Spatz: Immer diese Wahlen!

On October 27, 2012, in Analysen zum Zeitgeschehen, Spatz, by admin

Immer diese Wahlen!

 

Eine unsinnige Elite lebt von unserer Arbeit und sagt uns, dass es uns deshalb besser ginge. Nun steht die „freie Welt” wieder vor der Wahl einer neuen Regierung, die entweder von demselben oder einem neuen Präsidenten angeführt wird. Sie hat die Wahl zwischen einem Kriegsverbrecher und einem Kriegstreiber, der sich vor dem Wehrdienst gedrückt hat aber andere in den Krieg schicken will. Gleichgültig wie die Wahl ausfällt, das Ergebnis dürfte übel sein. Aber wen kümmert noch welches Fähnchen am Weißen Haus hochgezogen wird? Diejenigen, die die Politik anrühren, bleiben ohnehin die gleichen. Engagieren werden sich nur Medienzombies oder Leute, die von den Wahlkampfspesen als bezahlte Handlanger oder mögliche Entscheidungsnutznießer profitieren.

1983 befanden sich 90 Prozent der amerikanischen Medien im Besitz und unter der Kontrolle von über 50 Konzernen. Im vergangenen Jahr ist diese Zahl auf sechs Konzerne geschrumpft. Der Wahlkrampf findet unter Aufsicht von GE, Time Warner, CBS, Viacom, Disney und News Corp statt. Sie meinen alle, auf die gleichen Großfinanziers Rücksicht nehmen zu müssen. Kein Wunder, dass man auf jedem Kanal oder in allen Zeitungen das Gleiche zu sehen, zu hören und zu lesen bekommt. Ist unsere „Wahlfreiheit“ Illusion? Aber doch wohl besser als in Russland, in China, denn da gibt es (angeblich) keine „Freiheit“.

Doch wenn wir schon bei Klischees sind: Im „freien Westen“ entscheidet nicht die Politik sondern das Geld, beziehungsweise diejenigen, die über die Geldvermehrung und den Zweck der Kreditvergabe entscheiden, wohin die gesellschaftliche Reise insgesamt geht. Als Normalbürger haben sie die praktische Freiheit, ihre Arbeitsqualifikation der einen oder anderen Frontorganisation (Konzern) der Geldvermehrer zur Verwertung anzubieten, nachdem sie sich freiwillig und zum Teil auf eigene Kosten für deren mögliche Nachfrage haben „qualifizieren“ lassen. Im „unfreien Osten“ empfand man eben das als unfrei. Um die wirtschaftliche Ungleichheit der Ausgangsbedingungen auszuschalten, sollte die Produktionszweckbestimmung „politisch“ erfolgen, und der Normalbürger war aufgerufen, seine Vorstellungen über die mögliche Gesellschaftsentwicklung in den Grundorganisationen „der Partei“ zur Geltung zu bringen, mit dem Ergebnis, dass eine „Nomenklatura“ den Vertretern der „richtigen Meinung“ besser dotierte Aufstiegschancen in den politischen Führungsapparat versprechen konnte und die am Weiterkommen interessierten Mitglieder ihre Meinungen entsprechend „qualifizieren“ durften. Ich sehe wohl die qualitativen Unterschiede (im Westen ist mehr „trial and error” erlaubt), aber im Allgemeinen läuft es doch auf dasselbe hinaus.

Doch zeigt sich im „Westen“ auch Hoffnung. 1992 schauten 8,33 Mio. Menschen in Deutschland Die Tagesschau und 6,99 Mio. „heute“ im ZDF – fanden Medienanalysten von Media Control (am 22.10.) heraus. Heute kommen die Nachrichten im Zweiten nur noch auf 3,23 Millionen Zuschauer. Damit fiel die Reichweite der öffentlichen erstmals unter die 5-Millionen-Marke. In den ersten drei Quartalen 2002 waren es noch 5,98 Mio. Auch bei den Privaten läuft es nicht mehr wie gehabt. Für „RTL aktuell“ zählten die Statistiker 3,48 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 17,2 Prozent). Die „Sat.1 Nachrichten“ erreichen 1,79 Mio. Menschen. 2009 erreichte der Sender allerdings vorübergehend einen noch schlechteren Wert. Natürlich bestreiten die Sender die Aussagen von Media Control. Der Hoffnungsschimmer ist: Man glaubt den Medien immer weniger. Doch wem glaubt man dann?

