Benjamin Netanjahu hat vor der UN-Generalversammlung am vergangenen Donnerstag eine Rede gehalten und dabei eine Zeichnung einer comicartigen Bombe hochgehalten und darauf eine rote Linie gezeichnet. Damit hat er oberlehrerhaft erneut vor einem nuklearen Iran gewarnt und damit gedroht, die rote Linie darf nicht überschritten werden, wenn man einen Krieg noch verhindern wolle.

Das einzige was dabei raus kam war, Bibi hat sich zu einem Gespött der ganzen Welt gemacht. Präsident Obama und auch die amerikanische UN-Botschafterin blieben der Rede gleich fern und haben damit ausgedrückt was sie von ihm halten, ein Clown der sich lächerlich macht.

Als Antwort auf diesen absurden Vortrag, der an den Road Runner und dem Kojote aus der Bugs Bunny Show erinnert, hat der iranische Verteidigungsminister, General Ahmad Vahidi, am Samstag darauf hingewiesen, das Israel schon lange die sogenannte „rote Linie“ überschritten hat, da es das einzige Land im Mittleren Osten mit einem Atomwaffenarsenal ist.

Wenn man mit dem Besitz einer Atombombe die rote Linie überschreitet, dann hat Israel, das Dutzende Sprengköpfe und verschiedenen Arten von Massenvernichtungswaffen besitzt, die rote Linie schon vor Jahren überschritten und müsste entsprechend behandelt werden,“ sagte Vahidi am Samstag.

Was ist gefährlicher“, fragte er, „ein Besatzer und ein aggressives Regime … welches Atomwaffen besitz und mit einem Militärangriff droht … oder der Iran, der keine Atomwaffen hat und ständig die Notwendigkeit für eine atomare Abrüstung betont?

Wenn Amerika und die anderen westlichen Länder wirklich die Gefahr gegen diese Region und der Welt abwenden wollen,” sprach Vahidi weiter, “dann müssen sie Druck auf das gefährliche Regime in Israel ausüben, in dem sie die Verbindungen abbrechen und Sanktionen auferlegen, bis alle ihre Massenvernichtungswaffen zerstört sind.

Die Frechheit mit der das zionistische Regime die über 200 eigenen Atomsprengköpfe nicht zugibt und dauern mit dem Finger auf den Iran zeigt, das keine hat, ist schon unglaublich. Dabei ist seit spätestens 1985 bekannt, ein Atomwaffenarsenal ist Teil der militärischen Bewaffnung Israels, obwohl es den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat und keine Inspektionen der IAEA zulässt.

Netanjahu sprach von „apokalyptischen Führern“ im Iran, dabei ist er der einzige der voller Hass einen Angriffskrieg will und selber die Apokalypse unbedingt herbeisehnt. Der Type ist doch völlig geisteskrank und müsste mit einer Zwangsjacke eingeliefert werden. Das so ein Psychopath mit dem Finger auf den roten Knopf drücken kann, um einen Krieg auszulösen, ist mehr als gefährlich und muss verhindert werden.

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Washington will Rache wegen Bengasi

On October 3, 2012, in Schall und Rauch, by admin

Hillary Clinton sagte einen Tag nach dem Angriff vom 11. September auf das US-Konsulat in Bengasi, “Wie kann so was in dem Land passieren, welches wir befreit haben, in einer Stadt, welche wir vor der Zerstörung bewahrt haben?“ Clinton ergänzte ihre Frage mit den Worten: „Dies zeigt wie kompliziert und zeitweise wie verwechselnd die Welt sein kann.

Hallo Hillary … da ist gar nichts kompliziertes daran zu verstehen. Es ist eure verbrecherische Aussenpolitik, die das verursacht. Ihr führt einen Krieg nach dem anderen, der Millionen Opfer fordert, bombardiert Länder in die Steinzeit und zerstört die ganze Lebensgrundlage der Menschen, ermordet willkürlich ganze Gruppen von Zivilisten mit Killerdrohen, unterstützt und bewaffnet radikal islamische Terroristen als Söldner, um Regierungen zu stürzen, und dann stellst du so eine Frage?

Du persönlich hast Blut an den Händen – Hillary – das ist das Resultat deiner und Obamas Politik. Wer Wind sät wird Sturm ernten. Es ist eine unverschämte Heuchelei den Witwen jetzt zu erzählen, ihre Männer sind im heldenhaften Kampf für Freiheit und für Amerika gestorben.

Zu behaupten, die USA haben die Libyer befreit und jetzt sind sie undankbar, ist wieder eine unverschämte Lüge und völlige Tatsachenverdrehung. Diese Form von Befreiung kennen wir schon zur Genüge, wie im Irak. Befreit sind sie von einem friedlichen und sicheren Leben in Wohlstand mit einem sozialen Netz geworden.

Das wurde ihnen jedenfalls von den Regierungen bis zu ihrer gewaltsamen Entfernung ermöglicht, welche die Öleinnahmen unter das Volk verteilte. Dazu kommt noch, die „bösen Diktatoren“ waren vorher jahrzehntelang gute Freunde des Westens, man hat Geschäfte mit ihnen gemacht und sie wurden hofiert, bis sie in Ungnade fielen.

