Pereat Money!

On June 21, 2011, in Michael Winkler Pranger, by admin

Fiat Money kennen Sie, das “Es werde Geld!”, das uns die Banken so intensiv vorexerzieren. Neben dem Fiat! existiert das Pereat!, das “Vergehe, verschwinde, sterbe!”, das Ende des Geschaffenen. Werden und Vergehen sind alltägliche Dinge, aus einer unscheinbaren Zwiebel wächst ein grüner Kein, der zum kraftvollen Stengel wird, umgeben von Blättern und gekrönt von einer Blume. Doch die Blume verblüht, die Blätter welken, der Stengel verschrumpelt. Bei den Pflanzen dauert das ein paar Wochen, bei einem Menschen einige Jahrzehnte, doch das Ende ist unausweichlich. Gebirge sind nur scheinbar unvergänglich, im Lauf der Jahrmillionen türmen sie sich auf und werden wieder abgetragen.

Fiat!

Und in all dieser Vergänglichkeit soll ausgerechnet das Flüchtigste von allem, ein paar Impulse im Computer, auf ewig bestehen? Was wir Geld nennen, sind ein paar Zahlen in der Buchhaltung, Bits und Bytes. Wir messen diesen Zahlen eine enorme Bedeutung bei und tun alles, um sie zu erhalten. Dabei sind diese Zahlen etwas, das wir in der Physik als “Paarbildung” bezeichnen. Dazu nehmen wir ein schönes Nichts und lassen es sich langweilen. Schließlich wird dieses Nichts aus lauter Langeweile ein Elektron und ein Positron hervorbringen. In der Summe ist es ein Nichts geblieben, was sich leicht beweisen läßt, indem man Positron und Elektron wieder vereinigt – dadurch verschwinden sie. Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie man ein Schwarzes Loch zerstört, dann gehen Sie einfach dem Begriff “Quantenfluktuationen” nach.

Während die Physiker in der Regel wissen, was sie tun, ist dies bei Bankern nicht der Fall. Beim “Fiat!” entsteht ebenfalls ein Pärchen, bestehend aus Guthaben und Schulden. Als Kreditnehmer gehen Sie zur Bank, holen sich einen Sack voll Geld und haben dort einen Sack voll Schulden zurückgelassen. Würde das Spiel nur in der Bank stattfinden, sich dort Guthaben und Schulden bilden und gleich wieder zerstören, wäre das so unwichtig wie die Quantenfluktuationen des Vakuums. Dummerweise wollen die Bankkunden Hawking-Strahlung – also das Geld aus dem Schwarzen Loch der Bank herausholen. Sie haben das doch nachgelesen?

Physikalisch bewiesen ist es bisher nicht, aber laut dem schwerkranken Professor im Rollstuhl verliert durch diese Hawking-Strahlung ein Schwarzes Loch Energie und wird schließlich explodieren. Genau das passiert, wenn eine Bank einen Kredit vergibt. Zwei Säcke, einer voll Geld (“Guthaben”) und einer voll Forderungen nach Geld (“Schulden”), sind zunächst harmlos. Doch dann wird das, was im Schwarzen Loch zurückgeblieben ist, bösartig. Der Sack der Forderungen bläht sich auf, denn die Bank verlangt Zinsen. Das beim Fiat! entstandene Geld deckt aber nur die ursprüngliche Forderung ab, die Zinsen sind unbezahlbar – es sei denn, es wird neues Geld geschaffen, durch erneute Paarbildung, als Geld und Forderung.

Mr. Hawking ist mit seiner Physik unerbittlich. Seine Schwarzen Löcher fressen sich mit virtuellen Teilchen dick und fett, dabei verlieren sie in Wirklichkeit Energie. Und schließlich zerplatzen sie. Das braucht Zeit, leider ein bißchen arg viel Zeit, deshalb hat das noch niemand beobachtet und der Herr aus England noch keinen Nobelpreis erhalten. Bei den Banken ist die Zeit überschaubar, zehn, zwölf, vielleicht sogar zwanzig Kreditgenerationen, dann implodiert das System.

Dazu benötigt man gerade die vier Grundrechenarten und, wenn man es ein wenig vereinfacht, die Zahlen von eins bis hundert. Bei hundert platzt das System. Beginnen wir bei der Erbsünde, dem ersten Kredit, der “Eins”. Ein Sack Geld, ein Sack Schulden – und dann kommen die Zinsen. Um die Zinsen für den ersten Sack voll Geld zu bezahlen, benötigen wir einen zweiten Sack voll Geld – und der entsteht, indem der nächste Kredit aufgenommen wird. Die nächste Generation beginnt, während die vorherige noch lebt – das ist bei Lebewesen genauso. Die erste Generation (Eltern) gebiert die zweite Generation (Kinder) und begleitet diese, bis sie die dritte Generation (Enkel) in die Welt setzt. Damit der Kredit “Eltern” mitsamt seiner Zinsen getilgt werden kann, muß der Kredit “Kinder” aufgenommen werden, da die Zinsen im Elternkredit nicht enthalten sind. Der Kinderkredit benötigt gleich darauf die “Enkel”, da seine Zinsen ja weder bei den Eltern noch bei den Kindern enthalten sind.

Eins – die Eltern. Zwei – die Kinder. Vier – die Enkel. In der achten Generation sind wir bei 128 angelangt und geplatzt. Ja, das ist Potenzrechnung, aber wenn man “zu Fuß” vorgeht und immer nur mal Zwei rechnet, genügt das kleine Einmaleins. Wir wollen Abiturienten im PISA-Zeitalter schließlich nicht überfordern. Man nennt das auch “Pyramidenspiel”, “Schneeball-System” oder “Ponzi-Schema”, wenn jede Generation mehr Kreditnehmer benötigt als die vorherige. Die ersten Generationen der Kreditschuldner sind investierende Unternehmer, die folgenden Häuslebauer, die schließlich kommen die Autokäufer und nach ihnen die Urlauber – zuerst entstehen produktive Sachwerte in Industriebetrieben, dann konservative Sachwerte wie Immobilien, es folgen langlebige Konsumgüter und am Ende die reinen Konsumausgaben. Die Qualität der Schuldner und der durch diese Schulden finanzierten Güter nimmt immer weiter ab.

