Der 8. Mai 1945 ist der Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht nach heldenhaftem Abwehrkampf gegen eine Übermacht von Feinden aus Kapitalisten und Kommunisten. Dieser Tag wird im derzeitigen BRDBesatzungskonstrukt zum „Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus“ stilisiert. Diese heutige Sicht entspricht nicht der damaligen Sicht des deutschen Volkes. Zwar war die Bevölkerung froh, daß der Krieg eine Ende gefunden hatte, die Sieger wurden jedoch lange Zeit als Besatzer und nicht als „Befreier“ gesehen. Diese Sicht änderte sich erst im Zuge der sogenannten Umerziehung als auch durch die Luftbrücke, die Alliierten wollten damit jedoch nichr primär dem Volk helfen, sondern das taktisch äußerst wichtige Westberlin sichern.

Lage

Die Rote Flagge weht auf dem Reichstagsgebäude. Die Sowjets haben die einst stolze Hauptstadt genommen und sie in ein Trümmerfeld verwandelt. Die Stadt ist zerschossen und ausgebombt. Der Führer hat sich im Führerbunker unter den Ruinen der Reichskanzlei das Leben genommen, nachdem er zuvor sein Politisches Testament aufgesetzt hatte. Dr Vormarsch der Roten Armee war mit barbarischen Wüten verbunden und auch nach der Kapitulation hörte für die Deutschen das Leid und Elend nicht auf.

Massenvergewaltigungen

Als die Rote Armee im April 1945 Berlin eroberte wurden allein hier 90.000 – 100.000 deutsche Frauen und Kinder von den Sowjetsoldaten vergewaltigt. Oft waren es 10 bis 15 Männer, die sich auf eine einzige Frau stürzten. Die Historiker rechnen damit, dass etwa 2 Millionen Frauen aller Altersgruppen bei der Invasion Ostdeutschlands und Mitteldeutschlands vom Januar bis Mai 1945 von den russischen Soldaten vergewaltigt wurden. Die russischen Archive zeigen das Bild einer Armee ohne jede Moral und Skrupel. Von der russischen Führung war diese Barbarei gewollt und wurde u.a. durch Propagandisten wie Ehrenburg forciert, um den „Rassenhochmut der deutschen Frauen“ (Ehrenburg) zu brechen.

Dieser barbarische Teil der Kriegsgeschichte wurde von allen Parteien totgeschwiegen, auch die Täter unter den sowjetischen Truppen weigerten sich, darüber zu sprechen. Für die deutschen Frauen und ihre Männer ist die Schande sehr groß gewesen. Heute gibt es viele erwachsene Deutsche, die entdecken, dass sie einen sowjetischen Vergewaltiger zum „Vater“ haben. Viele sehen es so, dass das „Rache“- Motiv nur ein Teilantrieb der Schändungen war. Das ist plausibel, wenn man bedenkt, dass auch viele Polinnen in Deutschland von den Russen vergewaltigt wurden. Sogar Jüdinnen, die aus den KZs entlassen wurden, wurden nicht anders behandelt. Auch russische Kommunistinnen, befreit aus den KZ`s, erlebten das gleiche Schicksal.

Die Eroberer haben sich nicht nur vorgenommen, durch die Niederreißung der drei Produktionssäulen Deutschland wirtschaftlich zu vernichten, sondern durch einen Angriff auf seine Mütter haben sie einen Angriff auf die deutsche Rasse selbst in die Wege geleitet. Den Dokumentationen nach zu urteilen, scheinen die Männer, die sich auf Jalta trafen, bewußt ein teuflisches Programm der Rassenverfälschung ausgearbeitet zu haben, das sie als angemessene Antwort auf die Behauptung einer rassischen Überlegenheit ansahen.
Ein russischer General erzählte General Ira Eaker, Kommandeur der Luftstreitkräfte am Mittelmeer: „Wir haben beschlossen, nur die deutschen Männer zu töten und 17.000.000 deutsche Frauen zu nehmen; das wird die Sache regeln.“ Etwas in dieser Richtung war offensichtlich die Absicht. Die Millionen deutscher Männer im heiratsfähigen Alter, die nicht im Krieg getötet oder körperlich behindert waren, mußten in die Sklaverei marschieren, wo sie ihre Frauen, Liebsten, Töchter und Schwestern nicht beschützen konnten. Und dann begann der Angriff.
Aus dem Osten kamen die bolschewisierten mongolischen und slawischen Horden, die alle gefangenen Frauen und Mädchen wiederholt vergewaltigten, mit Geschlechtskrankheiten ansteckten und mit der zukünftigen Rasse russisch-deutscher Bastarde schwängerten. Im Westen die von den Briten benutzten Kolonialtruppen, die französischen Senegalesen und Marokkaner, die Amerikaner mit einer überaus hohen Prozentzahl von Schwarzen.[1]

Deutsche Selbstreflektion

Günter Grass hat in seinem Buch „Im Krebsgang“ den Untergang der „Wilhelm Gustloff“ geschildert. Viele in diesem Land haben von dieser grausamen Tragödie noch nie gehört, es wurde dort bis heute wenig über die eigenen Opfer gesprochen. „Im Krebsgang“ hat nun den Fokus auf die Leiden der gewöhnlichen deutschen Zivilisten und Soldaten im WK II gelegt. Aber es war nicht nur die Rote Armee, die plünderte und vergewaltigte, auch die Amerikaner und die Engländer – zudem im Fadenkreuz wegen ihrer unmenschlichen Bomben-Strategie gegen die deutsche Zivilbevölkerung – haben sich den deutschen Frauen gegenüber oft ähnlich barbarisch wie die Russen verhalten, von den Franzosen gar nicht zu sprechen.