Dass es Amerika und den Westen generell nicht wirklich um Menschenrechte und der Befreiung von einer Dikatur geht, sieht man wie vehement sie die schlimmsten Despoten in Saudi Arabien, Katar, Emirate, Kuwait und Oman unterstützen und diese übelsten Regime an der Macht halten. Die dürfen die Bevölkerung unterdrücken und zusammenschiessen und man liefert ihnen auch noch gerne die Waffen dazu.

Ja die Libyer und Iraker sind schon sehr undankbar, dafür das Amerika sie mit „Demokratie“ beglückte, dabei zahllose Menschen umbrachte, sie ins Elend stürzte, die ganze Infrastruktur zerstörte und jetzt Terrorbanden regieren. Wie kann man nur so böse sein und das Konsulat angreifen, wo doch die US-Regierung nur gutes tut und will? Wie ist es möglich, dass die Waffen welche man den „Rebellen“ gab, um Gaddafi zu stürzen, jetzt gegen einen selber angewendet werden?

Ja, wie kann man Terroristen als wilde Hunde heranzüchten, gegen den Feind hetzen und dann sich wundern wenn sie einen selber beissen? Die selben verbrecherischen Methoden werden in Syrien angewendet, wo auch Banden von Extremisten aus dem Ausland anheuert wurden, um die nächste unliebsame Regierung zu stürzen. Dabei werden Tausende Zivilisten in den Kämpfen getötet, ganze Stadtteile unbewohnbar gemacht und unwiederbringliche Kulturschätze zerstört. Dem gutgläubigen Publikum im Westen wird dieses Vorgehen als Verbreitung von Demokratie und Menschenrechten verkauft.

Was ist die Antwort auf diese „unvorhersehbaren“ Konsequenz der kriminellen amerikanischen Politik gegenüber den moslemischen Ländern? Sie entsenden jetzt noch mehr Soldaten, ganze Teams an Spezialeinheiten zu allen US-Botschaften und Konsulate in Nordafrika. Die Mission: Ein Netzwerk aufzubauen, um gezielt Terroristen auszuschalten oder um Geiseln zu befreien. Laut US-Antiterrorspezialisten soll der Plan zum Aufbau einer neuen militärischen Kampfgruppe in der Region umgesetzt werden.

Übrigens, der getötete Chris Stevens war nicht wirklich ein Botschafter, sondern eher ein Vertreter von Hillary Clinton mit Geheimauftrag in Libyen. Sie hat ihn dazu ernannt, um seinen Tod noch dramatischer zu machen. Auch die drei anderen Personen die ums Leben kamen waren keine zivilen Konsularmitarbeiter, sondern einer war Kommunikationsspezialist der CIA und die anderen beiden waren Navy Seals. Alle US-Vertretungen sind Stützpunkte der US-Geheimdienste und des Militärs.

Jetzt auf einmal macht sich Washington Sorgen um die wachsende Bedrohung, welche die Al-Kaida in Nordafrika darstellt. Dabei wurde sie von ihnen erst geschaffen und als Werkzeug für den „Regimewechsel“ in Libyen und anderswo benutzt. Gaddafi hat mehrmals gesagt, er verstünde nicht warum die USA gegen ihn Krieg führt, wo er doch die radikal islamischen Terroristen bisher erfolgreich unter Kontrolle hatte. Wieso betreiben die USA angeblich einen „Krieg gegen den Terror“, wenn sie tatsächlich einen Krieg mit und für Terror führen?

Blöde Frage, wir wissen doch, alles ist immer genau andersrum wie uns erzählt wird. Der Krieg gegen Drogen ist doch in Wahrheit einer für Drogen und der Krieg gegen Armut einer der genau Armut produzieren soll. Das orwellsche Neusprech muss man verstehen, schliesslich ist Krieg Frieden, nämlich der Frieden eines Friedhofs.

Das Weisse Haus, die CIA und US Africa Command wollen jetzt verstärkt militärische Operationen in der Region durchführen. Es wird sogar mit einer „Strafaktion“ gegen die Täter des Angriffs auf das Konsulat gerechnet, denn schliesslich kann Obama nicht im Wahlkampf als Schwächling dastehen, der den Tod von vier Amerikanern ungesühnt lässt. Irgendwo werden sie zuschlagen und es als Erfolg für ihn melden.

Der Sprecher des Special Operations Command, Oberst Tim Nye, sagte dazu, er diskutiere nicht “die Mission und oder die Standorte unserer Antiterroreinheiten”, ausser das er zugab, Soldaten der Spezialeinheiten würden in 75 Ländern tagtäglich geheime Aufträge durchführen.

Wie? Es gibt 193 Staaten auf der Welt und in 75 davon sind US-Spezialeinheiten tätig, die mutmassliche „Feinde“ Amerikas töten? Damit ist bewiesen, Washington kümmert sich einen Dreck um die Souveränität von Ländern und geht rein und raus wo und wie es will. Diese im Geheimen operierenden Antiterroreinheiten der Armee – bekannt als Delta Force – ist ein weiterer Versuch, neben den Killerdrohnen der CIA, einen unsichtbaren Krieg ohne Rechenschaft gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit führen zu können.

