Tannhäuser Pilgerchor (Richard Wagner) Sinfonieorchester des Stabsmusikcorps der Bundeswehr – Männerchor Bayer Leitung: Prof. Hermannjosef Rübben Ilse Hollweg, Sopran – Donald Bell, Bariton Disque 33 tours Life Records Beliebte Opernchöre St-H 1113-I Seite 1 (Life-Mitschnitt des Konzertes am 13. November 1968 im Erholungshaus der Farbenfabriken Bayer AG. Leverkusen)

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Front National gewinnt zwei Sitze

On June 18, 2012, in Junge Freiheit, by admin

PARIS. Der Front National ist erstmals seit vierzehn Jahren wieder im französischen Parlament vertreten. Marion Maréchal-Le Pen gewann für die Partei einen Wahlkreis in der Provinz Vaucluse. Neben dem Anwalt Gilbert Collard wird die 22jährige Jurastudentin und Enkelin des Parteigründers Jean-Marie Le Pen ihr Mandat für den FN wahrnehmen.

Hauchdünn scheiterte dagegen ihre Tante, FN-Chefin Marine Le Pen, in ihrem Wahlkreis Hénin-Beaumont. Mit einem Rückstand von nur 118 bei insgesamt 55.000 gültigen Stimmen wurde sie vom Sozialisten Philippe Kemel geschlagen. Le Pen kündigte bereits an, das knappe Ergebnis vor dem Verfassungsrat anzufechten.

Die Ehre wiederhergestellt

Marion Maréchal-Le Pen hatte als Grund für ihren Wahlantritt angegeben, „die Ehre meines Großvaters“ wiederherzustellen. Vor 22 Jahren wurde in Vaucluse ein jüdischer Friedhof geschändet, was lange Zeit fälschlicherweise dem FN angelastet wurde. Le Pen wird die jüngste der 577 Abgeordneten sein. (FA)

Lesen Sie auch das Porträt in der aktuellen JF auf Seite 3.

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BERLIN. Deutschland hat unter allen Industrienationen die meisten Flüchtlinge aufgenommen. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) hervor.

Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, lebten demnach 2011 weit über eine halbe Million Personen mit Flüchtlingsstatus in der Bundesrepublik. In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es nur halb so viele. Allerdings erhalten Flüchtlinge dort praktisch keine staatliche Unterstützung.

Flüchtlinge bleiben lieber im eigenen Land

Die meisten Flüchtlinge sind in Anrainerstaaten ihres Heimatlandes gewandert. In Pakistan leben mit 1,7 Millionen Personen die meisten der weltweit rund 15 Millionen Flüchtlinge. Die weitaus größte Zahl an Menschen flieht allerdings innerhalb des eigenen Landes in sichere Bereiche.

Diese sogenannten Binnenflüchtlinge stellen nach UNHCR-Schätzungen mit 26,4 Millionen Personen fast die doppelte Menge dar. Weltweit gab es im vergangenen Jahr weniger als 900.000 Asylsuchende. (FA)

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Wie blöd können Wähler eigentlich sein? Diese Frage stellt sich angesichts des griechischen Wahlergebnisses. Seit Jahrzehnten haben die Neue Demokratie und Pasok das Land heruntergewitschaftet. Zum Dank wurden sie jetzt wiedergewählt. Das Signal der Wähler an die Politiker: Weiter so. Super. Macht mal ruhig neue Schulden. Irgendwer anders wird schon dafür aufkommen.

Das soll natürlich nicht heißen, daß Syriza die bessere Wahl gewesen wäre. Im Gegenteil: Die Linksradikalen sind noch weniger auf einen ausgeglichenen Haushalt aus. Mit ihnen wäre der griechische Schlendrian wahrscheinlich nicht nur einfach weitergegangen. Nein, es wären jetzt noch tausende Syriza-Parteigänger dazugekommen, die durch die neue Regierung mit hochbezahlten Beamtenstellen hätten versorgt werden müssen. Die Griechen wären gut beraten gewesen, die ganze korrupte Führungsriege ihres Landes in die Wüste zu schicken – so wie beispielsweise die Italiener vor zwanzig Jahren.

Was bedeutet das alles für Europa? Nicht viel. Das mediale Aufatmen in den öffentlich-rechtlichen Medien, die gebetsmühlenartig vorgetragene Behauptung, der Euro sei nun gerettet, haben mit der Realität nichts zu tun. Der FDP-Europaabgeordnete Holger Krahmer hat es so ausgedrückt: „Das alte Katz- und Mausspiel geht weiter.“ Die Wahrscheinlichkeit, daß die Bedingungen für Hellas jetzt weiter gelockert werden, sind eher gestiegen als gesunken. Das Sterben des Euro auf Raten wurde durch den völlig überschätzten Urnengang am Sonntag in Griechenland nur hinausgezögert.

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Es hat sich durch die Wahl in Griechenland nichts verändert. Die Eurozone ist genau dort wo sie am Freitag war, was die Pleitestaaten betrifft. Die 10-jährigen Staatsanleihen Spaniens sind heute Vormittag auf einen Rekord von 7,1 Prozent gestiegen. Ein Zins der untragbar ist und die Insolvenz bedeutet. Die Zinsen für die italienischen Anleihen sind ebenfalls bei weit über 6 Prozent angelangt. Eine wirkliche Beruhigung der Märkte ist nicht eingetreten, da kein Problem gelöst ist.

Während sich alle auf das griechische Wahlresultat konzentrieren und in Euphorie schwelgen, ist die Frage aller Fragen eine andere. Wo soll das Geld herkommen, um Spanien und Italien zu retten? Es ist nämlich gar nicht vorhanden, bzw. das Konstrukt dazu existiert gar nicht.

Weder der IWF, die EZB, der EFSF, noch der ESM haben genug Mittel um Italien und Spanien zu retten. Es ist sogar so, den ESM gibt’s noch nicht, da von den meisten Ländern nicht ratifiziert, obwohl der Europäische Stabilitätsmechanismus bis zum 1. Juli stehen sollte.

Dann müssen ja die 17 Länder der Eurozone jeweils ihren Anteil am ESM noch einzahlen. Damit fängt es aber wirklich an absurd zu werden. Die Länder welche man mit dem ESM retten will, müssen erst Geld einzahlen, damit sie gerettet werden können. Hallo!!!

