Anton Bruckner: Locus iste, ASG Chor, Leitung: Manfred Bühler, Konzert in Rom in S. Giovanni im Lateran, Video und Schnitt: Hans-Joachim Vogt, Internetbearbeitung: Dominik Layer
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Chor von St. Peter, Mannheim Leitung: Thomas Jandl Live-Mitschnitt von Karfreitag 2011 – Die Tonspur hängt dem Bild etwas nach –

Im Interview das Noam Chomsky Press TV am vergangenen Dienstag gegeben hat sagte er: “Ich hab die offiziellen Definitionen über Terrorismus genommen, die sehr gut sind, ich nahm die Definition so wie sie im amerikanischen und britischen Gesetz stehen, die eine gute Definition sind, nur es gibt ein Problem; Wenn man diese anwendet, dann kommt dabei heraus, die Vereinigten Staaten ist der führende Terrorstaat der Welt“.

Chomsky meint damit, so wie sich Washington im Ausland aggressiv benimmt, sich an kein einziges internationales Gesetz und Völkerrecht hält, auch nicht an die UN-Menschrechtscharta, keinen Respekt vor der Souveränität von Staaten hat, und eigentlich genau die Verbrechen begeht die es damals beim Nürnberger Prozessen 1946 selber mit seinen Staatsanwälten und Richtern verurteilt hat, von wegen führen eines Angriffskrieges und Völkermord, bricht es die eigenen Gesetze. Ausserdem, wie ich bereits aufgezeigt habe, sind durch die Folgen der vielen Staatsstreiche, militärischen Interventionen und Angriffskriege, welche die USA seit den II. Weltkrieg geführt hat, fast 20 Millionen Menschen getötet worden.

Es sind zum Beispiel alleine auf Kambodscha während des Vietnamkriegs von 1964 bis 1973 insgesamt 2,7 Millionen Tonnen Bomben abgeworfen worden, mehr Bomben als alle alliierten Streitkräfte in allen Kriegsschauplätzen im II. Weltkrieg abgeworfen haben. Wie gesagt, nur in Kambodscha. Insgesamt wurden auf Vietnam und den Nachbarländern 7 Millionen Tonnen Bomben abgeworfen. Zum Vergleich, im II. Weltkrieg “nur” 2 Millionen Tonnen.

Wenn man alle Opfer zusammenzählt, sind in Vietnam und den Nachbarländern Laos und Kambodscha insgesamt 5 Millionen Menschen durch den von Amerika geführten Krieg ums Leben gekommen. Eine ungeheuerliche Zahl. Ist das kein Terror? Ist das kein Holocaust? Dazu kam noch die ganze Zerstörung der Natur der Länder durch den Einsatz von Chemikalien wie Agent Orange, das grossflächig aus Flugzeugen über die Länder gesprüht wurde. Die Folgen aus der Verseuchung der Nahrungsquellen werden heute noch in der Bevölkerung der betroffenen Länder gespürt.

Jetzt muss man aber wissen, der Vietnamkrieg wurde mit einer Lüge begründet. 5 Millionen Menschen sind wegen einer Lüge gestorben.

Am 2. August 1964 trat Präsident Lyndon B. Johnson vor die Kameras und hielt eine Rede. Er erzählte der amerikanischen Nation am Bildschirm, nordvietnamesische Torpedoboote hätten im Golf von Tonkin amerikanische Kriegsschiffe angegriffen und diese hätten das Feuer erwidert. Um die Freiheit und den Frieden in Südostasien zu schützen, muss die USA mit regulären Truppen in Vietnam eingreifen. Dabei, so ein Angriff hat nie stattgefunden, er wurde frei erfunden und Johnson hat der amerikanischen Bevölkerung glatt ins Gesicht gelogen.

In Wahrheit hatte die Marine von Hanoi in dieser Nacht nichts gemacht. 1965 sagte Johnson in einem privaten Gespräch: “So viel ich weiss hat unsere Navy da draussen nur auf Wale geschossen.” Er soll auch gesagt haben: “Diese dummen Matrosen haben nur auf fliegende Fische geschossen!” Das heisst, Johnson wusste ganz genau es gab gar keinen Vorfall mit der nordvietnamesischen Marine. Trotzdem autorisierte er am 7. August 1964 ohne formelle Kriegserklärung den Einsatz der US-Streitkräfte gegen Nordvietnam und der Krieg begann.

Der Krieg gegen den Irak wurde auch mit Lügen begründet. Es wurde von Präsident George W. Bush behauptet, der Präsident des Irak, Saddam Hussein hätte ein Atom- und Chemiewaffenprogramm. Diese Massenvernichtungswaffen würden eine grosse Bedrohung für die Nachbarländer und speziell Israel bedeuten, ja sogar für die ganze Welt. Es wurden die schlimmsten Szenarien über die Medien verbreitet, mit aufsteigenden Atompilzen über amerikanische Städte. Am 19. März 2003 griffen die amerikanischen und britischen Streitkräfte den Irak an, um wie sie sagten Saddam Hussein von der Macht zu entfernen und die Massenvernichtungswaffen zu neutralisieren. Es wurden aber keine trotz der intensivsten Suche gefunden.

Am Höhepunkt des Krieges besetzten 170’000 Soldaten mit mehr als 500 Militärbasen den Irak. Saddam Hussein wurde gefangen genommen, eine Farce von einer Gerichtsverhandlung mit ihm gemacht, er wurde zum Tode verurteilt und gehängt. Mehr als 1,4 Millionen Iraker sind als Folge der amerikanischen Invasion und Okkupation getötet worden. Das war der zweite Krieg der bis heute eigentlich noch andauert. Im ersten Krieg gegen den Irak von 1990 bis 1991, plus in der drauf folgenden Zeit der Sanktionen bis 2003, starben mindestens 1 Million Iraker, davon laut UN-Angaben alleine 500’000 Kinder durch den Mangel an Medizin die nicht ins Land durfte.

Nicht nur wurden keine Massenvernichtungswaffen gefunden, Bush und Blair wussten von Anfang an, der Irak hatte weder die behaupteten Waffen noch ein Atom- oder Chemiewaffenprogramm. Beide Staatsführer haben bewusst ihre Landsleute und die ganze Welt angelogen.

Im Irak sind 2,4 Millionen Menschen wegen einer Lüge gestorben.

Man kann mittlerweile sagen, alle Kriege welche Washington geführt hat sind mit Lügen und Täuschung angefangen worden. Die angeblichen Gefahren existieren gar nicht und die Angriffe sind frei erfunden. Bei den anderen Kriegen wie gegen Afghanistan und Libyen, so wie der Drohnenkrieg gegen Pakistan und Jemen, verhält es sich genau so. Das ist Mord und Terror pur gegen die Zivilbevölkerung. Deshalb hat Chomsky völlig recht – die USA ist der führende Terrorstaat der Welt.

Aber Washington führt nicht nur einen Angriffskrieg nach dem anderen und begeht weltweit staatlichen Terror, auch im Inland wird die eigenen Bevölkerung immer mehr terrorisiert. Die Bespitzelung, die Überwachung, das Abhören, die Kontrolle und die Einschränkung der Rechte, hat ein riesiges Ausmass angenommen. Es wurden neue Sicherheitsbehörden geschaffen, wie das Ministerium für Innere Sicherheit (DHS), die Gestapo der Vereinigten Staaten, oder die Transportsicherheitsbehörde (TSA). 43’000 Mitarbeiter sind bei der TSA beschäftigt, deren Beamten mit Polizeibefugnissen ausgestattet sind.

Die Aufgabe der TSA ist die Wahrung der Öffentlichen Sicherheit auf den Transportwegen, hauptsächlich an den 450 Flughäfen bundesweit, wo die Passagiere den grössten Schikanen bei der Kontrolle ausgesetzt sind. Im Zuge dieser umfangreichen Kontrollen kommt es immer wieder zu Fällen, in denen die Verhältnismässigkeit dieser Durchsuchungen von der Öffentlichkeit in Frage gestellt wird, so z. B. bei der Kontrolle von (Klein-)Kindern, älteren oder behinderten Menschen.

Mittlerweile werden aber nicht nur die Passagiere an den Flughäfen kontrolliert, sondern auch an den Busstationen und an den Bahnhöfen. Guckt euch folgendes Video an, welches am Bahnhof von Savanna im Bundesstaat Georgia am 30. Januar aufgenommen wurde. Man sieht wie die Beamten der TSA Kinder wie Terroristen behandeln und einer körperlichen Abtastung unterziehen:

So einen skandalösen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte gab es damals nicht in den kommunistischen Diktaturen, gibt es nicht mal heute in Nordkorea. Die Kontrolle der Kinder fand sogar nach dem Ausstieg aus dem Zug statt und nicht etwa beim Einsteigen. So schlimm werden die Amerikaner vom eigenen Staat behandelt. Was müssen die Kinder dabei für Gefühle haben? Wie eingeschüchtert und verängstigt müssen sie sein? Das ist staatlicher Terror sogar gegen die eigene Jugend. Was ist aus Amerika dem Land der Freiheit nur geworden?

Deshalb nochmal, Chomsky hat recht – die USA ist der führende Terrorstaat der Welt! Die wirklichen Terroristen sind die Regierenden in Washington, sie verbreiten überall Terror, im Inland wie im Ausland.