Einige Kongressabgeordnete sagen, das Weisse Haus reagiert nicht schnell genug. Wie zum Beispiel der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses Mike Rogers. Er sagte: “Wir müssen sie jagen (die Terroristen). Ohne einer schnellen Aktion werden wir ähnliche schlimme Sachen gegen unsere anderen Diplomaten erleben.” Die Antwort auf die Tötung ist selber noch mehr töten. Damit geht die Spirale der Gewalt immer weiter.

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Überreaktion mit Langzeitwirkung

On October 3, 2012, in Junge Freiheit, by admin

Das blieb bis heute einmalig. Ein demokratischer Staat läßt mehr als einen Monat lang Redaktionsräume mit Polizisten besetzen und versucht, journalistische Arbeit zu verhindern. Auch fünfzig Jahre nach der Spiegel-Affäre ist dieses Ereignis nach wie vor der Markstein einerseits für den Angriff auf die Pressefreiheit und letztlich auch für deren Festigung in Deutschland.

Wegen des Artikels „Bedingt abwehrbereit“, der am 10. Oktober 1962 in dem Hamburger Nachrichtenmagazin erschienen war, griff die Bundesrepublik Deutschland zu Mitteln, die seitdem nie wieder zum Einsatz kamen: reihenweise Verhaftungen von Journalisten, Schließen einer Redaktion. Es fehlte nur das Verbot des Spiegel.

Allerdings ist die Presse inzwischen auch deutlich staatstragender geworden und hat sich fulminante Kritik am Regierungshandeln abgewöhnt. Die loyale Berichterstattung über die Politik von Regierung und Opposition zur Euro-Krise, die Einrichtung von ESM und Haftung für Staatsschulden anderer Länder mag als ein Beleg für das Abhandenkommen der sogenannten vierten Gewalt dienen. Heute führen fast nur noch persönliche Verfehlungen zu Enthüllungen und dann zu Rücktritten, nicht aber politische Fehlentscheidungen.

„Wir haben einen Abgrund von Landesverrat im Lande“

Anfang der sechziger Jahre war dies anders. Der Artikel des stellvertretenden Spiegel-Chefredakteurs Conrad Ahlers unterstellte der Bundeswehr, nicht in der Lage zu sein, einen Angriff des Warschauer Paktes mit konventionellen Waffen abwehren zu können. Im Grunde sprach aus der akribischen Zusammenfassung vieler militärischer Details die Sorge um das demokratische Nachkriegsdeutschland. Dem von Rudolf Augstein geleiteten Magazin wird denn auch bis heute von linken Kritikern vorgeworfen, zur damaligen Zeit zu patriotisch – ja, sogar nationalistisch – eingestellt gewesen zu sein.

In der Tat arbeiteten mit Horst Mahnke und Georg Wolff sogar ehemalige ranghohe SS-Offiziere beim Spiegel. Das Magazin war es auch, das drei Jahre vor der nach ihm benannten Affäre einen Artikel über den Reichstagsbrand veröffentlichte, der die Geschichtsschreibung entscheidend beeinflußte und veränderte. Nicht die Nationalsozialisten hätten 1933 das deutsche Parlamentsgebäude angezündet, sondern tatsächlich der Einzeltäter Marinus von der Lubbe.

Kontakte zur Franco-Regierung

Und so unterstellt das von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebene Heft Aus Politik und Zeitgeschichte aktuell zu Recht folgenden Hintergrund der unangemessenen Aktionen gegen den Spiegel: „Die Rivalität zwischen den Alphatieren Strauß und Augstein, die 1957 bei einem Besuch des Ministers im Haus des Herausgebers trotz ihrer Harmonie im Nationalgefühl nicht hatten zueinander finden können, war der Motor der Affäre.“

In der Tat versuchte der legendäre CSU-Politiker und damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß, seinem Erzfeind Augstein massiv zu schaden. Er stand hinter den Repressionen gegen das Presseorgan und dessen Herausgeber, die 16 Tage nach der Veröffentlichung des Textes begannen. Augstein saß dreieinhalb Monate in Untersuchungshaft.

Zunächst hatte der Bayer behauptet, mit der Sache „nichts, im buchstäblichen Sinne nichts“ zu tun zu haben. Schließlich mußte er einräumen, persönlich für die Festnahme des im Urlaub befindlichen Autors Conrad Ahlers in Spanien gesorgt zu haben. Dabei ließ er seine Kontakte zum spanischen Diktator Franco spielen. Sein Parteifreund, Bundesinnenminister Hermann Höcherl, distanzierte sich davon überdeutlich, indem er Strauß’ Verhalten „etwas außerhalb der Legalität“ nannte.

Erste Studentendemonstrationen

Und so ging der Schlag gegen den Spiegel komplett nach hinten los. Aus Protest gegen den Verteidigungsminister traten am 19. November alle fünf FDP-Minister zurück. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Durchsuchung der Redaktionsräume noch sechs Tage andauern. Die Regierung Konrad Adenauer geriet in eine schwere Krise. Der Bundeskanzler selbst hatte Strauß vertraut und sich noch vor dem Rücktritt der liberalen Regierungsmitglieder im Bundestag sehr weit aus dem Fenster gelehnt: „Wir haben einen Abgrund von Landesverrat im Lande“, behauptete er in einer tumult-artigen Fragestunde.