Italien muss 18 Prozent und Spanien 12 Prozent beitragen, zusammen also 30 Prozent. Dabei haben die Parlamente beider Länder den ESM-Vertrag noch nicht mal ratifiziert!!!

Das heisst, Spanien und Italien müssen irgendwoher Geld zu horrenden Zinsen aufnehmen (siehe oben), um damit ihrem Anteil von 30 Prozent im ESM füllen zu können, damit sie wiederum vom ESM Geld zu niedrigeren Zinsen als Rettung bekommen.

Wer sich dieses Konstrukt ausgedacht hat ist völlig bescheuert.

Der Anteil Deutschlands am ESM ist 27 Prozent. Sogar dann mit zusammen 57 Prozent reicht es nicht. Bisher haben nur 4 der 17 Länder dem ESM zugestimmt. Frankreich, Niederlande, Griechenland und Slowenien. Frankreich ist ja selber praktisch pleite und die Niederlande steht kurz davor.

Eine Schuldenunion, in der die meisten Länder die in den ESM einzahlen sollen selber total verschuldet sind, kann nicht funktionieren. Ausser Deutschland trägt die gesamte Last, was aber Merkel strikt ablehnt. Oder wird sie demnächst folgende Frage an die deutsche Bevölkerung stellen:

Wollt ihr die totale Verschuldung? Wollt ihr sie, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt erst vorstellen können?

Leute, egal was die Experten in Brüssel und die Politiker in Berlin und Paris sich ausdenken, die Eurozone ist am Arsch. Von den Mitgliedsländern Geld für den ESM zu verlangen, damit dieser die selben Länder wiederum aus der Patsche helfen kann, ist doch Schwachsinn. Faktisch bedeutet das, es ist kein Geld vorhanden und das Ding ist gelaufen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Eurozone auseinanderbricht.

Zurück zu Griechenland. Ein Sprecher der Citigroup kommentiert den Ausgang der Wahlen am Montag so: Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts aus der Eurozone in den nächsten 12 bis 18 Monaten bleibt bei 50 bis 75 Prozent. Auch da hat sich nach Einschätzung der Insider nichts geändert.

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REGENSBURG. Die Jungen Liberalen Bayerns haben auf ihrem Landeskongreß in Regensburg eine Abänderung des sogenannten Volksverhetzungsparagraphen gefordert. Bislang ist jede Meinungsäußerung verboten, welche „die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigt, verherrlicht oder rechtfertigt“. Dieses Verbot stelle eine unzulässige Einschränkung der Meinungsfreiheit dar, die leicht mißbraucht werden könne.

„Gerade die Begriffe ‘Billigung’ und ‘Verharmlosung‘ lassen einen solch weiten Interpretationsspielraum zu, daß vollkommen unklar ist, wann der Tatbestand des Paragraphen 130 Strafgesetzbuch erfüllt ist“, heißt es in dem Beschluß. „Zudem darf das Strafrecht nicht einzelne Meinungen, so menschenverachtend diese auch sind, herausgreifen und unter Strafe stellen.“ Damit werde nur ein „Gesinnungsstrafrecht“ geschaffen.

„Im Sinne eines Rechtsstaates“ handeln

Ein solches Gesinnungsrecht könne „auch durch die geschichtliche Relevanz für Deutschland nicht gerechtfertigt werden“, weshalb die Jungen Liberalen „im Sinne eines Rechtsstaates“ die ersatzlose Streichung der betreffenden Absätze fordern. Im gleichen Beschluß lehnt die FDP-Jugendorganisation ein Parteiverbot der NPD ab. Man müsse sich mit dieser „auf dem politischen Parkett“ und nicht „mittels eines Parteiverbotes“ auseinandersetzen. (FA)

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Finanzkollaps steht bevor: Was genau bedeutet »früher oder später«?

Paul Craig Roberts

 

Seit Ausbruch der Finanzkrise und der massiven Ausweitung der Geldmenge durch die so genannte »quantitative (monetäre) Lockerung« (das »Quantitative Easing«, QE) waren wir mit der Frage konfrontiert: Wie kann die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auf lange Sicht die Zinsen für die Banken praktisch auf null senken und andererseits Sparer und Besitzer von Anleihen mit negativen Realzinsen (wenn die Zinsen zum Beispiel geringer als die Inflation sind) abspeisen, wenn die amerikanische Regierung die Staatsverschuldung über das Haushaltsdefizit alljährlich um 1,5 Billionen Dollar erhöht? Vor Kurzem kündigte die Fed an, sie wolle ihre bisherige Politik auch in den kommenden zwei oder drei Jahren fortsetzen. Tatsächlich ist die Notenbank in dieser Politik gefangen. Denn ohne die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen wären die Schuldendienste im Zusammenhang mit der staatlichen Verschuldung so immens, dass sich die Frage stellte, ob die Kreditwürdigkeit des amerikanischen Finanzministeriums nicht herabgestuft werden müsste und inwieweit der Dollar noch überlebensfähig ist, was wiederum das Kartenhaus aus den Billionen von Dollar, die in Zinsswaps und andere Finanzderivate investiert wurden, einstürzen ließe.

 

Die Regulierung der Finanzmärkte, die in die Kasinowirtschaft der Wall Street mündete, die Entscheidung der amerikanischen Regierung, die angeschlagenen Banken nicht nur zu retten, sondern ihnen ein Weitermachen zu ermöglichen, sowie die Nullzins-Politik der Federal Reserve gefährden mit anderen Worten die wirtschaftliche Zukunft der USA und ihrer Währung auf unhaltbare und gefährliche Weise. Es ist einfach unmöglich, die Anleihemärkte weiterhin mit neuen Anleihen in Höhe von 1,5 Billionen Dollar alljährlich zu überfluten, wenn die Anleihezinsen unterhalb der Inflationsrate liegen. Jeder, der unter diesen Bedingungen in eine Anleihe investiert, erwirbt einen Titel, der ständig an Wert verliert. Darüber hinaus steigt das Risiko, in Staatsanleihen zu

investieren, enorm an. Die niedrigen Zinsen für die Anleihen führen dazu, dass die zu zahlenden Kosten für die Anleihen sehr hoch ausfallen. Ein über kurz oder lang notwendiger Zinsanstieg ließe die Anleihepreise einbrechen und führte sowohl bei ausländischen wie inländischen Investoren zu Kapitalverlusten.