„Ich war sehr (negativ) erstaunt,“ klagte der Präsidentschaftskandidat der Grünen (so etwas gibt es in den USA auch) „in drei Präsidentschafts-Debatten und einer Debatte der Vizepräsidenten fiel kein Wort über den Klimawandel.“ Das war das erste Mal seitdem der Klimawandel 1988 die nationale US-Bühne betreten hatte. Noch am 25.4. hatte Obama der Zeitschrift Rolling Stone gesagt: „Ich vermute, in den kommenden 6 Monaten wird dies (das Klima) Teil der Wahlkampagne werden und ich werde sehr deutlich meine Meinung sagen, dass wir weitere Schritte unternehmen müssen, um mit dem Klimawandel ernsthaft umzugehen“. Bei einem Wahlkampfspenden-Eintreibereignis ziemlich genau vor einem Jahr in Pitsburg hatte Romney betont: „Ich bin der Ansicht, dass wir bisher nicht wissen, was das Klima dieses Planeten beeinflusst, und die Idee, Milliarden über Milliarden Dollar für den Versuch auszugeben, die CO2-Emissionen zu senken, ist nicht die richtige Herangehensweise für uns .“ http://www.politico.com/news/stories/0412/75590.html#ixzz2AIgGXPqw Beide wollen davon aus gutem Grund nichts mehr wissen.

„Es ist wissenschaftliche Realität, dass eigentlich alle Behauptungen der Verkünder der Angst vor der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung in sich zusammenfallen.“ http://www.climatedepot.com/. Das sind nicht nur Wahlkampfbehauptungen von den Republikanern nahesehenden Gruppen, sondern Einsichten, die sich in der US-Wissenschaftler „Community“ durchzusetzen beginnen. Und selbst in England, von dem die Klima-Scharade einmal ausgegangen war, hieß es. „Die Erde hört seit etwa 16 Jahren auf sich zu erwärmen, zeigen die Daten, die letzte Woche (41. KW) veröffentlicht wurden. Die neuen Daten von über 3000 Messstationen an Land und auf See wurden klammheimlich ohne großes Tam Tam (im Unterschied zu früher) im Internet veröffentlicht. (David Rose, Mail on Sunday, 14 October 2012)

Der britische Energieminister, John Hayes, schloss daraus bereits am 9.10 „die hochgestochenen Theorien der bürgerlich akademischen Linken werden die Interessen der Normalbürger, die Treibstoff, Wärme, Licht und Transport benötigen, nicht überfahren.“ Er wolle eine Energiepolitik für die Masse und nicht für Grün-Intelektuelle machen. Sein Umweltminister-Kollege schloss sich dem an und forderte: Daher müssen die “Soviet-style” Subventionen für Windfarmen aufhören, weil sie die Gemeinden vor Ort verschandeln. Er fand einen weiteren Grund: Grüne Technologien wie Windfarmen hätten schlimmere Auswirkungen als der Klimawandel, denn sie bewirken „Aufstände“ (The Daily Telegraph, 10.10. 2012) – etwa wie bereits in Spanien. Mal sehen, welche realen Folgen das Verbale hat.

In Deutschland drohen natürlich deshalb keine Aufstände, dafür aber eine „Strompreiserhöhung wie seit zehn Jahren nicht mehr. Und das ist erst der Anfang: Bis zum Jahr 2030 kostet Sie die Ökostrom-Förderung laut Studie mehr als 300 Mrd.“ (Die Welt 13.10.12 oder drastischer „Die krassen Fehlprognosen beim Ökostrom“ am 20.10.12).

Warum das? Ein Beispiel liefert die 104-Seelen Einöde Ellhöft in Nordfriesland. Der dort vor 12 Jahren errichtete „Bürgerwindpark“ erzeugt für 8,5 Mio. Euro jährlich Phantom-Strom, der nie ins Netz gelangte, den die Verbraucher bezahlen, ohne davon nur eine Kilowattstunde genutzt zu haben. Das ist dort und anderswo dank der Politik in Berlin möglich. Wenn Neider dabei auf die Vorteile der Industrie verweisen, die von vielen Mehrkosten freigestellt würde, so ist auch das verlogen, denn die Energiekosten werden auf die Inlandpreise abgewälzt (aus Wettbewerbsgründen aber nicht auf die Exportpreise). Steigende Preise werden dadurch „der Industrie“ und nicht den eigentlichen Verursachern in den Medienanstalten und Parteien zur Last gelegt.

