel vorbei, das Großreich existierte nicht mehr. Geht die EU denselben Weg? (Foto: Flickr/FaceMePLS)

„Ehrerbietung für den großen Führer Stalin“ (1950), ein Bild aus der Ausstellung „Der Mythos der Sowjtunion“. 40 Jahre später war es mit dem Jubel vorbei, das Großreich existierte nicht mehr. Geht die EU denselben Weg? (Foto: Flickr/FaceMePLS)

Die DWN dokumentieren im folgenden einen Vortrag von Prof. Wilhelm Hankel, den der Rattenfänger Euro-Kritiker Vortrag am 27.08. 2013 auf dem Peterberg bei Bonn gehalten hat.

Das Thema „der Euro und seine Folgen“ wird im Wahlkampf 2013 ausgeklammert oder weichgespült. Doch die Inflation des „monetären Sozialismus“ hält uns längst in ihren Krallen. Unter dem Stichwort „Euro-Rettung“ ist eine inflationär finanzierte Transferunion entstanden. Diese rettet weder den Euro noch die Demokratie in den Empfängerstaaten, sondern „verstaatlicht“ dort private Vermögen und Schulden! Ihre Nebeneffekte: Inflation und Billig- bis Minuszin­sen im Norden für Spareinlagen spülen hier Milliardensummen in die Fiskal-Kassen  und plündern Sparer und Steuerzahler aus.

Es ist unglaublich, aber wahr: Im Zentrum dieses Wahlkampfes stehen Nebenthe­men, Selbstverständlichkeiten oder abstruse Ungeheuerlichkeiten – Energiewende, Kinderkrippen,  staatliche Grundeinkommen oder offene Grenzen für Ausländer. Ein Thema fehlt, obwohl es alle Bürger und Wähler angeht und betrifft – und längst un­überhörbar an die Türen ihrer Wohnungen und Heime klopft: Was wird aus unserem Geld, dem Euro? Zerbricht Europa am Euro oder zerbricht unsere bürgerliche Gesell­schaft samt ihrer Zukunft  am Euro?

Es klingt wie die Rache des untergegangenen Real-Sozialismus: Nachdem dessen Experiment mit der gesellschaftlichen Gleichmacherei im und am kafkaesken Funktio­närs-Staat à la UdSSR oder DDR gescheitert ist, versuchen es die Euro-Anhänger auf der europäischen Ebene zu wiederholen.  Zwar nicht mehr im Zeichen des Unheiligen Karl Marx und seiner Irrtümer, sondern der Einheit und der Zukunft Europas.

Was im bundesdeutschen Rechtsstaat Sinn macht und dessen „Staatsräson“ dar­stellt: die „Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse“ in allen Bundesländern herzustellen (GG Art. 106,3) wird auf die Ebene der EU übertragen – nur dass diese weder ein vom europäischen Volk legitimierter Bundesstaat ist (und es nicht werden darf!) noch eine von  einer homogenen Bürger-Gemeinschaft gewünschte Demokratie im Sinn der letzten 2000 Jahre: weder Polis noch Staat.

Versteckt in Präambel und vollmundige Absichtserklärungen des „Arbeitsvertrages über die Europäischen Union“ (AEUV 8/9) sowie Einzel-Regelungen (Art. 151) setzt sich die EU Ziele wie „Konvergenz der Volkswirtschaften“ und „Angleichung“ der so­zialen Strukturen und Verhältnisse, also von Staatsaufgaben für einen Nicht-Staat.

Wilhelm Hankel kritisiert, dass ein entscheidendes Thema im Wahlkampf fehlt: die Frage, was aus unserem Geld wird. (Screenshot)

Wilhelm Hankel kritisiert, dass ein entscheidendes Thema im Wahlkampf fehlt: die Frage, was aus unserem Geld wird. (Screenshot)

Aber genau dieses Ziel haben die Väter des AEUV verneint und deswegen das einzi­ge Instrument blockiert, mit dem es sich finanziell korrekt und inflationsfrei  verwirkli­chen ließe: die Budget- oder Entwicklungshilfe von Staat zu Staat. Genau diesen „Länder-Finanzausgleich“ auf EU-Ebene auszuschließen, ist und bleibt Sinn und Ziel der inzwischen legendären, weil immer wieder diskutierten „No-bail-out-Klausel“ des Art. 125 AEUV.

Doch jetzt hat die EU den „Königswegweg“ gefunden, wie sie aus der No-bail-Klausel das Gegenteil machen kann: die Hilfe der starken Euro-Staaten für die schwachen. Man sagt nicht mehr „Finanzausgleich“, sondern „rettet“ den Euro. Und wie? Indem man den Euro-Ländern, die sich selber in den Bankrott gewirtschaftet und um jeden Kredit am Kapitalmarkt gebracht haben, neue, frisch gedruckte Euro „grenzenlos“ zur Verfügung stellt! Man erklärt ganz einfach die verbotene Finanzpolitik zur erlaubten (und dringend gebotenen) Geldpolitik! „Denn fällt der Euro, fällt Europa.“ (Angela Mer­kel). Doch die eigentliche Frage: Fällt der Euro wirklich, wenn Griechenland oder ein anderer Euro-Staat bankrott macht, wird weder gestellt noch beantwortet!