 

Die Frage lautet daher: Was genau bedeutet »früher oder später«? Dieser Artikel will eine Antwort auf diese Frage liefern.

 

Als erstes wollen wir uns der Frage zuwenden, wie eine derartige unhaltbare Politik so lange durchgehalten werden konnte?

 

Die Stabilität des Dollar und der Anleihemärkte beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Die Lage in Europa ist ein sehr wichtiger Faktor. Auch dort (in Europa) hat man mit ernsten Problemen zu kämpfen, und die Finanz- und Wirtschaftsmedien lenken unsere Aufmerksamkeit besonders auf Griechenland, Europa und den Euro. Wird Griechenland die Euro-Zone auf eigenen Wunsch verlassen oder wird das Land sogar herausgeworfen? Wird die Staatsschuldenkrise auch auf Spanien, Italien und praktisch auf die ganze Euro-Zone mit Ausnahme Deutschlands und der Niederlande übergreifen?

 

Bedeutete dies das Ende der Europäischen Union und des Euro? Diese sehr dramatischen Probleme lenken die Aufmerksamkeit von der Lage in den USA ab, die möglicherweise noch verheerender ist.

 

Einen weiteren stützenden Faktor der Märkte für Staatsanleihen bildet die Angst der einzelnen Anleger vor den Aktienmärkten, die sich aufgrund des Hochfrequenzhandels (mit seinen kurzen Haltefristen und hohem Tagesumsatz) in ein riesiges Spielkasino verwandelt haben.

 

Dieser computergestützte Hochfrequenzhandel gründet sich auf mathematische Modelle, die letztlich die Kauf- oder Verkaufsentscheidungen treffen. Die Investmentunternehmen versuchen sich gegenseitig an Geschwindigkeit zu überbieten, um Gewinne von Bruchteilen eines Cents zu erzielen, wobei sie oft die Positionen lediglich für einige wenige Sekunden halten. Hier agieren keine langfristigen Investoren. Sie begnügen sich mit ihren täglichen Gewinnen und stellen ihre Positionen am Ende jedes Handelstages glatt.

 

Der Hochfrequenzhandel macht heute 70 bis 80 Prozent des gesamten Handelsvolumens auf den Aktienmärkten aus. Diese Entwicklung löste bei traditionellen Investoren so großes Unbehagen aus, dass sie sich immer mehr aus den Aktienmärkten herausziehen. Oft wenden sie sich dann den Anleihemärkten zu, weil sie der Zahlungsfähigkeit der Banken misstrauen, die praktisch keine Zinsen für Einlagen zahlen, während Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren zwei Prozent Nominalzinsen erwirtschaften, so dass sie auf der Grundlage des offiziellen

Verbraucherpreis-Indexes alljährlich etwa ein Prozent ihres Kapitals einbüßen. Legt man die zutreffenden Berechnungen der Inflationsrate von John Willams (www.shadowstats.com) zugrunde, liegen ihre Verluste noch weitaus höher. Aber immerhin fallen die Verluste hier immer noch um zwei Prozent geringer als bei den Banken aus, und anders als die Banken kann das Finanzministerium die Fed anhalten, das notwendige Geld für die Einlösung der Anleihen (über QE) bereitzustellen. So gesehen erwirtschaften Investitionen in Staatsanleihen immerhin den Nennwert der Investition, auch wenn der reale Wert erheblich darunter liegt (siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Hochfrequenz-Handel).

 

Die sich prostituierenden Finanzmedien wollen uns weismachen, die Flucht aus dem europäischen Schuldendesaster, aus der zum Untergang verurteilten Euro-Zone und der anhaltenden Katastrophe im Immobilienbereich in amerikanische Staatsanleihen werde weiterhin das alljährlich um 1,5 Billionen Dollar anwachsende Defizit finanzieren. Diejenigen Investoren, die der Finanzpresse auf den Leim gehen, reagieren vielleicht auf diese Weise. Eine andere Erklärung für die Stabilität der eigentlich unhaltbaren Geldpolitik der Federal Reserve betrifft die heimlichen Absprachen zwischen Washington, der Fed und der Wall Street. Wir werden darauf noch im weiteren Verlauf zu sprechen kommen.

 

Anders als in Japan, das die höchste Staatsverschuldung insgesamt aufweist, halten die Amerikaner ihre Staatsschuldverschreibungen nicht selbst. Ein Großteil der amerikanischen Staatsanleihen wird von ausländischen Investoren, vor allem China, Japan und den OPEC-Ländern, den Mitgliedsländern der Organisation der erdölexportierenden Länder, gehalten. Damit befindet sich die amerikanische Wirtschaft praktisch in ausländischer Hand. Sollte sich beispielsweise China zu Unrecht von Washington provoziert fühlen, könnte es in Dollar ausgewiesene Wertpapiere in der Größenordnung von zwei Billionen Dollar auf den Weltmarkt werfen. Das gesamte Preisgefüge wäre erschüttert und die Fed müsste sehr schnell die erforderliche Liquidität bereitstellen, um die von den Chinesen abgestoßenen Wertpapiere und Finanzinstrumente aufzukaufen.

 

Diese für den Aufkauf der von den Chinesen abgestoßenen Wertpapiere erforderlichen Dollars würden die Dollarmenge auf den Devisenmärkten massiv ausweiten und den Wechselkurs des Dollar nach unten drücken. Da es der Fed an Devisen zum Dollarankauf mangelt, müsste sie sich mit Währungsswaps hilfesuchend an das ebenfalls in einer Staatsschuldenkrise steckende Europa wenden, um an Euros zu kommen, an die Russen wenden, die sich durch ein US-NATO-Raketenabwehrsystem eingekreist fühlen, um an Rubel zu kommen, und an Japan wenden, das sich schon über beide Ohren Amerika verpflichtet hat, um an Yen zu kommen, um dann die Dollars mit Euro, Rubel und Yen aufkaufen zu können.