Über steigende Stromkosten regte sich nun selbst die Bildzeitung auf und berichtet unter dem Titel “Strom-Wut: Jetzt zahlen wir die Zeche für die Energie-Wende!” über rapide steigende Stromkosten. „Kostet hierzulande eine kWh im Schnitt 25,28 Cent, zahlen Franzosen mit 13,84 Cent nur die Hälfte“. Gleichzeitig startete Bild seine Internet-Umfrage “Ökostrom wird immer teurer, wollen Sie die Atomkraft zurück?” Sie endete am 16.10.12 um 0:00 Uhr mit 118.827 Teilnehmern und einem Votum von 65 % Ja- zu 35 % Nein-Stimmen. (http://www.bild.de/geld/wirtschaft/strompreis/strom-wut-oeko-umlage-steigt-um-47-prozent-26718442.bild.html)

Ein erstaunter Bürger war (nach eigenen Angaben) 12 Tage auf Menorca und hat in der von der Sonne viel mehr als Deutschland verwöhnten Region keinerlei Solarfelder gefunden. „Einzig auf einer Bruchbude und auf einem Segler habe ich je ein Paneel gesehen.“ Er folgerte daraus: „Das ist ja ein Ding! Du kannst Dir vorstellen, dass ich über die ganze Insel gefahren bin und genau hingesehen habe. Sind die Spanier – die so viel Sonne haben -, dümmer als die Deutschen? Oder sind die Teutschen verblödet? Oder einfach nur dekadent.“ Auf Menorca stehen im Südosten seit längerem ganze 4 WKA. Obwohl dort die Winde viel öfter, stärker und regelmäßiger wehen.

Anderswo ist es anders. Die japanische Regierung genehmigt die Fertigstellung von drei in Bau befindlichen Kernkraftwerksblöcken (Nuclear.ru 17.9.2012). „Alle Japaner sind dagegen“ heißt es bei uns in den Medien, die – wie immer – nur „die einen“ zeigen (dürfen). Das ukrainische Parlament beschloss den Bau der Blöcke 3 und 4 des KKW Chmelnizk vom Typ WWER-1000/V392 (Druckwasserreaktor). Dabei wurden die Schlussfolgerungen der International Atomic Energy Association aus der Havarie in Fukushima voll berücksichtigt. An dem Standort sind bereits 2 KKW vom Typ WWER1000/v392 seit 1987 bzw. 2004 in Betrieb. (Tetra Energie 28.9.2012). In China fährt der Weltmarktführer Suntech die Solarzellen-Produktion um erst einmal 25 % zurück und setzt 1.500 Mitarbeiter „frei“ (VDI-Nachr.21.9.2012, S.14). Hier gehen entsprechende Firmen pleite.

Teure Energie wirkt sich aus. Markit meldete, dass die Wirtschaft in der Euro-Zone im Oktober so stark geschrumpft sei wie seit drei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel auf den tiefsten Stand seit Juni 2009 und liegt mit einem Stand von 45,8 deutlich unter der Expansionssschwelle von 50. Markit Chefvolkswirt Williamson erläuterte, dass die Euro-Zone im Oktober wieder tiefer in die Rezession abgerutscht sei. Zum sechsten Mal in Folge ist auch der Ifo-Index rückläufig. Besonders auffällig war im Oktober, dass auch die aktuelle Lageeinschätzung von den 7000 befragten deutschen Unternehmen deutlich schlechter als erwartet ausfiel.

Hedge Fonds, die sich im März geweigert hatten, am Schuldenschnitt für Griechenland mitzumachen, haben damit ein Bombengeschäft gemacht: Aus Angst vor einem sonst angeblich drohenden Crash, werden ihre Fonds-Spekulanten mit Geldern der EU-Rettungsschirme ausbezahlt. Deutsche Wirtschafts-Nachrichten 22.10.12.