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Israel hat Ziele in Syrien bombardiert

On January 30, 2013, in Schall und Rauch, by admin

Die syrische Regierung sagt, israelische Kampfflugzeuge hätten am Mittwoch Luftangriffe auf ihrem Territorium durchgeführt. Laut syrischem Militär wäre eine wissenschaftliche Forschungsanlage in den Aussen- bezirken von Damaskus in Jamraya getroffen worden. Ein Gebäude wurde dabei zerstört und zwei Menschen getötet und fünf verwundet.

Israelische Kampfflugzeuge haben unseren Luftraum im Morgengrauen heute verletzt und eine unserer wissenschaftlichen Forschungszentren die unsere Verteidigungsfähigkeit erhöht im Gebiet von Jamraya ausserhalb Damaskus direkt angegriffen,” sagte ein Offizieller des Militärs laut syrischer Nachrichtenagentur Sana.

Wenn das stimmt, dann ist es eine erhebliche Steigerung des Kriegs- potenzial in der Region, wenn Israel jetzt Ziele in Syrien bombardiert. Wie ist es möglich völlig unprovoziert so eine Kriegshandlung gegen ein Nachbarland zu unternehmen und es regt sich kein Protest von der sogenannten Weltgemeinschaft. Man stelle sich der umgekehrten Fall vor. Es ist wirklich so, Israel erlaubt sich jede Frechheit und Verletzung des Völkerrechts.

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Wehrmacht – 4.wmv

On January 30, 2013, in WW2 In Farbe, by admin

Wehrmacht - 4.wmv

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschland. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Wehrmacht gliederte sich in Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe.
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WW2 color filming of the German invasion of Poland 1939. The Song is “Ade Polenland” Words Ade Polenland, Ade Weichselstrand, Heim geht jetzt die Fahrt. Wollen heimwärts ziehn, Wo die Kirschen blühn, Manches Mädel auf uns harrt. He, bester Wirt, he, Schenk uns nochmals ein; Nehmen jetzt Abschied Von dem rotgoldnen Wein. Ade Polenland, Ade Weichselstrand, Lebe nun Wohl. Ja, das ist Soldatenleben, Ob in Warschau oder Prag. Müssen wir auch morgen kämpfen, Heute lacht der helle Tag. |: Haben wir auch Piwo getrunken Und der feurighaar’gen Janka gewunken Bis die letzte Streife kam Und uns nach Hause nahm. 😐
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Sie Weben Unser Leichentuch

On January 30, 2013, in Liedtexte und Gedichte, by admin

Nach 60 Jahren Protektorat im Kriege gegen die eigene Art. Im letzten Zuge, nun final. Den Weg geebnet zum Fanal. Voller Hass und Arroganz läuten sie den Totentanz. Unsere politischen Vertreter: Die Vasallen und Schreibtischtäter.

Während der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sollen israelische Kampfflugzeuge Ziele im Libanon an der Grenze zu Syrien angegriffen haben, wie westliche Diplomaten melden. Die libanesische Armee berichtet auch von drei separaten Flügen über libanesisches Territorium. Angeblich wurde ein Fahrzeugkonvoi mit Waffen bombardiert, was aber von libanesischer Seite dementiert wird.

Das erste Eindringen fand um 16:30 Uhr am Dienstag statt, als zwei Jets über das Dorf Ramish flogen und um 21:05 Uhr abdrehten. Sie wurden dann durch zwei Jets ersetzt die bis 2:00 früh über das Gebiet kreisten. Die letzten Maschinen verliessen den Luftraum um 7:55 Uhr am Mittwoch morgen.

Westliche Diplomaten und Quellen aus dem Sicherheitsbereich sagen, “israelische Streitkräfte haben Ziele an der syrisch-libanesischen Grenze während der Nach angegriffen.” Sie fügten hinzu: “Es gab ganz bestimmt eine Bombardierung im Grenzgebiet.

Die libanesische staatliche Nachrichtenagentur NNA hat die Berichte mittlerweile dementiert.

Laut israelischen Medien beobachtet die IDF die Lage in Syrien und im benachbarten Libanon sehr genau, wegen der Sorge, die Hisbollah könnte modernere Waffen aus Syrien bekommen. Es wird vermutet, die syrische Armee hat das grösste Arsenal an unkonventionellen Waffen der Welt.

Der israelische Vizepremier Silvan Shalom sagte am Sonntag, jedes Anzeichen, die syrische Regierung verliert die Kontrolle über die Chemiewaffen, würde einen israelische Militärangriff auslösen.

Israelische Offizielle sollen am Dienstag gesagt haben, “die modernen konventionellen Waffen Syriens bedeuten genau so eine Bedrohung für Israel wie die Chemiewaffen, sollten sie in die Hände der islamistischen Rebellen in Syrien oder der Hisbollah in Libanon fallen.

Am Dienstag warnte der Chef der IDF, Generalmajor Amir Eshel, Israel könnte nicht ruhig das wachsende Chaos in Syrien nur beobachten und wegen der möglichen Auswirkungen auf die Machtverhältnisse in der Region untätig sein.

Laut meinen weiteren Recherchen fand kein Angriff statt, sondern die Überflüge und Luftraumverletzung war eine Demonstration und Warnung adressiert an Syrien und die Hisbollah. Das heisst, sollten tatsächlich Waffentransporte von Syrien über die Grenze nach Libanon stattfinden, dann wird zugeschlagen.

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Banken: Spareinlagen sind doch nicht sicher

Merkel LuegnerinWien. Als die Finanzkrise im Herbst 2008 nach dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt erreichte, hoben auch in Österreich viele Sparer ihre Guthaben bei den Banken ab. Um einen „Run“ auf die Finanzinstitute zu verhindern, erklärte der damalige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), dass alle Spareinlagen zu 100 Prozent abgesichert seien. Experten war damals klar, dass der Staat im Ernstfall nie alle Bankkunden entschädigen kann, denn das Volumen der Spareinlagen liegt in Österreich bei über 150 Milliarden Euro.

Staatshaftung hat Grenzen

Das jetzige Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Freihandelszone Efta zeigt, dass der gesetzlich verankerte Sparerschutz bei einer großen Finanzkrise wirkungslos ist. Anlass für den Richterspruch war eine Klage gegen Island. Das kleine Land gehört zwar nicht zur Europäischen Union, hat aber vertraglich zugesagt, sich an die Vorgaben des gemeinsamen europäischen Marktes zu halten.

Vor der Finanzkrise sammelten isländische Banken über Online-Töchter in ganz Europa Spareinlagen ein und zahlten dafür hohe Zinsen. Sie warben damit, dass ein Gutteil der Gelder über das isländische Einlagensicherungssystem abgesichert sei. Im Zuge der Krise schlitterten die meisten isländischen Großbanken in die Pleite. Die Regierung in Reykjavik entschädigte nur isländische Sparer. Ausländische Kunden gingen dagegen meist leer aus.

Island hat 330.000 Einwohner. Das kleine Land hätte unmöglich auch für ausländische Sparer einspringen können. Denn die Forderungen von 3,8 Milliarden Euro entsprechen etwa 25 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts Islands. Großbritannien und die Niederlande klagten dagegen beim Efta-Gericht in Luxemburg. Beide Länder entschädigten die Kunden der isländischen Banken selbst. Sie wollten das Geld vom isländischen Staat zurückhaben.

Angela Merkel-Cartoon

Es ist ein sehr schlechtes Zeichen wenn es soweit kommt
das die Kanzlerin versichern muß das Einlagen sicher sind!

Das Efta-Gericht hat nun erklärt, dass ein Staat grundsätzlich nicht einspringen muss, wenn das nationale Einlagensicherungssystem bei einer großen Finanzkrise an seine Grenzen stößt. Das Urteil hat weitreichende Auswirkungen. Denn erstmals stellte ein internationales Gericht klar, dass die gesetzlichen Einlagensicherungssysteme in Europa im Ernstfall wirkungslos sind. In Österreich und in den meisten EU-Ländern sind laut Gesetz pro Sparer und Institut Einlagen von bis zu 100.000 Euro abgesichert. Im Pleitefall müssen zunächst die anderen Banken einspringen. Reicht das nicht aus, kommt der Staat zum Handkuss.

Bislang kam die Einlagensicherung in Österreich nur bei sehr kleinen Insolvenzen von Banken (wie der Grazer BHI oder der Diskontbank) zum Zug. Würde eine Krise mehrere Großbanken in den Abgrund reißen, wäre das System genauso überfordert wie in Island.

Reform der Einlagensicherung

In der EU gibt es Überlegungen, neben der Bankenaufsicht auch die Einlagensicherung zu vereinheitlichen. Doch das scheitert am Widerstand Deutschlands. Die Regierung in Berlin weigert sich, künftig für Sparer in Griechenland und Spanien geradezustehen.

Nach Ansicht von Kritikern fördert die jetzige Form der Einlagensicherung den „moral hazard“. Sparer können ihre Spareinlagen zu kleinen Banken mit hohen Zinsen tragen – ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Denn im Pleitefall müssen die anderen Institute und später der Staat für den Schaden aufkommen.

Deutschlands Frauen atmen auf: Merkel und Steinbrück garantieren Sicherheit von Einlagen

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 30.01.2013)

IAEA – Keine Explosion in Fordo

On January 30, 2013, in Schall und Rauch, by admin

Das Springer-Schmierblatt “Welt” meldete am Dienstag, “Es muss mächtig geknallt haben im Iran” und brachte ein Schauermärchen über eine gewaltige Explosion an der iranischen Atomanlage in Fordo und beschrieb diese als Resultat eines Sabotageakt. Als Quelle nannte das Blatt amerikanische Geheimdienstkreise und der Schreiberling entzückte sich über den grossen Erfolg des Anschlags.