Man kann lange grübeln, ob dieser Widerspruch im AEUV gewollt war und von An­fang an die „wahren“ Absichten der EU-Politiker kaschieren sollte; soll heißen den Wählern Sand in die Augen zu streuen. Oder ob es einmal mehr die bis zur Dämlich­keit reichende Unerfahrung der damaligen deutschen Unterhändler (des späteren Bundespräsidenten Horst Köhler und  Bundeskanzlers Helmut Kohl) gewesen ist, diesen folgenreichen Widerspruch nicht zu bemerken. Er hat inzwischen dazu geführt, dass der Finanzausgleich zwi­schen den EU-Staaten geräuschlos, aber vertragswidrig und hochinflatorisch über die Währung, den Euro, „ersetzt“ werden konnte.

Der Etikettenschwindel gehört dazu. Da wird als „Bürgschaft“, „Gewährleistung“ und „Bank-Kredit“ ausgegeben, was in Wahrheit nichts anderes ist als ein „verlorener Zu­schuss“; er schließt die Budgetlöcher der Krisenländer. Die Mittel werden über die staatseigene KfW, die Euro-Rettungsfonds (ESFS, ESM) und die „unbegrenzten“ Auf-käufe maroder Staatsanleihen durch die EZB  (OMT) bereitgestellt. Es sind weder Bürgschaften, Gewährleistungen noch Kredite noch Geldanlagen der EZB. Es sind Bestandteile einer „Transferunion“, die es offiziell nicht gibt (noch nicht!) und deren Mittel  dreierlei gemeinsam haben:

Erstens: Sie stammen aus der Druckerpresse: der physischen und elektroni­schen. Die Bilanz der EZB hat sich, seit dieser Prozess läuft, mehr als ver­dreifacht!

Zweitens: Sie finanzieren in den Empfängerstaaten allenfalls marginal wirt­schaftliches Wachstum, Investitionen und Arbeitsplätze. Der Löwenanteil dient der Umwandlung privater Schulden und Vermögen in öffentliche. Der Staat „saniert“ Banken und übernimmt Anteile an gefährdeten  Unternehmen, deren Alt-Aktionäre aussteigen können. Und diese Mittel kompensieren die anhaltende Kapitalflucht aus diesen Ländern und schließen Zahlungsbilanz­löcher!

Drittens: Die sich kumulierenden Staatsschulden (weit über 100% BIP) müs­sen früher oder später gestrichen werden, um sowohl die Handlungsfähigkeit wie die Kreditwürdigkeit dieser Staaten am Kapitalmarkt wiederherzustellen.

Fazit: Euro-Inflation und Billig-Zinspolitik  der EZB tragen nicht nur dazu bei, das Geld der reichen Leute in den Krisenstaaten des Südens zu retten. Beides „hilft“ in den hoch-verschuldeten Staaten des Nordens, die eigenen Steuerzahler und Sparer kräf­tig auszuplündern: über die daraus resultierende „kalte Steuerprogression“  und die horrende Unterverzinsung der Spareinlagen.

Nur: Über diesen für den Fiskus erfreuli­chen „Nebeneffekt“ (Er spült dem deutschen Fiskus jährlich Mehreinnahmen von 50 Mrd. Euro und mehr in die Kasse!) schweigt man sich in allen Wahlprogrammen von Regierungs- wie Oppositionsparteien aus. Warum wohl? Weil man das Problem nicht sieht oder es nicht sehen will? Wie lange lässt sich dieser Prozess durchhalten? Zwei Szenarien sind denkbar: Entweder revoltieren die Krisenopfer (vor allem jugendliche Arbeitslose) im Süden und beseitigen die „Euro-Diktatur“. Oder seine finanzielle Erschöpfung zwingt den Norden zur Einstellung der Hilfe, zur Verkleinerung der Euro-Zone („Nord-Euro“)  oder der Rückkehr zu nationalen Währungen.

Am Ende des Euro steht nur zweierlei offen: Das Datum und der Weg, auf dem er kommt. Entweder erzwingen die verzweifelten Opfer in den Krisenstaaten das Ende der „Euro-Diktatur“, vielleicht sogar den (rechtlich möglichen) Austritt aus der EU, die wieder zu dem würde, als was sie von ihren Gründungsvätern der 1950er Jahre kon­zipiert worden war: eine erweiterte „Montan-Union“ aus der dann eine de-facto- Wäh­rung-union entstand: die D-Mark-Zone. Oder die finanzielle Erschöpfung zwingt die Regierungen der zahlenden Staaten dazu, die Reißleine zu ziehen. Entweder sie re­duzieren den Euro zu einem Rest- oder „Nord-Euro“. Oder sie führen ihre alten natio­nalen Währungen wieder ein.

