BERLIN. „Die Juden sitzen wieder auf gepackten Koffern.“ Mit diesem alarmistischen Befund konfrontierte Wolfgang Fuhl, stellvertretender Vorsitzender der Gruppierung Juden in der AfD (JAfD), am Montag abend das Publikum in der Berliner Bibliothek des Konservatismus. Sein Vortrag „Juden in Deutschland heute – Gibt es eine Zukunft?“ bildete den Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe der Desiderius-Erasmus-Stiftung zu „Themen der Zeit“, so die Stiftungsvorsitzende Erika Steinbach.

Obgleich die deutliche Zunahme des Antisemitismus beklagt werde, würden „Roß und Reiter“ nur selten benannt und suggeriert, als seien „wir Deutschen antisemitischer geworden“. Tatsächlich habe sich durch die Massenzuwanderung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein „haßvoller, zerstörerischer Antisemitismus in Deutschland angesiedelt“.

Die Apologeten der Multikulti-Euphorie wollten dies nicht wahrnehmen. Dabei verwies sie auf die unglaubliche Reaktion von Meron Mendel, Leiter der Anne-Frank-Bildungseinrichtung in Frankfurt am Main. So habe dieser Steinbach kürzlich auf deren Einwand, daß die Juden in der AfD gebildete, beruflich erfolgreiche Personen seien wie etwa deren Vorsitzende, die Ärztin Vera Kosova, spontan geantwortet: „Mengele war auch Arzt.“

Es gibt nicht den einen Islam

Wolfgang Fuhl mit der Vorsitzenden der Desiderius-Erasmus-Stiftung, Erika Steinbach Foto: Lukas Rowlin

Wolfgang Fuhl, der früher dem Direktorium des Zentralrats der Juden angehört hatte, war bereits 2013 der AfD beigetreten – und überzeugte die Zuschauer durch seine unmißverständliche Botschaft: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland – weil es den Islam gar nicht gibt.“ Denn, so Fuhl weiter: „Der sunnitische, der schiitische, der wahabitische, der salafistische, der Sufismus, die Aleviten, die Ahmadis, welcher soll es denn sein?“

Historisch verhängnisvoll für das jüdische Leben in Deutschland seien dabei die Äußerungen von Wolfgang Schäuble (Islamkonferenz 2006), Christian Wulff (03. Oktober 2010) und Angela Merkel (beim Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu im März 2016). Entsprechend lakonisch paraphrasierte Fuhl daher Merkels Haltung: „Der Islam gehört zu Deutschland und damit gehört auch Antisemitismus zu Deutschland. Ist mir doch egal, ob ich daran schuld bin, jetzt ist er halt da.“

Diese Tabuisierung korrespondierte mit den aktuellen Vorgängen in Deutschland. So sollte der antisemitische Vorsitzende der Labour Party Jeremy Corbyn noch unlängst als Vorbild für den Wahlkampf der SPD dienen. Für Juden in Deutschland sei es „5 vor 12“, weshalb die Gründung der Juden in der AfD überfällig gewesen sei. Denn: „Unter dieser linken Politik werden Juden in Deutschland keine Zukunft haben und wird Deutschland keine Zukunft haben.“

Moslemische Täter an der Spitze

Beispielhaft für die Heuchelei der politisch-medialen Klasse, die sich über Trumps Einreisebann für einige islamische Staaten empöre, sei etwa die Liste von Staaten, die die Einreise von Israelis verbieten: Algerien, Bangladesh, Brunei, der Iran, der Irak, Kuwait, der Libanon, Libyen, Malaysia, der Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, der Sudan, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen. Zudem verböten acht dieser Länder auch die Einreise von Menschen, die zuvor bereits in Israel waren.

Bemerkenswert sei auch das Beschweigen der antisemitischen Täterschaft – werden doch in Deutschland alle antisemitischen Straftaten, deren Herkunft nicht geklärt ist, automatisch dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet. Um so beachtlicher ist eine aktuelle EU-Studie, deren Ergebnisse in Deutschland bislang nicht publiziert wurde: Demnach wurde jeder dritte Jude in Europa in den letzten Jahren antisemitisch belästigt. Der für Deutschland aufgeschlüsselte Täterhintergrund sieht dabei moslemische Täter deutlich an der Spitze, mit einer mindestens doppelt so hohen Häufigkeit als andere Tätergruppen (links, rechts, christlich).

Welle des Antisemitismus in Frankreich

Das Barometer für die aktuelle Bedrohung dürfte dabei Frankreich sein, wo jüngst der französische Philosoph Alain Finkielkraut antisemitisch bedroht wurde. Dort lebt mit etwa 550.000 Menschen die größte jüdische Gemeinde außerhalb Israels und der USA. Aufgrund der „brutalen Welle antisemitischer Angriffe“, die 2018 im Nachbarland um 78 Prozent gestiegen sind, seien inzwischen etwa zehn Prozent der französischen Juden ausgewandert. Viele wählten heute den Rassemblement National, den früheren Front National. Denn die Gefahr, so der von Fuhl zitierte Historiker Georges Bensoussan, komme durch eine neue antisemitische Gewalt „von linken Anti-Zionisten und von Islamisten“.

So seien in den letzten Jahren 16 Juden in Frankreich bei antisemitischen Angriffen ermordet worden: „Nicht jeder Täter war arabischer Abstammung, aber ausnahmslos alle waren Muslime.“ Kritik äußerte Fuhl allerdings auch an der AfD-Fraktion in Baden-Württemberg, die gegen die Einführung eines Antisemitismus-Beauftragten gestimmt hatte. Hoffnung machte derweil die Slowakei, die nach jüngstem Beschluß den Islam nicht als Religionsgemeinschaft anerkennt.

Hinweis: Fortgesetzt wird die neue Veranstaltungsreihe unter der Frage „Gehen oder bleiben?“, dann im Streitgespräch zwischen Erika Steinbach und Peter Gauweiler.

1 Response » to “„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“”

  1. Morgenrot says:

    Wenn die Judes doch endlich ernstmachen würden und ihre Koffer packten. Wenn es denn so unerträglich ist, unter Deutschen zu leben, so mögen sie doch gehen.Eine Trennung im gegenseitigen Einvernehmen, das wäre eine Scheidung unter einem Glücksstern. Es wäre ein Glücksfall für alle. Ich jedenfalls werde keinem im Wege stehen.

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