Rußland weigert sich, sich seiner Kriegsverbrechen zu erinnern

Ein Buch über den Fall von Berlin im Jahre 1945 erregt die Russen. Sie sehen rot. In diesem Buch wird über die vielen Massenvergewaltigungen an deutschen Frauen und Mädchen bei Kriegsende berichtet. Die meisten Russen haben ein zwiespältiges Verhältnis zu ihrer Kriegsgeschichte. Viele schämen sich. Aber auf den Sieg über (Nazi)Deutschland im Zweiten Weltkrieg, der vielen Millionen Sowjetmenschen das Leben kostete, sind sie stolz. Der Siegestag ist für die Russen der 9. Mai, – ihr größter Feiertag. Aber in dem neuen Buch wird schonungslos und detailliert berichtet über die unzähligen Sowjet-Übergriffe, die Massenvergewaltigungen in den letzten Kriegstagen. Das hat die Russen in Rage versetzt. In dem Buch „Der Untergang Berlins 1945“ des englischen Militärschriftsteller Anthony Beevor, beschreibt der Autor das brutale Verhalten der Sowjettruppen, bei ihrem Vormarsch nach Westen. Es wird angenommen, daß mindestens 2 Millionen deutsche Frauen und Mädchen dabei vergewaltigt worden sind. Hinzu kommt, daß die Sowjettruppen auf dem Weg nach Berlin auch Tausende und Abertausende ukrainische und polnische Mädchen und Frauen geschändet haben. Als die Rote Armee Berlin erreichte, war Vergewaltigung so etwas wie fleischliche Kriegsbeute. Aber aus der Sicht der heutigen Russen ist es sehr schockierend, daß ihre Truppen damals auch Ukrainerinnen und Polinnen vergewaltigten. Etwas, was man nun ganz gewiß nicht als „Rachehandlungen“ beschönigen oder rechtfertigen kann, sagt Anthony Beevor. Das Russische Außenministerium nimmt starken Abstand von diesem Buch. Russlands Botschafter in London verurteilt es als „Blasphemie“ und „Injurie“. Aber der Verfasser sagt, daß er fast alles, was in seinem Buch steht, in russischen Archiven gefunden hätte. Er sagt, dass Rußland nie etwas getan hätte, um seine blutige Kriegsgeschichte aufzuarbeiten. Deutschland hingegen – als Verlierer – hätte die Verbrechen der Nationalsozialisten gründlich untersucht und dargestellt, viele Jahre hindurch. Anthony Beevor meint, Rußland sei in den letzten Jahrzehnten stark ökonomisch erniedrigt worden, gerade deshalb müsse es sich krampfhaft festhalten und aufrichten an dem „stolzen“ Teil seiner Geschichte und ihre dunklen Seiten verdrängen. Anthony Bevor hat viele Briefe bekommen – von deutschen Vergewaltigungsopfern. Die Briefschreiberinnen sind froh darüber, dass ihre grausame Geschichte nun endlich ans Licht kommt, (– wohlgemerkt nicht aus deutscher Feder!). Es ist ja so, daß viele deutsche Männer es lebenslang verschwiegen haben, daß ihre Frauen bei Kriegsende von Sowjetbarbaren vergewaltigt worden sind. Sie haben auch von ihren Frauen verlangt, daß sie darüber eisern schweigen sollten. Für die deutschen Männer war es die größte Niederlage, daß sie damals ihre Frauen nicht vor der Schändung schützen konnten. Darüber durfte dann also nicht gesprochen werden, es wurde ein großes Tabu.

 

Der 8. Mai 1945 – Besiegt oder befreit?
Die gebrochene Erinnerung

Von Hanno Graf v. Kielmannsegg, Generalmajor a.D.

Moralisch gesehen ist es ebenso falsch, sich schuldig zu fühlen, ohne etwas Bestimmtes angerichtet zu haben, wie sich nicht schuldig zu fühlen, wenn man tatsächlich etwas begangen hat. Ich habe es immer für den Inbegriff moralischer Verwirrung gehalten, daß sich im Deutschland der Nachkriegszeit diejenigen, die völlig frei von Schuld waren, gegenseitig und aller Welt versicherten, wie schuldig sie sich fühlten.”
— Hannah Ahrendt: “Der Sieger kennt kein Gericht”

Wir werden in diesen Wochen von einer Flut von Erinnerungen an die Ereignisse des Jahres 1945 überschwemmt. Zum Teil erschöpfen sie sich in einem politisch korrekten, vorgeschriebenen Ritual, zum Teil verdienen die Medien und Buchschreiber damit einfach Geld. Aber sie sind sicher für viele auch Bedürfnis und der immer erneute Versuch mit schmerzlichen Verwundungen, auch wenn sie lange zurück liegen und mit im Letzten wohl unbeantwortbaren Fragen fertig zu werden. Fragen muß man allerdings, ob Erinnerungen der ersteren Art als Lehrstück für Gegenwart und Zukunft taugen. Weder die Geschichte noch die Natur des Menschen scheinen das zu bestätigen.

Erinnerungen sind wie tiefe Wasser. Sie können heilsam, sie können aber auch tödlich sein. Wie so oft kommt es auf das richtige Maß und ihren Gehalt an Wahrheit an. Der 8. Mai 1945, dessen wir in diesem Jahr gedenken, ist eines der Schlüsseldaten der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das Ende des neben dem dreißigjährigen Krieg furchtbarsten Krieges der europäischen Geschichte wird noch heute von den beteiligten Nationen so unterschiedlich beurteilt, wie es auch seine Folgen und Begleiterscheinungen sind.

Am 7. Mai 1945 unterzeichnete Generaloberst Jodl in Reims die Urkunde der bedingungslosen Kapitulation, nach der alle deutschen Streitkräfte um 23. 01 Uhr des 8. Mai sämtliche Kampfhandlungen einzustellen hatten. Damit endete der 2. Weltkrieg, den das nationalsozialistische Deutschland begonnen, der aber nicht von allen anderen beteiligten Nationen ungewollt war, zumindest von einigen früher oder später für unvermeidbar gehalten wurde. Auf jeden Fall gilt dies für die Sowjetunion Stalins, die nach dem Überfall auf Finnland, wie wir heute wissen, auch einen Krieg gegen Deutschland ins Auge gefaßt hatte. Dies ändert nichts an dem Kriegswillen und damit an der Kriegsschuld Hitlers. Die Ursachen aber müssen wohl sehr viel differenzierter und weniger monokausal gesehen werden, als das heute noch die bequeme Regel ist. Sie liegen jedenfalls weit vor 1933, so zum großen Teil bei dem der Weimarer Republik aufgezwungenen Versailler Vertrag mit seinen unerträglichen Bedingungen, reichen aber bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, als das in der Tat mit einigem Waffengeklirr zur Großmacht aufstrebende Deutsche Reich seinen bis dahin Europa und die koloniale Welt mit nicht weniger Waffengeklirr beherrschenden Nachbarn zunehmend ein Dorn im Gefüge ihrer Macht wurde. Dies kann hier nicht weiter vertieft werden. Wie aber sah die Lage am Ende des Krieges aus?

Am 8. Mai 1945 war Deutschland nicht nur besiegt, es war vernichtet. Seine Städte lagen in Schutt und Asche, viele Millionen Menschen hatten ihr Leben verloren, die Wirtschaft brach nun vollständig zusammen, 14 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten Deutschlands trieb die sowjetische Armee vor sich her, die größte und schaurigste Säuberung der Geschichte, ca. 7,8 Millionen Soldaten der Wehrmacht gerieten in westalliierte, ca. 3,2 Millionen in sowjetische Gefangenschaft. Von diesen überlebte nur die knappe Hälfte. Deutschland verlor ein Drittel seines Staatsgebietes, es wurde geteilt und auseinandergerissen, in der sowjetischen Besatzungszone löste eine rote Diktatur nahtlos die braune ab. Später kamen Demontagen und Reparationszahlungen in der Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar, Beschlagnahme fast aller In -und Auslandsvermögen, Raub von Kunstschätzen und Patenten, die Verschleppung von Wissenschaftlern und sonstwie verdächtigen Zivilisten sowie weitere enorme Entschädigungszahlungen hinzu. Nie wurde ein Land unterschiedslos und in seiner Gesamtheit für die Hybris seiner verbrecherischen Machthaber schrecklicher bestraft.