Letzteres ist, wenn sie realistisch sind, unvermeidbar. Denn der von vielen geforderte Rest- oder Nord-Euro kann immer nur eine Zwischenlösung sein – denn auch in die­ser Gruppe besteht weder Homogenität der Strukturen noch Konvergenz der Politik (Stichworte Belgien, Frankreich, Irland u.a.). Vor allem Deutschland kann mit dieser Zwischenlösung nicht leben. Es müsste dem Inflationstrend der anderen folgen und – wie bisher –  auf eine Politik des stabilen Geldes verzichten. Der „monetäre Sozialis­mus“ setzte sich, wenn auch in abgeschwächter Form – fort.

Doch es gibt einen Ausweg: Ein europäischer Parallelgeld-Standard. Euro plus nationale Währungen. Ich skizziere ihn in meinem Buch: „Die Eurobombe wird ent­schärf“ (Universitas, Wien 2013)

Mathematiker, nicht unbedingt Politiker (auch wenn sie Physik studiert haben wie Frau Merkel), können sich vorstellen, wie die Rückkehr zu nationalen Währungen die Währungslandschaft verändert. Allein in der Euro-Zone entstünden bei 17 neuen na­tionalen Währungen zwischen ihnen 2.720 neue Wechselkurse – nach der Formel n(n-1):2. Es wäre das Telefonbuch einer mittleren Kreisstadt, täglich neu zu drucken. Selbst in einem Nord-Euro für annähernd 9 Staaten wären es noch 900!

Im einen wie anderen Fall wäre eine (blamable) Rückkehr in einen De-facto-US-Dol­lar-Standard unvermeidbar. Wenn es keine Wechselkurs- Nominierung  in Euro gibt, muss es eine in US-Dollar geben – denn bei weltweit 200 Währungen gäbe es rund 20.000 bilaterale Wechselkurse, mit ihrer US-Dollar-Nominierung nur 199!

Der Euro könnte auch in einem re-nationalisierten Europa seine Funktion als Recheneinheit und Bezugsbasis für die innereuropäischen Wechselkurse („numéraire“) beibehalten. Er würde zur Weiterentwicklung des alten „ECU“ (European Currency Unit) aus der Vor-Euro-Zeit. Jeder Bürger hätte ein Wahlrecht, in welcher Währung er sein Vermögen hält: in Euro oder nationaler Währung.

In Abwertungsländern sichert der Euro sein Vermögen, denn der Euro wertet nicht ab. In Aufwertungsländern wie Deutschland gäbe es in aufgewerteter D-Mark einen Inflations-Ausgleich; Hauptgewinner wäre der Fiskus: Er könnte seine Euro-Schulden in D-Mark verbilligt tilgen. Die deutsche Ex­portwirtschaft käme kaum zu Schaden; bei einem durchschnittlichen Import-Gehalt (Rohstoffe, Energie, Vorleistungen von fast 50% je Export-Einheit) würde sie wesent­lich an Kostenentlastung und Wettbewerbsstärke gewinnen – wie bei allen früheren D-Mark-Aufwertungen auch. Die EU gewönne durch diesen „Doppel-Standard“ an inne­rer Stärke. Jedes Land könnte seine Krise aus eigener Kraft und mit eigenen Instru­menten (Zins, Wechselkurs, Reformen) überwinden. Das Diktat der „Troika“ wäre be­endet.

Der Graben zwischen Euro- und Nicht-Euroländern verschwände. Außenseiter wie Schweiz, Norwegen oder Russland könnten beitreten.

Die Gravitationszentren (die Hartwährungsländer rund um Deutschland) würden einen neuen „D-Mark-Block“ bilden, eine Zone besonders dichter Markt- und Han­delsverflechtung.

Die Kompetenzen zwischen EZB und nationalen Zentralbanken (NZB) würden neu geregelt. Die NZB wird wieder zum Garanten nationaler Währungsstabilität und ist zuständig für die nationale Geld- und Kreditversorgung. Die EZB ist Sprachrohr dieser Währungs-Gemeinschaft neuen Typs nach außen: gegenüber IWF, BIZ und Weltwährungskonferenzen. An den inneren Währungsmärkten, an denen sich die Wechselkurse frei bilden, hat sie lediglich „akkordierende“ (kurs­glättende) Funktionen durch Euro-Verkauf und Währungs-Ankauf.

