Was NATO-Bomben in Libyen anrichten

On June 22, 2011, in Schall und Rauch, by admin

Was war schon wieder der Auftrag den die NATO sich selber wegen Libyen gestellt hat? Ach ja, mit Bombenangriffe die Zivilbevölkerung vor Gaddafi schützen. Ein völliger Widerspruch in sich, nach dem Motto “Krieg ist Frieden”. Der Frieden eines Friedhofs. Hier sehen wir Aufnahmen was diese Bomben wieder anrichten, tote Kinder und zerstückelte Körper von Zivilisten, genau wie im Irak, Afghanistan, Pakistan und in Gaza. Was “wir” diesen Menschen antun ist unbeschreiblich und irgendwann werden wir für diese Verbrechen, die in unserem Namen begangen werden, den Preis zahlen.

15 Menschen, einschliesslich drei Kinder, wurden bei einem Bombenangriff auf ein Haus westlich von Tripoli getötet. Die NATO verteidigt den Angriff als “ein Präszisionsangriff auf ein legitimes Ziel“. Ach so, Kinder sind ein legitimes Ziel für die NATO-Führung. Verdammtes Kriegsverbrecherpack!

Und der Friendensnobelpreisträger Obama hat die Frechheit zu behaupten, es handelt sich um keinen Krieg, sondern nur um eine “limitierte Militäroperation“. Deshalb benötigt er keine Genehmigung des US-Kongress um gegen Libyen vorzugehen.

In einem Memo des Weissen Haus steht dazu:

Wegen der US-Militäroperationen, die den wichtigen US-Interessen dienen, und der limitierte Natur, Umfang und Dauer der Aktionen, hat der Präsident das verfassungsmässige Recht, als Oberkommandierender und Exekutivchef und als Verfolger der aussenpolitischen Machtbefugnisse, diese limitierten Militäroperationen im Ausland zu befehlen.

So spricht nur ein kriegsgeiler Diktator!

Der Kriegsgegner und Kongressabgeordnete Dennis Kucinich hat mittlerweile eine Klage beim Bundesgericht eingereicht, mit der Forderung, die US-Militäraktion gegen Libyen zu beenden, da sie die Verfassung verletzt.

Was den Krieg gegen Libyen betrifft, wir glauben er verletzt das Gesetz,” sagte Kucinich. “Wir haben das Gericht gebeten, die amerikanische Bevölkerung vor den Ergebnissen dieser illegalen Politik zu schützen.

Der Kongress hat eine Resolution verabschiedet, welche vom Weisen Haus einen bericht über die Militäroperationen verlangt. Der Parlamentssprecher John Boehner sandte einen Brief ans Weisse Haus in dem steht, die Regierung bricht das Gesetz wegen der Überschreitung der 90 tägigen Dauer der Militäroperation, eine Einschränkung welche ohne Zustimmung des Kongress möglich ist, unter der Regel die während des Vietnamkrieg aufgestellt wurde.

Hier ein Beispiel wie so ein “Schutz der Bevölkerung” und “limitierte Militäroperation” aus Sicht der Piloten abläuft:

Im folgenden Video sieht man einen Bombenangriff auf ahnungslose und unbewaffnete Zivilisten auf einer Strasse in Falluja im Irak 2007. In der gewaltigen Explosion wurden auf einen Schlag 25 Menschen ermordet. Der eine Pilot lacht noch und sagt “Oh dude!

Was sind wir doch friedliebend und zivilisiert!

Copyright – Alles Schall und Rauch Blog


Manchmal treten Vorhersagen schneller ein als man sie erwartet. Die langjährige Beobachtung zeigt nämlich, Politiker die bei der Bilderberg-Konferenz teilnehmen machen sehr oft einen steilen Aufstieg und landen in Führungspositionen. So auch Peer Steinbrück, den wir bei seiner Wanderung vom Paradiso Bergrestaurant als Bilderberg-Teilnehmer fotografieren konnten. Kaum aus St. Moritz zurückgekehrt und von einer Tournee um für sein Buch “Unterm Strich” zu werben, sowie vielen Vorträgen um sich unters Volk zu mischen, will der ehemalige Bundesfinanzminister wieder in die Spitzenpolitik zurückkehren und hat sich als Kanzlerkandidat der SPD angeboten.

