Das Kernkraftwerk im slowenischen Krško steht immer wieder wegen bedrohlicher Sicherheitsmängel in der Kritik, vor allem in der Steiermark und in Kärnten ist die Bevölkerung wegen des geplanten Ausbaues der Anlage besorgt. In Klagenfurt haben nun der steirische FP-Klubomann Mario Kunasek und Kärntens FPÖ-Obmann Gernot Darmann zusammen mit FPÖ-Umweltsprecher Walter Rauch ihre Petition gegen das Kraftwerk vorgestellt.

Kunasek: Klares Nein zum Ausbau des Atomkraftwerkes in Krško

Die Petition kann bis Jahresende unterschrieben werden, die gesammelten Unterschriften sollen anschließend der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übergeben werden. Forderungen in der FPÖ-Petition betreffen nicht nur einen Ausbaustopp am Krškoer Kraftwerk, sondern auch die generelle Schließung dessen sowie die Förderung erneuerbarer Energieformen – Kunasek weist auch darauf hin, dass der steirische Landtag sich erst gestern, Dienstag, erneut gegen die Kernkraft ausgesprochen habe:

​Es geht um die Gesundheit und Sicherheit der Bürger, diese muss stets im Vordergrund aller politischen Überlegungen stehen. Mit dieser parlamentarischen Initiative wollen wir massiv Druck auf die zuständigen Regierungsmitglieder aufbauen, damit sich diese auf europäischer Ebene vehement für den Stopp von Atomenergie einsetzen. Besonders bedauerlich ist die Tatsache, dass es Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bisher nicht für notwendig erachtete, sich in irgendeiner Art und Weise zum AKW Krško zu äußern. In Anbetracht der massiven potentiellen Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgeht, müssen die derzeitigen Pläne für einen Ausbau und die Laufzeitverlängerung des völlig veralteten AKW Krško mit allen Mitteln verhindert werden!

Gegen radioaktive Strahlung helfen keine Grenzen

Darmann bedauert, dass alle Beschlüsse der Landtage von Kärnten und der Steiermark nicht zum Erfolg geführt haben und sieht nun die Zeit für die direkte Demokratie gekommen, um die Gefahr für die Bevölkerung durch den slowenischen Reaktor zu bannen. Dabei betont er, dass es dabei nicht um Parteizugehörigkeit, sondern um „Hausverstand und Vernunft“ gehe: Das Kraftwerk in Krško steht nicht nur auf einer Erdbebenlinie, sondern machte auch in der Vergangenheit schon durch mehrere schwere Zwischenfälle von sich reden.

Da geht es um keine Parteifarbe, sondern um Hausverstand und Vernunft, und da müssen wir mit der Bevölkerung gemeinsam Druck aufbauen, damit die Entscheidungsträger in Brüssel auf europäischer Ebene endlich verstehen, dass ein Mitgliedsland wie Slowenien nicht mit dem Leben der Europäer spielen darf. Das Atomkraftwerk Krško ist eine tickende Zeitbombe. Jeder Tag, an dem dieses AKW weiterbetrieben wird, gefährdet die Existenz und die Zukunft Österreichs und Mittteleuropas.

Nun sei die EU gefordert, die Förderung der Kernenergie zu beenden und sich auf die Entwicklung erneuerbarer Energien voranzutreiben, so Darmann, denn:

Umweltschutz ist Heimatschutz. Wir können gegen illegale Migration Zäune aufstellen und unsere Sicherheitskräfte einsetzen. Aber gegen Atom-Strahlung hilft das alles nichts, keine Grenze wird die Strahlung im Fall eines Atomunfalles in Krško aufhalten.

FPÖ kämpft schon seit 2017 gegen AKW Krško

Schon 2017 hatte die FPÖ zu dem Thema Anträge und Initiativen im Parlament eingebracht – alle wurden damals von ÖVP und SPÖ abgelehnt, erinnert der  freiheitliche Umweltsprecher Walter Rauch:

Dank der FPÖ wurde der Kampf gegen die Atomkraft in der vergangenen Bundesregierung intensiviert. Ich appelliere daher auch an die künftige Regierung, den Kampf weiter fortzusetzen und zu intensivieren. Die FPÖ wird in dieser Causa jedenfalls nicht lockerlassen. Unser Weg in die Zukunft ist der Weg der erneuerbaren Energien. Die künftige Bundesregierung und auch die EU sind daher gefordert, dem nuklearen Treiben ein Ende zu setzen. Wer auf Atomkraft setzt, begibt sich in die energiepolitische Steinzeit!

Der Beitrag „Atomare Strahlung kennt keine Grenzen“: FPÖ startet Petition gegen Kernkraftwerk Krško erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

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