Der „Pferdefuß“ des neuen Systems liegt in der Schulden-Verteuerung der Abwertungs­länder. Ihnen muss in Form von Schulden-Moratorien und –Schnitten („Haircuts“) gehol­fen werden. Dafür stehen die erprobten Konsolidierungs-Mechanismen des „Pariser“ und Londoner Clubs“ unter IWF-Aufsicht zur Verfügung. Dies wäre das Währungs-Europa, das den Stürmen der Zeit standhält und  den Gründungsvätern Europas vorschwebte.

Professor Dr. Wilhelm Hankel, geboren am 10. Januar 1929 in Danzig
Studium: Volkswirtschaftslehre in Mainz und Amsterdam
Dissertation: Zur Theorie der volkswirtschaftlichen Kontierung unter besonderer Berücksichtigung der monetären Aspekte, Mainz 1953
Berufsweg: 1952 Bank Deutscher Länder, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit bis 1956, Auswärtiges Amt bis 1957, 1959 Kreditanstalt für Wiederaufbau, zuletzt als Chefvolkswirt, 1967 Leiter der Abteilung Geld und Kredit im Bundeswirtschaftsministerium, 1972 Vorstandschef der Hessischen Landesbank, seit 1970 Honorarprofessor für Währungs- und Entwicklungspolitik an der Universität Frankfurt, 1974/75 Gastprofessur in Harvard, 1975/76 Konrad-Adenauer-Professor an der Georgetown University in Washington, 1978 bis 1981 Senior Visiting Professor am Bologna Centre for Advanced International Studies der Johns Hopkins University, bis 1983 Gastprofessor am Wissenschaftszentrum Berlin.

Justiz-Kommissarin Viviane Reding hat von Kroatien noch immer keine Antwort auf ihren Brief erhalten. Nun will die EU den Kroaten den Geldhahn abdrehen. (Foto: Consilium)

Justiz-Kommissarin Viviane Reding hat von Kroatien noch immer keine Antwort auf ihren Brief erhalten. Nun will die EU den Kroaten den Geldhahn abdrehen. (Foto: Consilium)

Am 1. Juli wurde Kroatien das 28. Mitgliedsland der EU. Nur drei Tage vor dem Beitritt verabschiedete das kroatische Parlament entscheidende Gesetzesänderungen: Danach werden Verbrechen, die vor 2002 begangen wurden, von der Umsetzung des Europäischen Haftbefehls (EuHB) ausgenommen.

Der Konflikt mit der EU eskalierte, nachdem die deutsche Regierung einen EuHB für Josip Perkovic ausstellte, berichtet EUobserver. Perkovic war in der kommunistischen jugoslawischen Ära Chef der kroatischen Geheimpolizei. Seine Auslieferung steht im Zusammenhang mit der Ermordung eines kroatischen Überläufers in Deutschland.

Auch Verbrechen während des jugoslawischen Bürgerkriegs Anfang der 90er Jahre haben die kroatischen Abgeordneten von der EuHB-Strafverfolgung ausgenommen. Der EuHB verlangt von den Mitgliedsstaaten, Verdächtige festzunehmen und auszuliefern, wenn andere EU-Staaten dies fordern.

In einem Brief an den kroatischen Justizminister Orsat Milijenic vom 29. Juli stellte EU-Kommissarin für Justiz Viviane Reding die Position der Kommission dar: Die Gesetzesänderungen stünden in klarem Widerspruch zum EU-Recht.

Am 26. August – fast einen Monat später – hat die EU-Kommission noch immer keine Antwort auf Redings Brief erhalten. Kroatiens Verhalten sei ein „Vertrauensbruch“ bei einem Thema, das „den Kern der rechtlichen Kooperation betrifft“, sagte Kommission-Sprecherin Mina Andreeva.

Kroatien müsse den EuHB vollständig umsetzen, so Andreeva. Die Kroaten hätten das Thema während der Beitragsverhandlungen nicht angesprochen. In der kommenden Woche werde Justiz-Kommissarin Reding weitere Schritte der EU ankündigen, darunter mögliche Maßnahmen gegen Kroatien.

Auch Reding selbst bereits mögliche Strafmaßnahmen gegen Kroatien unter Artikel 39 des kroatischen Beitrittsvertrags angedeutet, die bei „ernsthaften Mängeln“ bei der Umsetzung von EU-Recht greifen. Möglich sind die Aussetzung von EU-Mitteln wie dem Kohäsionsfonds oder Gelder zum Umbau des Justizsystems.

Nach dem Vertrag von Lissabon aus dem Jahr 2002 gelten für den EuHB zunächst nicht dieselben Regeln wie für normales EU-Recht. Erst ab 2015 wird die Kommission die Macht haben, formell wegen Vertragsverletzung gegen Kroatien vorzugehen.