Steinbrück neben Airbus-Chef Thomas Enders:

Am vergangenen Sonntagabend trat Steinbrück bereits vor die ARD-Kameras und äusserte sich zur Eurokrise und der Situation in Griechenland. Er sagte “Ohne Schuldenerlass wird sich Griechenland aus seinen Kalamitäten nicht befreien können. Ich glaube, dass wir nicht mehr über das Ob, sondern nur noch über das Wie eines richtigen Schuldenschnitts für Griechenland reden müssen“. Dieser schmerzhafte Schritt werde aber nicht ohne Folgen bleiben, sagte er. Man müsse “Kollateral-Effekte” im Blick haben. So dürfte für manche dann betroffene Bank eine Rekapitalisierung nötig werden, so Steinbrück.

Das heisst, der Steuerzahler müsste nach dem Vorschlag Steinbrücks die deutschen Banken wieder retten, wie der “übliche Verdächtige” die HypoReal und gewisse Landesbanken, die grosse Kreditgeber Griechenlands sind. Somit geht das Geld entweder direkt zu den deutschen Pleitebanken oder über Griechenland zu ihnen. Der deutsche Michel wird so oder so zahlen müssen.

Die Propagandamaschine, um ihn als populär in der deutschen Bevölkerung darzustellen, ist bereits angelaufen. So soll gemäss dem Politbarometer des ZDF Steinbrück zu den beliebtesten Politikern Deutschlands gehören und wird als die Nummer eins geführt. Das ist vielversprechend für den Politiker, der seit Monaten an einer Kanzlerkandidatur bastelt, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Die meisten Deutschen halten Steinbrück angeblich derzeit für den aussichtsreichsten Herausforderer von Kanzlerine Merkel, wie eine Forsa-Umfrage Ende Mai ergab.

Sagenhaft wie hier die Meinung nicht erfragt sondern gemacht wird. Man erzählt den Deutschen mit angeblichen Umfragen wen sie als Kanzler gut finden sollen. Man versucht Steinbrück als gleichen pragmatischen Politikertypen darzustellen, wie Helmut Schmidt und Gerhard Schröder, die beide Kanzler wurden, obwohl sie innerhalb der SPD nicht zu den beliebtesten Parteimitgliedern gehörten. Ist ja auch klar warum, sie hatten mit der Sozialdemokratie nichts am Hut, sondern waren Vertreter der Bilderberger und ihrem Programm.

Steinbrück zeigt sich inzwischen grundsätzlich für eine SPD-Kanzlerkandidatur bereit. In der “hr1-Talk-Sendung” des Hessischen Rundfunks sagte er vor einigen Tagen: “Der Zeitpunkt wird kommen, wo ich mich in Absprache mit zwei oder drei Führungspersönlichkeiten der SPD darüber zusammensetze.” Die Bundestagswahl findet 2013 statt und die bisherigen möglichen anderen Kadidaten für die SPD sind: Hamburgs Bürgermeister und Bilderberger Olaf Scholz, Ex-Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier sowie SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Damit sind schon zwei Bilderberger im Rennen. Das ist sowieso ihre Taktik, auf alle Pferde zu setzen die zu ihrem Stall gehören. Egal wer “gewählt” wird, Sieger wird immer ein Bilderberger. Dann werden wir die weitere Karriere von Peer Steinbrück beobachten.

Copyright – Alles Schall und Rauch Blog


BERLIN. Die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman hat den Prozeß gegen das Hamburger Abendblatt zur Berichterstattung über ihre Äußerungen zur Familienpolitik der Nationalsozialisten verloren. Herman hatte Ansprüche auf Schmerzensgeld, Unterlassung und Richtigstellung geltend machen wollen.

Das Hamburger Abendblatt hatte 2007 behauptet, die heute 53jährige habe auf einer Pressekonferenz gesagt, die „Wertschätzung der Mutter“ sei im Nationalsozialismus „sehr gut“ gewesen. Infolge der Kampagne gegen Eva Herman, hatte der NDR die Zusammenarbeit mit der Moderatorin beendet.

Vor dem Landgericht und dem Oberlandesgericht Köln war Herman wegen der falschen Wiedergabe ihrer Worte noch ein Schmerzensgeld von 25.000 Euro zugesprochen worden. Gegen diese Entscheidung hatte der Axel-Springer Verlag, zu der das Hamburger Abendblatt gehört, Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof hat nun letztinstanzlich entschieden, die Zeitung habe „weder unrichtig noch verfälscht oder entstellt wiedergegeben“. (ho)

Asylzahlen steigen um fast 50 Prozent

On June 22, 2011, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist im Mai deutlich angestiegen. Laut dem Bundesinnenministerium beantragten im vergangenen Monat 3.421 Personen Asyl in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg deren Anzahl um 46 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat um 15,6 Prozent.