Dessen müssen wir in diesen Wochen gedenken. Wir müssen der Leiden gedenken, die Hitlers Reich über so viele Völker Europas, vor allem über die Juden gebracht hat. Aber wir dürfen und müssen auch des Leides gedenken, das so vielen Deutschen geschehen ist, durch die NS-Herrschaft, aber eben auch durch die Gegner Deutschlands. Deutschen, die diesen Krieg in der Mehrzahl nicht gewollt hatten. Nun wird allerdings das erstere Gedenken in unserem Land seit Jahrzehnten in einer Intensität, ja einem Übermaß ausgeübt, immer wieder mit einer moralischen Rigorosität eingefordert, die langsam bei einer Generation der mittlerweile völlig Schuldlosen das genaue Gegenteil bewirkt, während die Erinnerung an deutsches Leid bis in die jüngste Zeit tabuisiert und verdrängt wurde. Kein Staat hat sich je so quälend und dauerhaft mit den dunklen Schatten seiner jüngeren Vergangenheit, so als bestünde die deutsche Geschichte nur aus den zwölf Jahren von 1933 bis 1945, auseinandergesetzt wie Deutschland, obwohl doch so viele Völker entsetzliche Verbrechen in ihrer Geschichte zu verzeichnen haben. Deshalb muß an dieser Stelle nicht erneut darüber gesprochen werden. Aber erst jetzt, und immer noch fast verschämt, gewinnen auch deutsches Trauma und unsere eigene Trauer Sprache und Gestalt. Allerdings werden sie meistens, ja beinahe automatisch mit dem relativierenden, für die Opfer jedoch zynisch anmutenden Hinweis versehen, eigentlich seien sie ja selber an ihrem Elend schuld, weil sie eben Deutsche und damit zumindest indirekt auch Täter seien. Auch das ist eine Art Rassismus oder doch Sippenhaft. Zwar ist die in der Tat ethisch unhaltbare These von der Kollektivschuld offiziell für ungültig erklärt worden, aber unausgesprochen lebt die dahinter stehende Ideologie durchaus in einer ganzen Reihe von Argumenten einschließlich der “in alle Ewigkeit geltenden Haftung und Verantwortung aller Deutschen” sehr wirksam weiter. Dies kann nie versöhnend und läuternd, sondern auf die Dauer nur zerstörend wirken. Doch darüber wird noch zu reden sein.

Erinnerung und Gedenken, wenn sie denn den Blick für Gegenwart und Zukunft schärfen und nicht verdunkeln sollen, haben nur dann Sinn, wenn sie auf der ganzen Wahrheit und nicht nur der Wahrheit einer Seite gründen, wenn gleiche Moral- und Rechtsgrundsätze für alle gelten und wenn sie nicht die andere Seite unter permanenter Schuldlast und Verurteilung halten. Dies sind Basis und Anspruch freiheitlich demokratischer Rechtsstaaten. Auch wenn sie sich leider nicht immer danach richten. Und so kann Erinnerung in gefährlichem Maße instrumentalisiert werden. Dies geschieht schon dann, wenn sie selektiert. Wir sind dessen seit Jahren Zeuge. In Deutschland schreibt die Zwangsjacke einer “politischen Korrektheit”, definiert von einem Meinungskartell nachgeborener, selbsternannter Tugend- und Moralwächter, dem Bürger in ganz bestimmten Bereichen, zu denen auch die jüngere deutsche Geschichte gehört, vor, wie er zu reden, was für Meinungen und Urteile er zu haben, wessen er in welcher Art zu gedenken und was er zu verschweigen hat. Tut er das nicht, so sind nicht etwa eine gelassene sachliche Diskussion, notfalls Widerlegung, die Folge, sondern fast hysterische Entrüstung und moralische Ächtung, die bis zur persönlichen Vernichtung gehen kann, weil sie den Betreffenden zu einem unwerten Menschen an sich erklärt. Argumente werden dann durch in Deutschland tödliche Schlagworte – und so sind sie meist auch gemeint – wie “rechts(extrem wird schon meistens weggelassen), Ausländerfeindlichkeit oder den völlig überstrapazierten Vorwurf des Antisemitismus” ersetzt. Das hat durchaus Wirkung, verändert zwar keine Überzeugungen, aber erzeugt oft angstvolles Schweigen, Unsicherheit und Opportunismus, in letzter Konsequenz sogar Haß. Dies sind die Kennzeichen einer Gesinnungsgesellschaft unseligen Angedenkens. Wohin eine solche Instrumentalisierung eines der schrecklichsten Ereignisse der Geschichte führen kann, beschreibt Norman Finkelstein in seinem Buch “The Holocaust Industry”.

Es gibt und gab daher auch immer wieder bedeutende Stimmen von Philosophen, Historikern und Politikern, die ein Plädoyer für das vergebende Vergessen gehalten haben. In der Geschichte gibt es zahlreiche Beispiele dafür, daß ein dauerhafter Friede nur auf der Basis solchen Vergessens möglich war, während alle Rachefeldzüge und viele heute noch brennende Konflikte von einer für sakrosankt erklärten Erinnerung angeheizt wurden und werden. Man muß nur an Irland, das ehemalige Jugoslawien oder den Nahen Osten denken. Viele europäische Friedensverträge forderten explizit das Vergessen, angefangen vom Vertrag zwischen Ludwig dem Deutschen und Karl von Frankreich 851, über den westfälischen Frieden, den Wiener Kongreß, (obwohl die blutige Eroberung Europas durch Napoleon vor allem Rußland und den deutschen Staaten mehr als genug Anlaß zur Vergeltung gegeben hatte, blieb Frankreich unangetastet) bis zum Vertrag von Lausanne 1923. Auch die französischen Verfassungen von 1814 und 1830 enthalten dies. Der Philosoph Rudolf Burger (Wien) meint, das Gerede von einer angeblich drohenden Wiederkehr des vermeintlich Verdrängten sei keine Kur mit reinigender Wirkung, sondern eine politische Erpressungsstrategie mit moralischen Mitteln. Und weiter: “Warum allerdings eine wirksame Ermahnung nur von den Verbrechen der Nazis ausgehen soll und nicht auch von allen anderen Großverbrechen der Geschichte, bleibt ein Rätsel (oder Methode, der Verfasser). Daß die Erinnerung an das Böse vor dessen Wiederholung schützt, ist eine höchst fragwürdige These. Auf historische Erfahrung stützen kann sie sich nicht.” Erst im 20. Jahrhundert sei mit der zivilisierenden Tradition des Nichterinnerns gebrochen worden und das alttestamentarische gnadenlose Gebot der Rache und des niemals vergessen zu dürfen als pathetische, unbedingte moralische Verpflichtung, allerdings nur für eine besondere, herausgehobene Untat, neu zur Geltung gebracht worden. Das rufe aber nicht gute Geister wach, sondern könne sich eher zum Fluch entwickeln. Mag man dem nun zustimmen oder nicht, bedenkenswert ist es immer.