Anfang Juni stimmte Deutschland als letztes Mitgliedsland und trotz großer Bedenken der Aufnahme Kroatiens in die EU zu. Vor allem wegen dem hohen Grad an Korruption standen viele dem EU-Beitritt des Landes skeptisch gegenüber (hier).

Im Verlauf des Dienstags geriet der Lira weiter unter Druck (Grafik: Bloomberg).

Im Verlauf des Dienstags geriet der Lira weiter unter Druck (Grafik: Bloomberg).

Die türkische Lira erreichte am Montag ein Rekordtief von über zwei Lira pro Dollar. Die Zinsen für zweijährige Staatsanleihen erreichten die Zehn-Prozent-Marke. Die fallenden Kurse stehen in direktem Zusammenhang mit einem immer wahrscheinlicheren Kriegsszenario in Syrien, an dem sich die Türkei beteiligen würde. Am Dienstag kostete ein türkischer Lira dann entsprechend zwischenzeitlich nur noch 0,4924 US-Dollar. Seit Beginn des Jahres hat die Lira mehr als 8,7 Prozentpunkte verloren.

Der internationale Finanzmarkt reagiert empfindlich auf bevorstehende Kriege. Nachdem der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu am Montag signalisierte, notfalls auch ohne UN-Mandat in Syrien zu intervenieren (mehr hier), reagierten die Märkte prompt mit Kursverfall. Türkische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren erreichten mit 10,12 Prozent den seit 19 Monaten höchsten Zinssatz. Am Dienstag setzte sich dieser Trend fort – erste Details zu einem möglichen Militärschlag wurden bekannt (mehr hier).

„Sie können mich jetzt für einen Optimisten halten, aber ich wäre nicht überrascht, wenn der Dollar am Ende des Jahres auf 1,92 Lira fällt. Wenn wir als Zentralbank standhaft bleiben und uns nicht vom Weg abbringen lassen, sind die Turbulenzen in ein paar Tagen vorbei“, sagt Erdem Başçı, Präsident der türkischen Zentralbank der Anadolu Nachrichtenagentur. Die Märkte konnte der Zentralbanker damit aber überhaupt nicht beruhigen.

Der niedrige Kurs der Lira setzt die türkische Volkswirtschaft unter starken Druck, besonders im Hinblick auf das Leistungsbilanzdefizit von 7,1 Prozent der Wirtschaftsleistung. Denn um die im Vergleich zu den Exporten weitaus höheren Importe zu bezahlen, wird Geld in ausländischen Währungen benötigt. Das wird umso schwerer, wenn die Lira schwach ist.

Aus diesem Grund versucht die Zentralbank mit Repos (Rückkaufgeschäfte) kurzfristig an Liquidität zu kommen. Dadurch konnten in einer Woche 755 Millionen Dollar beschafft werden, die der Staat zu 4,5 Prozent verzinst zurückzahlen muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass auch in Deutschland demnächst flächendeckend über einen längeren Zeitraum das Licht ausgeht, ist gestiegen (Foto: DWN).

Die Wahrscheinlichkeit, dass auch in Deutschland demnächst flächendeckend über einen längeren Zeitraum das Licht ausgeht, ist gestiegen (Foto: DWN).

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Herr Geier, einige Energieunternehmen haben angekündigt, Kraftwerke in Deutschland zu schließen, und beispielsweise im vergangenen Jahr gab es in München für ein paar Stunden keinen Strom. Ist die Wahrscheinlichkeit der flächendeckenden Stromausfälle gestiegen?

Wolfram Geier: Die Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen ist auch in Deutschland den letzten Jahren angestiegen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Warum?

Wolfram Geier: Die Gründe dafür sind mannigfach. Zum einen handelt es sich um ein sehr komplexes technisches System, das aufgrund seiner Komplexität und seiner hohen Vernetzung auch besonders verletzlich ist. Ein Beispiel ist das IT-gestützte Prozessmanagement und die Anfälligkeit von IT-Systemen, z. B. gegenüber Hacking. Ein anderes Beispiel ist der zunehmende Energiemix aus fossilen, regenerativen und nuklearen Energieträgern, der ein optimal abgestimmtes Zusammenspiel im Gesamtsystem der Stromerzeugung und des Stromverbrauches bedingt. Zum anderen scheinen Wetterextreme auch in Deutschland bzw. Mitteleuropa immer mehr zuzunehmen. Die extreme Winterwetterlage, die wir 2005 im Münsterland hatten, führte dort dann auch zum Bruch der Höchstspannungsleitungen im Übertragungsnetz. Die Folge war ein mehrtägiger Stromausfall, der fast 250.000 Menschen und sehr viele Zuchttiere in der Landwirtschaft betroffen hat. Und nicht zuletzt hat die Liberalisierung und weitere Ökonomisierung der Strommärkte dazu geführt, dass Netze manchmal gefährlich bis an ihre technischen Sicherheitsgrenzen ausgelastet werden, wozu der internationale Stromhandel  und die Transferleistungen ihren Teil dazu beitragen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Besteht tatsächlich die Gefahr eines Blackouts in Deutschland?