Der Großteil der Asylanten stammt aus Afghanistan (705), dem Irak (468), Syrien (236), dem Iran (223) und Serbien (138). Damit haben in diesem Jahr bereits 17.369 Personen (Plus 36 Prozent) in Deutschland Asyl beantragt. Im Vorjahreszeitraum waren es 12.715 Personen.

Mehr als 56 Prozent der in diesem Jahr bearbeiteten Anträge wurden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt. Als asylberechtigt anerkannt wurden 15 Prozent der Antragssteller. Für weitere sechs Prozent erließ das Ministerium ein Abschiebeverbot. Etwa 20 Prozent der Anträge wurden zurückgezogen.

Kommission kritisiert Abschiebeverfahren

Der Trend zu ansteigenden Asylbewerberzahlen bleibt damit ungebrochen. Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl der Asylanten deutlich gestiegen.

Erst im Mai hatte die Arbeitsgemeinschaft „Rückführung“ von Bund und Ländern kritisiert, daß abgelehnte Asylbewerber kaum noch abgeschoben werden. Lediglich 14,8 Prozent der ausreisepflichtigen Ausländer hätten demnach Deutschland verlassen. Lediglich fünf Prozent seien dabei abgeschoben worden. Die Kommission bemängelte zudem, das Abschiebeverfahren in Deutschland käme „einer Aufforderung zum Untertauchen“ gleich. (ho)

DÜSSELDORF. Der nordrhein-westfälische Innenminister, Norbert Walter-Borjans (SPD), hat angekündigt, die Mehrwertsteuererhöhung für die sogenannten „Stolpersteine“ zu prüfen. Nach Ansicht des SPD-Politikers handelt es sich bei dem Projekt „um ein einziges Werk der Erinnerung, das durch den Künstler permanent vervollständigt wird“, berichtet der Kölner Stadtanzeiger.

Das Finanzamt Köln hatte zuvor festgestellt, daß es sich bei den mittlerweile dreißigtausend verlegten Steinen nicht um Kunst, sondern eine Massenware handelt, die grundsätzlich mit dem höheren Steuersatz belegt werden müsse.

Der für die „Stolpersteine“ verantwortliche Günter Demnig hatte beklagt, die Steuererhöhung würde ihn und sein Projekt finanziell ruinieren. Derzeit verdient Demnig nach eigenen Angaben an den 95 Euro teuren Steinen etwa 2,50 Euro in der Stunde. Finanzminister Borjas hatte daraufhin angeordnet, der Kölner Steinproduzent müsse die fällig werdenden 150.000 Euro nicht an das Finanzamt nachzahlen.

„Stolpersteine“ auch für Überlebende

Unterdessen prüft die Stadtverwaltung Hannover die Verlegung von Stolpersteinen auch für Überlebende des Holocaust. So erhält ein verstorbener jüdischer Arzt, der 1936 vor den Nationalsozialisten nach Brasilien geflohen war, im Oktober einen eigenen Stein. Bisher erhielten nur während der Zeit des Nationalsozialismus ums Leben gekommene Personen einen in den Boden eingelassenen Gedenkstein in der Nähe ihres letzten Wohnsitzes.

Empört hatte die SPD Ratsfraktion in Hannover auf Kritik aus Reihen der CDU reagiert, die angemerkt hatte, daß dann auch „leidgeprüfte deutsche Soldaten“ einen „Stolperstein“ bekommen könnten. „Ein Vergleich zwischen Holocaust-Opfern und Soldaten verbietet sich“, kritisierte SPD-Ratsherr Michael Höntsch gegenüber Hannoverschen Allgemeinen. (ho)

DUISBURG. Die Duisburger Stadtverwaltung plant offenbar ein Aktionsprogramm zur besseren Integration der 4.000 in der Stadt lebenden Zigeuner. Jugenddezernent Karl Janssen (CDU) beklagte, diese müßten derzeit unter „miserablen Bedingungen“ leben. Er werde dazu bis September einen entsprechenden Integrationsplan ausarbeiten.

