LEIPZIG. Der MDR hat sich von einem Tontechniker distanziert, der ein Anti-AfD-T-Shirt getragen hatte. Der Mann war kurz in einem Beitrag zu sehen, in dem es um Dreharbeiten der TV-Serie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ ging. Dabei hatte er ein T-Shirt mit dem Aufdruck „FCK AFD“ (Scheiß AfD) an. Nachdem AfD-Politiker sich in den sozialen Netzwerken über den Tontechniker empörten, gab der MDR Thüringen zuerst noch auf Twitter bekannt, der Sender schreibe niemandem seine Meinung vor. Das gelte auch für die Kleiderordnung.

Am Nachmittag teilte die MDR-Pressestelle jedoch der JF mit, der Tontechniker sei kein Mitarbeiter des MDR gewesen, sondern einer Produktionsfirma. „Die gezeigte Person in der kurzen Szene steht weder inhaltlich im Mittelpunkt des Beitrags noch ist sie bildbestimmend. Gleichwohl möchten wir an dieser Stelle deutlich sagen, daß es nicht beabsichtigt war, mit diesem Bild eine politische Botschaft zu verbreiten. Wir bedauern, wenn es hier zu einem Mißverständnis gekommen sein sollte.“

Für den MDR gebe es keine allgemein verpflichtende Dienstkleidung. Im Sinne der Neutralität seien aber alle Mitarbeiter angehalten, „ihre dienstliche Präsenz zum Beispiel im Fernsehen oder anderen MDR-Medien nicht für die Verbreitung eigener politischer oder weltanschaulicher Botschaften jedweder Art zu nutzen“. Der Sender werde daher die geäußerte Kritik auch an die Produktionsfirma weiterleiten. (krk)

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