Auf den aus dem Plenum kommenden Zwischenruf: „Wer sagt das?“ entgegnete er: „Ich sage das!“ Damit hatte die Angelegenheit Konrad Adenauer erreicht. Im Zusammenhang mit der Spiegel-Affäre erklärte sich der Kanzler bereit, im Oktober 1963 zurückzutreten. Die FDP und Teile der Union hatten auf einen Abschied gedrängt. Der Eklat um den Spiegel kam den Kritikern aus den eigenen Reihen gelegen, um den „Alten“ endgültig loszuwerden.

Und die Affäre beschleunigte andere gesellschaftliche Prozesse: Sechs Jahre vor 1968 gingen erstmals massenhaft Studenten auf die Straße, um für die Pressefreiheit und gegen die Regierung zu demonstrieren. Andere Medien und Presseunternehmen solidarisierten sich mit dem Spiegel. Dessen Redakteure durften ihrer Arbeit in den Räumen des Springer-Verlages, der Zeit, des Stern und der Hamburger Morgenpost fortsetzen sowie die dortige Infrastruktur nutzen. So konnte das Nachrichtenmagazin trotz der wochenlangen Polizei-Blockade weiterhin erscheinen.

Artikel beruhte gar nicht auf Geheiminformationen

Im Konflikt mit der schier übermächtigen Regierung gewann es zahlreiche Sympathien und festigte seinen bis heute andauernden Ruf, das „Sturmgeschütz der Demokratie“ zu sein. Von den Vorwürfen selbst blieb nichts übrig. Der Bundesgerichtshof ließ die Anklagen der Bundesanwaltschaft gegen die Journalisten gar nicht erst zu – ein Desaster für die Ermittler und die Bundesregierung.

Der inkriminierte Artikel beruhte nicht einmal auf geheimen Informationen, die aus dem Ministerium oder der Bundeswehr durchgestochen worden waren. Conrad Ahlers hatte lediglich anläßlich des Nato-Manövers „Fallex 62“ das westdeutsche Verteidigungskonzept in Frage gestellt. Dazu dienten ihm die Ergebnisse dieser militärischen Übung und kleine Texte, die in der Vergangenheit erschienen waren.

Tiefer Einschnitt in die Pressefreiheit

Letztlich stellte der Bericht nichts anderes dar als eine Conclusio des berühmten Spiegel-Archivs, die Strauß enorm verärgerte. In seiner Wut auf Augstein reagierte der CSU-Politiker völlig über. Um die Koalition und seinen Kanzler zu retten, mußte er letztlich sein Amt niederlegen – nur etwas mehr als einen Monat nach Beginn der Durchsuchungen in Hamburg.

Die Spiegel-Affäre bleibt bis heute ein Einschnitt in das Verhältnis Politik und Presse. Staatliche Maßnahmen wie damals sind nicht mehr denkbar. Insofern hat die Überreaktion nicht nur den Spiegel, sondern nachhaltig auch die Pressefreiheit in Deutschland gestärkt. Jetzt müßte sie nur noch genutzt werden.

JF 41/12

 

Der Zahnarzt-Effekt (3.10.2012)

Sie sitzen auf einem Stuhl, der elektrisch in eine sehr bequeme Lage gefahren wird. Sie könnten sich richtig entspannen, wenn da nicht dieser Kerl in Weiß wäre, der sich jetzt über Sie beugt. In seiner Hand surrt ein Folterinstrument, das er in Ihren Mund schiebt. Das Geräusch verändert sich, Vibrationen kommen hinzu, es tut weh, richtig weh. Sie verkrampfen sich, Sie wollen weg, weit, weit weg. Doch Sie sind gefangen, der Zahnarzt bohrt weiter, immer weiter.

Vermutlich kennt jeder diese Situation, und ebenso sicher dürfte sich schon jeder als Opfer einer Stunde im Fach angewandter Sadistik gefühlt haben. Es gibt jedoch einen Grund, dies alles zu erdulden, einen einzigen, doch der ist stichhaltig: Sie erwarten, daß dieser fleischgewordene Quälgeist Sie vor noch Schlimmerem bewahrt, daß er durch diese Qualen letztlich heilen wird.

Wir Menschen sind auf solche Zyklen ausgerichtet, sie entsprechen unserem täglichen Erleben. Einst waren es die Strapazen der Jagd, die vor dem Genuß der Beute nötig waren, heute sind es die schweren Einkaufstaschen, die nach Hause getragen werden wollen. Die Kälte des Winters, die Unbilden von Eis und Schnee, wir nehmen sie auf uns, weil “bald” der Frühling kommt, die Wärme zurückkehren wird. Geerntet wir einmal im Jahr, und je nach Üppigkeit dieser Ernte müssen wir rationieren oder dürfen im Überfluß schwelgen.

Das Ergebnis ist ein Menschenschlag, der über viele Generationen gelernt hat durchzuhalten. Menschen, die es gewohnt sind, zu teilen und einander zu helfen, durchaus nicht aus purer Nächstenliebe, sondern als Geschäft auf Gegenseitigkeit: Heute helfe ich dir, morgen du mir. Erst wenn Fremde hinzukommen, die nur nehmen, ohne jemals ans zurückgeben zu denken, wird daraus ein Ausnutzen der Solidarität. Der Deutsche ist es gewohnt zu bleiben, gegen Widerstände anzukämpfen, nicht aufzugeben, und oft genug haben Deutsche dort Erfolg, wo jeder Andere längst aufgegeben hätte.

