CINCINNATI. Feministinnen haben mit Boykottdrohungen auf die Entscheidung des Unternehmens Proctor & Gamble reagiert, weibliche Symbole von seinen „Always“-Binden zu entfernen. Der Konzern gab damit den Protesten von Transgendern nach, die gegen das Venussymbol auf der Verpackung protestiert hatten.

„Könnte mir mal bitte jemand von Always erklären, warum unbedingt ein weibliches Symbol auf ihren Hygieneprodukten sein muß“, schrieb unter anderen eine Trans-Twitter-Nutzerin mit dem Pseudonym Melly Bloom an den Konzern. Es gebe auch Menschen, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen können und „Transmenschen, die auch Eure Produkte benutzen müssen“.

Feministin: Unternehmen hat „vor der Transagenda kapituliert“

Darauf hatte die Social-Media-Abteilung des Herstellers geantwortet: „Wir bei Always nehmen die Bedürfnisse und Vorlieben unserer Kunden ernst.“ Einem Transmann, der sich zuvor ebenfalls beschwert hatte, antwortete Always: „Wir sind froh, Ihnen mitteilen zu können, daß wir ab Dezember ein Verpackungsdesign verwenden, das ohne weibliche Symbole auskommt.“

Dies brachte nun Feministinnen auf die Palme. „Ich habe Eure Produkte gekauft, seit ich zehn bin. Hört auf, die Menschen von eurem Produkt zu tilgen, die euer Produkt kaufen.“ Eine weitere schrieb: „Männer können keine Periode bekommen, hört auf, Frauen unsichtbar zu machen!“ Andere Frauen sprachen von Boykott: „Biologische Frauen sollten die Marke einfach boykottieren.“

Die Mitgründerin der radikalfeministischen Gruppe „Justice for Women“, sagte dazu der Mail on Sunday: „Das weibliche Symbol von Hygieneproduktverpackungen zu entfernen, bedeutet die Existenz von Frauen zu verneinen.“ Es handele sich um „Virtue Signaling“ (Tugendhaftigkeit demonstrieren) des Unternehmens, das „vor der Transagenda kapituliert“. Diese habe sich „die totale Vernichtung der weiblichen Biologie“ zum Ziel gesetzt.

Konzern: Nicht jeder, der eine Periode hat, definiert sich als Frau

Auch die britische Steuersachverständige und Feministin Maya Forstater, die Anfang Mai wegen transgenderkritischer Tweets ihre Arbeitsstelle verloren hatte, meldete sich zu Wort. Das Venuszeichen repräsentiere das weibliche Geschlecht und damit das einzige Geschlecht, das diese Produkte brauche, schrieb sie auf Twitter. „Es steht nicht für Geschlechtsidentität.“

Ein Sprecher von Proctor and Gamble rechtfertigte die Unternehmensentscheidung gegenüber der Daily Mail: „Wir fühlen uns der Vielfalt und der Inklusion verpflichtet, und wir haben verstanden, daß nicht jeder der eine Periode hat und eine Binde braucht sich als Frau definiert.“ (tb)

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