Wolfram Geier: Ja, ein Blackout in einzelnen Regionen Deutschlands kann jederzeit auftreten, so wie wir dies für Minuten und Stunden in den letzten Jahren schon öfters und für mehrere Tage im Münsterland immerhin einmal erlebt haben. Grundsätzlich ist auch ein überregionaler Blackout, z. B. aufgrund von kaskadierenden Effekten nicht auszuschließen. Dies könnte beispielsweise dann der Fall sein, wenn das hiesige Übertragungsnetz aufgrund von Stromverbrauch oder Transferleistungen bereits an seiner Belastungsgrenze angekommen ist und sich parallel dazu aufgrund von technischen Störungen, schweren Naturereignissen oder einem gezielten Hacking weitere schwerwiegende Probleme ergeben, die zu einem Zusammenbruch des Übertragungsnetzes führen. Aber auch menschliches Versagen oder Kommunikations- und Abstimmungsfehler können dazu führen, dass der Strom ausfällt. 2006 haben wir einen  Stromausfall erlebt, bei dem neben Teilen von Deutschland auch Teile zahlreicher anderer europäischer Länder betroffen waren, weil es im Zuge einer geplanten Abschaltung einer Höchstspannungsleitung über den norddeutschen Fluss Ems zu Kettenreaktionen und Netzzusammenbrüchen kam.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was begünstigt einen solchen Blackout?

Wolfram Geier: Wie bereits gesagt, erhöhen technische Komplexität, hohe Schwankungen in der Belastung der Netze, hoher Abstimmungs- und Regelungsbedarf in Verbindung mit Naturgefahren, menschlichem und/oder technischem Versagen oder böswillige Eingriffe in die Systeme durch Sabotage, Hacking etc. auch das Risiko eines größeren oder großen Blackouts.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was würde das für uns bedeuten, wer ist am ehesten gefährdet?

Wolfram Geier ist Leiter der Abteilung Notfallvorsorge, Kritische Infrastrukturen, Internationale Angelegenheiten beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. (Foto: Wolfram Geier)

Wolfram Geier ist Leiter der Abteilung Notfallvorsorge, Kritische Infrastrukturen, Internationale Angelegenheiten beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. (Foto: Wolfram Geier)

Wolfram Geier: Ein großflächiger und lange anhaltender Stromausfall in Deutschland wäre eine richtige Katastrophe. Unser gesamtes öffentliches und privates Leben hängt mittlerweile von der zuverlässigen Verfügbarkeit von elektrischem Strom ab. Überall dort wo wir keine wirkungsvolle Notstromversorgung haben, brechen wichtige, zum Teil lebenswichtige Dienstleistungen mehr oder weniger schnell zusammen: die IT-Systeme, die Telekommunikation, Licht, Wärme oder Kühlung, die Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung, die Bargeldversorgung am Automaten, Kassenanlagen, elektrische Öffnungs- und Schließanlagen, Fahrstühle, Verkehrsleitsysteme, mobile Gesundheitsdienstleistungen, die medizinische, von elektrischen Geräten abhängige Versorgung in Pflegeheimen und zu Hause, industrielle Produktionsstrecken usw. Aber auch in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen, die aufgrund von Vorschriften über eine Notstromversorgung verfügen, wird der Betrieb nur eingeschränkt möglich sein und ggf. dann zusammenbrechen, wenn kein Treibstoffnachschub für die Notstromaggregate geliefert werden kann. Hinzu kommt, dass die meisten Tankstellen über keine Notstromversorgung für ihre Pumpen verfügen. Das gesamte öffentliche Leben stünde dann vor einem Kollaps, gefährdet wären wir mehr oder weniger alle, wobei auch hier die so genannten Risikogruppen in der Bevölkerung, kranke, behinderte und alte Menschen sowie kleine Kinder besonders im Fokus stehen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Besteht die Gefahr einer Panik?

Wolfram Geier: Panisches Verhalten von Menschen tritt eher selten auf, auch wenn man das in Katastrophen landläufig schnell vermuten würde.  Wenn es zu Panik kommt, dann meistens, wenn viele Menschen auf engstem Raum zusammen sind und ein Unglück geschieht, z. B. der Ausbruch eines Brandes, der Zusammenbruch eines Gebäudes etc. und viele Menschen unkontrolliert in Richtung eines „Ausgangs“ drängen. Denken Sie an die „Loveparade“ in Duisburg. Beim mehrtägigen Stromausfall im Münsterland 2005 war von Panik nichts zu merken. Im Gegenteil: In dieser ländlich geprägten Region herrschte nachbarschaftliches Helfen und Zusammenwirken vor. Problematisch könnte es in den großen Agglomerationsräumen, also in unseren Großstädten werden. Dies vor allem dann, wenn es durch den langeanhaltenden Stromausfall zu Versorgungsengpässen mit wichtigen Grundnahrungsmitteln kommt, ausbrechende Brände und Unfälle ihren Teil dazu beitragen, dass die Situation als unhaltbar bzw. unmittelbar lebensbedrohlich empfunden wird und Menschen in dieser Extremsituation unüberlegt handeln, ggf. sogar plündern. In solchen Fällen wäre die öffentliche Sicherheit und Ordnung massiv bedroht.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie kann man sich für einen solchen Fall rüsten?