Warum? Das ist ein Naturgesetz, eine statistische Verteilung. Wenn Sie zehn Hundertmeterläufer benötigen, können Sie professionelle Hochleistungssportler anheuern. Brauchen Sie hundert Läufer, müssen Sie auf ambitionierte Amateure zurückgreifen. So geht es weiter, bis Sie bei der “Ranzengarde” anlangen und schlußendlich noch Rollstuhlfahrer rekrutieren. Die Banken haben dasselbe Dilemma, wenn das Spiel weiterlaufen soll. Im Modell ist es die sechste Generation, sind es die “Urlauber”, die reinen Konsumenten, die als letzte freiwillig Kredite aufnehmen.

Natürlich ist das ein Schema, es kann nur ein grobes Schema sein, dies soll ja kein Lehrbuch über Kreditwirtschaft werden. Die sechste Generation, das sind 32 von den kritischen Hundert, also scheinbar noch weit entfernt vom Kollaps. Trotzdem sind wir jetzt in einem Bereich, in dem alle Personen, natürliche oder juristische, mit guter Bonität erfaßt sind. Die siebte Generation erfordert Personen, die sich einen Kredit nicht wirklich leisten können. Wir sind jetzt dabei, Ratenkredite an Leute zu vergeben, die nur bei guter Konjunktur den Kredit abstottern können; das ist jedoch genau der Personenkreis, dessen Arbeitsplatz nicht sicher ist – und dem dann die Überschuldung droht. Die siebte Generation – wir sind bei 64 angelangt.

Wären wir vernünftig, würden wir aufhören, aber wir haben keine Chance, vernünftig zu werden. Das Schwarze Loch kann die Naturgesetze nicht ändern, die Quantenfluktuationen an seinem Ereignishorizont finden weiterhin statt. Das Zinseszins-System verhält sich ebenso unerbittlich, es benötigt neue Schuldner, um ein bißchen weiterzulaufen, die Illusion des Reichtums ein wenig länger aufrechtzuerhalten. Der Kohlebunker des Schiffs ist leer, folglich werden jetzt die Aufbauten und die Einrichtung verheizt. Hauptsache, der Schornstein raucht und die Maschine tuckert. Solange sind die Reichen reich und die Mächtigen mächtig, was als angenehme Kreuzfahrt begonnen hat, wird zum Ritt auf einem Tiger. Wer absteigt, wird gefressen, und wer als Kapitän zugibt, daß die Mannschaft in Kürze auf einem kaum noch schwimmfähigen Wrack hilflos im Ozean treibt, muß mit einer Meuterei rechnen.

Die achte Generation dieses Schemas sind Leute, die sich keinen Kredit leisten können und die auch niemals einen aufnehmen werden. Natürlich kommt bei diesen Leuten kein Bankdirektor zu Besuch, legt ein Bündel Geldscheine auf den Tisch und zwingt sie zu einem Daumenabdruck auf dem Kreditvertrag. Das geht viel eleganter, denn diese Leute haben Vertreter, die für sie die Kreditverträge abschließen. Volksvertreter – und wenn Sie finden, daß dieses Wort so ähnlich klingt wie Volksverräter, ist dies kein Zufall, sondern eine beachtliche Leistung der deutschen Sprache.

Wir erleben auf der großen politischen Bühne gerade diese “achte” Generation, den finalen Akt des Kreditsystems. Lassen Sie sich nicht davon täuschen, daß dieses Geld an Griechenland fließt. Das Geld geht letztlich an die Schwarzen Löcher, heißen sie nun Deutsche Bank oder Credit Agricole. Die EU könnte das Geld direkt an die Banken geben, denn um diese geht es. Griechenland zahlt Zinsen auf seine Kredite, und diese Zinsen, dieses Bedienen der alten Kredite, entscheidet über den Zeitpunkt des Staatsbankrotts.

Unsere gute Oma Tüttelbek haftet als Bürgerin der BRD für jene Kredite, die Angela Merkel und Wolfgang Schäuble bei der Deutschen Bank aufnehmen, um Geld nach Griechenland zu schicken, das postwendend bei der Deutschen Bank von Josef Ackermann ankommt. Die Paarbildung funktioniert, Schulden und Guthaben entstehen neu, und mit diesen Guthaben werden Zinsen alter Kredite bedient. Das Schwarze Loch blutet weiter aus, denn seine Forderungen wachsen und wachsen, ohne daß eine Chance darauf besteht, daß diese Forderungen jemals beglichen werden.

Pereat!

98 – 99 – 100 – BUMM! Damit hat es den Fiat zerrissen, jetzt kommt das Vehikel der anderen Firma zum Einsatz, das Pereat. Während der Fiat sich zeitweise anfühlt wie ein Rolls Royce, ist der Pereat ein umgebauter, 65 Jahre alter Traktor mit Holzvergaser. Stellen Sie sich bitte auf eine rumpelige Fahrt ein.

In den letzten hundert Jahren haben wir in Deutschland zweimal Spritztouren mit diesem tollen Fahrzeug unternommen: 1923 und 1948. Da passiert etwas, das sich in der Physik “Paarzerstörung” nennt. Ein Elektron hat ein Rendezvous mit einem Positron und beide lösen sich in Wohlgefallen, sprich Strahlung auf. Dabei ist es völlig egal, ob es sich bei diesen Teilchen um die Geschwister handelt, die sich gemeinsam gebildet haben, oder zwei Wildfremde aus entgegengesetzten Ecken des Universums. Das bedeutet konkret, daß das Sparbuch von Oma Tüttelbek für die Schulden von Otto Lebemann aufkommt. Natürlich nicht offiziell, sonst bekommt der verschwenderische Otto am Ende noch den Krückstock der Oma übergezogen, sondern hinter dem Ereignishorizont des Schwarzen Loches, das als “Bank” bekannt ist.

Das klassische Pereat haben wir 1923 erlebt. Unsere Banken sind stockseriöse und vertrauenswürdige Firmen, da ging kein einziger Pfennig verloren. Alles Geld, wirklich alles, war noch da. Das einzige, was ein bißchen gelitten hatte, war die Sekundärtugend des Geldes, genannt “Kaufkraft”. Diese regelt, ob ein Ei fünf Pfennig oder fünfzig Milliarden Mark kostet. Ururoma Tüttelbek mußte feststellen, daß ihre Lebensersparnisse von 2.134,63 (vormaligen Gold-)Mark leider nicht mehr ausreichen, um auch nur ein Streichholz zu bezahlen. Die Bank hat schließlich das Konto aufgelöst, wegen Wertlosigkeit. Die paar Quadratzentimeter für den Eintrag im Kontobuch haben mehr gekostet als das Geld auf dem Konto wert war, deshalb wurde rationalisiert.

