ERFURT. Die FDP muß in Thüringen wieder um den Einzug in den Landtag zittern. Der Wahlkreisausschuß Weimar hat den Liberalen vier Zweitstimmen aberkannt, berichtete die Thüringer Allgemeine. Sie wurden der SPD zugerechnet.

Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis hatte die Partei um fünf Stimmen die Fünf-Prozent-Hürde übersprungen und war in den Landtag eingezogen. Derzeit seien noch weitere Stimmenverluste möglich, da laut MDR noch sämtliche Stadt- und Wahlkreisausschüsse tagen.

Wahlfälschungsvorwurf gegen FDP-Generalsekretär

Unterdessen teilte die Staatsanwaltschaft Erfurt mit, eine mögliche Wahlfälschung gegen den Generalsekretär der Thüringer Liberalen, Robert-Martin Montag, zu prüfen. Der FDP-Politiker soll einen Wahlhelfer beeinflußt haben, strittige Stimmen für seine Partei zu werten. FDP-Chef Thomas Kemmerich wies die Vorwürfe zurück.

Bei dem Urnengang am vergangenen Sonntag war die FDP mit fünf Prozent knapp in den Landtag eingezogen. Wahlsieger wurde die Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow mit 31 Prozent, gefolgt von der AfD mit 23,4 Prozent. Die CDU landete nach Verlusten mit 21,8 Prozent auf Rang drei vor der SPD (8,2 Prozent) und den Grünen (5,2 Prozent). (ag)

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