Dieser deutsche Durchhaltewille hat unseren Feinden viel Blut gekostet, als sie Deutschland erobert und geknechtet haben. Dieses Ausharren, dieses Ankämpfen gegen Widerstände hat Deutschland nach all den Zerstörungen schnell wieder aufgebaut, den Ausgeplünderten bald neuen Wohlstand verschafft. Dieses Verhalten ist das exakte Gegenteil der Mentalität, die jene an den Tag legen, die als Asylanten und Wirtschaftsflüchtlinge zu uns kommen, statt die Verhältnisse in ihrer Heimat zu verbessern. Was sollen wir mit solchen Fremdkörpern anfangen, mit Parasiten, die sich hier aushalten lassen und am Ende Fremde in beiden Welten sein werden, Heimatlose, die im Land ihrer Väter ebenso unbrauchbar sind wie hier, im Land unserer Väter.

Man braucht nicht Gustave LeBons “Psychologie der Massen” zu lesen, um zu ergründen, warum Menschen lieber im Status der Unwissenheit weiterleiden wollen. Wer auf dem Folterstuhl sitzt und die Qualen geduldig erträgt, in der sicheren Hoffnung auf letztendliche Besserung, mag nicht hören, daß er an einen Scharlatan geraten ist, der nur quälen, aber nicht heilen kann. Die Hoffnung auf den Endsieg mobilisiert urgewaltige Kräfte, und wer immer auf diesen Endsieg eingeschworen ist, der verachtet den Mahner, der die Welt realistisch betrachtet, als Defätisten.

Im Nachhinein werden Anführer, die mit der Aussicht auf den Endsieg die Kräfte des Volkes mobilisiert haben, als unfähige Verbrecher dargestellt. Die Deutschen folgten dem Kaiser, dem Führer und dem Genossen Staatsratsvorsitzenden bis zuletzt. 1918 und 1945 war dies gerechtfertigt, denn was danach kam, nach der Niederlage im heldenhaften Kampf gegen die vielfache Übermacht, war eine gnadenlose Ausplünderung Deutschlands. Selbst 1989/90 erfolgte nach der Niederlage im Kampf der Systeme eine Ausplünderung der besiegten DDR. Die blühenden Landschaften, die ein Helmut Kohl großspurig versprochen hatte, begannen mit dem Unterpflügen der DDR-Wirtschaft, mit industriellem Kahlschlag und dem Ausbluten der Bevölkerungszentren.

Wir sind jetzt wieder an eine Kanzlerin geraten, die uns mit Endsieg-Parolen füttert, um unseren Durchhaltewillen anzustacheln. Doch anders als Kaiser Wilhelm, Adolf Hitler und sogar Erich Honecker, die sich allesamt für Deutschland eingesetzt haben, verfolgt Angela Merkel eindeutig gegen Deutschland gerichtete Ziele. “Scheitert der Euro, scheitert Europa” – ja und? “Bleibt der Euro, scheitert Deutschland” – das wäre richtig. Wir erleben gerade eine Währung als Massenvernichtungswaffe, als Knechtungsinstrument, gerade so, wie es der alte Rothschild angekündigt hat.

“Wir werden die Krise stärker verlassen, als wir in sie hineingeraten sind.” Auch das ist eine idiotische Merkel-Parole. Selbst wenn wir uns den Blickwinkel der Kanzlerin zu eigen machen und die Finanzkrise von 2008 im Jahr 2010 für beendet erklären, dann ist das Merkeldeutschland des Jahres 2011 schwächer als jenes von 2007. Nach der Krise waren die Staatsschulden gewaltig angestiegen, ebenso die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse. Nicht einmal der Export, der scheinbar positive Zahlen aufweist, hält einer näheren Betrachtung stand, denn dieser Exportzuwachs wurde über Target-2-Kredite finanziert, bei denen Deutschland Geld verschenkt, damit deutsche Waren verkauft werden. Verschenkt? Natürlich, oder glauben Sie, daß Target-2-Kredite jemals zurückgezahlt werden?

Nur noch ein bißchen, nur ein kleines bißchen mehr, dann ist Griechenland gerettet. Das hören wir seit 2010, und eine Milliarde nach der anderen ist nach Griechenland geschickt worden, ohne daß sich auch nur das Geringste verbessert hätte. Im Gegenteil, immer mehr Griechen stehen arbeitslos auf der Straße, immer mehr Gehälter werden gekürzt, immer mehr Wohltaten gestrichen. Für ein paar Jahre als Gierchen sterben jetzt die Rentner, deren Medikamente nicht mehr bezahlt werden.