Warum geschieht so etwas in Deutschland: „Deutschland ist ein besetztes Land, und das wird es bleiben“. Das sagte kein „Ewig Gestriger“, sondern Obama glaubte das am 5. Juni 2009 als frisch gewählter US-Präsident bei seinem ersten Besuch in Deutschland vor amerikanischen Soldaten sagen zu müssen. (kurz im O Ton am 5. Juni in 3Sat ab 19 Uhr in den ARD oder ZDF Nachrichten). Das meinte laut Hans Herbert von Arnim in “Die Deutschlandakte” S. 17 übrigens schon der ehemalige Bundeskanzler Adenauer: “Wir sind keine Mandanten des deutschen Volkes, wir haben den Auftrag von den Alliierten.” Damals kurz nach dem Krieg war das nachvollziehbar. Doch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sagte bei Erwin Pelzig, ARD, 20. 5. 10 Ähnliches mit den Worten: „Diejenigen die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden!“ Ist doch praktisch – oder? Etwas verquaster meinte der SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel auf dem Sonderparteitag in Dortmund am 27. 2. 10 das Gleiche: „Wir haben gar keine Bundesregierung – Frau Merkel ist Geschäftsführerin einer Nichtregierungsorganisation in Deutschland,“ oder der angeblich allseits geliebte ehemalige Außenminister Joschka Fischer vor Jahren in einer ZDF Übertragung: “Wenn die Mehrheiten sich verändern, mag es eine andere Koalition geben. Aber es wird keine andere Politik geben. Dazu steht zu viel auf dem Spiel. Das wissen alle Beteiligten.”

Warum wählen Sie überhaupt noch? Ihre „Freiheit“ besteht in der Wahl des gut bezahlten Mundes, der die Politik verlesen darf. Die Zahl der Beifallklopfer bei der Politik-Verkündigung soll übrigens wegen der „Überhangmandate“ auf Ihre Kosten noch vergrößert werden. Nennen Sie mich einen Zyniker – aber so ist es eben!

Der Abschlussjahrgang (10. Klasse) der KGS Kirchberg (Hunsrück) singt ein Lied der Band Sleipnir. Und hier der vollständige Liedtext: Wir gingen schon damals in die gleiche Schule und damit fing ein langer Weg für uns an es kamen die ersten Träume und Ideale wir rebellierten oft ohne Verstand. So vergingen all die Jahre wir vergaßen fast dabei wir trotzten unserem größten Feind und das war die Zeit. Es war ein Leben voller Träume voll von Sehnsucht und voll Glück. Wir fuhren immer auf der Überholspur und niemand hielt uns zurück. Wir waren Brüder waren Freunde und so sollte es immer sein. Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei. Und ich wälze in alten Bildern Mensch Junge was haben wir gelacht Du warst der Prinz aller Frauen und ich der König jeder Nacht. Wir gingen stets nach vorn und schauten nie zurück irgendwann da kam der Tag und uns verließ das Glück. Es war ein Leben voller Träume voll von Sehnsucht und voll Glück. Wir fuhren immer auf der Überholspur und niemand hielt uns zurück. Wir waren Brüder waren Freunde und so sollte es immer sein. Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei. Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei. Es war ein Leben voller Träume voll von Sehnsucht und voll Glück. Wir fuhren immer auf der Überholspur und niemand hielt uns zurück. Wir waren Brüder waren Freunde und so sollte es immer sein. Mein Freund machen wir uns nichts vor diese Zeit ist längst vorbei. Mein
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Der Kaiser hat kein Gold mehr

On October 27, 2012, in Schall und Rauch, by admin

Die ganze aktuelle Diskussion über das deutsche Gold finde ich lustig. Lustig deswegen, die Medien die jetzt über die Notwenigkeit berichten, das Gold muss repatriiert werden, also aus England, Frankreich und Amerika nach Deutschland geholt werden, gehen davon aus, das Gold existiert noch dort, ist tatsächlich vorhanden. Ha ha, sehr witzig. In Abwandlung von Hans Christian Andersen bekanntes Märchen, “Des Kaisers neue Kleider”, worin das Kind ausruft, der Kaiser habe gar keine Kleider an, sag ich, der Kaiser hat auch kein Gold.