Erinnern wir uns also: 8. Mai 1945, Befreiung oder Niederlage? Schon die vorstehende Betrachtung zeigt, daß diese Frage überhaupt nicht eindeutig oder auch nur einfach beantwortet werden kann. Auch wenn man davon ausgeht, daß die eigentliche Katastrophe nicht die Niederlage, sondern der Krieg selber war. Für die Völker Europas bedeutete das Kriegsende ohne Zweifel die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Aber schon die Nationen Osteuropas gerieten sofort unter das Joch eines ebenso erbarmungslosen Kommunismus, der insgesamt noch weit mehr Blutopfer forderte, als sein brauner Gegenpart. Die vorsätzliche Blindheit, Nachsicht und Verharmlosung, mit der allerdings gerade in Deutschland die Verbrechen dieser anderen Ideologie des Schreckens einschließlich dem Regime der DDR bis heute erinnert und beurteilt werden, kennzeichnen ein trauriges Phänomen doppelter Moral und vorurteilsbeladener Erinnerungskultur, die einer besonderen Untersuchung bedürfte. Der französische Historiker Besancon konstatiert als einer von vielen: “Mit aller Bestimmtheit muß man sagen: ja, beide Systeme sind gleich kriminell. Beide Doktrinen bieten höhere Ideale an, die ihren Anhängern begeisterte Aufopferung und Heldentaten abverlangen, während sie sie gleichzeitig mit dem Recht und der Pflicht zu töten belasten und dies moralisch rechtfertigen”. Allerdings haben die Opfer des Nationalsozialismus eine sehr effiziente Lobby, die durch einen hohen moralischen und politischen Druck sowie Singularitätsanspruch für eine stets gegenwärtige Mahnung sorgt, während die Opfer des Kommunismus, obwohl noch zahlreicher und vielfach ähnlich schrecklich und planmäßig zu Tode gebracht, dies nicht haben. Ein Drittel Restdeutschlands geriet unter diese Diktatur. Für diese Menschen kann schon deshalb nicht von einer Befreiung die Rede sein, auch wenn allein das Ende des Krieges für die meisten Deutschen zunächst natürlich eine befreiende Erleichterung war. Auch begrüßten alle Verfolgten des NS- Regimes das Ende ihrer Not. Für die meisten Deutschen aber bekam die Not zunächst nur ein anderes Gesicht. Und sie war mit einer tiefen, von den Siegern auch beabsichtigten Demütigung verbunden. Demütigung aber, und das wird zu oft vergessen, schlägt tiefere Wunden als eine Niederlage. Denn die meisten Deutschen liebten zwar nicht den Nationalsozialismus, den in der letzten freien Wahl im März 1933 nur eine Minderheit gewählt hatte, obwohl er für viele zunächst das Ende ihrer wirtschaftlichen Not und der internationalen Ächtung Deutschlands bedeutete, unter dem sie dann später aber irgendwie überleben mußten, – den lebensbedrohenden Druck einer solchen Diktatur, ihre absolute Informationshoheit, ihre Rechtswillkür gegenüber ihren eigenen Bürgern kann sich heute kaum ein Nachgeborener mehr vorstellen – aber sie liebten ihr Vaterland. Wie alle anderen Völker auch. Und vor allem für ihr Vaterland hatte auch der weitaus größte Teil der deutschen Soldaten gekämpft. Daß sie damit gleichzeitig auch für das NS- Regime kämpften, war ihre Tragik. Dieses Vaterland nun auf so schreckliche Weise vernichtet zu sehen, wurde deshalb von fast allen als eine schwere Last empfunden. Für die, die sich schuldig gemacht hatten, aber auch für viele Unschuldige kamen die Angst vor Strafe und Rache hinzu. Daß dies nicht unberechtigt war, bewies das Wüten der roten Armee in den eroberten Gebieten, die millionenfache Vertreibung und Ermordung der Ostpreußen, Pommern, Schlesier, Ungarn- Rumänien- und Sudetendeutschen.

Für die Soldaten der Wehrmacht bedeutete die Gefangenschaft auch nach der Kapitulation in keiner Weise eine Garantie für das Überleben. Weit über anderthalb Millionen kamen elendiglich in sowjetischen Lagern um. Aber auch in den französischen und amerikanischen Lagern starben nach dem Krieg fast eine Million Soldaten den Hunger- oder Seuchentod. Wie der kanadische Historiker James Baque nachweist, mit der, vorsichtig ausgedrückt, billigenden Inkaufnahme durch die westlichen Alliierten, denn eine bessere Versorgung wäre möglich gewesen. Waren auch die Schrecken des Krieges und des 3. Reiches vorüber, so erreichten doch für die meisten Deutschen Hunger, Unbehaustheit, Flüchtlingstrauma, Ausgebombtennot und Vertriebenenelend erst nach dem 8. Mai ihren traurigen Höhepunkt. Und die ersehnte und von den Siegern versprochene neue Gerechtigkeit und Freiheit ließen durchaus auf sich warten. Eher regierten zunächst Zwang, Willkür und Vergeltung..

Man mag nach dem Entsetzen des Krieges dafür Verständnis aufbringen, – mit dem Völkerrecht und den hehren moralischen Ansprüchen der Sieger vertrug es sich nicht.

Und dennoch begann mit der Niederlage auch eine neue Zukunft, begann eine die Welt in Staunen versetzende Wiederaufbauleistung, begann, wenn auch quälend langsam, die Herrschaft des Rechts und begann, zunächst allerdings sehr begrenzt und nur für die Westdeutschen, die Flamme der Freiheit zu leuchten. Aber die Dimension des materiellen, vor allem jedoch des geistigen Zusammenbruchs Mitteleuropas war zu gewaltig. Und von den Alliierten wußte nur Stalin wirklich, wie die neue Weltordnung nach dem Sieg in seinem Sinne aussehen sollte. So versank die eine Hälfte der Welt in einer ebenso barbarischen roten Flut wie es vorher die braune gewesen war. Zwar waren für das neue Deutschland die Errungenschaften einer gefestigten Demokratie und die unwiderrufliche Einordnung in die Völker der freien Welt überhaupt nicht zu überschätzen, doch hat noch das heutige Deutschland einen Verlust an nationaler Identität, an Selbstwertgefühl, an Sicherheit des Urteils und an Patriotismus zu beklagen, der einmalig auf der Welt ist und der uns von anderen Nationen in keiner Weise zur Ehre angerechnet wird. So behält das Wort des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuß, seine Gültigkeit: es sei die Paradoxie des 8. Mai gewesen, daß die Deutschen erlöst und vernichtet in einem gewesen seien. Wir spüren es bis heute.

In Deutschland ist die Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges und der mit ihnen verbundenen Verbrechen in einem Umfang und mit einer Intensität aufgearbeitet worden, die in der Weltgeschichte einmalig ist. Allerdings haben Betroffenheit, Schuldkomplexe, Vorurteile und Einseitigkeit bis hin zum Selbsthaß oder besser Deutschenhaß, ein Phänomen vor allem der intellektuellen Linken, uns nicht unbedingt der alten Pilatusfrage: “Was ist Wahrheit?” näher gebracht. Hinzu kommt etwas anderes. Daß die Geschichte durch die Sieger geschrieben wird, und sie sich die alleinige Deutungshoheit sichern, ist eine oft bestätigte, wenn auch traurige und folgenschwere Erfahrung. Auch dies trägt zur Wahrheitsfindung wenig bei. Daß aber deren Version, interessengeleitet und apologetisch wie immer sie sein mag, von den Besiegten oder doch bestimmenden Teilen ihrer Gesellschaft mit allen Klischees fast freiwillig und bis in die Gegenwart so vollständig und unkritisch, ja sogar noch überhöht übernommen wird, ist eine in der Geschichte der Niederlagen singuläre Erscheinung.