Das neue Pereat wird ein wenig anders aussehen. Wir sind schließlich viel moderner. Außerdem haben wir in unserem Schema den Euro nicht berücksichtigt. Wenn wir den in das Schema einsetzen, vergrößern wir den Schwellenwert von 100 auf 400, weil mehr Menschen an diesem Schneeball-System teilnehmen. Es sind Schuldner einer neuen Qualität, die nun einbezogen werden. Portugal, Italien, Griechenland und Spanien waren Schwachwährungsländer, was zum einen bedeutete, daß es für Deutsche Mark Jahr für Jahr mehr Escudos, Lire, Drachmen und Peseten gab, zum anderen dafür sorgte, daß die Banken dort kaum Kredite vergaben. Eine verfallende Währung bedeutet hohe Kreditzinsen und “kaufe jetzt, zahle später” ist nicht so lustig, wenn es “kaufe zum dreifachen Preis” bedeutet. Dank des Euro wurden die Zinsen niedrig und die Kreditgenerationen acht und neun haben funktioniert. Am Schema und am formalen Mechanismus ändert das nichts, man konnte halt ein bißchen länger Fiat fahren.

Es zeigt jedoch, daß unser Finanzsystem hinterhältige Tricks produziert. Und diese Tricks werden in der Pereat-Phase noch bösartiger. 256 “gute” Schuldner in Generation neun, für Generation zehn bräuchte man 512 Schuldner, es gibt jedoch nur 400 davon. Wie wäre es mit einer märchenhaften Lösung? Eine gute Fee erscheint, wedelt mit dem Zauberstab und sorgt dafür, daß die 144 freien Schuldner, die zwischen 256 und 400 noch übrig sind, plötzlich den Zaubertrank von Mirakulix schlucken und doppelt potent werden. Damit hätten wir rechnerisch 544 Schuldner und die Generation zehn ist gesichert.

Nicht alles, was märchenhaft ist, kann auf die merkelhafte Realität übertragen werden, doch in diesem Fall geht es tatsächlich. Die schwarze Magie lautet “Dreisatz”: Die EU funktioniert, solange Deutschland zahlen kann. Wenn Deutschland mit dem Euro weniger zahlen kann, muß Deutschland aus dem Euro austreten. Hat Deutschland die Mark zurück, kann Deutschland wieder zahlen und die EU funktioniert.

Aus diesem Grund wird das Pereat anders aussehen als 1923. Der Euro ist ein Verschnitt aus 17 Landeswährungen und dient als Prokrustesbett für 17 Volkswirtschaften. Dieses Esperanto-Geld paßt keiner Volkswirtschaft wirklich, es hat alle Volkswirtschaften gleichermaßen ruiniert. Ein Pereat wie 1948, bei dem eine Währung rasiert wird, löst kein Problem. Ein neuer Euro, eins zu zehn abgewertet, streicht eine Null, setzt den Unsinn jedoch unverändert fort. Die einzige Möglichkeit ist, den Euro aufzulösen und zu den nationalen Währungen zurückzukehren.

Es geht schrittweise, also zuerst steigt Griechenland aus, dann Irland, dann Portugal – wodurch das Chaos sich über längere Zeit hinzieht und der europäische Handel zusammenbricht. Wenn ein schwäbischer Maschinenbauer nach Italien eine Maschine zu 100.000 Euro verkauft, wird die Maschine erst gebaut. Wenn die Maschine geliefert wird, tritt Italien aus der Währungsunion aus und die Rechnung lautet jetzt, dank italienischer Gesetzgebung, auf 150 Millionen Lire. Die werden auch bezahlt, nur hat die Lira inzwischen ein wenig an Wert eingebüßt, unsere braven Schwaben bekommen also nur 80.000 Euro auf ihr Konto überwiesen – und dann haben sie noch Glück gehabt! Würden SIE einem Franzosen eine Maschine verkaufen, wenn Sie nicht wissen, in welcher Währung und zu welchem Wert die Rechnung bezahlt wird? Eben!

Bei der bekannten Qualität unserer Politiker möchte ich nicht ausschließen, daß sie die Idiotie begehen, ein oder zwei Länder aus dem Euro zu entlassen. Der logischere Weg wäre, den Euro insgesamt aufzugeben. Der Austritt erfolgt wie der Eintritt, 1 zu 1. Es findet kein “Haircut” statt! 100 Euro haben nach der Umstellung auf die neuen Nationalwährungen überall in der aufgelösten Eurozone noch die Kaufkraft von 100 Euro. Wobei dieses “nach” solange dauert, bis die Banken öffnen. Die Umstellung erfolgt um Mitternacht, und die Banken öffnen… Oh, die sind schon auf. In Sydney, in Tokio, in Hongkong – eine Sekunde nach Mitternacht beginnt das freie Spiel der Kräfte, die neue Mark steigt im Kurs, Lire, Drachme usw. verfallen.

Die Fee hat mit ihrem Zauberstab gewedelt! Die Mark trinkt einen gewaltigen Schluck Zaubertrank und wird stark und stärker. Jetzt können die deutschen Steuerzahler die zehnte Generation schultern, denn jetzt zählen sie doppelt. Deutschland, gedopt durch die neue Supermark, bekommt die Lasten der ganzen EU aufgebürdet. In anderen Ländern beginnt das klassische Pereat, der rapide Währungsverfall. In Finnland und den Niederlanden passiert es kaum merklich, ein paar Prozent, in Griechenland und Italien galoppiert der Verfall. Und überall, wo immer es geht, wird die Mark als Rettungsmittel eingesetzt. Die ganze EU lastet auf deutschen Schultern…

Deutschland wird unter dieser Last zusammenbrechen, nach ein paar Wochen, nach ein paar Monaten. Sie persönlich, der Sie in der Rolle der Oma Tüttelbek stehen, sollten dann patriotisch handeln. Patriotisch bedeutet in diesem Fall national-egoistisch. Nutzen Sie die Zeit der Supermark, um Ihre Sparkonten zu plündern und dieses Geld wertbeständig anzulegen! Von bleibendem Wert sind Gold, Silber, Lebensmittel, Werkzeuge, Ackerland – und Waffen und Munition. Falls Sie eine Waffenbesitzkarte haben und darauf noch Platz ist – ich fordere Sie bestimmt nicht zu illegalen Handlungen auf.