Angeblich soll die Bundesbank Goldreserven von 3396 Tonnen haben, die derzeit rund 133 Milliarden Euro wert sind. Offiziell bestätigt die Bank nur, dass der grösste Teil des Goldes bei der amerikanischen Zentralbank Fed in New York gelagert wird, zusätzlich kleinere Teile jeweils in Frankfurt, London und Paris. Als historischer Grund warum die deutschen Goldreserven bei den “Alliierten” lagern wird der Kalte Krieg angegeben, die “bösen Sowjets” hätten es bei einem Einmarsch in Deutschland stehlen können.

Ein anderer Grund der angegeben wird, durch das Bretton-Wood-System ist das Gold bis Anfang der 70-Jahre im Ausland “entstanden”, das heisst, damals war der Dollar durch Gold gedeckt und die deutschen Exportüberschüsse mit Amerika wurden in Gold umgetauscht und blieben dort. Als Nixon die Golddeckung aufhob und das Bretton-Wood-System zusammenbrach, hat Charles de Gaulle das französische Gold mit einem Kriegsschiff von New York nach Frankreich holen lassen. Die Deutschen haben das nicht gemacht. Warum? Ach ja, kein souveräner Staat und noch besetzt.

Zur Erinnerung, bis Ende der 60-Jahre kostete die Unze Gold nur 35 Dollar. Dieser tiefe Preis konnte nicht mehr länger aufrechterhalten werden, da die US-Regierung wegen dem Vietnamkrieg und überhaupt als “Weltpolizist” Unsummen an Geld für die Rüstung ausgab. Die Druckmaschinen der Fed liefen heiss und die Garantie der US-Regierung, den Dollar gegen Gold zum fixen Kurs umzutauschen, konnte nicht mehr aufrechterhalten werden. Nixon verkündete am 15. August 1971 das Ende der Golddeckung des Dollars, was als “Nixon-Schock” bekannt wurde.

Aber nicht nur hat die Bundesregierung oder die Bundesbank das Gold nicht nach Deutschland geholt, denn spätestens seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Warschauer-Paktes vor über 20 Jahren hat sich die “Diebstahlsgefahr” erledigt, sondern der Goldbestand in Amerika wurde NOCH NIE gezählt und die Goldbarren NIE auf Echtheit überprüft. Das hat der Bundesrechnungshof in seinem Bericht gerügt und der Bundesbank vorgeworfen, sie würden mit dem deutschen Goldschatz schlampig umgehen.

Diese Rüge haben die Medien aufgegriffen und zum Thema gemacht. Das heisst aber, nur auf dem Papier ist das Gold vorhanden, ob es wirklich existiert weiss keiner.

Laut Gesetz muss jede Firma eine jährliche physische Inventur ihres Warenlagers durchführen, um für die Bilanz den genau Wert zu ermitteln. Jedes einzelne Teil, Kilo, Meter oder Liter der vorhandenen Ware wird gezählt. Die Bundesbank macht das schon seit Jahrzehnten nicht oder hat es noch nie gemacht. Warum? Auch jeder Versuch von dritter Seite den Goldbestand in Augenschein zu nehmen wird verweigert.

Der CDU-Abgeordnete Philipp Missfelder wollte jüngst selbst sich ein Bild von der Einlagerung der deutschen Gold-Reserven machen. Das aber wurde ihm verweigert. Begründung von Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele: „Es gibt keine Besucherräume.“ Das ist ganz klar eine Lüge, denn es gibt öffentliche Führungen der Tresorräume der New York Fed jeden Werktag, wo man auch die Gewölbe sieht wo das Gold aufbewahrt wird. Die Tour dauert 45 Minuten und wird von Schulklassen gerne gemacht.

Die Bundesbank weigert sich die Goldbarren die sich im Ausland befinden weder zu zählen und auf Echtheit zu prüfen, noch sollen sie nach Deutschland geholt werden. Sogar Parlamentarier die den Souverän vertreten, nämlich das Volk, dürfen keine eigene Prüfung vornehmen. Davon will die Bundesbank nichts wissen. Ein Sprecher sagte dazu: „Es gibt nach wie vor gute Gründe, das Gold in New York oder London zu lagern.

Ach ja, welche denn? Ich wüsste nur einen Grund für diese Heimlichtuerei und Weigerung jeder Prüfung, das Gold ist gar nicht vorhanden. Sie können es weder zeigen noch können sie es deshalb zurückholen. Das ist schon lange durch sogenannte Swap-Geschäfte und durch die “Verleihung” verschwunden, wird nur noch auf Papier als Bestand geführt.