 

Diese Währungsswaps stünden dann uneinlösbar in den Bilanzen und erschwerten so eine zusätzliche Inanspruchnahme derartiger Swaps. Selbst wenn die US-Regierung ihre Verbündeten und Marionettenstaaten über sanften oder massiven Druck dazu bringen könnte, ihre relativ härteren Währungen gegen die unter massivem Abwertungsdruck stehende amerikanische Währung einzutauschen, wäre dies ein einmaliger Vorgang, der sich nicht wiederholen ließe. Die Klientelstaaten des amerikanischen Empire wollen immer weniger mit dem Dollar zu tun haben, und gleiches gilt auch für die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika).

 

Aber für China zum Beispiel wäre es mit erheblichen Verlusten verbunden, würfe es alle seine in

Dollar ausgewiesenen Anleihen auf einmal auf den Markt, da ihr Wert schlagartig sinken würde. Solange sich China keinem unmittelbar bevorstehenden militärischen Angriff seitens der USA gegenübersieht und daher den Aggressor schwächen müsste, zöge es China als rationaler Wirtschaftsakteur vor, sich allmählich aus dem Dollar zurückzuziehen. Auch Japan, Europa oder den OPEC-Staaten ist nicht daran gelegen, ihren eigenen Wohlstand, der auch auf dem amerikanischen Handelsbilanzdefizit beruht, durch einen schlagartigen massiven Wertverlust des Dollar zu vernichten. Aber alle Anzeichen deuten darauf hin, dass diese Länder ihre Dollar-Reserven abbauen wollen.

 

Im Gegensatz zur amerikanischen Finanzpresse verfolgen die staatlichen oder privaten ausländischen Investoren, die in Dollar ausgewiesene Wertpapiere besitzen, die Entwicklung des amerikanischen Haushalts- und Handelsdefizits und den Niedergang der amerikanischen Wirtschaft. Sie beobachten argwöhnisch die ungesicherten Kasinowetten der Wall Street und die Kriegspläne der in ihrem Wahn gefangenen Weltmacht und kommen zu dem Schluss: »Ich muss mit aller Vorsicht versuchen, hier einigermaßen heil herauszukommen.«

 

Auch die amerikanischen Banken sind stark daran interessiert, den gegenwärtigen Zustand aufrecht zu erhalten. In ihren Bilanzen verbirgt sich möglicherweise die größte Menge an Dollaranleihen. Sie können Kredite von der Fed zu null Zinsen aufnehmen, und diese dann in den Kauf von auf zehn Jahre angelegten Staatsanleihen investieren, die mit zwei Prozent verzinst werden, so dass sie einen Nominalgewinn von zwei Prozent einstreichen, mit dem sie Verluste aus ihren Derivatspekulationen ausgleichen können. Sie können die von der Fed geliehenen Gelder aber auch mittels Hebelwirkung in risikoreiche Derivatgeschäfte investieren. Nomi Prins formulierte es so: Die amerikanischen Banken wollen eben nicht gegen sich selbst handeln und so ihren eigenen Interessen schaden und ihre frei verfügbare Finanzierungsquelle, den Verkauf ihrer Anleihen, verlieren. Darüber hinaus könnte die Fed im Falle einer Flucht ausländischer Investoren aus dem Dollar die ausländische Nachfrage nach Dollar dadurch anregen, dass sie ausländische Banken, die in den USA Geschäfte machen wollen, dazu verpflichtet, ihre Dollar-Reserven zu erhöhen.

 

Ich könnte noch andere Aspekte anführen, aber ich glaube, das Bisherige reicht aus, um zu zeigen, dass selbst die Akteure in diesem Prozess, die ihn eigentlich aufhalten könnten, ein großes Interesse daran haben, nicht für Irritationen zu sorgen. Sie ziehen es vor, sich langsam und in aller Stille aus dem Dollar zurückzuziehen – bevor die Krise zuschlägt. Dies lässt sich aber nicht zu lange aufrecht erhalten, da es bei einem schrittweisen Zurückziehen aus dem Dollar zu kleinen, aber anhaltenden Abwertungen des Dollar kommen würde, die sich dann rasch zu einer haltlosen Flucht aus dem Dollar ausweiten könnten. Aber die Amerikaner sind nicht die einzigen Menschen, die die Augen vor der Wirklichkeit verschließen.

 

Schon ein sehr langsamer Ausstieg aus dem Dollar könnte das amerikanische [Karten-] Haus zum Einsturz bringen. Die BRICS-Staaten – Brasilien, die größte südamerikanische Volkswirtschaft; die Atommacht Russland mit ihrer in Bezug auf Energie praktisch autarken Wirtschaft, von deren Energielieferungen Westeuropa (Washingtons NATO-Marionetten) abhängig ist; Indien, ebenfalls Atommacht und einer der beiden aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsgiganten; China, Atommacht  und Washingtons größter Gläubiger (von der Fed einmal abgesehen), Lieferant der USA für die Bereiche Fertig- und Hochtechnologieprodukte und das neue Feindbild des

nächsten profitablen Kalten Krieges des militärisch-sicherheitspolitischen Komplexes; und nicht zuletzt Südafrika, die stärkste afrikanische Volkswirtschaft –  sind dabei, eine neue Bank aufzubauen. Diese neue Bank würde es den fünf genannten großen Volkswirtschaften ermöglichen, ihren Handel ohne US-Dollar abzuwickeln.

 

Zusätzlich steht Japan, seit dem Zweiten Weltkrieg ein amerikanischer Vasallenstaat, kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung mit China, durch die der japanische Yen und der chinesische Yuan direkt konvertibel würden. Der Handel zwischen den beiden asiatischen Ländern würde dann unter Ausschluss des Dollar in ihren eigenen Währungen abgewickelt. Dies verringerte auch die Kosten des Außenhandels zwischen den beiden Ländern. Schließlich entfielen die Gebühren für den Ankauf von Dollardevisen, da weder Yen noch Yuan erst in Dollar umgewechselt und dann wieder zurückgetauscht werden müssten.