Jetzt stellt sich heraus wie schon so oft, die ganze Geschichte ist erstunken und erlogen, nichts davon ist wahr. Die UN Atomaufsichts- behörde IAEA hat am Dienstag noch klargestellt, sie haben überhaupt keine Anzeichen für eine Explosion in Fordo feststellen können.

In einer unüblichen Vorgehensweise hat die IAEA in Wien eine Pressemeldung veröffentlicht und stellte damit die Fakten richtig, nach dem Medien von einer erhebliche Explosion und grossen Schaden an der unterirdischen Urananreicherungsanlage berichtet hatten.

Sie sagte, IAEA-Inspektoren besuchen regelmässig die iranischen Atomanlagen, einschliesslich die in Fordo. Nach den Berichten in den israelischen und westlichen Medien hätte sie die Anlage inspiziert und nichts von dem was behauptet wird gefunden.

Der Iran hat bestritten, dass es ein Ereignis in Fordo gegeben hat. Das stimmt mit unseren Beobachtungen überein,” schrieb die Sprecherin der IAEA Gill Tudor in einer E-Mail als Antwort auf Anfragen.

Der Iran wies bereits am Montag die Meldungen zurück. Der Vorsitzende des Sicherheitsausschuss im Majlis (iranisches Parlament) Alaeddin Boroujerdi, beschrieb die Geschichten als westliche Propaganda, mit dem Ziel, die bald stattfindenden Gespräche zwischen dem Iran und der P5+1 Gruppe (Grossbritannien, China, Frankreich, Russland, USA und Deutschland) zu beeinflussen.

Bereits am 6. Januar hatte die BBC über eine Explosion an der Atom- anlage in Isfahan berichtet, was sich auch als falsch herausgestellt hat.

Der Artikel von Michael Stürmer in der Welt strotzt vor Unwahrheiten. Er schreibt: “Fordo ist der Name einer Anlage im Iran, die Uran bis zur Waffenfähigkeit anreichern kann“. Das stimmt überhaupt nicht. Die höchste Anreicherung die diese Anlage erzielen kann ist 20 Prozent. Für eine Atombombe ist aber über 95 Prozent reines Uran notwendig.

Dann schrieb er: “Schwachpunkt war immer der Zugang zur Anlage: Tore, Aufzüge, Versorgungsleitungen. Die hat es jetzt getroffen. ‘Sabotage’ jaulten die Offiziellen in Teheran, bis sie begriffen, dass es nicht klug wäre zuzugeben, dass der Feind es bis in den Kern des Atomprogramms geschafft hatte.

In typischer Springer-Manier wird völlig übertrieben, desinformiert und glatt gelogen. Das soll Journalismus sein? Das einzig wahre an seiner Geschichte ist die Aussage, die Saudis, Israelis und Amerikaner führen einen unerklärten Krieg gegen den Iran. Das stimmt und diese Falschmeldungen sind ein Teil des Propagandakrieg an dem sich die Medien aktiv beteiligen.

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Winkler-Pranger: Expedition (5)

On January 30, 2013, in Michael Winkler Pranger, by admin

Expedition (5) (30.1.2013)

 

Michael Winkler, der Mann mit Vision

Michael Winkler, der Mann mit Vision

Leutnant Werner Voß wurde zur SMS FRIEDENSTAUBE zurückbeordert. Die T2-06 sollte wieder auf Luftaufnahmen umgerüstet werden. Kapitän Ritscher hörte sich den Bericht des Leutnants schweigend an, erst am Schluß kommentierte er gereizt: “Was fällt diesem Wohlthat ein, Waffen an diesen angeblichen Nordstaaten-Oberst zu verschenken?”

“Es sind doch nur G36, Herr Kapitän”, schränkte Voß ein.

“Halb so alt wie unsere G3, und bei den ersten Schüssen sogar einigermaßen treffsicher”, knurrte der Kapitän. “Wie auch immer, pacta sunt servanda, aber sagen Sie dem Doktor unter vier Augen, daß er das nie wieder machen soll! Ich werde ihn mir deshalb noch persönlich zur Brust nehmen!”

“Jawoll, Herr Kaptein!”

Ritscher grinste über diese Antwort. “Immerhin, die Räuberbande wird dadurch hoffentlich die Verladearbeiten nicht stören. Herr Leutnant, Sie werden morgen zwölf Mann zu Oberleutnant Skorzeny bringen, damit der schneller vorankommt.”

“Herr Kapitän, mit einer solchen Zuladung…”

“Ich kenne zufällig das Handbuch, Sie können diese Männer transportieren”, unterbrach ihn Ritscher.

“Ja, aber ich bin dann nicht mehr luftkampffähig”, schränkte Voß ein.

“Dann müssen Sie für die 20 Minuten dieses Transports eben auf Luftkämpfe verzichten”, riet ihm der Kapitän. “In Washington nehmen Sie Ihre komplette Mannschaft an Bord. Fliegen Sie anschließend nach Annapolis, ich will davon Aufnahmen.”

“Annapolis? Darf ich fragen, warum?”

“In Annapolis befand sich die Marineakademie der Vereinigten Staaten”, erklärte der Kapitän. “Ich war dort mal auf einem Lehrgang. Annapolis hat Zugang zur See, liegt aber zugleich geschützt im Landesinneren. Wenn eine militärische Einrichtung die Katastrophe überstanden hat, dann Annapolis. Privat interessiert mich, was da stehen geblieben ist.

Ihr zweites Ziel ist Norfolk, das war mal die größte Marinebasis der Welt, außerdem liegt da gleich Langley Airfield daneben. Die Russen haben da eine Ladung draufgeworfen, aber vielleicht hat da etwas überlebt. Wir müssen sicher gehen.

Ihr drittes Ziel ist diese famose Potomac-Armee. Wenn dieser Brown nicht nur geblufft hat, muß es da Lager geben, vielleicht sogar die eine oder andere Kaserne. Gibt es diese Armee wirklich, gibt es vielleicht sogar irgendwo eine Regierung. Und wenn es eine Regierung gibt, ist die unter Umständen wenig begeistert, daß wir ihre Schatzkammern ausräumen. Ich wünsche jedoch keine Kontaktaufnahme! Bringen Sie mir Bilder, deren Stellungen, deren Ausrüstung, mehr nicht.

Wenn Sie tatsächlich die Potomac-Armee aufspüren, haben Sie am Nachmittag ein viertes Ziel: Suchen Sie nach der Virginia-Armee!”

“Bitte?”, wunderte sich Voß. “Sie glauben, dort gibt es eine zweite amerikanische Armee?”

“Geschichte, Herr Leutnant”, rügte Ritscher mit einer leichten Andeutung. “Die Potomac-Armee war im amerikanischen Bürgerkrieg die Hauptstreitmacht der Nordstaaten. Ihr Gegenspieler war die Virginia-Armee unter Robert E. Lee. Wenn es eine Nordstaaten-Armee gibt, finden wir womöglich auch eine Südstaaten-Armee. Gehen Sie eine Stunde in die Bordbibliothek und stöbern Sie im Lexikon, damit Sie für morgen vorbereitet sind.”

“Zu Befehl, Herr Kapitän.”

Ritscher schüttelte den Kopf. “Voß, wenn Sie das als Befehl auffassen, dann müssen Sie noch einiges mehr lernen als den richtigen Umgang mit Ihrem Steuerknüppel. Das ist der Ratschlag eines Mannes, der vom Alter her Ihr Vater sein könnte, an einen jungen Mann, jede Gelegenheit zu nutzen, etwas für seine Bildung zu tun.”

“Danke, Herr Kapitän.”

Am Morgen hatte die TAUBE Verstärkung bekommen, die SMS ADMIRAL HIPPER und die SMFS JAKOB FUGGER waren eingetroffen und steuerten auf Battery Park zu. Damit koordinierte die FUGGER die Bergungsmaßnahmen und übernahm die geförderten Gold- und Wolframbarren.

Leutnant Voß erhielt eine Kuriermappe mit einem Bericht Ritschers, außerdem sollte er auf den anderen Schiffe landen, um dort ebenfalls Berichte entgegenzunehmen. Kurzwellenverbindungen waren nicht abhörsicher, Frankreich und Rußland brauchten nicht unbedingt zu erfahren, was dieser Verband der Reichsmarine in amerikanischen Gewässern trieb. Die Mappe sollte der T2-04 oder der T2-07 mitgegeben werden, die heute wieder im zweiten Weltkrieg geraubte Unterlagen ins Reich fliegen würden.

Natürlich gab es auf den 200 Kilometern zwischen New York und Washington keinerlei Gelegenheit zu Luftkämpfen, die einstige US Air Force würde sich aller Wahrscheinlichkeit nie wieder in die Luft erheben. Leutnant Voß lieferte die Helfer bei Oberleutnant Skorzeny ab und nahm dafür die vier Mann seiner Besatzung an Bord, die ganz froh darüber waren, keine Waschkörbe voller Papier mehr zwei enge Treppen hochschleppen zu müssen.

Voß betrachtete Annapolis als eine langweilige Besichtigung, um dem Kapitän einen Gefallen zu erweisen. Er näherte sich mit 400 Knoten in 2.000 Metern Höhe, als ihn ein Warnton aus der Flugroutine riß.

“Radarerfassung!”, meldete der Bordingenieur überflüssiger Weise.