De Gaulle hatte gute Gründe warum er damals das französische Gold abholen lies. Er mistraute den Amerikanern und überhaupt den Zentralbankern, ganz klar. Nur was man selber in der Hand hat gehört einem wirklich. Er lies die Goldbarren nach Frankreich verschiffen, damit sie nicht „dem Zugriff einer fremden Macht preisgegeben“ seien, wie er sagte. Dieser Zugriff ist mit dem deutschen und anderem Gold erfolgt.

Auch der Präsident Venezuelas, Hugo Chavez, hat vergangenes Jahr die Anweisung gegeben, die 211 Tonnen Gold des Landes, die im Ausland lagern, müssen nach Caracas gebracht werden. Wladimir Putin ist sogar zur Nationalbank in Moskau gegangen und hat sich den Goldbestand Russlands zeigen lassen, um sich persönlich davon überzeugen, die Goldbarren sind tatsächlich vorhanden.

Interessant ist, nicht nur dürfen deutsche Parlamentarier nichts wissen, auch den Abgeordneten der Schweiz und der Vereinigten Staaten wird jegliche Auskunft über den Goldbestand verweigert, Länder angeblich mit dem grössten Goldreserven der Welt. Kein Kongressabgeordneter oder Senator darf Fort Knox besuchen und sich überzeugen, ist überhaupt Gold dort vorhanden. Sogar dem Präsidenten wird jede Auskunft verweigert.

Auch die Schweizer Nationalbank sagt ganz frech, das geht niemanden was an, weder dem Nationalrat noch dem Bundesrat. Auch das Gold der Schweiz liegt im Ausland, wo weiss niemand, angeblich auch in New York. Damit ist für mich klar, es ist nicht vorhanden, sondern nur eine Papiernummer. Wenn sie nichts zu verbergen hätten, würden sie ganz selbstverständlich und freiwillig für Transparenz sorgen.

Wir müssen einfach wissen, die Zentralbanker haben den Goldbestand schon längst zur Aufrechterhaltung ihres Betrugssystems und zur Deckung der Fehlspekulation ihrer Kumpels bei den Grossbanken sich unter den Nagel gerissen und einem fremden Zweck gewidmet. Der ständige Versuch den Goldpreis zu drücken, um ihre Währungspolitik der schleichenden Geldentwertung zu kaschieren, mussten sie mit dem “Verleihen” des Goldes kompensieren. So wird aus 1 Kilo physischem Gold 100 Kilo auf Papier erzeugt.

Die Zentralbanken weisen nur einen fiktiven Goldbestand aus, der reell gar nicht existiert. Sogar wenn es ihn geben würde, dann sind die 3396 Tonnen oder 133 Milliarden Euro an Wert sowieso lächerlich wenig im Verhältnis zu der Geldmenge und zu den Schulden. Deutschland hat insgesamt 6 Billionen Euro Schulden wenn man alle Verpflichtungen zusammenzählt. Was sind da 133 Milliarden an angeblichen Goldschatz? Und die USA haben 60 Billionen an Verbindlichkeiten mit 350 Milliarden an Gold, noch weniger im Verhältnis.

Das sind doch wie der ehemalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank Hilmar Kopper sagte “Peanuts”.

Die Zentralbanker können wohl Geld aus dem Nichts erschaffen, in dem sie Zahlen in einen Computer tippen, aber bei Gold funktioniert das nicht. Sie meinen wohl sie sind Götter, aber aus Luft Gold zu machen gelingt ihnen noch nicht. Also mussten sie es physisch stehlen und diesen Diebstahl mit Buchhaltungstricks kaschieren und multiplizieren. Deshalb erlauben sie niemanden eine Inventur und Prüfung, da sie wissen, es gibt nichts was man prüfen und zählen kann.

Das ganze Gerede in den Medien über das Rückholen des Goldes nach Deutschland ist einerseits gut, denn so wachen die Bundesbürger auf und stellen die Frage: “Was, unser Gold ist gar nicht in unserem Besitz, sondern im Ausland? Wieso? Und warum darf niemand unseren Goldbestand überprüfen? Was haben die Zentralbanker zu verheimlichen?