 

Aber diese offizielle Erklärung für die neuen direkten Wirtschaftsbeziehungen unter Umgehung des Dollar ist der Diplomatie geschuldet. Wie die Chinesen hoffen auch die Japaner endlich damit aufhören zu können, immer mehr Dollardevisen anzuhäufen, indem sie ihren Handelsüberschuss in amerikanischen Staatsanleihen »zwischenparken«. Die japanische, von den USA kontrollierte Marionettenregierung hofft, dass die amerikanische Vormacht von ihr nicht verlangt, dieses Abkommen mit China aufzugeben.

 

Nun nähern wir uns allmählich dem Wesentlichen. Die zahlenmäßig wenigen Amerikanerinnen und Amerikaner, die informiert sind und sich Sorgen machen, fragen sich, warum die Banker mit ihren Finanzverbrechen davongekommen sind, ohne strafrechtlich verfolgt zu werden. Eine Antwort könnte darin bestehen, dass diese Banken eben »zu groß sind, als dass sie zusammenbrechen dürften« und zusammen mit Washington und der Federal Reserve die Stabilität des Dollar und der Märkte für Staatsanleihen vor dem Hintergrund der eigentlich unhaltbaren Politik der Fed sichern helfen.

 

Betrachten wir zunächst, wie es diesen Großbanken trotz des ständigen Anstiegs der Staatsverschuldung, gemessen als Anteil des BIP, gelingen konnte, die Zinsen für Staatsanleihen unter dem Inflationsniveau zu halten, wodurch das Finanzministerium in der Lage war, seinen Schuldverpflichtungen nachzukommen.

 

Diese angeschlagenen Banken, deren Scheitern das Finanzsystem angeblich zum Einsturz bringen könnte, sind sehr an niedrigen Zinsen und einem Erfolg der Fed interessiert. Diese Großbanken sind so aufgestellt, dass sie der Politik der Fed zum Erfolg verhelfen können. JPMorgan Chase und andere Großbanken können die Zinsen des Finanzministeriums niedrig halten und damit die Preise für Anleihen in die Höhe treiben und eine Markterholung auslösen, indem sie Zinsswaps verkaufen.

 

Ein Finanzunternehmen,  das Zinsswaps verkauft, verkauft eine Vereinbarung, durch die variable Zinssätze durch einen festen Zinssatz ersetzt werden. Der Käufer erwirbt eine Vereinbarung, die ihn verpflichtet, einen Festzinssatz im Tausch für einen variablen Zinssatz zu bezahlen. In diesem Fall wettet der Leerverkäufer dieser Short-Positionen darauf, dass die Zinsen sinken werden, und ist deshalb bereit, einen variablen Zinssatz zu übernehmen. Leerverkäufe können dazu führen, dass die Zinsraten sinken und so die Preise für Staatsanleihen in die Höhe treiben. Wenn dies

geschieht, kommt es zu einer Markterholung auf den Märkten für Staatsanleihen, wie die Diagramme auf der Internetseite http://www.marketoracle.co.uk/Article34819.html verdeutlichen. Dies wird dann von den korrupten Finanzmedien als »Flucht in sichere Anlagewerte wie Dollar und Staatsanleihen« verkauft. In Wirklichkeit, und das ergibt sich aus Indizien wie den im obigen Link angeführten Diagrammen, werden diese Swaps von der Wall Street immer dann auf den Markt gebracht, wenn die Federal Reserve einen Zinsanstieg verhindern will, um ihre ansonsten unhaltbare Politik zu stützen. Diese Swapverkäufe lassen dann den Eindruck einer Flucht in den Dollar entstehen, auch wenn es überhaupt nicht dazu gekommen ist. Zudem ist der Umfang der Zinsswaps praktisch unbegrenzt, da es bei ihnen nicht zu einem Austausch von Kapital- oder anderen realen Vermögenswerten kommen muss und es sich bei ihnen um reine Wetten auf Zinsschwankungen handelt.

 

Diese scheinbaren heimlichen Absprachen veranlassen einige Beobachter zu der Vermutung, dass die Bankster der Wall Street für ihre Verbrechen deshalb nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, weil sie selbst ein wesentlicher Faktor der Bemühungen der Federal Reserve sind, den Status des US-Dollars als Weltreservewährung zu behaupten. Wahrscheinlich sind die geheimen Absprachen zwischen der Federal Reserve und den Banken gut organisiert, aber das muss nicht notwendigerweise der Fall sein. Die Banken gehören zu den Nutznießern der Nullzinspolitik der Notenbank, und es liegt daher im Interesse der Banken, diese Politik zu unterstützen. Organisierte Absprachen sind daher nicht unbedingt erforderlich.

 

Wenden wir uns nun den Edelmetallen wie Gold und Silber zu. Auf der Grundlage ihrer umfassenden Analysen sagten Gerald Celente und andere renommierte Prognostiker einen Goldpreis von 2.000 Dollar pro Feinunze zum Ende des vergangenen Jahres voraus. Die Gold- und Silberpreise setzen zwar auch 2011 ihren seit zehn Jahren anhaltenden Anstieg fort, aber in diesem Jahr kam es zu einem Absturz um 350 Dollar gegenüber dem Höchststand von 1.900 Dollar pro Unze.

 

Wie könnte eine Erklärung dieses Sachverhalts vor dem Hintergrund meiner bisherigen Analyse aussehen? Auch hier lautet die Antwort: Leerverkäufe. Einige Experten innerhalb des Finanzsektors sind der Ansicht, die Federal Reserve (und möglicherweise auch die Europäische Zentralbank) tätige Leerverkäufe von Gold über die Investmentbanken, um so praktisch durch die Betätigung einer Computertaste Verluste in jeglicher gewünschten Höhe auslösen zu können, da die Zentralbanken Geld praktisch aus dem Nichts schaffen können.

 

Intime Kenner der Märkte haben mir berichtet, dass der Umfang der Leerverkäufe an Gold und Silber praktisch nach oben hin unbegrenzt sei, da nur sehr wenige Käufer tatsächlich reales Gold erwerben wollten, sondern vorrangig an den Finanzwetten interessiert seien. Die Leerverkäufe können daher vom Umfang her die Menge des tatsächlich physisch vorhandenen Goldes übersteigen.