“Serienbilderfassung”, befahl Voß. “Mit allem, was wir haben!” Er hielt die Flugscheibe ruhig, um keinen Verdacht zu erregen. Seine Hände lagen auf den Kontrollen, bereit, um mit Maximalbeschleunigung 45 Grad nach oben zu jagen, um dort Haken zu schlagen, falls eine Rakete aufsteigen sollte. Doch die zweite Warnung blieb aus, es stieg keine Rakete auf. Feldwebel Haberstroh ließ die Weitwinkelkamera per Automatik rattern, Feldwebel Flachbart richtete ruckartig die Telekamera aus und schoß fleißig Einzelbilder.

“Wenn wir eine Schleife ziehen, wirkt das verdächtig”, brummte Voß. “Wir schauen uns Norfolk an, und auf dem Rückweg kommen wir ganz zufällig noch mal hier durch.”

“Ich glaube, ich habe Unterseeboote gesehen”, meldete sich Dr. Wohlthat, der wieder die Bodenbeobachtung übernommen hatte. “War relativ viel los, dort unten.”

“Verdammt… Hoffentlich ist auf den Bildern genug drauf.”

Norfolk erreichten sie wenig später. Die Marinebasis, die Werften, die Ausrüstungsdocks – sie ließen sich noch erahnen, doch es waren nur Reste übriggeblieben. Der Leutnant steuerte tiefer und zog langsame Kreise.

“Die Russen haben da einen ganz großen Klopper hingeschickt”, vermutete Dr. Wohlthat. “Vermutlich mehrere Megatonnen. Und einen zweiten nach Langley.”

“Na ja, beide Basen waren groß genug, um eine solche Ladung zu erfordern”, überlegte Oberfähnrich Altemeier. “Mit einem richtig großen Radiergummi bekommt man eben mehr weg.”

“Die Flutwelle hat der Stadt und dem Hafen den Rest gegeben”, vermutete Leutnant Voß. “Was immer im Atlantik war und auf Norfolk zugehalten hat, dürfte vertilgt worden sein.”

“Die US-Navy wäre damit Geschichte”, stellte Altemeier fest.

“Wir wissen nicht, was im Pazifik geschehen ist”, schränkte Dr. Wohlthat ein. “Und was in Annapolis liegt, dürfte auch noch offen sein.”

“Flachbart, haben Sie noch genug Film?”, erkundigte sich Voß bei seinem Luftbeobachter und ersten Kameramann.

“54 Aufnahmen Weitwinkel und 176 Aufnahmen Tele”, meldete der Feldwebel und erste Kameramann. “Annapolis war zu nah für mehr Tele.”

“Ich drehe noch zwei Schleifen über Norfolk, dann geht es zurück nach Annapolis und Sie halten mit dem Tele drauf, bis es raucht”, erklärte Voß. “5.000 Meter, 250 Knoten – und wenn die auf uns schießen, wird es wieder lustig.”

Norfolk lohnte keinen weiteren Besuch. Bei der zweiten Schleife fanden sie die Überreste mehrerer großer Schiffe, die kilometerweit ins Landesinnere geschwemmt worden waren.

“Das dürfte ein Flugzeugträger sein”, behauptete Feldwebel Flachbart. Er fertigte zwei Aufnahmen mit dem Teleobjektiv an.

“So, das war’s”, sagte Voß und zog seine Maschine nach oben. “Sind alle angeschnallt?”

Aus großem Abstand meldete der Kameramann: “Im Ziel!”

Wie zur Bestätigung erklang wieder der Radarwarner. Die großformatige Kamera schoß alle zwei Sekunden eine Aufnahme. Sie besaß eine Schwenkmechanik, die dafür sorgte, daß die Aufnahmen nicht verwischten. Ein elektronischer Bildstabilisator und ein entsprechender Bildsensor wären deutlich schneller gewesen, doch das Reich konnte diese noch nicht herstellen. Mechanik benötigte jedoch Zeit.

“Ich glaube, sie halten uns für harmlos”, ließ Altemeier verlauten. “So viel Frechheit erscheint denen nicht möglich.”

“Oder sie unterschätzen unsere Fähigkeiten”, vermutete Voß. “Jedenfalls kriegt der Alte den ganzen Tisch voller Bilder.”

“Vier Unterseeboote, sechs Überwasserschiffe”, meldete Dr. Wohlthat. “Sehen alle intakt aus.”

“Durch!”, rief Flachbart. “Alles im Kasten.”

“Na, dann wollen wir mal…” – Voß grinste und nahm die Hand vom Beschleunigungshebel – “…lieber nicht auffallen.”

Kapitän Ritscher hatte befohlen, ihm die ersten Weitwinkelaufnahmen von Annapolis sofort vorzulegen, sobald sie entwickelt worden waren. Er prüfte die Aufnahmen, nickte und fragte, wann der Rest der Bilder vorläge. Zwei Stunden, war die Antwort. Ritscher sah auf die Uhr und meinte, besser zweieinhalb und dafür größere Abzüge. Anschließend lud er die Kapitäne der SMS ADMIRAL HIPPER und der SMFS JAKOB FUGGER zum Mittagessen auf die FRIEDENSTAUBE. Die gefunkte Einladung endete mit den Worten: “Ich hoffe, Sie mögen Kohlsuppe.”

Die Reichsmarine verfügte über keinerlei abhörsichere Funkverbindungen, doch dafür gab es eine Anzahl Codeworte, die zusätzliche Informationen übermittelten. Die Kohlsuppe stand für “Feindberührung möglich, Offiziersbesprechung”. Ritscher kommandierte zwar nicht das stärkste Schiff, er war trotzdem der höchstrangige Offizier. Fregattenkapitän Donnerhack von der HIPPER und Korvettenkapitän Meißner von der FUGGER unterstanden ihm, sie würden ihre Ersten Offiziere mitbringen.

Gespeist wurde an Bord der FRIEDENSTAUBE tatsächlich, anschließend begaben sich die Herren Offiziere in die als Besprechungsraum vorgesehene Operationszentrale. Ritscher hatte seinen Ersten Offizier, Kapitänleutnant Spee, und seinen Maschinenoffizier, Major Dr.-Ing. Ohain dazu gebeten. Auf der Brücke hatte Oberleutnant Reske übernommen, der Zweite Offizier.

Ritscher eröffnete die Besprechung. Er hatte vor dem Mittagessen noch einen längeren Blick auf die Bilder geworfen. “Meine Herren, nach diesen Aufnahmen haben wir die Reste der US-Navy gefunden, zumindest den Teil, der im Atlantik übrig geblieben ist. Ich möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen: Wir haben das gefunden, was von den Vereinigten Staaten von Amerika noch überlebt hat.”

Die Offiziere begutachteten die Bilder und diskutierten, welche Schiffstypen sie dort sahen. Kapitänleutnant Friedrich Spee notierte das Ergebnis: Ein Kreuzer der alten Ticonderoga-Klasse, ein hochmoderner Zerstörer der Zumwalt-Klasse, zwei moderne Zerstörer der Burke-Klasse, zwei alte Fregatten der Perry-Klasse, ein strategisches U-Boot der Ohio-Klasse und drei Jagd-U-Boote der Virginia-Klasse. Hinzu kamen die Flugzeuge: acht F22, sechs F35, zwei YF117, eine B2 und vier B52.

Fregattenkapitän Donnerhack kommentierte: “Meine Hipper ist das größte Kriegsschiff, das unser Reich aufzubieten hat – mit viel Glück könnten wir gerade gegen eine Perry-Fregatte aufkommen.”

Major Ohain hatte bisher nur wortlos zugehört. Für die Klassifizierung der Objekte fehlte ihm die Erfahrung, das überließ er den Kapitänen, die im Gegensatz zu ihren Ersten Offizieren noch in der Bundeswehr gedient hatten. Jetzt sah er seine Zeit gekommen. “Gehe ich recht in der Annahme, daß wir hier vier Atom-U-Boote und sechs Diesel-Schiffe vor uns haben?”

“Diesel vertragen die Ticonderoga und die zwei Perrys”, erklärte ihm Korvettenkapitän Meißner. Als Kommandant eines Frachters wollte er gerne seinen militärischen Sachverstand demonstrieren. “Die modernen Schiffe haben Gasturbinen, die benötigen Kerosin. Und ja, die U-Boote haben Atomantrieb.”

“Danke.” Der Major zog eine Lupe hervor und begutachtete eine Aufnahme intensiver. Gerade rechtzeitig, als Meißner schon zu einer Frage ansetzte, schob er dem Korvettenkapitän Photo und Lupe hin. “Sehen Sie den Strich, der von diesem dicken U-Boot zu dem einen Zerstörer führt? Und diesen anderen Strich, zu den Gebäuden?”

Die Seeoffiziere betrachteten das Bild genauer. “Ja, da verlaufen tatsächlich Striche… Das sieht aus wie dicke Taue…”

“Fast”, kommentierte Ohain. “Das sind Kabel, um genauer zu sein: Stromkabel. Das dicke Atom-U-Boot versorgt den Zerstörer mit Strom – und die ganze Anlage. Der Reaktor hatte mal gute 60.000 PS erzeugt, inzwischen dürfte er so 20.000 schaffen.”

“Wie meinen Sie das, Herr Major?”, erkundigte sich Ritscher.

Der Major lächelte und lehnte sich auf seinem Stuhl zurück. “Norfolk, das war damals der Ausrüstungshafen, da gab es alles und vermutlich sogar doppelt so viel. Annapolis war die Marineakademie, da haben die Rekruten durch den Schlamm gejagt, aber vermutlich nur Barkassen betrieben. Die mußten sich in Annapolis erst einrichten. Stimmen Sie so weit mit mir überein?”