Anderseits weiss ich aber, da die Zentralbanker die wirkliche Macht in allen westliche Staaten haben, wird diese Golddiskussion im Sand verlaufen und nichts wird geschehen. Sie werden ihr Betrugssystem und das Drücken des Goldpreises so lange durchziehen, bis der Beschiss nicht mehr kaschiert werden kann, bis die Blase platz und das Kartenhaus zusammenfällt.

Auf der ganzen Welt leiden die Menschen durch dieses Betrugssystem der Bankster. Millionen gehen in Griechenland, Spanien und Portugal ständig auf die Strassen, ein Generalstreik löst den anderen ab. Sie protestieren weil die ganze Gesellschaft kaputtgeht, sie ihre Arbeit verloren haben, deshalb nichts zu essen und auch bald kein Dach über dem Kopf haben.

Die Banken sind durch ihre Fehlspekulation pleite und weil die Staaten sie zu retten versuchten sind sie auch pleite. Die Schuldenberge türmen sich überall auf und werden so gigantisch, es muss zu einer Lawine kommen die alles mitreisst. Weil sie meinen, in dem sie noch mehr fiktives Geld erschaffen, können sie das Pyramidenspiel aufrechterhalten, wird alles nur noch schlimmer.

Der Kaiser ist nicht nur nackt, er hat auch kein Gold mehr.

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Hier die Fortsetzung eines guten Films der erklärt, wie Geld nur aus Schulden besteht. Wie sind wir in die Situationen gekommen, wo es noch nie so viel materiellen Wohlstand und Produktivität gibt, und trotzdem ist jeder und alles bis über beide Ohren verschuldet?

Der folgende Film “Money as Debt 2: Promises Unleashed” untersucht die betrügerische und zerstörerische Arithmetik des Geldsystems, welche uns alle als Geiseln einer ständig wachsenden Verschuldung hält. Der Film zeigt auch auf, wie eine neue Lösung aussehen könnte:

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Schäubles Irrtum

On October 27, 2012, in Junge Freiheit, by admin

Seit bald drei Jahren ist die Schulden- und Euro-Krise das beherrschende Thema in der Europäischen Union. Eine Unzahl von EU-Gipfeln hat stattgefunden, ohne daß die Krise auch nur ansatzweise gelöst werden konnte. Das einzige, was sich abzeichnet, ist, daß das EU-Hochestablishment Lösungsansätze in einer weiteren Zentralisierung der Europäischen Union sieht.

Immer wieder geistern die „Vereinigten Staaten von Europa“ durch die Debatte, Frankreichs Präsident François Hollande rührt unermüdlich die Werbetrommel für die Einführung sogenannter Eurobonds, also gemeinsamer Anleihen der Euro-Länder, und zuletzt sorgte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für europaweites Aufsehen. Der CDU-Mann forderte die Einführung eines Super-Währungskommissars, der quasi nach eigenem Gutdünken alle mit dem Stabilitätspakt zusammenhängenden Dinge ohne Zustimmung der anderen EU-Kommissare im Alleingang entscheiden soll. Schließlich müßten wir, so Schäuble, „jetzt einen großen Schritt in Richtung Fiskalunion machen“.

Die letzte nationalstaatliche Kernkompetenz soll nach Brüssel

Schäubles Vorstoß hat es in sich: Zum einen zeigt er, welche Gedanken in den Hirnen der EU-Granden gesponnen werden. Zum anderen wird deutlich, daß Brüssel auf Kosten der europäischen Nationalstaaten und der Demokratie die Krise nutzen will, um den schon längst geplanten europäischen Bundesstaat in die Tat umzusetzen. Ein allmächtiger Währungskommissar, aber auch das vom ständigen EU-Ratspräsidenten Hermann Van Rompuy befürwortete Einheitsbudget für alle Euro-Länder bedeutet nämlich in der Praxis nichts anderes, als daß die Haushaltshoheit und damit eine der letzten den Mitgliedstaaten noch verbliebenen nationalstaatlichen Kernkompetenzen an Brüssel abgetreten werden soll.

