MÜNCHEN. Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, hat der deutschen Flüchtlingsorganisation Mission Lifeline erneut 50.000 Euro gespendet. „Wir unterstützen die Seenotrettung aus humanitären Gründen, weil noch immer Menschen auf dem Mittelmeer sterben“, begründete der Sprecher des Kardinals, Bernhard Kellner, gegenüber der Bild-Zeitung den Schritt.

Bekannt wurde die Spende wenige Tage nachdem ein Tweet von „Mission Lifeline“ für Empörung gesorgt hatte. Der NGO wurde vorgeworfen, auf dem Kurznachrichtendienst dazu aufgerufen zu haben, Ehen mit Asylbewerbern einzugehen. Gegen den Vorwurf, sie rufe zu Scheinehen auf, geht die Organisation mittlerweile juristisch vor.

Zweite Spende innerhalb weniger Monate

Marx distanzierte sich über seinen Sprecher von der Botschaft. „Eine Ehe ist ein Bund von zwei Menschen, der nicht aus anderen Zwecken eingegangen werden sollte“, sagte Kellner.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Marx der Organisation, die dafür bekannt ist, auf ihrem Schiff Lifeline Migranten vor der libyschen Küste aufzunehmen und sie nach Europa zu bringen, 50.000 Euro gespendet. Später verteidigte er die Zuwendung mit den Worten: „Jesus würde helfen“. (tb)

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