“Ja, Herr Major.” Ritscher kannte seinen Maschinenoffizier und tolerierte dessen umständliche Argumentation.

“Was die hier mit Sicherheit nicht haben, ist Atombrennstoff für die Reaktoren und Kerosin für die Gasturbinen. Obwohl, letzteres will ich gleich wieder einschränken: Sie haben wahrscheinlich etwas, aber nicht allzuviel, und schon gar nicht die Additive, die benötigt werden, um die Gasturbinen zuverlässig zu betreiben.” Der Major blickte in die Runde. “Atomreaktoren gehen nicht einfach aus, nur weil ihr Brennstoff verbraucht ist. Genau genommen, verbraucht er sich nicht wirklich, die Leistung geht nur zurück. Das fette Ding da ist jetzt das Kraftwerk des Stützpunkts, der Reaktor sorgt dafür, daß der Zerstörer Strom hat. Und noch etwas: Kennen Sie den Unterschied zwischen russisch und amerikanisch reparieren?”

“Erklären Sie es uns einfach”, drängte Spee.

Behaglich erklärte der Major: “Wenn bei den Amis eine Feder für fünf Cent gebrochen ist, haben die das ganze Bauteil für fünf Millionen weggeworfen und ein neues eingesetzt. Die Russen haben bei dem gleichen Problem einen Einmachgummi genommen und damit improvisiert. Die Ersatzteile für diese schönen Schiffe und Flugzeuge sind in Norfolk geblieben. Die Einzelschiffe dürften außer Gefecht sein, die anderen Dinger haben sie russisch repariert, also eines ausgeschlachtet und das andere damit versorgt. Das dicke U-Boot ist der Reaktor, von den drei anderen dürften zwei noch funktionieren. Der Zerstörer dürfte die Luftüberwachung übernommen haben. Gab es da nicht so etwas wie Aegis?”

“Ja, Schiffe dieser Klasse haben die Flugzeugträger abgeschirmt”, bestätigte Meißner.

“Bestens”, nickte der Major. “Also, dieses eine Aegis-Boot hat unsere Flugscheibe geärgert und dürfte unser Flugaktivitäten seit unserer Ankunft beobachten. Das andere wird kannibalisiert. Die beiden Fregatten dürften auch zu einer geworden sein. Bei den Jagd-U-Booten bin ich nicht sicher, da dürften zwei von dreien noch gehen. Auf See kriegen die eine Fregatte und zwei U-Boote!”

“Wie schätzen Sie die Waffen ein?”, hakte Ritscher nach. “Die hatten alles drauf, was gut und teuer war: 24 Tridents mit jeweils bis zu einem Dutzend Atom-Sprengköpfen, Marschflugkörper bis zum Abwinken, konventionell und atomar, Torpedos mit Zielsteuerung und natürlich weitere Raketen.”

“Davon dürfte sehr viel funktionieren”, erwiderte der Major. “Zumindest die großen Atomwaffen werden noch zünden, kleine Ladungen eventuell nicht mehr, da die sehr exakt berechnet waren. 20% Sprengkraftverlust… Schätze ich mal. Es gibt aber noch etwas: Die Amis haben sich so auf ihr GPS verlassen, daß sie ohne nicht mal ihre eigene Kantine gefunden haben. GPS ist weg, die haben nur noch ihr Trägheits-Navigations-System. Wenn so eine Trident auf Berlin geschossen wird, brauchen die alle zwölf Gefechtsköpfe, um halbwegs zu treffen.”

“Warum sollten die auf Berlin schießen?”, wunderte sich Meißner. “Da lebt doch keiner mehr.”

“Sie dürften nicht wissen, daß das Reich von Köln aus regiert wird”, antwortete Ritscher.

Dr. Ohain fuhr fort: “Mit den Flugzeugen ist das auch so eine Sache. Die kommen mit schlechtem Treibstoff nicht allzu weit, aber einen Angriff auf uns dürften sie schaffen. Die B52 wurden modernisiert, mit den alten Triebwerken wären die trotz überlagertem Treibstoff über den Atlantik und zurück gekommen. Die Frage ist, was haben sie für die Flugzeuge. Annapolis dürfte nicht gerade ein Luftwaffen-Waffendepot gewesen sein. Einen Flugzeugträger haben sie nicht retten können, deshalb dürfte es da knapp aussehen.”

“Wie knapp?”, fragte Spee. “Gar nichts oder doch etwas?”

“Eine volle Ladung”, überschlug der Major. “Das dürften sie an Bord gehabt haben, als sie nach Annapolis gekommen sind.”

“Wir sollten noch eines berücksichtigen”, meldete sich Donnerhack. “Den Ausbildungsstand! Acht Jahre nicht mehr geflogen, acht Jahre nicht mehr auf See – und womöglich sind die Spezialisten der ersten Garnitur gestorben, desertiert oder anderweitig abhanden gekommen. Die haben zwei Jagd-U-Boote und eine Fregatte, vielleicht vier F22 und vier F35, sowie die vier B52, aber alles mit gerade einmal einem Zehntel der ursprünglichen Kampfkraft.”

“Sie sind uns trotzdem noch um Faktor fünf überlegen”, schränkte Ritscher ein. “Unser Schwachpunkt ist die FUGGER. Wir beladen da gerade das gewaltigste Schatzschiff der Welt, gegen das alle spanischen Schatzflotten zusammen ärmlich anmuten. Das ist das erste.

Ich habe noch ein zweites, noch interessanteres Argument. Die haben dort ganz sicher Kurzwelle und nie auf unsere Rufe geantwortet. Wir sind in Funkreichweite, sie haben bestimmt gehört, was wir funken, und sie haben sich nie gerührt. Wir könnten sie direkt anfunken und fragen, doch das hieße, schlafende Hunde wecken. Ich schlage deshalb vor, daß wir Annapolis ebenfalls ignorieren und unsere Arbeit vollenden. Wir sind nicht im Krieg mit den Vereinigten Staaten, und wir sollten ihnen keinen Anlaß geben, mit uns in den Krieg zu treten. Allerdings brauchen wir einen Plan, ein abgestimmtes Vorgehen, wenn sich etwas ändern soll.”

“Sie sollten mein Schiff nicht unterschätzen”, widersprach Meißner.

“Wenn Sie mit Ihrer Ladung an Neu-Vineta vorbeifahren, bin ich zufrieden”, erwiderte Ritscher. “Bis dahin vergehen aber noch mindestens sechs Wochen, falls wir nicht abbrechen. Und ehe Sie glauben, wir könnten Hilfe anfordern: Das Aegis-System auf diesem einen Zerstörer, der die Luftüberwachung durchführt, kann alle unsere großartigen Flugscheiben gleichzeitig aus dem Himmel fegen!”

Kapitänleutnant Luckner, der Erste Offizier der HIPPER, hatte andere Aufnahmen betrachtet. “Herr Kapitän, ich habe da zwei Dinge entdeckt. Erst einmal das hier.” Er zeigte eine Weitwinkel-Aufnahme aus dem zweiten Überflug und damit größerer Höhe. “Ich halte das für Felder.”

Dieser Meinung schlossen sich die anderen Offiziere schnell an.

Luckner setzte hinzu: “Felder bedeuten, daß ein Teil des Personals Landwirtschaft betreibt. Die Einschätzung durch Kapitän Donnerhack dürfte richtig sein, der Ausbildungsstand hat gelitten. Und dann habe ich das hier interessant gefunden.” Die Tele-Aufnahme zeigte eine Gruppe in Marschordnung, die sich zwischen den Gebäuden bewegte. “Sie drillen – sie verhalten sich also militärisch.”

“Das sollte man bei einer Marineakademie erwarten”, sagte Spee.

“Ja, natürlich, aber – würden WIR unsere altgedienten Mannschaften so durch die Gegend marschieren lassen? Wenn das alte Amerikaner sind, also Feldwebel-Dienstgrade, wäre das lächerlich. Nein, das sind junge Leute! Und eines habe ich bisher nicht gesehen: Frauen. Dabei sind Frauen wichtiger als Flugzeuge, wenn dieser Flecken da Bestand haben soll. Das dort ist eine richtige Gemeinde, 5.000 oder 10.000 Menschen.”

“Hm…”

Felix Luckner hatte seine Argumente wohlüberlegt. “Ich habe den Bericht über Andrews Airbase gelesen, den Leutnant Voß abgegeben hat. Die leben von Vorräten, absolvieren sinnlose Routine, sterben vor sich hin, doch Annapolis lebt und strebt auf! Das ist nicht nur der letzte Rest der alten, das ist die Keimzelle der neuen Vereinigten Staaten!”

“Was folgern Sie daraus, Herr Kapitänleutnant?”, erkundigte sich Ritscher.

“Wir müssen unbedingt Kontakt aufnehmen, Herr Kapitän. Allerdings, da gebe ich Ihnen recht, sollten wir es nicht gerade dann tun, wenn wir damit beschäftigt sind, aus den beiden wichtigsten Schatzkammern der USA unser Eigentum zurückholen.”

“Dann decken sich ja unsere Ansichten.”

Leutnant Voß’ heimliche Hoffnung, an Bord der FRIEDENSTAUBE zu Mittag zu essen, erfüllte sich nicht. Kapitän Ritscher hatte seinen Bericht angehört und danach ein Vier-Augen-Gespräch mit Dr. Wohlthat, das letzteren trotz der Kürze der Unterredung ziemlich zerknirscht zurückkehren ließ. Die Kameras der Flugscheibe wurden mit neuen Filmen bestückt, danach erhielt die T2-06 den Befehl zum Abflug.