Der bunte Hosenanzug reist von Rettungsgipfel zu Rettungsgipfel, ohne daß wirklich etwas gerettet wird. Die Weltrundreise-Kanzlerin unterschreibt eine Zahlungsverpflichtung nach der anderen, zum Dank dafür schwingen die ach so Geretteten die Nazi-Keule und wollen Reparationen, die schon längst geflossen sind, für immer neue Massaker, die irgendwelche Augenzeugen berichten, ohne den kleinsten Beweis dafür zu erbringen. Wir Deutsche sind für ein einiges Europa, das ist keine Frage. Aber wir sind gegen ein Europa, das sich nur darüber einig ist, möglichst viel Geld aus Deutschland herauszupressen. Dieses Europa darf gerne scheitern!

Im 20. Jahrhundert ist Deutschland oft genug verheert worden: Durch die Hungerblockade im und nach dem ersten Weltkrieg, durch den Versailler Vertrag, durch den Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung, durch die Hungerblockade nach den zweiten Weltkrieg, durch exzessiven Patentraub, durch die “Reeducation”, durch die “Frankfurter Schule” und durch die 68er. Sobald die Geschichte von den Auswüchsen der Lohnfälscher gereinigt wird, wird sich herausstellen, daß Helmut Kohl Deutschland größeren Schaden zugefügt hat als Adolf Hitler. Anders als heute mit Adolf Hitler wird jedoch in 50 Jahren niemand bereit sein, die Fernsehkanäle mit Berichten über Helmut Kohl vollzustopfen.

Der Euro ist ein Fehler Helmut Kohls und leider nicht einmal sein größter. Diesen Fehler zu korrigieren, wird sehr viel Geld und Arbeit kosten. An ihm festzuhalten, macht ihn zum Fehler Angela Merkels, und es ist nur der Zahnarzt-Effekt, die Hoffnung auf Besserung, die das deutsche Volk noch ruhig hält. Es wird sich jedoch nichts bessern, das sehen wir am griechischen Milliardengrab, das sehen wir am fast vergessenen Irland, das sehen wir an Portugal. Gerade heute wurde berichtet, daß in Kürze Spanien unter den Rettungsschirm ziehen wird, das Geld des ESM ist also schon vergeudet, bevor der erste Cent darin eingezahlt wurde.

Der Zahnarzt hat gebohrt, verfüllt, die Wurzeln behandelt, eine Krone auf den Zahn gesetzt, doch trotz aller Quälerei, der Zahn ist verloren, er muß gezogen werden. Natürlich hätte die Titanic noch ein paarmal zur Rache den Eisberg rammen können, sie wäre trotzdem untergegangen und der Eisberg wäre weitergeschwommen. Ob Titanic, Andrea Doria, Costa Concordia oder auch nur ein löchriges Schlauchboot: Hier sind Durchhalteparolen sinnlos, ab einem gewissen Zeitpunkt geht es nur noch darum, so viele Menschenleben zu retten wie möglich.

Chauvinisten und Patrioten werden gerne miteinander verwechselt, setzen sie sich doch beide für ihr Heimatland mit allen Kräften ein. Es gibt tatsächlich Zeiten der Bedrohung, in denen Patrioten wie Chauvinisten handeln müssen. Es gibt jedoch einen ganz entscheidenden Unterschied: Chauvinisten reißen das Fremde nieder, Patrioten bauen das Eigene auf. Der Patriot will, daß das eigene Land aus eigener Kraft nach vorne kommt, der Chauvinist ist schon zufrieden, wenn es den anderen Völkern schlechter geht.

Deutschland, Deutschland, über alles, über alles in der Welt? Spricht da der Patriot oder der Chauvinist? Die nächste Zeile beantwortet die Frage: Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch, bis an den Belt – das ist die Ausdehnung des deutschen Kulturraumes, zum Zeitpunkt, als dieser Text gedichtet worden ist, auch der deutsche Sprachraum. Hoffmann von Fallersleben war ein Patriot, kein Chauvinist. Im Text des Liedes spricht die Liebe des Patrioten, nicht der Weltherrschaftsanspruch des Chauvinisten, denn der hätte von Atlantik bis zu Ural, vom Nordkap bis nach Sizilien gefordert.

Das Europa der Völker, von dem ausgerechnet der Präsident des so gerne chauvinistischen Frankreichs, Charles de Gaulle, gesprochen hat, ist ein Europa der Patrioten. Der Völkerstaat Europa, der Angela Merkel vorschwebt, ist ein Europa, in dem die Chauvinisten aller Länder über Deutschland bestimmen. Betrachte ich das, was im deutschen Bundestag sitzt, was dem Billiardenkabinett Merkel angehört, die mickrige Eins mit ihren 15 Nullen, dann zöge ich es vor, von Franzosen, Italienern oder Belgiern regiert zu werden. Dann würde jeder erkennen, jenseits aller Verschleierung, daß dies eine Regierung gegen das deutsche Volk ist. Doch selbst diese Regierung hätte gegenüber unserer jetzigen den Vorteil, daß sie das deutsche Geld in Europa beließe, anstatt es an noch fremdere Völker zu verteilen.

Nur noch ein bißchen, es ist gleich vorbei, sagt der Zahnarzt. In der ersten Stunde glauben Sie ihm noch, doch was ist in der zweiten Stunde? Draußen wird es dunkel, er bohrt immer noch. “Nur ein bißchen…” Wird Ihr Gebiß von einem Fachmann saniert oder von einem Sadisten ruiniert? Das wissen Sie erst hinterher. Es gibt allerdings Anzeichen, und wenn Sie darauf achten, können Sie einen Teil des Desasters verhindern.