Die Zeiten der Supermark dauern nicht lange. Deutschland ist zu klein, wurde zu sehr verkohlt, geschrödert und zermerkelt, um diese Last lange zu tragen. Am Ende der Supermark kommt das Pereat, die Vernichtung der Sparguthaben. Sie dürften nach dem Ausstieg aus dem Euro bereits große Schwierigkeiten haben, aus langfristigen Sparverträgen auszusteigen. Lebensversicherungen und Riesterverträge in jeder Form werden zu Geldvernichtungsfallen, Fonds fehlt die Liquidität, um Anteilseigner auszuzahlen. Zeiten des Pereat sind immer häßlich, und das Pereat wird durch die neue Mark offensichtlich.

Das Pereat ist ein gewaltiger Raubzug! 1948 wurden Guthaben und Schulden unterschiedlich abgewertet, zu Gunsten der Banken und ihrer Gewinne. Wer erfaßbare Werte besessen hatte, wie die Immobilieneigentümer, wurde mit Zwangsschulden belegt, dem sogenannten Lastenausgleich. Um im Schema zu bleiben: Das Spiel wurde nicht zur ersten Generation zurückgestellt, sondern zur dritten. Der Neubeginn erfolgte nicht mit einem Pärchen, sondern mit vieren. Der Zinsdruck wurde gleich zu Beginn aufgebaut. Geld und Schulden waren reduziert worden, die Schwarzen Löcher sind geblieben, Stephen Hawking wartet weiterhin auf seinen Nobelpreis.

Desperat!

Wir Deutschen sind die Weltmeister des Pereat und als solche überaus beliebt. Vielleicht nicht in Griechenland, weil die Griechen sich einbilden, daß wir schuld hätten, daß bei ihnen ein Pereat stattfindet. Aber das macht nichts, wir sind es ja gewohnt, von unseren Freunden bei jeder passenden Gelegenheit als Nazis bewundert zu werden.

Das Angenehme an den Deutschen ist, daß man ihnen Dinge wegnehmen kann. Beim Ausbruch des ersten Weltkriegs lag das größte deutsche Passagierschiff, die “Vaterland”, zufällig im Hafen von New York. Die USA waren damals neutral, folglich wurde die Vaterland als Schiff einer kriegführenden Nation interniert. Britische Schiffe, die ebenfalls einer kriegführenden Nation gehörten, durften weiterhin ungehindert an- und abfahren, die amerikanische Neutralität hatte also eine gewisse Gewichtung. 1917 sind die USA in den ersten Weltkrieg eingetreten und die Vaterland wurde zur Kriegsbeute. Kurz danach hieß sie “Leviathan” und transportierte US-Soldaten zu den Schlachtfeldern Europas. Die Firma BAYER hat durch die Kriege zweimal ihre US-Töchter verloren und bis in die Siebziger durften sie ihr weltweites Firmenlogo in den USA nicht benutzen, weil es BAYER USA gehörte, der enteigneten Tochter. Dann haben sie es zurückgekauft.

Muß ich noch darauf hinweisen, daß die deutschen US-Töchter wie Ford und Opel nicht enteignet worden sind? Natürlich wurden diese Firmen in die deutsche Kriegsproduktion eingebunden, sie wurden ordentlich bezahlt und hätten die Gewinne nach dem Krieg an ihre Muttergesellschaften überweisen dürfen. Wobei das natürlich eine nicht zu beweisende Hypothese ist. Jedenfalls wurde Opel, das durch die Weimarer Demokratenwirtschaft in US-Hände geraten ist, während der berühmten zwölf Jahre nicht repatriiert.

Wenn Ihnen der Name André Kostolany etwas sagt – dieser Herr hat nach dem zweiten Weltkrieg deutsche Anleihen billig aufgekauft. Die vormaligen Eigentümer haben das große Pereat gesehen, das durch großflächige Terrorbombardements (“Bombenholoaust” ist als Begriff unerwünscht) befreite Deutschland. Der “gescheite alte Jud” (eigene Bezeichnung des Herrn Kostolany) hat jedoch darauf vertraut, daß die Deutschen zahlen – und die Deutschen haben gezahlt. Herr Kostolany wurde reich…

Der Versailler Vertrag war himmelschreiendes Unrecht, trotzdem haben die Deutschen bereitwillig gezahlt, fast hundert Jahre lang. Die BRD ist von Freunden umzingelt, doch diese Freunde kassieren immer noch dafür, daß sie dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hatten. Was wäre also besser, als Deutschland bis zuletzt bluten zu lassen? Selbst mit der Supermark werden sich unsere Oberdemokraten Geld leihen, das später zurückgezahlt werden muß. Muß – weil sonst unsere lieben Freunde uns wieder als Nazis verehren.

In der Physik ist das Perpetuum Mobile als unmöglich bewiesen worden, in der Finanzwirtschaft scheint es wunderbar zu funktionieren: Deutschland leiht sich Geld, um damit die EU, die USA, Israel und sonstwen zu unterstützen. Dieses Geld ist verschenkt (auch wenn die offiziellen Posten “Beitrag”, “Stationierungskosten” oder “Wiedergutmachung” heißen mögen) und damit weg. Die aufgenommenen Schulden hingegen bleiben. Durch das Pereat werden die Guthaben gestrichen – und damit die Schulden der Regierung beim eigenen Volk. In guter deutscher Tradition werden Schulden beim Ausland weiter bedient, und gerne auch vorteilhaft umgerechnet. Wenn der Euro sich auflöst, werden diese Schulden in Supermark umgerechnet, um damit das Ende des Dollars zu überstehen. Und wenn die Supermark zerbröselt, werden aus den Schulden neue Dollar.

Freu dich, zahl immer wieder! Und Schulden des Auslands bei deutschen Banken? Seit wann zahlt man denn Schulden bei Nazis zurück? Da würde man doch mitschuldig! Das müssen wir verstehen. Weil man aber die Banken nicht im Regen stehen lassen kann, muß man die Banken entschädigen. Dazu dient der neue Lastenausgleich, die Zwangshypotheken der Immobilienbesitzer entschädigen die Banken für die Verluste durch die zahlungsunwilligen Ausländer.

Eines habe ich bisher nicht angesprochen: die Sachwerte in Deutschland. Das beginnt mit den fast 4.000 Tonnen Gold der Deutschen Bundesbank, die sicher in London und New York lagern. Dort sind sie so sicher, daß wir selbst niemals mehr herankommen werden. Dieses Gold wird im Rahmen des Pereat enteignet, ganz legal, natürlich, wie damals in den Weltkriegen. Deutsche Firmen, die von den beliebten Heuschrecken gegen grüne Krätze, also Verfalldollar gekauft wurden, sind natürlich weg. Die bleiben in fremden Händen, wie einstmals Opel. Und natürlich werden auch die Knebelverträge mit den dummdreisten Demokraten in deutschen Stadtparlamenten eingehalten, das “Cross-Border-Leasing”.