Je aufgeklärter die Deutschen scheinen, je eindimensionaler wird ihr Geschichtsbild. Das führt dann zu so absurden Äußerungen wie die von Bundeskanzler Gerhard Schröder bei den Gedenkfeiern im Juni letzten Jahres in der Normandie, daß der Sieg der Alliierten ein Sieg nicht über Deutschland, sondern für Deutschland gewesen sei. Keiner unserer heutigen Verbündeten hat ihm diese Selbstdemütigung, mit der er sich ins Lager der Sieger schleichen wollte und die er wohl in Moskau wiederholen wird, abgenommen. Sie alle haben verständlicherweise nicht für, sondern gegen Deutschland gekämpft, und ihr Ziel war die bedingungslose Unterwerfung um jeden Preis, solange ihn Deutschland zahlen mußte. Sich mit solchen rhetorisch-semantischen Tricks auf die “richtige” Seite zu schlagen, besorgte in der DDR der amtlich verordnete “Antifaschismus”. Ihm nähert sich, unter westlichen Vorzeichen, das offizielle Geschichtsbild der Bundesrepublik langsam an. Zugeschüttet werden die Wahrheit und die wirkliche Erinnerung. Auch die Weigerung Schröders, einen deutschen Soldatenfriedhof zu besuchen, fällt unter diese Haltung. Würdelosigkeit aber findet selten Anerkennung, eher stille Verachtung. Unter Adenauer und wohl noch unter Brandt wäre dies nicht möglich gewesen.

Daß auf der Basis solcher Grundhaltung der Manipulation und Instrumentalisierung unseres Geschichtsbildes Vorschub geleistet wird, liegt auf der Hand. Die vorgeschriebene “Kultur des Erinnerns” an die Verbrechen des Nationalsozialismus ist daher in Deutschland immer auch gleichzeitig eine Kultur des Verschweigens gewesen. Sie machte das Leid der Deutschen an den Kriegsverbrechen der Sieger bisher weitgehend stumm. Und wer gegen diesen im tiefsten unmenschlichen Zwang aufbegehrte, wurde, ja wird mit allen Mitteln des modernen Medienstaates zum Schweigen gebracht. Dies hat bei vielen Deutschen zu einem völlig einseitigen Geschichtsbild, bei anderen, vor allem den Älteren, die es aus eigener Erfahrung besser wissen, zu tiefer Resignation, oder zu Neurosen geführt, aber auch dazu, daß man den politischen Extremisten dies Feld überlassen hat, die es für ihre Zwecke nutzen. Wenn auch unbequeme Wahrheiten nicht schon allein deshalb unwahr werden.

Jetzt erst beginnen auch diese Verbrechen und das Leid, das sie verursacht haben, langsam und oft immer noch einseitig, thematisiert zu werden. Die Vorstellung vom 2. Weltkrieg wird z. Zt.  vor allem für die jungen Deutschen, die oft so wenig wissen, von Herrn Guido Knopp bestimmt. Er spricht zwar, wenn auch oft oberflächlich und immer relativierend, Themen an, die lange tabuisiert waren. Doch auch er hält sich an den Grundsatz, daß nur Deutsche schuldig sein können. Und so werden denn die Millionen Vertriebenen und Ermordeten, die Geschändeten und Erschlagenen, die Verhungerten und Verbrannten, die Beraubten und Gefolterten, Kinder, Frauen, Greise, Gefangene zu Opfern ihrer selbst oder doch zumindest zu Opfern Hitlers. Was für eine Verzerrung! Was für ein Zynismus! Das gilt auch für die mittlerweile erschreckende Kommerzialisierung aller Themen, die das 3. Reich berühren. “Auschwitz und Hitler machen Quote”, hat es ein bekannter Fernsehjournalist formuliert. Und jeder versucht, sein Scherflein damit zu verdienen, solange die manipulierte Öffentlichkeit noch nicht des Übermaßes an selektiver, sensationsversessener Geschichtsdarstellung überdrüssig ist. Das ist weder des tiefen Ernstes des Themas angemessen, noch trägt es zur Wahrheitsfindung oder zu einer heilenden Erinnerung bei.

Nach jedem Recht waren damals wie heute die Vertreibung und Tötung der Ost- und Sudetendeutschen, (z. T. schon vor dem Krieg gefordert,) der von Anfang des Krieges an und nicht erst als Reaktion auf deutsche Luftangriffe gezielte, geplante und technisch perfektionierte, um nicht zu sagen industrialisierte Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung, “um so viele Deutsche zu töten wie irgend möglich”, so Churchill, die Behandlung vieler deutscher Kriegsgefangener und anderes mehr Kriegsverbrechen. Die vielfach vorgebrachte Rechtfertigung, Deutschland habe ja den Krieg begonnen und deshalb hätten alle Deutschen es nicht besser verdient und seien selber schuld an ihrem Elend, greift nicht. Abgesehen davon, daß auch hier wieder die Kollektivschuldthese implizit ihr Haupt erhebt. Die große Mehrzahl dieser Opfer hat den Krieg sicher nicht gewollt, sondern war ihm ausgeliefert. Gerade die Alliierten aber, die doch angeblich angetreten waren, um das Recht und die Menschlichkeit wieder herzustellen, müssen sich an diesem Maßstab, an dem wir Deutsche ständig gemessen werden, auch messen lassen. Den Krieg siegreich zu beenden, um das NS-Regime zu zerstören, war gewiß notwendig und richtig. Das Entscheidende aber ist ja eben, daß keines der Kriegs- und Nachkriegsverbrechen der Alliierten militärisch oder politisch notwendig war, um den Sieg sicher zu erringen. Wahrscheinlich haben sie, und für die Forderung nach bedingungsloser Kapitulation ist das ganz sicher, den Krieg und damit das Leid eher verlängert und die Zahl der Opfer auf beiden Seiten erhöht. Es zeichnet den Menschen gerade aus, daß er in seinen Entscheidungen einem ethischen Maßstab folgen kann, ja prinzipiell muß und sich in seinen Handlungen eben nicht automatisch von irgendwelchen Ursachen abhängig machen darf. Wollten wir immer den Zwängen von Ursachen folgen, dann gelangten wir über Versailles, den 1. Weltkrieg, den Kommunismus und Imperialismus, Napoleon, die Revolutionen und Reformation ganz schnell an den Anfang der Geschichte. Der Mensch erscheint dann nur als Gefangener und Getriebener der Umstände und seiner eigenen Unvollkommenheit, ohne Ethik, ohne Willensfreiheit. Die Frage nach individueller Schuld, und nur diese gibt es, stellt sich dann freilich nicht. Und zwar für keine Seite. So kommt man daher, wenigstens mit einer moralischen Wertung, überhaupt nicht weiter.