Um der Fairneß willen muß ich zugeben, daß selbst ein wirkliches Genie bei dem Kampf versagen müßte, der Merkel aufgezwungen wurde. Merkel ist allerdings alles andere als ein Genie, sonst hätte sie schon längst erkannt, daß sie von den Mühlrädern der Zeit zermahlen wird. Man mag von “Elliot-Wellen” und “Kondratieff-Zyklen” sprechen, doch jenseits dieser Rhythmik gibt es ganz konkrete Anhaltspunkte, daß die Wirtschaft an ihre Grenzen gestoßen ist.

Alles, was Sie in Ihrem Haushalt haben, gab es schon vor 50 Jahren. Sicher, Computer waren damals Ungetüme, statt Internet gab es schneckenlangsame Datenfernübertragung und Telephone hatten alle eine Schnur. Jenseits dieser Details wird es schon eng. Die Energiesparlampe gab es bereits als Leuchtstoffröhre, das Fernsehen in Deutschland war noch schwarz-weiß, die Kühlschränke verbrauchten mehr Energie und moderne Glas-Keramik-Kochplatten hätten Sie auch nicht bekommen. In Ihrem Auto fehlten ABS und ESP, statt Elektronik war Mechanik verbaut. Aber etwas wirklich Neues, vor 50 Jahren nicht schon als Vorstufe Vorhandenes, finden Sie nicht. Wir leben deshalb in einer Zeit der gesättigten Märkte.

In jedem Produkt, das Sie kaufen, stecken Zinsen. Der Bäcker, der gerade einen Ofen gekauft hat, schlägt seine Kreditzinsen auf das Brötchen auf. Seine Miete, auch ein Zins, bezahlen Sie natürlich ebenfalls. Die Fabrik, die ihm den Ofen verkauft hat, zahlt ebenfalls Zinsen, die im Preis des Ofens stecken. Unser Geld ist Kreditgeld, das sich irgendwer irgendwann gegen Zinsen ausgeliehen hat. Je mehr Geld vorhanden ist, desto mehr Zinsen müssen bezahlt werden – und wir sind in einer Zeit des reichlich vorhandenen Geldes angelangt, selbst wenn Ihre Kontoauszüge das nicht vermuten lassen.

Wir leben außerdem in einer Zeit des Werteverfalls. Ideen liefern nur eine gewisse Zeit Antrieb, dann ermüden sie. Die Idee des Islams brachte die Moslems in einem guten Jahrhundert von Mekka bis nach Tours und Portiers, die Idee der Befreiung des “Heiligen” Landes trieb die Kreuzritter siegreich nach Jerusalem. Der Katholizismus befreite Spanien von den Mauren und eroberte für Spanien und Portugal Südamerika. Der Kolonialismus schuf das Britische Weltreich, der Amerikanismus, der Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen, die Demokratie und die unbegrenzten Möglichkeiten, haben die USA zur “letzten” Weltmacht werden lassen. Dieses “letzte” bedeutet nicht, einzige und immer verbleibende, sondern die bisher letzte, denn die Idee des Amerikanismus brennt gerade aus. Der Westen verlockt keinen mehr, zu grimmig ist sein Antlitz geworden, wobei die mordenden Soldaten inzwischen durch die ferngesteuerten Mordmaschinen ersetzt werden.

Die Idee Europa ist zu Gurkenkrümmungsradien, Glühbirnenverboten, E10-Hungersprit und raffgierigen Bürokraten verkommen. Der Islam mit seiner Scharia und seinen Regelungen wird von den meisten Menschen als mittelalterlich angesehen, das Christentum ist abgemeldet, allenfalls als evangelikaler Zionismus wird es noch von den USA exportiert. Dollar, Euro, Britenpfund, Yen – alle Weltwährungen sind “radioaktiv”, d.h., sie haben eine meßbare Zerfallsrate.

Guido Westerwelle hat einen treffenden Begriff verwendet, derart treffend, daß er ganz sicher nicht verstanden hat, was er da sagte: Spätrömische Dekadenz. Romulus Augustulus, ein Kind auf dem weströmischen Kaiserthron, abhängig von der Gnade seines germanischen Heerführers Odoaker. Der Glanz Roms ist nur noch eine ferne Erinnerung, das größte Weltreich der Antike gibt es nur noch dem Namen nach. Die Welt geht auf eine Klimakatastrophe zu, auf ein dunkles Zeitalter, aus dem, als die Ernten wieder besser werden, sich das Mittelalter erhebt.

Genau diese Spätrömische Dekadenz, das Fin de siècle, erleben wir heute. Die Politik in Deutschland, in Europa, ja in der ganzen Welt blickt zurück, steckt im “Weiter so!” fest, anstatt nach neuen Ideen und Lösungen zu suchen. Cäsar, Augustus, Vespasian, Hadrian und Marc Aurel – sie hätten im Jahr 476 n. Chr. das Römische Reich nicht retten können, seine Zeit war abgelaufen. 400 Jahre früher wäre aus Romulus Augustulus womöglich ein großer Imperator geworden, doch dazu hatte er keine Chance mehr.