 

Einige Experten, die die Entwicklungen über die letzten Jahre hin verfolgt haben, vertreten die Ansicht, diese von der Regierung gesteuerten Leerverkäufe seien schon jahrelange Praxis. Aber auch ohne Beteiligung der Regierung können die Banken das Volumen des nur auf dem Papier erfolgenden Handels mit Gold und Silber kontrollieren und von den von ihnen selbst erzeugten [Preis‑]Schwankungen profitieren. In der letzten Zeit haben die Leerverkäufe an Aggressivität

so zugelegt, dass sie den Preisanstieg für diese Edelmetalle nicht nur bremsten, sondern sogar einen Preisrückgang auslösten. Ist dieses aggressive Vorgehen als Anzeichen dafür zu werten, dass dieses manipulative System kurz vor dem Zusammenbruch steht?

 

»Unsere Regierung«, die angeblich unsere Interessen und nicht in erster Linie die einflussreichen Privatinteressen derjenigen vertritt, die mit ihren millionenschweren Wahlkampfspenden (die nun vom republikanisch dominierten Obersten Gerichtshof der USA für rechtens erklärt wurden) eigentlich »unsere Regierung« bestimmen, unternimmt alles in ihrer Macht Stehende, um uns »Normal«bürger, Sklaven, Frondienstleistende und »einheimische Extremisten« daran zu hindern, uns selbst und den uns noch verbliebenen Wohlstand vor der ausschweifenden Geldpolitik der Federal Reserve zu schützen. Ungedeckte Leerverkäufe verhindern, dass die steigende Nachfrage nach realem Gold die Edelmetallpreise steigen lässt.

 

Jeff Nielson schildert noch eine weitere Möglichkeit, wie Banken Leerverkäufe mit Edelmetall tätigen können, auch wenn sie keine eigenen Barren besitzen (http://www.gold-eagle.com/editorials_08/nielson102411.html). Nach Nielsons Angaben verwaltet und verwahrt JPMorgan die größte Menge an Silbervorräten [für Anleger] und tätigt zugleich die umfangreichsten Leerverkäufe an Silber. Immer dann, wenn weitere Silberbarren zu den schon vorhandenen Vorräten hinzukommen, tätigt JPMorgan Leerverkäufe in entsprechender Höhe. Diese Leerverkäufe gleichen den Preisanstieg aus, der ansonsten aufgrund der steigenden Nachfrage nach realem Silber erfolgt wäre. Nielson berichtet weiter, die Preise für ungemünztes Silber könnten niedrig gehalten werden, wenn man verpflichtende Mindesteinschusspflichten für diejenigen einführte, die physische Edelmetalle fremdfinanziert erwerben. Der Schluss drängt sich auf, dass die Edelmetallmärkte ebenso wie der Anleihemarkt und die Zinsen manipuliert werden können.

 

Aber wie lange lassen sich diese Manipulationen durchhalten? Und wann wird es wirklich brenzlig?

 

Wenn wir das genaue Datum kennen würden, wären wir wahrscheinlich die kommenden Mega-Milliardäre.

 

Im Folgenden einige der potenziellen Faktoren, die den Flächenbrand auslösen könnten, der den Markt für Staatsanleihen und den US-Dollar vernichten würde:

  • Ein Krieg gegen den Iran, wie ihn die israelische Regierung anstrebt, könnte in Syrien seinen Anfang nehmen. Eine Störung der reibungslosen Versorgung mit Erdöl und damit eine Gefährdung der Stabilität der Volkswirtschaften des Westens wären die Folgen. Darüber hinaus könnte eine solche Entwicklung auch in einem bewaffneten Konflikt der USA und ihrer NATO-Vasallenstaaten mit Russland und China eskalieren. Eine massive Erhöhung der Erdölpreise würde die ohnehin angeschlagenen Volkswirtschaften der USA und Europas weiter schwächen, aber die Wall Street würde weiter ihren Gewinn aus dem Handel schlagen.
  • Ungünstige Wirtschaftsdaten könnten die Investoren wachrütteln, indem sie ihnen den wahren Zustand der amerikanischen Wirtschaft vor Augen führen. Die korrupten Medien wären nicht in der Lage, diese Statistiken herunterzuspielen.
  • Eine Provokation gegenüber China könnte die chinesische Regierung zur der Einschätzung führen, die USA auf Dritte-Welt-Status herunterzudrücken sei schon eine Billion Dollar wert.
  • Es kommt zu weiteren massiven Fehlspekulationen bei Derivaten (etwa von der Größenordnung der jüngsten Verluste bei JPMorgan Chase), die die Wirtschaft erneut ins Trudeln bringen und uns daran erinnern, dass sich eigentlich nichts geändert hat.

 

Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Auch größte Geduld des Restes der Welt gegenüber der Vielzahl dummer Fehler und der korrupten Finanzpolitik der USA geht einmal zu Ende. Wenn diese Grenze erreicht ist, ist der Untergang der »einzig verbleibenden weltweiten Supermacht« und der Besitzer von in Dollar ausgewiesenen Finanzinstrumenten besiegelt.

 

Die Deregulierung der Finanzmärkte hat das Finanzsystem, das ursprünglich der allgemeinen Wirtschaft und den Verbrauchern diente, in ein Spielkasino verwandelt, dessen Wetten ungedeckt

sind. Diese ungesicherten Wetten haben zusammen mit der Nullzins-Politik der amerikanischen Notenbank den amerikanischen Lebensstandard massiv abgesenkt und Wohlstand vernichtet. Die Rentner, die von ihren Ersparnissen und Kapitalanlagen oder ihrer privaten Rentenvorsorge [so genannten »Individual Retirement Arrangements« (IRA) und so genannten »401 k« (die vom Monatslohn abgezogen werden)] leben müssen, erzielen keine Rendite mehr und müssen ihr Kapital zu Lasten potenzieller Erben angreifen. Angesparter Wohlstand wird aufgezehrt.

 

Die Auslagerung amerikanischer Arbeitsplätze ins Ausland verstärkte die Importabhängigkeit der USA immer mehr. Dies gilt gleichermaßen für Fertiggüter, aber zum Beispiel auch für Kleidung und Schuhe. Verliert der Dollar an Außenwert, steigen im Land selbst die Preise und der reale Konsum in den USA wird deutlich zurückgehen. Es wird weniger konsumiert, und entsprechend wird auch der Lebensstandard dramatisch sinken.