Oh ja, es ist wunderbar, Geld und Besitz in Deutschland zu haben, vor allem als Ausländer. Für Deutsche ist das weniger angenehm, da wird einem das Gold abgenommen und gegen Eisen eingetauscht, bildlich gesprochen. An das Gold unter Ihrer Matratze wird die Regierung nicht rankommen, wenn Sie es den Regierigen nicht verraten.

Wir zahlen NICHT!!!

Andererseits, es spricht nichts dagegen, daß wir von dieser Tradition abweichen. Beginnen wir bei den Banken. Wir haben bei der Commerzbank gesehen, wie das geht: Eigenkapital weg? Bank pleite? Wenn wir die Bank brauchen, wird sie verstaatlich. Wenn nicht, wird die Bank dicht gemacht. Die Guthaben sind weg, die Kredite uneinbringbar, also was soll diese Finanzruine noch? Bei verstaatlichten Banken haben die Aktionäre die Wahl: die Aktie entschädigungslos abgeben oder den Gegenwert von einer Unze Gold pro Aktie als Kapital nachschießen. Eine Sonderbehandlung für Ausländer gibt es nicht, sondern nur “Vogel friß oder stirb”.

Auslandsguthaben in Deutschland? Kein Problem, dafür bekommen die Damen und Herren Ausländer Schuldscheine – gegen ihre eigene Regierung, natürlich. Sie dürfen das Geld, das sie in Deutschland angelegt haben, bei ihrer eigenen Regierung eintreiben, die dafür jener Schulden ledig wird, die sie in Deutschland gehabt hatte. Das ist so wie mit der Vaterland, das Geld war leider zur falschen Zeit am falschen Ort.

Was passiert mit den Sachwerten? Oh, das ist genauso einfach. Während der Finanzkrise können unsere Freunde leider ihren Pflichten aus dem Cross-Border-Leasing nicht nachkommen. Das berechtigt die deutsche Seite zu einer Sonderkündigung, zu einer Rückabwicklung zu fairen Bedingungen. Nach dem Maßstab von 1923 werden 100 Milliarden alte Mark als zehn neue Pfennig zurückerstattet. Wenn Oma Tüttelbek diese Bedingungen für ihr Sparbuch hinnehmen muß, dann kann das eine internationale Heuschrecke ebenfalls. Als Demokraten behandeln wir eben alle gleich, ob nationale natürliche oder internationale juristische Person.

Bleiben noch die Tochterfirmen. Betrachten wir als erstes eine deutsche Auslandstochter in einem stabilen, zivilisierten Staat, VW do Brazil. Die USA können das nicht sein, die haben sich immer als Raubritter erwiesen, außerdem ist es nicht sehr wahrscheinlich, daß die USA die bevorstehenden Umbrüche als staatliche Einheit überstehen werden. Ich bleibe großzügig und setze die Turbulenzen auf nur drei Jahre an. In diesen drei Jahren bekommt VW do Brazil nichts von ihrer Mutter aus Wolfsburg zu sehen. Wenn die Brasilianer weiter arbeiten, dann auf eigene Rechnung, als brasilianische Firma. Liegt die Produktion still, dann rosten die Maschinen vor sich hin und VW Wolfsburg müßte eine Menge Geld investieren, um diese Tochter wieder flott zu bekommen. Die Globalisierung ist Vergangenheit, in dieser nahen Zukunft marschiert wieder jeder für sich.

Gehen wir zusätzlich noch davon aus, daß die heutigen Volldemokraten durch vernünftige Regierungen ersetzt worden sind. Dann wird die Regelung ganz einfach: Jeder behält, was er bereits besitzt. Opel wird deutsch, Ford Deutschland wird deutsch, BMW in Spartanburg wird amerikanisch – keine direkte Enteignung, sondern nur eine Festschreibung dessen, was nach dieser Krise bereits real existiert. Die Verteilung der Beute obliegt der jeweiligen nationalen Regierung.

Jetzt haben wir noch die Zuwanderer / Migranten / Asylanten übrig. Die Herrschaften dürfen gerne bleiben, ehrlich. Sie bekommen sogar das, wonach sie immer gerufen haben: Arbeit. Viel Arbeit! Sehr viel Arbeit!!! Wir müssen schließlich ein Land aufbauen, und wenn junge kräftige Türken da anpacken, sind sie willkommen. Fünfmal am Tag nach Mekka beten geht leider nicht, das ist im Steinbruch und im Straßenbau leider nicht möglich. Halal, haram oder gar koscher können wir leider nicht unterscheiden. Religion ist Privatsache, wenn die Religion es nicht erlaubt, in diesem Land zu arbeiten, dann muß der Religiöse eben in ein Land ziehen, in dem er seine religiösen Pflichten erfüllen kann. Kein Zwang, sondern nur Gleichheit. Niemand ist gezwungen, hier zu bleiben. Daraus resultiert die einzige Einschränkung: Wer hierbleiben möchte, muß das künftig aktiv unter Beweis stellen. Leute, die hier nur Sozialhilfe und Kindergeld beziehen möchten, können wir uns dann leider nicht mehr leisten. Das gilt allerdings genauso für Deutsche.

Die schönen, lockeren Zeiten des Fiat sind vorbei. Stellen Sie sich auf die Härten des Pereat ein, dann wird daraus für Sie kein Desperat werden. Selbst wenn nur ein winziges Schwarzes Loch explodiert, geschieht das laut Hawking mit der Gewalt einer großen Kernwaffe. Die Aktentasche über den Kopf zu legen, hilft dann nicht. Der schützende Bunker, um das Bild zu nützen, muß sich dann schon IM Kopf befinden.

© Michael Winkler

Bei der Berichterstattung über die Bilderberg-Konferenz ging es hauptsächlich um Transparenz in das geheime Treffen zu bringen. Wer nimmt dort teil, speziell welche Politiker sind dort anwesend. Diese Transparenz zu fordern ist ein völlig legitimes Anliegen und ein demokratisches Recht, denn wir müssen wissen welche Politiker sich mit welchen Konzernchefs treffen und auch was sie dabei besprechen. Mit diesem Artikel will ich die enge Verflechtung zwischen der Politik und den Grosskonzernen aufzeigen und auf eine neue Initiative aufmerksam machen, die Licht ins Dunkle bringen will.

Wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, hat der Bilderberger Josef Ackermann die wirkliche Macht im Staate Deutschland, aber nicht nur dort. Er befiehlt der Bundesregierung was sie zu tun hat. Nicht nur hat Merkel ihm die Feier zu seinem 60. Geburtstag 2009 im Kanzleramt auf Kosten der Steuerzahler ausgerichtet, er hat auch als oberste Figur der Atomlobby ihr den Befehl gegeben, die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke im September 2010 zu beschliessen und den Gesetzesentwurf für den „Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung“ (Soffin) durch seine Anwälte schreiben lassen.

Jetzt ist durch einen aktuellen TV-Bericht zu Tage gekommen, das Bundesfinanzministerium soll die Vorschläge zur Lösung der Griechenland-Krise direkt aus einem Papier der Deutschen Bank abgeschrieben haben. Damit ist die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung endgültig dahin, denn sie sind offensichtlich nur Befehlsempfänger des Bilderbergers Ackermann und seiner Bank.

Nein, Ackermann hat keine Macht und flüstert nichts ins Ohr. Er sitzt nur zufällig neben Schäuble:

Wer behauptet, wie die Medien es tun, die Bilderberger haben nichts zu sagen und ihr Treffen, wie gerade in St. Moritz abgehalten, ist nur ein harmloses Kaffeekränzchen, ist entweder völlig naiv oder ein bewusster Desinformant und Lügner. So Leute wie Ackermann, Vasella und Konsorten haben tatsächlich das Sagen, in Deutschland, der Schweiz und sonst in den westlichen Industrieländern. Sie bestimmen wo es lang geht und die Politiker führen ihre Befehle aus. Genau darum geht es bei der Bilderberg-Konferenz, die Koordinierung und Absprache der Politik, die dann die Regierungen umzusetzen haben.

Da nutzt das Dementi über den Medienbericht des Bundesfinanz- ministerium gar nichts und ist nur Heuchelei. Sie sagen, es stimme nicht, dass die Vorschläge von Wolfgang Schäuble zur Lösung der Griechenland-Krise auf ein Konzept der Deutschen Bank zurückgehe. “Diese Unterstellung ist wirklich hanebüchen“, sagte Schäubles Sprecher. Dabei berichtet die ARD, die Vorschläge der Deutschen Bank seien fast deckungsgleich in das Konzept des Finanzministeriums eingeflossen. Dem Sender liegen nach eigenen Angaben entsprechende Papiere vor. Der “Monitor”-Beitrag trägt den Titel “Teure Griechenland-Rettung: ein geschickter Coup der Deutschen Bank?” und soll ihre Interessen schützen.

Ja sicher, ist alles nur Zufall. Dabei bestätigt diese neueste Aufdeckung meine Feststellung, wie einflussreich die Bilderberger sind, das ihr Ziel es ist eine Welt AG zu errichten, eine globale Konzerndiktur, und wir leben bereits in so einer. Die Konzernchefs haben die wirkliche Macht im Staat und die Regierungen und Parlamentarier sind ihre hörigen Marionetten, denn alles wird nur zu ihrem Vorteil umgesetzt.

Deswegen können die Konzernchefs machen was sie wollen und werden vom Staat auch noch wie in St. Moritz gesehen auf unsere Kosten beschützt. Deswegen hat sich Bundesrätin Doris Leuthard auch dort hin begeben und ihre Verbeugung vor den Bilderberg-Teilnehmern gemacht. Deswegen stellt Vasella seinen Hubschrauber der Polizei von Graubünden zur Verfügung, ein Zeichen wie eng die Verflechtungen sind. Deswegen lehnen die politischen Parteien und die Medien jede Beschäftigung mit dem Thema Bilderberg ab, leugnen oder verharmlosen es.

Die Frage lautet jetzt, akzeptieren wir das? Wollen wir in einer Pseudodemokratie leben, die nur ein Theater ist, eine vorgegaukelte Show, in der die gewählten Volksvertreter alles andere tun, nur nicht das Volk zu vertreten? Wo die Parlamentarier zahllose Verwaltungs-ratsmandate haben, mit Milliarden an Kapital dahinter. Wo im Falle der Schweiz der Bilderberger Daniel Vasella mit seinem Pharmagiganten Novartis die meisten Politiker in der Tasche hat. Und das BAG ist sein verlängerter Arm, mit dem Epidemiengesetz (EpG) und Paragraph 6 und 7, welches die Zwangsimfpung der ganzen Bevölkerung erlaubt, was ihm gigantische Profite garantiert.

Laut einer Studie der Credita AG, die Ende Mai veröffentlich wurde, halten die Bundesparlamentarier in Bern aktuell 2’045 Mandate von Firmen. Das sind 14,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die beiden Parteien CVP und FDP alleine vertreten zusammen 11 Milliarden Franken an Kapital.

Am meisten Mandate hält im Nationalrat Paul-André Roux (CVP/VS). Er sitzt in nicht weniger als 58 Verwaltungsräten oder anderen Gremien. Hinter ihm folgen Arthur Loepfe (CVP/AI) mit 35 Mandaten und Peter Malama (FDP/BS) mit 34 Mandaten.

Im Ständerat ist es Jean-René Fournier (CVP/VS) mit elf Mandaten von Firmen mit einem Kapital von insgesamt über 4,7 Milliarden Franken dabei. Er vertritt die Interessen der Grossbank Credit Suisse, welche mit 4,4 Milliarden Franken kapitalisiert ist.

Wie schaffen diese Politiker es überhaupt für ihre Wähler noch tätig zu sein? Können sie nicht und tun sie auch nicht. Die Firmen engagieren die Politiker nicht aus Nächstenliebe oder einfach so, sondern weil sie eine handfeste Vertretung ihrer Interessen im Parlament erwarten, heisst, die Gesetze zu ihren Gunsten ausgelegt werden, so wie oben mit der Deutschen Bank beschriben, was die Griechenland-Hilfe betrifft.

So kann es aber nicht weitergehen. Deshalb unterstütze ich die Transparenz-Initiative von Nationalrat Lukas Reimann zur Offenlegung aller Politiker-Einkünfte. Sie fordert Transparenz, eine demokratische Kontrolle und klare Schranken der Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit. Wenn die Bevölkerung sieht, wer hinter den Politikern steht und wer sie bezahlt, dann können sie eine bessere Entscheidung bei den Wahlen treffen.