Wie lange wollen wir es erdulden, für eine Vergangenheit, die nicht mehr zu retten ist, weiterhin zu leiden? Natürlich ist das Bild ein wenig schief, denn mit aufgebohrten Zähnen aufzustehen und den Zahnklempner zu verprügeln, brächte Sie nicht weiter. In der Realität sieht es zum Glück anders aus, Sie können sich vorbereiten. Zwischen Romulus Augustulus und Karl Martell lagen ungefähr 250 Jahre, bei uns wird es wesentlich schneller gehen, wenn wir uns erst einmal von der unseligen Gegenwart geistig gelöst haben.

Das ist ebenfalls eine deutsche Tugend, die uns unser Heimatland gelehrt hat: In Katastrophen nicht aufzugeben und neu anzufangen. Wir Deutsche verteidigen einen Deich bis zum Letzten, doch wenn er trotzdem bricht und der Blanke Hans sich holt, was wir ihm nie und nimmer überlassen wollten, dann mögen wir für ein paar Stunden verzweifelt sein, doch dann packen wir an und bauen wieder auf, größer, schöner und stabiler als zuvor. Wir lernen aus den Fehlern der Vergangenheit und merzen diese Fehler aus, effektiv und gründlich.

Dies wird bei den Fehlern der Gegenwart ebenso passieren, bei der korrupten Demokratie, die in Wahrheit ein Faschismus zu Gunsten der Großbanken ist, einem Wirtschaftssystem mit Zerfallsdatum, das den Arbeitern immer mehr die Luft zum Atmen abschnürt, einer internationalen Raub- und Ausbeutungsgesellschaft zu Lasten Deutschlands.

Der erste Schritt dazu ist die Einsicht, daß sitzen bleiben und weiter leiden nur genau dieses bringt: weitere Leiden. Auch wenn das Evangelium nach Guido Knopp etwas anderes behauptet, die deutsche Armeeführung des zweiten Weltkriegs hat nur in ganz seltenen Fällen den “Kampf bis zur letzten Patrone” befohlen. Im Gegenteil die Deutschen sind zurückgewichen, haben die Front neu aufgebaut, den Feind ins Leere stoßen lassen und ihn dann aus neuen, sicheren Stellungen wieder abgewehrt. Diese Flexibilität hat dem Feind das Fürchten gelehrt und den Ruhm des deutschen Soldaten begründet, der weltweit anerkannt ist, außer natürlich in Merkeldeutschland selbst.

Sie können sich flexibel zurückziehen, auf den Zusammenbruch und die Neuordnung der Werte vorbereiten. Silber statt Euro, Gold, wenn Sie mehr an Vermögen retten müssen. Konserven und Toilettenpapier, all die Dinge des täglichen Bedarfs, können Sie einlagern und bevorraten. Zwei Wochen, in denen Sie nicht das Haus verlassen müssen, können schon Ihr Leben retten. Drei Monate Vorrat im Haus lassen sich sowohl bezahlen als auch unterbringen. Denken Sie nach, anstatt auf den als Zahnarzt auftretenden Quälgeist hereinzufallen!

Es lohnt sich nicht zu missionieren. Wer nicht bereit ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen, der bleibt im Behandlungsstuhl der Frau Dr. Merkel sitzen und bekommt für die sadistischen Quälereien am Ende auch noch eine überzogene Rechnung. Wer aufklärt, wird fast immer zurückgewiesen, sagt er doch, daß die erwartete Heilung ausbleiben und sich nur das Leiden fortsetzen wird. “Macht kaputt, was Euch kaputt macht” ist ein schöner Spruch der historischen Linken, doch dazu sind die Menschen nur ganz selten bereit. Sie machen erst im Nachhinein das kaputt, was sie kaputt gemacht hatte.

Das Durchhalten bis zum Letzten, ist eine menschliche, eine deutsche Eigenschaft. Wir hoffen, daß sich in letzter Minute alles zum Guten wendet, und lassen dabei zu, daß sich die Dinge immer weiter verschlechtern. Leider muß ich hier mit einer schlechten Nachricht abschließen: Gegen den Zahnarzt-Effekt gibt es kein Mittel. Wer bereit ist, die Schmerzen auszuhalten, ignoriert die Warnungen als teuflische Einflüsterungen. Ich muß Sie sogar davor warnen, im Nachhinein recht zu behalten, denn damit ziehen Sie die Wut des Betrogenen auf sich. Ja, ja, SIE sind schuld, daß ER nicht auf Sie gehört hat.

Also, hören Sie besser nicht auf mich, sondern nutzen Sie einfach mal ein paar ruhige Minuten, um ein bißchen darüber nachzudenken, wie lange Sie sich von Frau Dr. Merkel noch auf den Nerven herumbohren lassen wollen. Sollten Sie auf diese Weise zu neuen Erkenntnisse gelangen, dann hören Sie auf sich. Wechseln Sie den Arzt, sorgen Sie dafür, daß die Praxis in neue, bessere Hände gelangt. Falls Sie das nicht tun, gebe ich Ihnen doch noch einen kleinen Rat: Seien Sie nicht im Weg, wenn Ihre Mitpatienten beschließen, die Praxis samt Ärztin abzufackeln.

©Michael Winkler

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