Im Gegensatz zu den Sicherheitsbehörden, der Verwaltung und den Schulen sei der massenhafte Zuzug der Zigeuner noch nicht in das Bewußtsein der deutschen Bevölkerung gerückt. Janssen forderte die Stadtverwaltung deswegen auf, den Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien bessere Lebensbedingungen anzubieten, berichtet das Onlineportal der Westen.

Diese seien zwar als „Touristen“ nach Deutschland gekommen, hätten ihren Wohnort jedoch dauerhaft in die Stadt verlagert. Als ersten Schritt werde er allen Zigeuner-Kindern ein kostenloses Schülerticket für den öffentlichen Nahverkehr genehmigen. Wem das nicht passe, der könne ihn ja verklagen, betonte der Jugenddezernent.

Anstieg der Kinderprostitution

Janssen forderte Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) auf, der Stadt weitere finanzielle Hilfen zu beschaffen. „Die Krux ist natürlich, je besser wir unsere Arbeit in Duisburg machen, desto mehr kommen nach und sie vergrößern somit das soziale Problem und unsere nicht gerade geringen finanziellen Probleme.“

Sorge bereitet dem 56 Jahre alten Sozialpädagogen auch die zunehmende Kriminalität in der Stadt. So seien die Zigeuner den Ordnungsbehörden immer wieder wegen Schwarzarbeit und Kinderprostitution aufgefallen. Hier müsse die Stadt enger mit den Wohlfahrtsverbänden kooperieren. (ho)