Voß hatte Washington als Ausgangspunkt seiner Suche gewählt und flog nun ganz grob nach Nordwesten, den Potomac entlang, in 1.000 Metern Höhe, mit gerade einmal 100 Knoten, mit an Langeweile grenzender Gemütlichkeit. Dr. Wohlthat und Feldwebel Haberstroh saßen vor dem Prismenschirm und beobachteten den Boden. Feldwebel Flachbart starrte als Luftraumbeobachter Löcher in entfernte Wolken, Oberfeldwebel Pawlik, der Bordingenieur, beschwerte sich in Gedanken über die absolute Zuverlässigkeit des Vril-Reaktors und des Antriebs, die ihm gar nichts zu tun überließen.

“Sind das Zelte?”, wunderte sich Haberstroh und deutete auf den Schirm. Gleich darauf benutzten er und Dr. Wohlthat die beiden Binokulare, die eine bessere Darstellung lieferten.

“Ja, das sind Zelte”, bestätigte der Jurist. “Herr Voß, schwenken Sie bitte auf das Südufer.”

“Sie haben Pferde und moderne Artillerie”, stellte Dr. Wohlthat fest.

“Moderne Artillerie?”, wunderte sich Voß. “Sie meinen Panzerhaubitzen?”

“Nein”, korrigierte Haberstroh. “Bespannte Feldartillerie, wie im zweiten Weltkrieg, jedenfalls moderner als im Sezessionskrieg.”

“Ich erkenne Pferdewagen”, ergänzte Dr. Wohlthat. “Motorfahrzeuge sehe ich nirgends.”

“Dann haben wir die grandiose Potomac-Armee gefunden”, freute sich Voß. “Flachbart, machen sie ein paar Aufnahmen.”

Voß nahm keine Rücksicht darauf, daß er gesehen wurde. Die Soldaten, die ans Ufer kamen und ungläubig das UFO bestaunten, waren willkommene Photomodelle. Feldwebel Flachbart bediente eine Handkamera und verknipste einen Rollbildfilm. Er benötigte dazu lange genug, um die Amerikaner zu einer Entscheidung kommen zu lassen. Leutnant Voß riß die Flugscheibe mit einem Beschleunigungsimpuls nach oben, er beschränkte sich auf 10fache Erdschwerkraft, die vollkommen absorbiert wurde. Einen Treffer mußte die Flugscheibe einstecken, der dem Klang nach zu schließen auf dem Abdeckschirm des Antriebs lag.

“Kaliber .223”, kommentierte Voß gelassen. “Mit einer Enfield Kaliber .58 aus dem Bürgerkrieg hätten wir jetzt ein Loch im Pelz.”

“Mit 7,62mm aus einem G3 auch”, knurrte Oberfeldwebel Pawlik. “Sie werden ein wenig leichtsinnig, Herr Leutnant.”

“Jedenfalls haben sie sehr unamerikanisch geschossen”, stellte Voß fest. “Jedenfalls, soweit ich mich an die Filme meiner Kindheit erinnere.”

“Stimmt”, warf Dr. Wohlthat ein. “Die hatten M16 und haben gezieltes Einzelfeuer geschossen.”

“Schlecht gezieltes Einzelfeuer”, korrigierte Voß. “Eine Flugscheibe auf 100 Meter sollte sogar ein geübter Pistolenschütze treffen. Die Kameraden haben zwar Gewehre, aber keine Munition, deshalb kein Dauerfeuer und keine Schießübungen. Ich habe vier Schüsse gehört – jemand mehr?”

“Sechs”, warf Haberstroh ein.

“K.O., wie die Amerikaner immer gesagt haben”, meinte der Leutnant. “Ich suche einen Landeplatz, 10 Kilometer südlich, damit Sie, Oberfeldwebel, sich den Treffer anschauen. Da essen wir zu Mittag und danach fliegen wir direkt nach Richmond. Da sparen wir uns hoffentlich die Suche nach der Virginia-Armee.”

Der Schuß hatte den flachen Teil des Schirms getroffen und dort einen flachen Kratzer hinterlassen. Oberfeldwebel Pawlik kroch sogar unter die Flugscheibe, der Rest der Besatzung begutachtete intensiv die Oberfläche. Weitere Treffer fanden sie nicht. Danach verspeisten sie Dauerwurst und Zwieback, die grandiosen Feldrationen der Reichstruppen. Eine kleine Aufmerksamkeit hatte ihnen Oberbootsmann Schustereit, der Smutje der FRIEDENSTAUBE, allerdings zukommen lassen: Kuchen und heißen Kaffee aus Thermosflaschen zum Nachtisch.

Gut gelaunt nahmen sie Kurs auf Richmond. Das Landschaftsbild veränderte sich, als sie sich der Stadt näherten: Felder und Weiden, auf denen tatsächlich Kühe standen. Auf den Feldern arbeiteten Menschen mit Zugtieren, alles erweckte den Eindruck, als sei die Zeit dort unten um 1850 stehen geblieben. Im Vergleich zur Ödnis des Nordens lebte und gedieh hier das Gemeinwesen.

Nach Richmond führten Straßen, deren guter Zustand zeigte, daß sie bei Bedarf ausgebessert wurden. Autos fuhren keine, es standen auch keine herum, folglich hatte jemand aufgeräumt. Die Stadt selbst wirkte befremdlich, die Stahlbeton-Architektur des späten 20., frühen 21. Jahrhunderts erschien unpassend. Einzelne Stadtteile mit Hochhäusern verfielen, solche mit kleineren Gebäuden florierten. Die Gebiete südlich des James River erschienen fast gänzlich verlassen. Die Stadt lebte, doch sie hatte einen großen Teil ihrer früheren Bewohner verloren.

“Das sieht nach einem Amtsgebäude aus”, bemerkte Dr. Wohlthat und deutete auf ein Gebäude, über dem eine Flagge wehte.

Der Antrieb einer Flugscheibe erzeugte keine Kondensstreifen, ein zwölf Meter durchmessendes Objekt in 2.500 Metern fiel deshalb kaum auf, zumal wenige Leute das Bedürfnis hatten, in die Luft zu schauen.

“Ich finde diese Flagge sehr merkwürdig… Herr Haberstroh, werfen Sie doch bitte ebenfalls einen Blick darauf.” Dr. Wohlthat war längst zum Okular übergewechselt.

“Das ist… Hey, das ist die Südstaaten-Flagge”, rief Feldwebel Haberstroh. “Die habe ich in der Schule gesehen, im Geschichtsunterricht.”

“Fast, aber nicht ganz”, korrigierte Wohlthat. “Die Flagge der Konföderierten war Blau-Weiß-Rot. Das Rot stimmt in etwa, doch was weiß sein sollte, ist gelb, und beim Blau bin ich mir nicht sicher, ob das nicht Schwarz ist. Ich halte das dort unten für Gold, Rot, Schwarz.”

“Die Farben des Reiches?”, staunte Leutnant Voß. “HIER?”

“Ich kann nur sagen, was ich sehe”, erwiderte Dr. Wohlthat. “Die haben wohl kaum die Farbeimer verwechselt.”

Wäre auch nur das leiseste Anzeichen einer Gefahr aufgetreten, Werner Voß hätte niemals seinen Pilotensitz verlassen. So aber obsiegte der Neugier, er löste seine Haltegurte und begab sich an die Position des Bodenbeobachters. Der Feldwebel überließ ihm bereitwillig das Okular.

“Eindeutig Gold, Rot, Schwarz”, konstatierte Voß. “Wir dürften willkommen sein, hoffentlich sind sie nicht allzu böse, wenn wir in ihrem Vorgarten runtergehen.”

“Sie wollen mitten in der Stadt landen?”, staunte Dr. Wohlthat. “Ist das nicht zu gefährlich?”

“Wir warten bis zur Dunkelheit, landen fünf Kilometer außerhalb, schleichen in die nächtliche Stadt und werden als Landstreicher, Spione oder Saboteure verhaftet?”, bot Voß an. “Halten Sie das für die bessere Lösung? Die Südstaaten sind in den alten Büchern so verteufelt worden wie wir Deutsche, das müssen also die Guten gewesen sein. Ich wette, daß sie das auch heute noch sind.”

“Darf ich fragen, woher Sie diese Gewißheit nehmen?”

Voß lächelte und kehrte in den Pilotensitz zurück. “Ich glaube an Gott, Herr Doktor. Die Katastrophen haben die Bösen und die Gleichgültigen getroffen, die Welt gereinigt und die Guten überleben lassen. Nördlich des Potomac, an der einstigen ‘Ostküste’, dort, wo die Geldjuden die Menschheit ausgeraubt haben, ist alles wüst und leer, von der Amish-Siedlung abgesehen. Hier hingegen blüht die Landschaft, das ist mir Zeichen genug.”

“Dann müßte Gott auch mit Annapolis sein”, widersprach Dr. Wohlthat.

“Vielleicht möchte der liebe Gott ja auch von uns, daß wir sein Werk vollenden”, überlegte der Leutnant. “Aber keine Sorge, ich werde vorsichtig sein.”