Wolfram Geier: Der einzelne Mensch, aber auch Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen können für den Notfall vorsorgen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat z. B. eine ganze Palette von Ratgebern und Leitfäden entwickelt, die zum einen helfen können, ein solches Ereignis zu vermeiden bzw. einzugrenzen und zum anderen Maßnahmen vorschlagen, wie man mit einer solchen Situation im Ereignisfall umgeht. Für Unternehmen und Verwaltungen wären beispielsweise unser „Risiko- und Krisenmanagement-Leitfaden“ sowie unsere Empfehlungen für den Aufbau und Betrieb einer Notstromversorgung von Interesse. Für die private Vorsorge der Bevölkerung gibt es einen sehr praktischen und anschaulichen Ratgeber „Für den Notfall vorgesorgt“, der wichtige Tipps zu den Themen Notvorräte, Verhalten und weitergehende Informationen enthält. Ergänzt wird dieses Angebot durch aktuelle Informationen und Verhaltenshinweise zu aktuellen Gefahrenlagen auf unserer Homepage. Alle unsere Produkte sind kostenlos zu beziehen bzw. über unsere Homepage herunterzuladen.

Produktion des Front-Doppelkupplungsgetriebes bei Mercedes-Benz im Werkteil Stuttgart-Hedelfingen. Daimler verlagert massiv nach China - mit ungewissen Folgen für die Werke in Europa. (Foto: Daimler AG)

Produktion des Front-Doppelkupplungsgetriebes bei Mercedes-Benz im Werkteil Stuttgart-Hedelfingen. Daimler verlagert massiv nach China – mit ungewissen Folgen für die Werke in Europa. (Foto: Daimler AG)

Die Daimler AG plant Investitionen in China im Umfang von 2 Milliarden Euro. Wichtige Motorkomponenten, die bei der Produktion in Deutschland verwendet werden, sollen künftig im weltweit größten Auto-Industriepark in Peking hergestellt und von dort nach Deutschland exportiert werden.

„Es gibt [bei Daimler] die Einsicht, dass wir im Vergleich mit einigen unserer Konkurrenten unsere Position in China verbessern müssen“, zitiert die FT Daimler-Vorstand Hubertus Troska, der für die China-Aktivitäten des Konzerns verantwortlich ist.

So plant Daimler die Errichtung der „ersten vollwertigen Motorenfabrik außerhalb Deutschlands“, sagt Frank Deiss, Chef von Beijing Benz Automotive, Daimlers Joint-Venture mit den Pekinger Automobilwerken. Entscheidende Motorkomponenten, darunter Kurbelwellen, Zylinderköpfe und Motorblöcke sollten in China produziert und dann nach Deutschland exportiert werden. Troska sagt:

„Das Qualitätsniveau, das wir hier aufbauen, wird so hoch sein wie in keinem anderen Motorenwerk, das wir außerhalb Deutschlands haben, und es ist dasselbe Niveau wie in unseren deutschen Werken. (…) Die Kunden werden es überhaupt nicht merken, woher die Teile kommen, und sie müssen sich auch keine Sorgen darüber machen. (…) Ab dem kommenden Jahr werden wir die Teile tatsächlich nach Deutschland exportieren. Dort wartet man auf die Teile.“

Troska ist der erste Daimler-Vorstand, dem die Verantwortung für China übertragen worden ist. Der Konzern hinkte dort lange hinter den Konkurrenten BMW und Audi hinterher. „[Die Vertretung durch einen Vorstand] ist notwendig, um sicherzustellen, dass die Entscheidungen des Unternehmens immer auf die chinesischen Bedürfnisse und die Marktbeschaffenheit ausgerichtet sind“, so Troska.

Diese Entscheidung dürfte nachhaltige Folgen für die Daimler-Werke in Europa haben: Wenn sich herausstellt, dass Daimler auch in seinem Kernbereich, den Motoren, in China gleich gut, aber effizienter produzieren kann, dann wird sich mittelfristig die Frage stellen, welche Werke in Deutschland im Falle einer Krise von der Schließung betroffen sein könnten. Beobachter erwarten, dass Daimler keine Doppelstrukturen aufbauen will.