Preußische Revolutionäre

On June 22, 2011, in Nation, by admin
Preußische Revolutionäre

Copernicus, Kant, Herder und Schopenhauer wälzten die Geistesgeschichte um

Immanuel Kant
Im Verhältnis zu seiner geringen Einwohnerzahl hat Ostpreußen unglaublich viele Männer nationalen und internationalen Ansehens hervorgebracht. Mehr noch: Mit seinen größten Söhnen, Copernicus, Kant, Herder und Schopenhauer hat Preußen (Ost- und Westpreußen) die wohl wichtigsten Umwälzungen der Geistesgeschichte nach der Reformation durch Martin Luther herbeigeführt.
Nicolaus Copernicus (1473–1543), einer der folgenreichsten Wissenschaftler aller Zeiten, stammte aus Thorn. Dieses gehörte zum Ordensstaat, musste aber 1466 im Zweiten Thorner Frieden an Polen abgetreten werden. Zwischen Deutschen und Polen ist daher streitig, ob er Pole oder Deutscher war. Unstreitig aber war er ein „ethnischer“ Deutscher, wie inzwischen auch der polnischsprachige Wikipediaeintrag einräumt.
Copernicus widerlegte die auch aus der Bibel begründete Behauptung, die Erde stehe in der Mitte des Kosmos. Damit wurde eine geistige Wende im Selbstbild des Menschen vollzogen, die wir in gewissem Sinne noch bis heute nicht ganz verarbeitet haben. Wir Menschen wollen letztlich doch nicht glauben, dass wir nur ein Staubkorn, eigentlich nicht einmal das, im All sind. Seit Copernicus und den auf ihm fußenden Wissenschaftlern kommen wir aber um diese Erkenntnis nicht herum. Die Ausdrängung unserer Erde aus dem Zentrum des Alls, damit auch des Menschen aus der Mitte der Schöpfung, ist vielleicht die wichtigste und folgenreichste naturwissenschaftliche Entdeckung, die ein Mensch jemals gemacht hat.
Immanuel Kant (1724–1804) hat für die Philosophie im Grunde dasselbe getan wie Copernicus auf seinem Gebiet. Die „Kritik der reinen Vernunft“ beschreibt die Grundlagen menschlicher Erkenntnis und damit die Grenzen dessen, was ein Mensch überhaupt erkennen kann. Kant kommt zu dem Ergebnis, dass wir nur das erkennen können, was mit den Mitteln des menschlichen Verstandes eben erkannt werden kann. Wir wissen nicht, ob das die Wahrheit ist oder ob es dahinter „wahrere“ Wahrheiten, die Wahrheit an sich gibt. Kant verweist den Menschen daher ganz auf sich selbst und seine Vernunft. Er leugnet Gott nicht, sagt aber, dass Gottes Existenz nicht mit Vernunftgründen bewiesen werden könne. Berühmt ist sein Satz: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Kants Philosophie hatte ungeheure Auswirkungen. Im Grunde ist jeder Gedanke, der seit Kant ge-fasst wurde, von seinen Einsichten geprägt. Johann Gottfried Herder (1744–1803) ist der dritte Revolutionär. Er steht in der deutschen Wahrnehmung hinter unseren großen Dichtern. Mit seinem internationalen Ansehen aber steht er diesen eher voran. Ein Gradmesser für internationale Berühmtheit mag die Zahl der Druckspalten sein, welche die „Encyclopaedia Britannica“ einer Person widmet. Der Engländer Charles Darwin erhält insgesamt fünf Spalten – so viele wie dieselbe Enzyklopädie dem Deutschen Herder widmet. Zum Vergleich: Immanuel Kant hat elf Spalten, der damit ebenso „berühmt“ ist wie Johann Wolfgang von Goethe.
Herders Werk kann hier nicht gewürdigt werden. Es mag aber ein Absatz aus der „Encyclopaedia Britannica“ über ihn herausgenommen werden: Allen Werken Herders gemeinsam ist der Entwicklungsgedanke. Herder führt diesen Gedanken in vielen geistesgeschichtlichen Strömungen Deutschlands und anderer Nationen aus. Diesen Gedanken wandte er mit neuen und weitreichenden Ergebnissen an, und zwar auf allen Bereichen des Geistes. Er begann mit der Entwicklung (Evolution) der Dichtkunst und ging von dort dazu über, sich mit dem Gang der Menschheitsgeschichte zu befassen und der Art, wie der Mensch sich selbst darstellte.
Herder legte seine Auffassungen über Sprachen, Sitten, Religion und Poesie, über Wesen und Entwicklung der Künste und Wissenschaften, über die Entstehung von Völkern und historischer Vorgänge dar. Vernunft und Freiheit hielt er für Produkte der „natürlichen“ ursprünglichen Sprache, Religion für den höchsten Ausdruck menschlicher Humanität. Die unterschiedlichen natürlichen, historischen, sozialen und psychologischen Umstände führen zur vielschichtigen Differenzierung der Völker, die verschieden, aber dennoch gleichwertig sind. Herder betrachtet, ähnlich wie Goethe, die Welt und wird damit zu einem Prediger dessen, was wir heute Globalisierung nennen.
Arthur Schopenhauer (1788–1860) vollendete die Philosophie Kants. Kants Glaube an die Vernunft bleibt letztlich einem Gottesglauben verhaftet. Schopenhauer verwirft auch den Glauben an die Vernunft als einer Art transzendenter Wesenheit. Sein Skeptizismus legt die Axt an alle Gewissheiten und religiös-philosophische Selbstberuhigungssysteme. Welt und Weltall sind Phänomene einer vernunftlosen Ewigkeit, von denen der Mensch ein Teil ist, nicht ihr Zweck. Diesen Gedanken findet Schopenhauer im Buddhismus, den er als ein den europäischen Weltanschauungen gleichwertiges System anerkennt. Damit durchbricht er den Eurozentrismus der Philosophie und setzt damit eigentlich auch das Werk Herders fort. Schopenhauers Weltanschauung ist im Grunde zur „Religion der Moderne“ geworden.
Es ist schade, dass wir Deutschen unser ostdeutsches Erbe nicht mehr kennen und fast verleugnen. Den immer noch erstaunlich guten Ruf, den Deutschland als Wissenschafts- und Kulturnation in der Welt genießt, verdanken wir nicht nur dem Mercedesstern, sondern vielleicht sogar zum größten Teil den genannten preußischen Revolutionären.
Quelle:

16.06.11
http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/preussische-revolutionaere.html

(blauenarzisse.de) In Spanien sind am Wochenende erneut mehr als 100.000 Menschen auf die Straßen gegangen. In der Hauptstadt Madrid formierten sich 40.000 Demonstranten zu einem Sternmarsch von sechs Punkten außerhalb der Hauptstadt. Barrikaden der Polizei hinderten die Anhänger der Protestbewegung der „Empörten“ („Indignados“) aber an einer Versammlung vor dem Parlament. In Barcelona demonstrierten bis zu 50.000 Menschen gegen die steigende Arbeitslosigkeit, die Wirtschaftskrise und die Korruption.