Pläne wie jene Schäubles und Van Rompuys haben somit auch die Parlamente der Mitgliedstaaten im Visier. Schließlich zählt die Genehmigung der Haushalte zu den wichtigsten Befugnissen der nationalstaatlichen Volksvertretungen, eine Befugnis, die ihnen offenbar entrissen werden soll. Nicht mehr vom Volk gewählte Abgeordnete sollen letztendlich über die Verwendung von Steuergeldern entscheiden, sondern ein Kommissar in Brüssel – der Begriff „Kommissar“ läßt übrigens Erinnerungen an die Sowjetunion unseligen Angedenkens aufkommen, in deren Anfangszeit sogenannte „Volkskommissare“ über das Schicksal von Millionen Menschen entschieden.

Nukleus für ein völlig fehlgeleitetes Kerneuropa

Zentralisten wie Schäuble, Van Rompuy und Co. sehen darüber hinaus in der Eurozone den Nukleus für ein Kerneuropa, jedoch für ein völlig falsches und fehlgeleitetes Kerneuropa, weil die in der Vergangenheit gemachten Fehler nicht nur fortgesetzt, sondern geradezu einzementiert werden sollen. Insbesondere wird der Grundsatz, daß Länder wie Griechenland ungeachtet ihrer fehlenden Teilnahmevoraussetzungen Mitglieder der Wirtschafts- und Währungsunion bleiben müssen, fast in den Rang eines quasireligiösen Dogmas erhoben.

Einmal getroffene Entscheidungen werden also beibehalten, mögen sie sich im Nachhinein als noch so falsch erweisen. Schließlich war es der gravierendste Konstruktionsfehler der Währungsunion, daß Staaten unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und finanzpolitischen Ethik zusammengefaßt wurden.

Ein tiefes Mißgrauen der EU-Nomenklatura gegen die Völker

Das Kerneuropa, das Schäuble und seinen Brüdern und Schwestern im Geiste vorschwebt, wäre aber nicht nur eines, in welchem Länder wie die Bundesrepublik Deutschland, Österreich oder die Niederlande bis in alle Ewigkeit die südeuropäischen Pleitestaaten zu alimentieren hätten, sondern wegen der weitgehenden Ausschaltung der nationalen Parlamente auch ein undemokratisches.

Offenbar haben Fälle wie die Ablehnung der EU-Verfassung bei den Volksabstimmungen in Frankreich und in den Niederlanden im Jahr 2005 das Mißtrauen der Brüsseler EU-Nomenklatura gegenüber den Bürgern so verstärkt, so daß nun reiner Tisch gemacht werden muß. Der erlauchte Kreis der Brüsseler Kommissare soll vom gemeinen Volk unbehelligt bleiben, letzteres soll mit zahnlosen nationalen Parlamenten und dem Europäischen Parlament, das in Wirklichkeit nichts anderes als eine pseudodemokratische Fassade ist, abgespeist werden.

Ein vielfältiges, organisch wachsendes Europa schaffen

Natürlich wird kein vernünftig denkender Mensch bestreiten, daß es in Europa eine enge Zusammenarbeit geben muß. Aber mit der Rasenmähermethode wird es – in welchem Bereich auch immer – mit Sicherheit nicht funktionieren, sondern nur zu Unbehagen führen. Vielmehr muß ein vielschichtiges, organisch wachsendes und dafür die Menschen, die Völker und ihre Kulturen miteinander verflechtendes System der europäischen Integration geschaffen werden. Dabei müssen, frei von der bisherigen Politik der Zwangsbeglückung, verschiedene Stufen der Integration möglich sein, die wie konzentrische Kreise um ein Kerneuropa angeordnet sind.

Ein solches Kerneuropa könnte sich wiederum aus einem europäischen Hartwährungsverbund herausbilden, der dieselben Mitglieder hat wie jener Währungsverbund, der sich früher um die D-Mark gebildet hat, also Deutschland, die Benelux-Staaten und Österreich.

Wesentlich für das Funktionieren eines solchen Kerneuropas ist, daß es Staaten umfaßt, die aufgrund ihrer ähnlichen Kultur, Geschichte oder Denkweisen Gemeinsamkeiten aufweisen, weshalb wirtschaftlich überaus leistungsfähige Regionen wie etwa Oberitalien, Frankreich, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, die baltischen und die skandinavischen Staaten dazustoßen könnten. So wünschenswert ein anderes, richtiges Kerneuropa auch ist, zu dessen Umsetzung fehlt leider der politische Wille.

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Andreas Mölzer, FPÖ, ist seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments.

JF 44/12

 

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