Ich hoffe ihr unterstützt diese Initiative und geht auf die Seite www.unbestechlich.ch und helft mit die notwendigen 100’000 Unterschriften zu sammeln. Einfach Sammelbogen runterladen und so oft wie nötig ausdrucken. Nur durch eine erzwungene Transparenz können wir vielleicht diese Verflechtung zwischen den globalen Konzernen und der ihnen hörigen Politik aufdecken. Das ist ein Beitrag den Plan der Bilderberger zu durchkreuzen und zu verhindern.

Deshalb an alle Schweizer welche was konstruktives für ihr Land tun wollen, nimmt die Sammelbögen und geht Unterschriften sammeln. Nutzt die Möglichkeit der direkten Demokratie und Einflussnahme, so lange wir sie noch haben, um die uns die Nachbarländer beneiden und auch gerne hätten.

Copyright – Alles Schall und Rauch Blog


GRAZ. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat sich in ihrem neuen Programm wieder zur deutschen Nation bekannt. „Sprache, Geschichte und Kultur Österreichs sind deutsch. Die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist Teil der deutschen Volks-, Sprach- und Kulturgemeinschaft“, heißt es in dem Zehn-Punkte-Papier, das die Parteitagsdelegierten am Wochenende beschlossen haben. Unter dem Vorsitz Jörg Haiders hatte die Partei laut der Kleinen Zeitung einen ähnlichen Passus herausgenommen und durch ein Bekenntnis zum „wehrhaften Christentum“ ersetzt.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der von den Delegierten mit 94,36 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde, sieht seine Partei mittlerweile als Themenführer in Österreich. „Wir wollen unter unserem Motto ‘Österreich zuerst’ ein neues rot-weiß-rotes Selbstbewußtsein für unsere österreichische Bevölkerung“, sagte Strache.

Plädoyer für eine geburtenorientierte Familienpolitik

Im Heimat-Kapitel des neuen FPÖ-Programms findet sich eine Absage an den Begriff des Einwanderungslandes: „Österreich ist kein Einwanderungsland. Wir verfolgen daher eine geburtenorientierte Familienpolitik.“

Nach dem Willen der FPÖ-Delegierten soll Österreich im Ausland zudem als „Anwalt der deutschen und ladinischen Südtiroler“ auftreten und die Interessen für „alle Altösterreicher deutscher Muttersprache aus dem Bereich der ehemaligen k.u.k. Monarchie“ wahren. „Wir streben die Einheit Tirols an und bekennen uns zum Selbstbestimmungsrecht Südtirols“, lautet eine weitere Forderung aus dem neuen Parteiprogramm. (cs)

MÜNSTER. Eine Kommission des Münsteraner Stadtrats hat die Umbenennung des Hindenburgplatzes empfohlen. Der Grund sei die „unrühmliche Rolle“, die Hindenburg bei der nationalsozialistischen Machtergreifung gespielt habe, berichtet die Ibbenbürener Volkszeitung. Seit den 90er Jahren gab es Bemühungen, den Namen Hindenburgs aus dem Stadtbild Münsters zu tilgen.

Zwar habe das Ergebnis der Kommission nur empfehlenden Charakter. Andererseits hätten mehrere Ratsmitglieder der Kommission angehört, darunter der Bürgermeister Markus Lewe (CDU). Daher sei es unwahrscheinlich, daß der Rat der Stadt nicht dem Votum folgt.

Auch Agnes-Miegel-Straße soll umbenannt werden

Der große Platz vor der Westfälischen Wilhelms-Universität ist das prominenteste Opfer der Kommission: Münster steht eine kleine Umbenennungswelle bevor. Ferner sollen die Agnes-Miegel-Straße (ostpreußische Heimatdichterin), die Wagenfeldstraße (Karl Wagenfeld, Dichter), der Franz-Ludwig-Weg (Jurist), der Stehrweg (Hermann Stehr, Schriftsteller) und der Castelleweg (Friedrich Castelle, Journalist) umbenannt werden.

Bei den Bürgern kommt die Umbenennung nicht so gut an: In einer Abstimmung im Internet haben sich bislang fast siebzig Prozent der Teilnehmer für den Erhalt des Namens Hindenburgplatz ausgesprochen. (rg)

HELSINKI. In Finnland wird künftig eine Sechs-Parteien-Koalition regieren. Der Chef der konservativen Sammlungspartei, Jyrki Katainen, einigte sich mit Sozial- und Christdemokraten, den Grünen, den Postkommunisten und der Partei der schwedischen Minderheit SFP auf die Bildung einer sogenannten „Regenbogen“-Koalition.

Damit wurden die eurokritischen „Wahren Finnen“ endgültig auf die Oppositionsbänke verbannt. Die Partei gilt als eigentlicher Sieger der Parlamentswahl, bei der sie im April ihren Stimmenanteil nahezu verfünffachen konnte und drittstärkste Fraktion geworden war. Eine ursprünglich geplante Regierungsbeteiligung der „Wahren Finnen“ scheiterte jedoch an deren ablehnenden Haltung gegenüber den EU-Hilfszahlungen für Griechenland und Portugal.

Soini erwägt Präsidentschaftskandidatur

Der Chef der „Wahren Finnen“, Timo Soini, kritisierte auf einem Parteitag in Tampere vor allem die Beteiligung der Linkspartei an der Regierungskoalition, die im Parlament über 126 von 200 Sitzen verfügen wird. Soini erklärt sich zudem bereit, als Kandidat der Partei in das Rennen um die Präsidentschaftswahl 2012 zu ziehen. Eine endgültige Entscheidung darüber soll auf einem Parteitag im Oktober fallen.

Bei Umfragen Mitte Mai waren die „Wahren Finnen“ erstmals stärkste Partei geworden. Sie lagen mit 22,4 Prozent Stimmenanteil noch vor der konservativen Sammlungspartei (20,4 Prozent) und den Sozialdemokraten (18,6 Prozent). Die neue Regierung soll am Mittwoch ihre Arbeit aufnehmen. (cs)

BERLIN. Der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt hat gefordert, der Türkei eindeutig klarzumachen, daß sie nicht Mitglied der EU werden kann. Die Türkei müsse zwar als wichtiger Verbündeter eingebunden werden, eine Aufnahme halte er jedoch für ausgeschlossen, sagte Posselt der JUNGEN FREIHEIT.