Dies alles hat weder mit linken noch mit rechten Meinungen etwas zu tun, sondern schlicht mit der historischen Wahrheit und mit rechtlichen und ethischen Maßstäben, die für alle gelten müssen. Es ist den Deutschen bei Strafe verboten, die nationalsozialistischen Untaten zu relativieren, zu entschuldigen oder aufzurechnen. Genau dies wird aber gezielt und ohne jede Bedenken getan, wenn es sich um Verbrechen an Deutschen oder grundsätzlich an Besiegten handelt. Das ist unerträglich. Das gleiche gilt für die eifersüchtige Überhöhung, Singularisierung und Hervorhebung einer ganz bestimmten Opfergruppe, so z.B. der Opfer des nationalsozialistischen Genozids an den Juden. Zwar mag diese Haltung verständlich sein, begründen sich doch, wie Chaim Weizmann es ausgedrückt hat, Selbstverständnis, Identität, Geschichts- und Geistesbild, aber auch materielle Ansprüche eines ganzen Volkes auf dieser ungeheuren Verletzung. Und doch bedeutet es eben auch implizit die Herabsetzung aller anderen Opfer und damit eine Beleidigung ihrer Würde. Jedes der großen Menschheitsverbrechen ist einzigartig und unvergleichbar, der Holocaust an den Juden, der Genozid an den Armeniern, die Abermillionen Opfer des Kommunismus in der Sowjetunion, in Osteuropa, in China und in Kambodscha, die Vertreibung und Ermordung der Ostdeutschen, die Toten von Dresden, Hamburg und Hiroshima, das Abschlachten der Tutsi, um nur einige zu nennen – alles unter den Augen der sogenannten zivilisierten Welt. Aber gemeinsam sind ihnen doch der gewaltsame, verbrecherische, geplante Massentod vor allem Unschuldiger, die Schändung, die Qualen und das Leid. “Jeder gewaltsame Tod ist ein Weltuntergang”, hat Camus einmal gesagt. Gleich ob es eine ostpreußische Frau war, die zwanzigmal vergewaltigt und dann an der Scheunentür ihres Hofes gekreuzigt wurde, weil sie Deutsche war oder eine Jüdin, die in den Gaskammern von Auschwitz ermordet wurde, weil sie Jüdin war. Kein Verbrechen rechtfertigt ein anderes Verbrechen. Das ist einer der unaufgebbaren Grundsätze unserer Rechtsordnung, damals wie heute. (Wenn es denn nicht eine besondere für die Sieger geben soll). Das gilt für die Schreckenstaten des Hitlerreiches, von denen in der Tat nicht ein Jota gestrichen werden darf, aber es muß ebenso für alle anderen Verbrechen jener unheilvollen Zeit, wie natürlich auch heute, gelten, gleich von wem sie begangen wurden. Das verlangen auch die Würde der Opfer und die Ehrfurcht vor den Toten. Nur so ist Versöhnung möglich, die doch unser aller Ziel sein muß.

Ist sie das aber wirklich? “Versöhnung ist ein absolut sinnloser Begriff. Den Erben des judenmordenden Staates kommt gar nichts anderes zu, als die schwere historische Verantwortung auf sich zu nehmen, generationenlang, für immer”. Der Satz stammt von Michel Friedmann. Und die Jerusalempost schrieb anläßlich der Weizsäckerrede von 1985 von der “Unsühnbarkeit kollektiver deutscher Schuld”. Das bedeutet die Schuldhaftung einer ganzen Nation für alle Ewigkeit. Man kann das wollen, aber ein Zusammenleben Deutscher und Deutscher jüdischen Glaubens in Normalität, in gegenseitiger Achtung und Freundschaft, was wir uns doch so sehr wünschen, wird auf diese Weise ungeheuer erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht. Gerade jüdische Stimmen weisen deshalb immer wieder warnend auf diesen Umstand hin.

Wir haben gesehen, daß eine der bedrückendsten Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus, des verlorenen Krieges, aber auch der sogenannten “reeducation” das anscheinend unheilbar beschädigte kollektive Selbstbild der Deutschen ist. Verstärkt wurde dies durch die germanophobe, verzerrte, bis heute nachwirkende Realitätswahrnehmung der 68er. Das gipfelt dann, um nur noch ein Beispiel von vielen zu nennen, in dem geradezu nationalneurotischen Geschichtsbild der Stadtväter von Würzburg, die in der Erinnerungsstätte des alten Rathauses zunächst wohlwollend über Churchill und Luftmarschall Harris räsonieren, um dann die Schuld an dem Feuersturm, mit dem britische Bomber am 16. März 1945 militärisch vollkommen sinnlos Würzburg vernichteten, “den Deutschen, die den Krieg losgebrochen haben,” zu geben. Die Absurdität solcher monokausalen Argumentation, die jede freie ethische Willensentscheidung ausschließt und einem Automatismus von Verbrechen und Gegenverbrechen ebenso wie der Blutrache das Wort redet, habe ich angedeutet.

Auch über die deutsche Wehrmacht wurde in ähnlicher Weise gerichtet. Es kann kein Zweifel sein, daß Soldaten der Wehrmacht an Kriegsverbrechen beteiligt waren. Und keine der nachfolgenden Bemerkungen will daran etwas entschuldigen oder aufrechnen. Aber sie waren nicht schon deshalb schuldig, weil sie unter einem verbrecherischen Regime in den Krieg zogen. Fast alle hatten keine Wahl, obwohl viele Deutsche, vor allem der jüngeren Generation, das heute in fast kindlicher Naivität glauben. Persönlich schuldig haben sich nach neueren Untersuchungen, etwa 2 bis 3% der während der Dauer des Krieges eingesetzten ca. 19 Millionen Soldaten gemacht. Es ist hier nicht der Ort, noch einmal auf die berüchtigte “Wehrmachtsausstellung” von Reemtsma und Heer einzugehen. Bezeichnend ist allerdings, daß sie erst abgesetzt wurde, nachdem ihre unhaltbaren Pauschalurteile, ihre Fälschungen und Verzerrungen durch ungarische und polnische Historiker aufgedeckt wurden, obwohl deutsche das schon vorher festgestellt hatten, aber von Reemtsma und vielen Medien mit wütenden Protesten, ja Prozessen überzogen worden waren. Alle Verbrechen von Wehrmachtsangehörigen sind längst bekannt. Fast alle Täter sind dafür verurteilt worden. Den Mythos von der sauberen Wehrmacht hat es so nie gegeben, aber der Mythos von der verbrecherischen Wehrmacht ist eben genauso falsch. Selbst wenn man die jedem Kriege innewohnende Tendenz zur Entsittlichung und Verrohung berücksichtigt, die ja auf alliierter Seite in genau dem gleichen Maße auftrat, hat die ganz große Mehrheit der deutschen Soldaten so tapfer und ehrenvoll gekämpft wie die meisten ihrer Gegner und wie es die schrecklichen Umstände des furchtbarsten aller Kriege nur zuließen. Vernon Walters, der ehemalige amerikanische Botschafter in der Bundesrepublik, spricht sogar von “ganz unvergleichlichen militärischen Leistungen.” Das Paradoxe, ja Beschämende daran ist allerdings, daß dies die ehemaligen Siegermächte in weit höherem Maße anerkennen als es die vorgeschriebene Geschichtsauffassung den Deutschen selbst erlaubt. Der ehemalige französische Präsident Francois Mitterrand sagte in seiner Rede anläßlich des 8. Mai 1995: “Ich habe erfahren, welche Tugenden, welchen Mut das deutsche Volk besitzt. Bei den deutschen Soldaten, die in so großer Zahl starben, kommt es mir kaum auf die Uniform an und noch nicht einmal auf die Ideen, die ihren Geist bestimmten. Sie hatten Mut. Sie taten ihre Pflicht wie wir die unsere. Sie waren in diesen Sturm losmarschiert unter Einsatz ihres Lebens. Sie haben seinen Verlust für eine schlechte Sache hingenommen, aber wie sie es taten, hat mit dieser Sache nichts zu tun. Es waren Menschen, die ihr Vaterland liebten, dessen muß man sich bewußt sein.” Kann man sich vorstellen, daß Gerhard Schröder so etwas sagen würde?