 

Die ernsten Folgen der massiven Fehlentscheidungen in Washington, an der Wall Street und in den Chefetagen der Konzerne werden durch eine unverantwortliche und unhaltbare Nullzinspolitik und die Propaganda einer korrupten Finanzpresse eingedämmt, während sich immer neue Schulden auftürmen. Schon einmal befand sich die Fed in einer solchen Situation. Während des Zweiten Weltkriegs hielt die Federal Reserve die Zinsen auf einem niedrigen Niveau (0,375 Prozent), um durch diese deutliche Verminderung der Zinslast auf die Kriegsschulden die Kriegsfinanzierung durch das Finanzministerium zu erleichtern. Die niedrigen Zinsen erreichte sie durch den Ankauf von Staatsanleihen. Die daraus folgende Inflation der Nachkriegszeit [Preisanstieg 1947: 14 Prozent, 1948: acht Prozent] führte 1951 zum so genannten »Abkommen zwischen der Federal Reserve und dem Finanzministerium« (»Federal Reserve-Treasury-Accord«), indem sich die Fed verpflichtete, die »Monetarisierung« der Schulden (durch den Kauf von Staatsanleihen durch die Fed) einzustellen. Zugleich wurden Zinserhöhungen möglich gemacht.

 

Fed-Chef Ben Bernanke hat verschiedentlich von einer »Exit-Strategie« gesprochen. Bei Inflationsgefahr sei die Fed in der Lage, erklärte er, eine Inflation zu verhindern, indem Geld aus dem Bankensystem genommen würde. Dies kann er aber nur über den Verkauf von Staatsanleihen bewirken, was zwangsläufig Zinserhöhungen nach sich zöge. Ein solcher Zinsanstieg gefährdete aber die komplexe Struktur der Derivate, würde zu Verlusten bei Anleihen führen und die Kosten für die Bedienung privater und öffentlicher Schulden in die Höhe treiben. Wenn man versuchte, die durch die Monetarisierung der Schulden entstandene Inflation zu verhindern, entstünden daraus noch weitaus größere Probleme. Und wäre die Fed nicht eher bereit, die massive Verschuldung durch Inflation zu verringern, als das ganze System zum Einsturz zu bringen?

 

Letzten Endes würde die Inflation die Kaufkraft des Dollar und zugleich dessen Rolle als Weltreservewährung schwächen. Auch die Kreditwürdigkeit der amerikanischen Regierung löste sich in Luft auf. Aber die Fed, die Politiker und die Finanzgangster zögen es vor, wenn eine Krise lieber jetzt als später ausbräche. Die Verantwortung für ein sinkendes Schiff auf andere abzuwälzen, ist immer noch besser, als selbst mit dem Schiff unterzugehen. Solange Zinsswaps dazu benutzt werden können, die Anleihepreise hoch zu halten, und solange über Leerverkäufe von

Gold und Silber verhindert werden kann, dass die Preise dieser Edelmetalle steigen, wird am Trugbild der USA als »sicherer Hafen für Anleger« festgehalten werden.

 

Allerdings könnten die etwa 230.000.000.000.000 Dollar an Derivatwetten, die von amerikanischen Banken gehalten werden, für Überraschungen ganz besonderer Art sorgen. JPMorgan Chase musste einräumen, der vor Kurzem bekanntgegebene Verlust aus Derivatgeschäften, der zunächst mit zwei Milliarden Dollar beziffert wurde,  falle wohl deutlich höher aus. Um wie vieles höher, bleibt abzuwarten. Nach Angaben der US-Bankenaufsicht halten die fünf größten Banken 95,7 Prozent aller Derivatkontrakte. Diese fünf Banken mit ihren Derivatwetten in einer Größenordnung von 226 Billionen Dollar finanzieren ihre Wetten größtenteils über Kredite. So verfügt JPMorgan Chase etwa über Vermögenswerte in Höhe von 1,8 Billionen Dollar, hält aber 70 Billionen Dollar an Derivatwetten; das heißt, jedem Dollar an Eigenkapital stehen 39 Dollar an Derivatwetten gegenüber. Eine solche Bank muss nicht viele Derivatwetten verlieren, um zahlungsunfähig zu werden.

 

Bei Vermögenswerten handelt es sich natürlich nicht um risikoorientiertes Kapital. Einem Bericht der amerikanischen Bankenaufsicht zufolge hielt JPMorgan Chase am 31. Dezember 2011 Derivatekontrakte in einer Höhe von 70,2 Billionen Dollar und risikogewichtete Kapitalanlagen im Wert von nur 136 Milliarden Dollar. Das Volumen der Derivatwetten ist also 516-mal größer als das Kapital, das diese Wetten decken soll.

 

Eine leichtsinnigere und wackeligere Position einer Bank, die zudem noch selbst verschuldet ist, erscheint kaum denkbar, aber Goldman Sachs gelingt es. Den Derivatwetten dieser Bank in Höhe von 22 Billionen Dollar  stehen 19 Milliarden Dollar an risikogewichtetem Kapital gegenüber; damit übersteigt der Umfang der Derivatwetten das Deckungskapital um das 2.295-fache. Wetten auf Zinsentwicklungen machen 81 Prozent aller Derivatkontrakte aus. Einige Derivate setzen dabei trotz des massiven Anstiegs der amerikanischen Staatsverschuldung und der Monetarisierung dieser Schulden auf hohe Anleihepreise.

 

Diese zum allergrößten Teil von fünf amerikanischen Großbanken gehaltenen Derivatwetten im Umfang von 230 Billionen Dollar übersteigen das amerikanische BIP um das 15,3-fache. Einem gescheiterten politischen System, das zulässt, dass deregulierte Banken ungedeckte Wetten in einem Umfang halten können, der 15-mal größer als die Leistung der amerikanischen Wirtschaft ist, droht ein katastrophaler Zusammenbruch. Und während sich die Erkenntnis des flagranten Mangels an Urteilskraft der amerikanischen Politik und Finanzwelt verbreitet, wird die bisher nur drohende Katastrophe bittere Wirklichkeit.