Dies müsse Ankara vor allem von Deutschland und Frankreich als den wichtigsten EU-Mitgliedsstaaten deutlichgemacht werden, um so keine falschen Hoffnungen und damit verbundene Enttäuschungen zu wecken. Hierfür erwarte er von der Bundesregierung mehr Unterstützung für Frankreich. „Wir können nicht alle demokratischen Länder in die EU aufnehmen, sondern nur alle europäischen“, betonte Posselt.

Gerade die jüngsten Entwicklungen in den arabischen Ländern zeigten, daß die EU die Türkei als Brücke brauche. Eine Brücke könne aber nie nur zu einer Seite gehören. Deswegen sei die Türkei als eigenständiger Faktor von großer Bedeutung.

Basis der Union gegen Türkei-Beitritt

Der frühere Bild-Journalist und ehemalige Wahlkampfberater von Edmund Stoiber (CSU), Michael Spreng, hatte kürzlich in seinem Internetblog geschrieben, aus dem Umfeld von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei zu hören, sie plane eine Revision ihrer Türkei-Politik, weg von der privilegierten Partnerschaft hin zur Vollmitgliedschaft der Türkei. Die Umwälzung in den arabischen Staaten habe die Türkei zu einer für Europa unverzichtbaren Regionalmacht gemacht, so Spreng.

Posselt glaubt allerdings nicht an ein solches Umdenken von Merkel. „Ich halte das für Unsinn wie das meiste, was Herr Spreng so von sich gibt.“ Eine Aufnahme der Türkei widerspreche der Auffassung der meisten EU-Abgeordneten und dem eindeutigen Willen der Basis von CDU und CSU. Das wisse auch Merkel. (krk)

BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will das Problem der Ausländergewalt stärker thematisieren. Auf der Innenministerkonferenz in Frankfurt wolle sie daher in diese Woche mit den Innenministern der Bundesländer vor allem auch über das Thema Integration sprechen, kündigte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft im Internet an.

Dabei gehe es darum, sicherzustellen, „daß es in Deutschland keinen Raum gibt, in dem die Polizei nicht für die Sicherheit der Bürger garantieren kann“. Das gelte für alle Bereiche der Gesellschaft. „Aber wir müssen akzeptieren, daß die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist.“ Deswegen sei das Thema Integration auch eng verbunden mit der Frage der Gewaltprävention.

„Null Toleranz gegenüber der Gewalt“

„Wir brauchen jeden jungen Menschen in unserem Land. Und wir wollen, daß diejenigen Menschen, die mit ausländischem Hintergrund zu uns gekommen sind, die gleichen Lebenschancen und die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten haben, wie Kinder aus Familien mit deutschem Hintergrund“, sagte Merkel.

„Um das zu gewährleisten heißt es aber: Null Toleranz gegenüber der Gewalt und alle Kraft dahin lenken, daß wir eine bessere Integration in unserem Lande schaffen.“ (krk)

(blauenarzisse.de) Anlässlich des Weltflüchtlingstages hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR Zahlen zu weltweiten Flüchtlingsströmen veröffentlicht. Dem Bericht zufolge sind weltweit 43,7 Millionen Menschen auf der Flucht.

Die Zahl setzt sich zusammen aus 15,4 Millionen Flüchtlingen, die in andere Länder fliehen, 27,5 Millionen Binnenvertriebenen, die ihre Heimatregion in ihren Ländern verlassen haben und fast 850.000 registrierten Asylsuchenden. Laut UNHCR leben derzeit in Pakistan (1,9 Mio.), Iran (1,1 Mio) und Syrien (1,0 Mio) die meisten Flüchtlinge. Die Organisation erklärt, rund vier Fünftel der Flüchtlinge würden in Entwicklungsländern Zuflucht finden. Dort seien ihre Chancen auf Einbürgerung und Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage besonders gering. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres erklärte, die Angst vor Flüchtlingswellen in den industrialisierten Staate sei beim Blick auf die Zahlen völlig übertreiben. Deutschland ist das Industrieland mit den meisten Flüchtlingen. 2010 waren hier 600.000 registriert.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl forderte den deutschen Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) auf, Flüchtlinge von der tunesisch-lybischen Grenze aufzunehmen. Deutschland solle sich konkret an einer Rettungsaktion für 11.000 Afrikaner beteiligen, die seit Wochen vergebens auf Aufnahmeplätze warteten. In Österreich forderte die Flüchtlingshilfeorganisation asylkoordination, pro 20.000 Einwohner könnten österreichische Städte je 20 Flüchtlinge aufnehmen.

Filed under: Deutschland, Politik

(jungefreiheit.de) Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat sich in ihrem neuen Programm wieder zur deutschen Nation bekannt.

„Sprache, Geschichte und Kultur Österreichs sind deutsch. Die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist Teil der deutschen Volks-, Sprach- und Kulturgemeinschaft“, heißt es in dem Zehn-Punkte-Papier, das die Parteitagsdelegierten am Wochenende beschlossen haben. Unter dem Vorsitz Jörg Haiders hatte die Partei laut der Kleinen Zeitung einen ähnlichen Passus herausgenommen und durch ein Bekenntnis zum „wehrhaften Christentum“ ersetzt.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der von den Delegierten mit 94,36 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde, sieht seine Partei mittlerweile als Themenführer in Österreich. „Wir wollen unter unserem Motto ‘Österreich zuerst’ ein neues rot-weiß-rotes Selbstbewußtsein für unsere österreichische Bevölkerung“, sagte Strache.

Plädoyer für eine geburtenorientierte Familienpolitik

Im Heimat-Kapitel des neuen FPÖ-Programms findet sich eine Absage an den Begriff des Einwanderungslandes: „Österreich ist kein Einwanderungsland. Wir verfolgen daher eine geburtenorientierte Familienpolitik.“

Nach dem Willen der FPÖ-Delegierten soll Österreich im Ausland zudem als „Anwalt der deutschen und ladinischen Südtiroler“ auftreten und die Interessen für „alle Altösterreicher deutscher Muttersprache aus dem Bereich der ehemaligen k.u.k. Monarchie“ wahren. „Wir streben die Einheit Tirols an und bekennen uns zum Selbstbestimmungsrecht Südtirols“, lautet eine weitere Forderung aus dem neuen Parteiprogramm.

>> Österreich: Rechte FPÖ in Umfrage erneut stärkste Kraft
>> diepresse.com: Strache präsentiert Schattenkabinett
>> orf.at: Zehn freiheitliche Gebote



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