Er kippte die Flugscheibe über die Kante ab, jagte die Maschine im Sturzflug auf 100 Meter, bevor er sanft wie eine Feder dem Boden entgegen schwebte. Es stellte sich heraus, daß das beflaggte Gebäude bewacht war. Zwei bärtige Soldaten in grauen Uniformen verfolgten in fassungslosem Staunen, wie die Flugscheibe vor ihnen landete. Sie ließen die Finger von ihren M16.

“Flachbart, gehen Sie raus und winken Sie ihnen freundlich zu, damit die uns nicht für Marsmenschen halten”, befahl der Leutnant. “Altemeier, Sie bleiben am Platz und retten wenn nötig die Maschine. Pawlik und Haberstroh, Sie haben Bordwache.”

Auf den Anblick von Feldwebel Flachbart reagierten die Soldaten erfreut, sie kamen langsam näher. Ihre Gewehre beließen sie dabei auf den Schultern.

“Das sind Südstaaten-Uniformen”, erklärte Leutnant Voß, der in diesen Sekunden einmal mehr Kapitän Ritscher für den dienstlichen Ratschlag dankte, sich in die Geschichte einzulesen. “So, Herr Doktor, dann steigen wir mal aus.”

Die Soldaten erhielten Verstärkung. Ein glattrasierter Mann in schmucker Uniform, mit Sternen auf den Schultern, gesellte sich zu ihnen. Leutnant Voß sprang vom Schirm der Flugscheibe, Dr. Wohlthat kletterte nach Vorschrift die Klappleiter herunter. Um die Zeit zu überbrücken, trat Voß auf die Soldaten zu und salutierte. “Leutnant Voß, Pilot in Seiner Majestät Luftwaffe.”

Sein Gruß wurde erwidert, und in gutem Deutsch stellte sich sein Gegenüber vor: “Oberleutnant Noack, Armee der Konföderierten Staaten von Amerika.”

Dr. Wohlthat hatte das nicht mitbekommen. Er trat heran und stellte sich vor: “My name is Dr. Wohlthat, I work for the Minister of Foreign Affairs of the German Reich.”

“You’re welcome, Dr. Wohlthat”, erhielt er zur Antwort. “But we prefer to talk German.”

“Wie bitte? Deutsch?”, staunte der Beamte.

“Ja, Deutsch”, erwiderte der Oberleutnant. “Dieses Zeichen dort erweckt Vertrauen.” Er deutete auf das Tatzenkreuz der T2-06. “Auch wenn wir eher ein gerades Kreuz mit weißem Rand erwartet haben.”

Leutnant Voß erklärte: “Das gerade Balkenkreuz war unser Hoheitszeichen im zweiten Weltkrieg, und zu BRD-Zeiten hatten wir noch den weißen Rand, das neue Reich hat das einfache Eiserne Kreuz wieder eingeführt, das wir im ersten Weltkrieg getragen haben.”

“Oh, ich verstehe. Meine Herren, ich bin autorisiert, Sie auf dem Gebiet der Republik Virginia willkommen zu heißen. Gouverneur Harry Maron erwartet Sie. Bitte, folgen Sie mir.”

Feldwebel Flachbart blieb als sichtbare Wache vor der Flugscheibe zurück, Voß und Dr. Wohlthat folgten dem Offizier. Das fremde Objekt zog Schaulustige an, die beiden Wachsoldaten halfen dem Feldwebel, diese auf ein wenig Abstand zu halten und zu verhindern, daß allzu Neugierige die Flugscheibe bestiegen.

Der Oberleutnant führte die deutschen in den ersten Stock, in ein Arbeitszimmer, dessen massive Möbel bei aller Geschäftsmäßigkeit auch eine gediegene Gemütlichkeit verbreiteten. “Seine Exzellenz, Gouverneur Maron der Republik Virginia”, stellte Noack den Mann vor, der trotz der warmen Sommertemperaturen einen formellen dunklen Anzug trug.

“Dr. Wohlthat, kommissarischer Staatssekretär im Außenministerium Seiner Majestät, Friedrichs IV.”, stellte der Beamte sich vor.

“Leutnant Voß, Pilot der kaiserlichen Luftwaffe”, fügte Voß hinzu.

“Meine Herren, ich heiße Sie in Richmond willkommen”, antwortete der Gouverneur. “Wenn ich das Objekt da draußen betrachte, gewinne ich den Eindruck, daß Sie ins 24. Jahrhundert vorgerückt sind, während wir jetzt wieder im 19. Jahrhundert leben.”

“Das täuscht, Eure Exzellenz”, sagte Dr. Wohlthat. “Das ist Technologie, die im zweiten Weltkrieg nicht mehr zum Einsatz gekommen ist. Mithin sind wir ebenfalls um fast hundert Jahre zurückgefallen.”

“Oh? Aber es freut mich zu hören, daß es Europa noch gibt”, erwiderte der Gouverneur. “Bitte, meine Herren, setzen Sie sich. Sie müssen mir unbedingt berichten, wie es in Europa aussieht. Ich vermute, Sie sind ebenso interessiert, wie es uns ergangen ist.”

Eine Tür öffnete sich und drei Frauen betraten den Raum. Zwei von ihnen trugen Schürzen, sie stellten Gebäck und eine Karaffe mit Gläsern auf den Besprechungstisch.

“Darf ich Ihnen Hertha vorstellen? Meine Frau – sie stammt aus Deutschland und möchte bestimmt gerne hören, wie es dort heute zugeht.”

Die Besucher begrüßten die Gastgeberin und warteten, bis diese sich gesetzt hatte. Leutnant Voß eröffnete das Gespräch. “Über diesem Gebäude weht die Flagge der Konföderierten Staaten von Amerika. Darf ich Sie fragen, wie es kommt, daß Sie sich wie Deutsche anhören?”

“Herr Leutnant, wir SIND die Konföderierten Staaten von Amerika. Allerdings haben wir den alten Fehler korrigiert und den englischen Einfluß abgeworfen.” Der Gouverneur lächelte freundlich. “Da ich der Gastgeber bin, möchte ich Ihnen gerne erklären, wo Sie sich hier aufhalten.

Nach der großen Seuche sind die alten Südstaaten wiederaufgelebt. Die Staaten sind so unabhängig, wie es den alten Konföderierten vorschwebte, ein Verband aus 13 Republiken. Wir haben den Titel des Gouverneurs beibehalten, und wir arbeiten untereinander auf verschiedenen Gebieten zusammen. Zweimal im Jahr treffen sich die Delegierten der Staaten im jeweils präsidierenden Staat zusammen, wobei das Präsidium jährlich wechselt. Aktuell ist der Gouverneur von Georgia der amtierende Präsident der Konföderierten, der Kongreß trifft sich folglich in Atlanta.

In den Staaten der Konföderation leben 15 Millionen Menschen, allesamt Deutsche oder Deutschstämmige. Überlebende aus dem Norden haben wir gerne aufgenommen. Wir haben beschlossen, uns von der verbrecherischen Tradition der USA loszusagen und unserem deutschen Ursprung zu folgen. Und damit komme ich zum bizarrsten Teil meines Berichts: Das alles verdanken wir den Juden.”

“Wir haben bereits Juden getroffen, eine Siedlung in der Nähe New Yorks”, warf Dr. Wohlthat ein.

“Oh? Nun ja, Sie dürfen mir gerne davon berichten”, sagte der Gouverneur. “Meine Geschichte ist sowieso gleich zu Ende. Im Auftrag des Präsidenten haben jüdische Wissenschaftler eine Seuche zur Reduzierung der Weltbevölkerung entwickelt, so wie es auf den Georgia Guidestones notiert ist. Sie haben natürlich darauf geachtet, daß die Seuche eine ganz bestimmte Gruppe der Menschheit verschont – Sie ahnen bestimmt, welche Gruppe. Sie hatten Genproben aller Rassen, und wollten insbesondere herausfinden, wie sich Juden von den übrigen Semiten unterscheiden. Und ja, es waren Spitzenleute, die tatsächlich einen Genmarker gefunden haben.”

Der Gouverneur grinste unverschämt in die Runde, zum Zeichen, daß nun die Pointe folgen würde. “Zufällig waren alle Juden der Forschungsgruppe deutschstämmig. Und durch einen noch größeren Zufall waren die Genproben der Weißen im Test alle Nichtdeutsche. Die von ihnen entwickelte Krankheit verschonte somit Deutsche und tötete vor allem Nichtdeutsche. Die jüdische Gemeinde in Amerika bestand zum großen Teil aus Nichtdeutschen, das haben die Herren Entwickler bald gemerkt und noch ein Gegenmittel verteilt, das ursprünglich nur für hochrangige Freimaurer gedacht gewesen war und nur eingeschränkt geholfen hat.”

Dr. Wohlthat nickte langsam, doch er hatte einen Einwand: “Eure Exzellenz, das sind sehr spezielle und gewiß streng geheime Fakten. Woher wissen Sie das alles?”

“Von Professor Silverstein persönlich”, erwiderte der Gouverneur. “Er und einige bedeutende Mitglieder seiner Forschergruppe haben sich abgesetzt und uns hier in Richmond besucht.” Jetzt wurde sein Lächeln bösartig. “Sie haben alles gestanden, bevor wir sie aufgehängt haben. Wir haben die Seuche nach ihm benannt, zum ewigen Andenken und wider das Vergessen.” Nach einer kurzen Pause setzte er hinzu: “Die Gerechtigkeit der Justiz der Südstaaten ist schließlich sprichwörtlich.”