In bis zu hundert weiteren Städten kam es ebenfalls zu Demonstrationszügen. Die „Empörten“ hatten vor einem Monat mehrere Wochen lang auf zentralen Plätzen in den größten Städten Spaniens gecampt, um für „echte Demokratie“ zu demonstrieren. Nachdem die Camps vorerst aufgelöst worden waren, finden fast täglich neue Demonstrationszüge statt.

Auch in Griechenland protestieren die Menschen weiterhin gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Nach der Regierungsumbildung am vergangenen Freitag protestierten am Samstag mehrere Tausend in Athen. Die Generalsekretärin der Kommunistischen Partei erklärte laut Focus ungefähr 5000 Sympathisanten, die Menschen sollten sich keinerlei Illusionen hingeben. Regierung und Gläubiger würden gemeinsam versuchen, dem griechischen Volk die Haut bei lebendigem Leib abzuziehen. Nachdem es in der vergangenen Woche mehrmals zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen war, verliefen die Proteste am Wochenende ohne Zwischenfälle.

Die Verhandlungen der europäischen Finanzminister über weitere Hilfen für Griechenland sind am frühen Morgen abgebrochen worden. Es seien weitere Verhandlungen über das griechische Sparprogramm nötig, bevor weitere Hilfszahlungen aus dem Rettungsfonds fließen könnten, hieß es in einer Erklärung der Finanzminister. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) konnte sich mit seiner Forderung nach Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung nicht durchsetzen. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker erklärte: „Es darf keinerlei Druck auf den Privatsektor ausgeübt werden.“ Daher könne man keinen festen Anteil festlegen, den Banken oder Fonds an der Rettung übernehmen sollten.

Filed under: Ausland, Politik

(blauenarzisse.de) Der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner hat gestern eine Aufklärungskampagne für Berliner Schüler zur sexuellen Vielfalt gestartet. Mit der Kampagne soll Kindern ab der ersten Klasse vermittelt werden, dass jede Lebensform wertgeschätzt werden soll. „Das muss man Kindern in diesem frühen Alter beibringen, wenn sie gerade lernen, wie Gesellschaft funktioniert“, erklärt Conny Kempe-Schälicke, Koordinatorin der Initiative Sexuelle Vielfalt in der BZ: „Wir zeigen alles, was heute Realität ist.“

Die Schulen sollen das Thema „Sexuelle Vielfalt“ fächerübergreifend behandeln und dabei eine positive Einstellung zu Liebe und Sexualität vermitteln. Dabei soll den Lehrern ein Medienkoffer helfen, der Materialien zu dem Thema für Kinder ab fünf Jahren bereithält. Der Koffer enthält 25 Bilderbücher, ein Memory-Spiel und eine Hör-CD inklusive Begleitbuch. Thematisiert wird das „Anderssein“, das „Brechen mit Rollen-Klischees“ und „unkonventionelles Zusammenleben“. Homosexualität solle im Unterricht aber nicht herausgestellt werden, so Kempe-Schälicke: „Vielmehr geht es um Vielfalt. Weg von der klassischen Vater-Mutter-Kind-Familie, hin zu Modellen, in denen Kindern auch glücklich sein können. Denn das Einzige, was wichtig ist, ist eine liebevolle Umgebung.“

Mit einem Brief, der auch arabisch und türkisch verfasst ist, wollen die Initiatoren auch die Eltern mit in die Aufklärungskampagne einbeziehen. In dem Brief heißt es: „Homosexualität ist nicht ansteckend. Ihr Kind wird nicht lesbisch bzw. schwul, wenn es sich mit diesem Thema beschäftigt.“ Die bildungspolitischen Sprecher der Oppositionsparteien FDP und CDU begrüßen das Konzept, haben aber auch Kritikpunkte. Mieke Senftleben (FDP) erklärte im Tagesspiegel: „Das ist gut gegen Homophobie.“

Allerdings fürchtet sie mehr Arbeit für die Lehrer, wenn die Eltern nicht vernünftig einbezogen werden. Sascha Steuer (CDU) hält die Materialien für die Grundschüler für „kindgerecht und sinnvoll“. Arbeitsaufträge, bei denen ältere Schüler aufgefordert werden Begriffe wie „Selbstbefriedigung“, „zu früh kommen“, „Orgasmus“, oder „Darkroom“ pantomimisch darzustellen, hält er dagegen für überzogen: „Das gehört nicht in die Schule.“

Filed under: Medien & Vermischtes

Weboy