Von Raymond Aron stammt die Erkenntnis, “daß man den Charakter einer Nation daran erkennt, wie sie nach einem verlorenen Krieg mit ihren Soldaten umgeht”. Daran gemessen hat zumindest ein großer Teil der meinungsbildenden, intellektuellen und politischen Klasse Deutschlands herzlich wenig Charakter.

Hitler hat die Wehrmacht immer mit Mißtrauen betrachtet. “Das waren nie meine Leute” hat er gesagt. Und aus der Mitte der Wehrmacht entstand dann auch der entscheidende einzige Widerstand, der das Regime wirklich gefährdete. Mir ist kein totalitäres System der neueren Zeit bekannt, weder die kommunistisch-sozialistischen, noch rechtsextreme Diktaturen, in denen überhaupt so entschieden, wenn tragischerweise letztlich doch erfolglos, Widerstand geleistet wurde, wie im 3. Reich. Der Mut, die Entschlossenheit und der ethische Rang dieser Männer und Frauen kann daher gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Einen Eindruck von der verzweifelten Lage, in der sich viele deutsche Soldaten befanden, gibt ein Wort Ernst Jüngers: “Wir befanden uns nicht in einem Kreuzzug, der scheinbar alles rechtfertigte, wie die andere Seite, aber sie kannten auch nicht den unlösbaren Konflikt, der uns bedrückte, einerseits den Krieg und das Vaterland auf grausame Weise zu verlieren, andererseits einer Führung ausgeliefert zu sein, die wir nicht weniger als sie verachteten.”

Und deshalb mutet auch der fast hysterische Rundumschlag, den die politische Leitung seit einiger Zeit gegen alles führt, was in der Bundeswehr auch nur entfernt an die Wehrmacht erinnert, so falsch, so undifferenziert, so angstvoll opportunistisch an. Damit einher geht eine zunehmende, undifferenzierte Stigmatisierung von Wehrmachtssoldaten, nur weil sie das Schicksal hatten, unter der NS-Herrschaft in diesen Krieg zu ziehen, gepaart mit einer fast naiven Vorstellung von der Möglichkeit eines Widerstandes für jeden der nur wollte, eines Widerstandes, der ja immer mit dem Tod bedroht war, auch dem der Angehörigen. Jahrzehntelang haben die militärischen und politischen Väter der Bundeswehr aller Parteien, die wahrlich nicht weniger Einsicht und vielleicht ein besseres Demokratieverständnis und sicher oft mehr Mut hatten als die heutigen, es für völlig angemessen gehalten, soldatische Tugenden und tapfere Soldaten, auch einzelne Verbände, die der Wehrmacht angehörten und in ihr dienten, in die Tradition der jungen Streitkräfte mit aufzunehmen, selbst wenn die Institution als Ganzes vielleicht nicht dafür geeignet erschien. Keine Armee unserer Verbündeten ist mittlerweile so traditionsvergessen wie die Bundeswehr, – oder das was von ihr übrig bleiben wird, wenn der Wehretat sein Minimum vielleicht doch einmal erreicht hat, – und dies, obwohl sie alle dunkle Flecken in ihrer Geschichte haben.

Nur so ist auch die jüngste Kampagne gegen den Jagdflieger Werner Mölders zu erklären. Eines untadeligen jungen Soldaten, der glaubte, seine Pflicht zu tun.

Die Verbrechen von Deutschen sind gerichtet. Glücklicherweise, obwohl für sie z. T. erst nach der Tat geltende Gesetze geschaffen wurden. Die der Alliierten sind es nicht. Nicht der geplante Tod und die Erschießung unzähliger Kriegsgefangener, nicht die Vertreibung und Tötung der Ostdeutschen, nicht die gegen jedes Kriegsvölkerrecht verstoßenden Handlungen vieler Partisanen, nicht die unvorstellbaren Greueltaten der roten Armee in den eroberten deutschen Gebieten, – auch Stalin hatte ja den Vernichtungskrieg und die Taktik der verbrannten Erde vom ersten Tage an befohlen – nicht der gezielte Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung. Der britische Diplomat Harold Nicholson nannte die Vernichtung Dresdens: “The greatest single holocaust by war.” Wenn das ein Deutscher zu sagen wagte, würde Herr Spiegel ihn sofort des Antisemitismus beschuldigen, ein Gericht ihn u.U. wegen Volksverhetzung anklagen und damit wäre er erledigt. Eine solche öffentliche Auffassung aber erzeugt, was sie suggeriert, um es dann mit gerechtem und großem Eifer verurteilen zu können. Nicht anders jedoch Sir Basil Lidell Hart: “Unser Bombenterror war die unzivilisierteste Art der Kriegführung, die die Welt seit den Verheerungen der Mongolen gesehen hat.” Das Leid der Opfer wurde nicht in Kauf genommen, es war beabsichtigt. Doch alle diese Untaten wurden und werden mit deutscher Schuld buchstäblich zugedeckt und aufgerechnet, bis niemand mehr daran zu rühren wagt. Sie werden auf diese Weise historisiert und damit relativiert; also genau das, was für die deutschen Verbrechen als Tabu gilt. So wird bis heute mit zweierlei Maß gemessen.

Die westlichen Alliierten beanspruchten, im Prinzip zu Recht, freiheitliche Rechtsstaaten zu sein. Die gesamte Idee des Rechts beruht aber auf dem ehernen Grundsatz der Gleichheit aller vor dem Gesetz und sie beruht auf der Überzeugung, daß eine Untat nur durch das Recht und nicht durch eine zweite Untat beantwortet und bestraft werden kann. Auch im Kriege. Gegen diesen Grundsatz und andere Regeln des Völkerrechts haben auch die Sieger im Lauf des Krieges und, was fast noch schwerer wiegt, des Nachkrieges eklatant verstoßen und damit ihre Glaubwürdigkeit nicht nur gegenüber den Besiegten in hohem Maße verletzt. Viele ihrer Handlungen sind nur aus dem Motiv der Rache erklärbar, also “einem Rückfall in archaische Barbarei”, wie Lidell Hart es ausdrückte. Man kann versuchen, das zu verstehen; an den Verbrechen und an der Schuld ändert es nichts. Auch aus diesem Grund haben die meisten Deutschen das Kriegsende eher als Niederlage, denn als Befreiung empfunden.