Dr. Wohlthat bedankte sich, indem er die Zustände im Reich schilderte, von der russischen Besetzung über die Naturkatastrophen zu Kaiser Karl dem Deutschen, der die Überlebenden zu einem Reich zusammengefaßt hatte. Er hatte nur kurz geherrscht, den Thron bald Friedrich IV. überlassen, der den Wiederaufbau in die Hand genommen hatte. “Wenn Sie so wollen, Exzellenz, sind wir jetzt wieder auf dem Stand von 1950.”

“Das heißt, hundert Jahre voraus, denn wir sind hier auf dem Stand von 1850”, meinte der Gouverneur. “Wir haben die Bücher, das Wissen einer moderneren Zeit, allerdings nicht ganz so viele, wie wir gerne hätten. Vor dem Zusammenbruch sind Bibliotheken zu teuer geworden und wurden aufgelöst, wir hatten damals alle diese Tablett-Computer. Inzwischen wissen wir den Wert des Gedruckten wieder zu schätzen.”

“Immerhin, Sie haben beachtliches geleistet”, lobte Leutnant Voß. “Was ist mit Ihren Nachbarn? Wir haben von einer Potomac-Armee gehört.”

“Oh? Diese Räuberbande? Sie haben Farmen ausgeraubt und die Ernte gestohlen, das war eine echte Plage.” Maron zuckte mit den Schultern. “Wir haben die Army of Virginia wieder ins Leben gerufen. Seither ist zwar keine Ruhe, aber den Kerlen gehen langsam Waffen und Munition aus. Plünderer scheint es dort drüben genug zu geben, denn sie haben immer genug Leute.”

“Sagen Sie bloß, der Anführer hat sich den Künstlernamen Robert E. Lee zugelegt?”, vermutete Voß.

“Nein, er nennt sich Jebb Stuart, es ist eine Kavallerie-Truppe, damit wir die Yankees schnell einholen.” Der Gouverneur hob entschuldigend die Hände. “Wenn die von ehrlicher Arbeit leben wollten, würden wir ihnen sogar Saatgut und Weidevieh geben. Wir haben Gefangene gemacht, ihnen die Landwirtschaft beigebracht und sie mit einer Grundausrüstung freigelassen. Nichts, die haben es nicht mal probiert.”

Dr. Wohlthat wechselte lieber das für ihn unangenehme Thema. “Haben Sie noch ein Rassismus-Problem?”

“Rassismus?” Der Gouverneur lachte auf. “Wie sollte bei uns Rassismus aufkommen? Dank der Silverstein-Seuche gibt es in den Konföderierten Staaten keine Juden, keine Nigger, keine Latinos – nichts. Noch nicht mal Indianer! Das hier ist das gelobte Land, und es wurde uns geschenkt, besenrein übergeben.”

“Das scheint Ihre Gottes-Theorie zu bestätigen”, sagte Dr. Wohlthat zu Voß.

“Oh, Herr Leutnant, Sie haben eine Gottes-Theorie?”, staunte Hertha Maron. “Dürfte ich davon mehr erfahren?”

“Nun ja…” Dr. Wohlthat kannte Voß als bedenkenlosen Draufgänger, daß der junge Mann errötete, weil er mit einer Frau sprechen sollte, wunderte ihn sehr. “Gnädige Frau, meine Theorie ist recht einfach. Wir haben früher in einer bösen, gottfernen Welt gelebt, die zweimal die Gelegenheit zur Umkehr gehabt hatte, 1914 und 1939. Danach hat Gottes Langmut die Unterdrückung der Deutschen in der BRD zugelassen, bis das Maß voll war. Gott hat diejenigen, die sich angemaßt haben, über das Gute, über das Deutsche zu richten, nun selbst gerichtet. Das Böse, das Judenreich, die USA – sie wurden von Gottes Erde getilgt, nur das Gute hat überlebt, um in einer gereinigten Welt zur höchsten Blüte aufzustreben.”

“Wie interessant!”, befand Frau Maron. “Haben Sie das aus der Johannes-Apokalypse abgeleitet?”

“Nicht direkt”, gestand Voß. “Eher aus der Edda, der Götterdämmerung. Die Bibel habe ich erst später gelesen. Aber es steht in vielen heiligen Büchern, daß Gott die alte Welt reinigt und eine neue, bessere erschafft.”

“Herr Voß, Sie erstaunen mich”, rief Dr. Wohlthat.

“Warum?”, fragte der Pilot verwundert. “Weil ich Bücher gelesen habe, die, sollte ich IHM einmal mit meiner Maschine begegnen, mir sagen, was ER dann von mir will?”

“Kommt Ihr Fluggerät wirklich so hoch?”, erkundigte sich Oberleutnant Noack.

“20 Kilometer sind kein Problem”, antwortete Voß. “Im Parabelflug vielleicht 25, da wird der Himmel schon langsam schwarz.”

“Und das Reich baut die in Serie?”

“Schön wäre es – drei pro Jahr. wir haben gerade erst angefangen. Und die Elektronik ist auf dem Stand von 1950.” Voß zuckte mit den Schultern. “Eine F22 würde uns kaum bemerken, so schnell haben die uns abgeschossen.”

Der Gouverneur lachte leise. “Ich weiß nicht, ob es überhaupt noch eine einzige flugfähige F22 gibt. Wir haben den Atompilz über Norfolk gesehen, wo sonst noch Bomben gefallen sind, wissen wir nicht. Jedenfalls haben sie mit Norfolk auch Langley ausgelöscht, die Luftwaffenbasis.”

“Oh…”

“Wir haben geschaut, ob wir dort nützliche Dinge finden, für die Virginia-Armee. Gewehre und Munition haben wir gefunden, sonst war nichts mehr brauchbar.” Maron grinste wieder. “Die Potomac-Armee hätte sich sehr gefreut.”

“Sie sind sehr offen zu uns”, stellte Dr. Wohlthat fest. “Da möchte ich auch zu Ihnen offen sein: Es gibt noch eine Basis des US-Militärs, und wie es aussieht, haben die mehr gerettet als uns lieb sein dürfte: Annapolis.”

“Annapolis, Maryland”, seufzte der Gouverneur. “Die haben schon 1861 nicht gewußt, auf welcher Seite sie stehen sollten. Haben Sie dort sehr viel gefunden?”

“Mehr Feuerkraft, als in ganz Europa aufzutreiben wäre”, gab Voß zu. “Ich habe es zweimal unbehelligt überflogen, ein drittes Mal wage ich das nicht.”

“Wenn die Potomac-Armee und Annapolis zusammenfinden, bekommen wir demnach ein Problem”, vermutete Oberleutnant Noack.

“Nun ja, vielleicht ist doch alles nicht so schlimm”, überlegte Dr. Wohlthat. “Die Kerle dürften kaum kampffähig sein.”

“Woraus leiten Sie das ab?”, wunderte sich Maron.

“Coca-Cola”, erwiderte Dr. Wohlthat. “Keine amerikanische Truppe ist seit hundert Jahren ohne Coca-Cola in den Kampf gezogen. Und das wird meines Wissens noch immer in Atlanta produziert.”

“Das gibt es tatsächlich noch”, sagte Frau Maron. “Allerdings nur in kleinen Mengen, da wir es nicht kühlen können.”

“Wir sind leider nicht hier, um geschäftliche Beziehungen zu knüpfen”, dämpfte Leutnant Voß die Erwartungen. “Wir sind ein Erkundungsflug, um herauszufinden, wer hier noch lebt.”

“Nun, wir”, sagte der Gouverneur. “Ich spreche für die Republik Virginia und denke, auch im Namen aller anderen Staaten der Konföderation erklären zu dürfen, daß wir an guten Beziehungen zum Deutschen Reich interessiert sind.”

“Dann werde ich das so weiterleiten”, antwortete Dr. Wohlthat. “Ich glaube jedoch, daß wir uns erst im nächsten Jahr wieder treffen werden.”

Nach drei Stunden verließ die T2-06 Richmond wieder. Auf der FRIEDENSTAUBE erwartete Voß und Dr. Wohlthat Arbeit – sie mußten ihre Berichte verfassen, mit einem Durchschlag für Kapitän Ritscher. Das Original – und das Ergebnis der Offiziersbesprechung, außerdem Abzüge aller Luftaufnahmen – wurde am nächsten Tag nach Washington geflogen, um mit der nächsten Frachtmaschine ins Reich geflogen zu werden.

Oberleutnant Skorzeny mußte sich mit einem mündlichen Lagebericht zufrieden geben. Er hatte noch eine weitere Kammer mit deutschen Akten gefunden, er würde also noch mindestens drei Tage brauchen, bis er alles geborgen hatte. Er hatte Waffen, Munition und Geld an Colonel Brown wie ausgehandelt übergeben. Dieser hatte sich hocherfreut bedankt und war abgezogen.

Drei Tage in Washington, weitere fünf Wochen in New York, dann wäre die Mission erfolgreich abgeschlossen. Skorzeny ließ Kapitän Ritscher einen Vorschlag übermitteln: Beide Frachtflugscheiben könnten pro Tag 24 Tonnen Goldbarren mit Wolframkern ins Reich transportieren. Das wären in fünf Wochen zwar nur 840 Tonnen, davon nur 700 Tonnen des begehrten Wolframs, aber es wäre eine sichere Beute, genug für ein paar hundert Vril-Reaktoren. Außerdem sollten die Flugscheiben New York aus dem Norden anfliegen, in geringer Höhe, um von Annapolis aus nicht bemerkt zu werden.

©Michael Winkler

Junkers JU52

On January 29, 2013, in WW2 In Farbe, by admin

6 junker ju52 in formation

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