Jeder ruft nach einer Lösung, hier ist mein Vorschlag: Die amerikanische Regierung sollte die Derivatwetten in Höhe von 230 Billionen Dollar einfach für null und nichtig erklären. Da es sich um reine Wetten auf fiktive Werte handelt und keine realen Vermögenswerte daran beteiligt sind, würde diese Vorgehensweise lediglich diese 230 Billionen Dollar an kreditfinanziertem Risikokapital (das vor allem aus außerbörslichen Kontrakten zwischen Geschäftspartnern besteht) aus dem Finanzsystem herausnehmen. Natürlich würden die Finanzgangster, die weiterhin ihre Wetten platzieren wollen, während die Verluste sozialisiert werden, jammern und die Unantastbarkeit von Verträgen beschwören. Aber eine Regierung, die ihre eigenen Bürger ermorden oder sie ohne rechtsstaatliches Verfahren in finstere Verliese werfen kann, kann wohl im Namen der nationalen Sicherheit auch diese Verträge für nichtig erklären. Und sicherlich würde eine Säuberung des Finanzsystems von den Derivatwetten, anders als der so genannte »Krieg gegen den Terror«, die nationale Sicherheit tatsächlich enorm erhöhen. (179)

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Wir schäumen vor Wut!

On June 18, 2012, in Analysen zum Zeitgeschehen, by admin

Umsturz jetzt!Die Mörder sind noch unter uns! Welche Mörder wird man sich jetzt fragen? Heute ist der 17. Juni. Am 17. Juni jährt sich der Volksaufstand in der ehemaligen DDR zum 59. mal. Vor 59 Jahren wurde gemordet. Kommunisten in Form vom SED-Regime der DDR ermordeten über 500 Deutsche Männer und Frauen, die für ihre Freiheit auf die Straße gingen. Panzer und Gewehrkugeln gegen das eigene Volk. Das alles ist fast 60 Jahre her und was haben wir in Hannover mit der DDR zu tun? Nichts, wird wohl der erste Gedanke der meisten sein. Das stimmt nicht so ganz, denn heute 2012 sitzt die Nachfolgepartei der SED, die Linke, mit drei Sitzen bereits im Stadtrat von Hannover.Völlig normal in der Bundesrepublik 2012. Die eigenen Toten werden mit Füßen getreten. In Deutschen Parlamenten sitzen die geistigen Mörder von einst zusammen mit jenen Wahnsinnigen der Einheitsdemokraten, die den Volkstod der Deutschen durch ihren Multikulti-Wahn vorantreiben.

Heute schäumen stellvertretend für unsere Wut gegen den vorangehenden Genozid unseres Volkes die Brunnen in unserer Stadt. Blutrot ist das Wasser dieser Brunnen heute. Sinnbildlich für den Tod, den 1953 ein paar Hundert fanden und den heute ein ganzes Volk findet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flugblatt (211)

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So wie es vorläufig aussieht, haben die Befürwortern des Sparkurses und somit die welche das Land verkaufen die Parlamentswahl in Griechenland gewonnen. Die konservative Nea Dimokratia (ND) und die Sozialisten (Pasok) können eine Koalition bilden und die Mehrheit der Sitze im Parlament einnehmen. Nach Auszählung von 60 Prozent der Stimmen wurde am Sonntag die ND mit 30,1 Prozent stärkste politische Kraft. Zusammen mit Pasok könnten beide Parteien über 164 der 300 Sitze verfügen.

Das Bündnis der Linken (Syriza), welche gegen das zerstörerische Sparpakt sich wendet, erzielte nur 26,4 Prozent der Stimmen und landete damit auf Rang zwei.

Leider haben die Griechen nicht den Mut gehabt für einen radikalen Wandel und für einen Neubeginn zu stimmen, vorrausgesetzt die Wahlen sind überhaupt korrekt abgelaufen. Mit übler Propaganda und Drohungen hat man den Griechen Angst eingejagt, ja nicht den Schritt aus der Eurozone zu wagen. Dabei ist eine Befreiung aus der Zwangsjacke der Einheitswährung die einzige sinnvolle Lösung.

Die Verräter haben gewonnen und Griechenland verloren.

Die internationalen Finanzmärkte können aufatmen und die Verschuldung und Zerstörung des Landes kann weitergehen. Jetzt werden die Euroturbos jubeln und es wird eine Ruhepause eintreten. Was aber die Probleme nur kaschiert und die Katastrophe in die Zukunft verschiebt. Wie soll Griechenland jemals auf die Beine kommen, wenn die Schulden- und Zinslast immer grösser wird und man das Land sprichwörtlich zu Tode spart?

Antonis Samaras, Chef der Nea Dimokratia, sagte am Abend: “Das griechische Volk hat seinen Willen zum Ausdruck gebracht, mit dem Euro verankert zu bleiben und seine Verpflichtungen zu honorieren. Dies ist ein Sieg für ganz Europa.

Das heisst übersetzt, die Griechen haben nicht den Mut einen Befreiungsschlag zu vollziehen, sondern bleiben lieber unter dem Rockzipfel und der Diktatur der Troika, welche sie noch mehr bevormunden und ausbluten wird. Man hat ihnen das Rückgrad gebrochen und den Glauben in die eigenen Fähigkeiten genommen. Es ist eine Niederlage für das griechische Volk und Henry Kissinger hat endgültig gewonnen.

Folgendes soll er in Washington vor einer Gruppe von Geschäftsleuten im September 1974 gesagt haben:

Das griechische Volk ist anarchistisch und schwer zu bändigen. Deshalb müssen wir tief in ihre kulturellen Wurzeln stossen. Vielleicht können wir sie dann zur Konformität zwingen. Ich meine natürlich in ihre Sprache, ihre Religion, ihrer Kultur und historischen Reserven stossen, damit wir ihre Fähigkeit sich zu entwickeln neutralisieren können, um sich zu unterscheiden, oder sich zu erhalten, um sie damit als Hindernis bei unseren strategisch wichtigen Plänen im Balkan, im Mittelmeer und im Nahen Osten zu entfernen.

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