Befreiung” ist ohnehin ein Motiv, das die Kriegsgegner Deutschlands erst spät, gegen Ende des Krieges, vor allem aber danach für sich in Anspruch nahmen. In allererster Linie war der Krieg für die Alliierten, wie für Hitler, ein Kampf um die Macht, und machtpolitische, nicht etwa humanitäre Kriterien, die Roosevelt als “Gefühlsduselei” bezeichnete, bestimmten die Ziele. Es galt, das nationalsozialistische Reich, in der Tat ein Reich des Schreckens, das auf gewaltsame Weise seinen Hegemonialanspruch in Europa durchzusetzen angetreten war, und damit Deutschland und die Deutschen zu vernichten – nicht nur zu besiegen – und den eigenen Machtbereich zu erweitern. Auch aus diesem Grunde durften verschiedene deutsche Friedensangebote während des Krieges, die es ja gab, nicht angenommen werden, auch aus diesem Grunde wurde die deutsche Opposition gegen Hitler von den Alliierten nicht unterstützt, sondern im Stich gelassen. Eine der bittersten Erkenntnisse ist aber, daß es den Siegern in Wirklichkeit auch nicht um die Befreiung der Juden ging. Wie wir heute wissen, wäre sie zumindest für einen Teil zu einem früheren Zeitpunkt wahrscheinlich möglich gewesen. Es gab dafür sogar Angebote von Himmler. Aber die Alliierten bestanden kompromißlos auf der bedingungslosen Kapitulation.

Zuckmayer, damals schon Amerikaner, kritisierte die Besatzungspolitik noch 1947 in seinen Berichten mit den Worten: “Was wir den Deutschen heute antun, werden wir uns selbst antun”. Öffentlich “aufgearbeitet”, um diesen schillernden, unscharfen, gleichwohl beliebten Begriff zu verwenden, wurde alles dieses bei unseren westlichen Verbündeten, geschweige denn in Rußland, Polen oder Tschechien auch nicht ansatzweise. Rechtsfiktion und Aufrechnung behalten hier ihre bequeme Rechtfertigungsfunktion.

Und so ist Deutschland noch heute ein kriegsversehrtes Land. Unser beschädigtes Selbstwertgefühl, unser unbehaustes Bewußtsein, unser nach wie vor verkrampfter und selektiver Umgang mit unserer Geschichte zeigen es überdeutlich. Das Bild von allen Deutschen als Tätern dominiert am stärksten in Deutschland selbst. Für die Wahrnehmung deutscher Opfer gab es kaum moralischen Raum, ihr Leid blieb verborgen unter verordnetem Schweigen und unter Schleiern von Scham. Nichts kann dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen, nichts den deutschen Tätern von ihrer Schuld genommen werden. Aber nichts auch den Siegern von der ihren.

Der tschechische Politologe Bohumil Dolezal fordert, daß es an der Zeit sei “auch das Unrecht, das die Sieger begangen haben, zu benennen, zu reflektieren und zu heilen”. Anders sei ein dauerhafter und gerechter Frieden nicht möglich. Eine wirkliche Versöhnung setzt ein wechselseitiges Schuldbekenntnis und den allseitigen Willen zu Gerechtigkeit und Sühne voraus. Man mag das für eine utopische, ja naive Forderung halten. Aber richtig und notwendig bleibt sie deshalb doch. Nichts beweist dies mehr als die immer noch tief verunsicherte deutsche Befindlichkeit und die gebrochene deutsche und, will ich nun hinzufügen, auch die gebrochene Erinnerung unserer ehemaligen Kriegsgegner. Gerade weil die meisten von ihnen nun zu unseren Verbündeten gehören. Die Arroganz eines scheinbar guten Gewissens macht schnell blind.

Um zu beschreiben, “wie es wirklich war” (Ranke) müssen wir Nachgeborenen uns aller nur verfügbaren Erkenntnisse der Forschung bedienen. Mit Vorsicht und Akribie, nicht mit der Selbstgewißheit und Arroganz dessen, der glaubt, alles schon zu wissen, müssen wir uns der ganzen und nicht nur der erwünschten Wahrheit der Tatsachen nähern. Wollen wir aber moralische und ethische Wertungen von Menschen vornehmen, so gilt noch größere Behutsamkeit. Dann muß der erste Grundsatz sein, sich in die Lage der Handelnden zu ihrer Zeit zu versetzen und nicht mit der oft schnellfertigen, aber doch auch letztlich nur relativen, Klugheit derer, die vom Rathaus kommen, zu urteilen. Wir müssen ihre Erkenntnisfähigkeit, die Moralvorstellungen ihrer, nicht unserer Zeit, die Umstände, denen sie ausgeliefert, den Druck und den Zwiespalt, dem sie vielleicht ausgesetzt waren, ihre Freiheiten und Unfreiheiten, ihre Erfahrungen und Verletzungen berücksichtigen, bevor sich die Waagschale des Urteils der Geschichte zu ihren Gunsten heben oder zu ihren Ungunsten senken kann. Aber gerade gegen diesen Grundsatz wird sogar von Historikern viel zu oft verstoßen. Selbst die größten Verbrecher der Geschichte waren eben auch Menschen und keine Monster mit grünen Augen. In unserer Welt gibt es das absolut Böse ebenso wenig wie das absolut Gute. Aber gerade deshalb können wir als Menschen schuldig und zur Verantwortung gezogen werden.

Ich möchte diese Betrachtung mit den Worten des Oberrabbiners der jüdischen Gemeinde zu Wien, Moishe Arye Friedmann beschließen: “Auf die problematischen Teile der deutschen Vergangenheit sollte auch nicht nur zu zwielichtigen Zwecken hingewiesen werden, sondern um daraus das Richtige zu lernen, die rechten Schlüsse zu ziehen – und die können nur in einer echten und intensiven Rückkehr zu den guten nationalen Traditionen des Deutschtums und zum aufrichtigen und tiefen Glauben an Gott gehören. Die heutige feierliche Propaganda zielt aber auf eine Erniedrigung des deutschen Volkes und bewirkt so das Gegenteil des eben Gesagten – mit katastrophalen Konsequenzen.”

Die gebrochene Erinnerung an den 8. Mai 1945 kann und muß geheilt werden. Aber dies wird nur möglich sein, wenn sich nicht nur ein sich selbst demütigendes Deutschland, sondern alle in diesen entsetzlichen Krieg verwickelten Nationen daran beteiligen und sich der ganzen Wahrheit und dem gleichen Recht stellen und verpflichten. Nicht nur dem Triumph, sondern auch der eigenen Schuld. Jede andere Art von Erinnerung wird sonst nicht Versöhnung und Katharsis, sondern in alle Ewigkeit verlängerten Schmerz und erneute Abwehr erzeugen und damit im letzten ihren Sinn und die Zukunft verfehlen.

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