Auch für den Mittelstand hätte das Folgen: Viele Zulieferer könnten ihre Aufträge verlieren, weil Daimler im Zweifel auch die Zulieferer in Asien mit ins Boot holen könnte.

Im vergangenen Jahr wurden weniger als die Hälfte der 206.000 in China verkauften Mercedes Benz auch dort produziert. Bis 2015 will Daimler die Verkäufe in China auf 300.000 Autos erhöhen, wovon zwei Drittel im Pekinger Werk produziert werden sollen.

BMW und Audi verkauften im vergangenen Jahr mit 313.000 beziehungsweise 407.000 Autos deutlich mehr als Mercedes, berichtet die Zeitung Die Welt. Zudem produzieren sie schon jetzt einen viel größeren Anteil ihres chinesischen Umsatzes vor Ort.

Auch in anderer Hinsicht haben sich Daimlers Konkurrenten bisher besser an den chinesischen Markt angepasst. So stellen sie längere Autos her mit mehr Platz im Fond für reiche Chinesen, die sich komfortabel durch die verstopften Straßen chauffieren lassen wollen.

Doch Mercedes, BMW, VW, Audi und Porsche haben auch ein gemeinsames Problem: Das NDRC, Chinas höchste Wirtschaftsplanungsbehörde, ermittelt derzeit wegen angeblicher Preisabsprachen gegen alle ausländischen Hersteller von Luxusautos. Denn nirgendwo würden Importwagen so teuer verkauft wie in China. Wenn die Chinesen Anklage erheben, wären Milliardenstrafen möglich.

Die Luxus-Hersteller sind im Vergleich mit den Massen-Herstellern bisher recht gut durch die europäische Autokrise gekommen, denn auch in Europa sind ihre Werke gut ausgelastet (mehr hier).

Syrien-Angst: Gold und Öl erreichen neue Hochs

On August 28, 2013, in Endzeit, by admin
Der Preis für ein Barrel Brent-Öl stieg am Dienstag um 3 Prozent und liegt nun so hoch wie seit einem halben Jahr nicht mehr. (Grafik: ariva.de)

Der Preis für ein Barrel Brent-Öl stieg am Dienstag um 3 Prozent und liegt nun so hoch wie seit einem halben Jahr nicht mehr. (Grafik: ariva.de)

Die Preise für Gold und Öl stiegen am Dienstag deutlich. Anleger reagieren darauf, dass in Syrien ein Krieg droht.

Der Preis für ein Barrel Brent-Öl stieg am Dienstag um mehr als 3 Dollar auf 114 Dollar. Das ist ein Anstieg um 3 Prozent und zudem. Syrien selbst ist nur ein kleiner Ölproduzent. Zudem ist der Großteil der syrischen Ölproduktion von maximal 400.000 Barrel pro Tag durch den anhaltenden Bürgerkrieg zum Erliegen gekommen.

Doch eine Eskalation des Syrienkriegs hätte Auswirkungen auf die gesamte Region. „Das Risiko für den Ölmarkt ist die Gefahr, dass der syrische Konflikt auf die benachbarten ölproduzierenden Länder übergreift und die Produktion in der Region gefährdet“, zitiert die FT Barclays-Analystin Helima Croft.

Syriens Nachbar Irak ist der zweitgrößte Ölproduzent in der Organisation der erdölexportierendenden Länder (OPEC). Dort ist die Gewalt infolge des Zustroms von Flüchtlingen bereits angestiegen. Der syrische Bürgerkrieg wird auch als Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien gesehen, zwei weiteren großen Ölproduzenten, so Croft.

Seit den Unruhen in Ägypten Anfang Juli ist der Preis für Brent-Öl um 10 Prozent gestiegen. Es wird befürchtet, dass der Öltransport durch den Suez-Kanal und die Sumed-Pipeline in Ägypten beeinträchtigt werden könnte. Auch Streiks und Unruhen in Libyen haben das Angebot reduziert.

Für Gold beginnt ein neuer „Bullenmarkt“

Der Goldpreis stieg am Dienstag um 2 Prozent und lag zwischenzeitlich über 1420 Dollar pro Unze. Seit dem Tief Ende Juni hat Gold 20 Prozent zugelegt. Damit erfüllt es die Definition eines Bullenmarktes. Dennoch liegt der Goldpreis noch immer 15 Prozent tiefer als zu Jahresbeginn.

Der Preisanstieg vom Dienstag wird von Analysten auch in Zusammenhang mit der drohenden Eskalation des Syrien-Kriegs gerückt. MarketWatch zitiert Fawad Razaqzada von GFT Markets: „Die Möglichkeit einer Militäraktion des Westens (…) in Syrien verstärkt den Appetit sowohl auf das schwarze als auch das gelbe Gold.“

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