ERFURT. Der MDR hat einen Mitarbeiter, der in einem TV-Beitrag ein Anti-AfD-T-Shirt trug, gegen Kritik der Partei verteidigt. Der Sender schreibe „weder Mitarbeitern, noch externen Produktionsfirmen eine Meinung vor“. Das beziehe sich auch auf deren Kleidung, betonte der MDR Thüringen.

Der MDR schreibt weder Mitarbeitern, noch externen Produktionsfirmen eine Meinung vor. Das bezieht sich auch auf eine Kleiderordnung. Alles andere würde tatsächlich gegen die Neutralität und Meinungsfreiheit verstoßen.

— MDR THÜRINGEN (@mdr_th) 31. Januar 2019

Im „Thüringen Journal“ hatte der Sender über Dreharbeiten zur Serie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ berichtet. Dabei war ein Mitglied des Kamerateams zu sehen, auf dessen T-Shirt der Slogan „FCK AFD“ zu lesen war, was ein Kürzel für „Fuck AfD“ ist.

Auch NDR zeigte Anti-AfD-Slogan

Das Mitglied des Landesvorstands der Thüringer AfD, Torben Braga, beklagte, auf diese Weise verspielten die öffentlich-rechtlichen Medien Vertrauen. Bisher habe der die Mitarbeiter des MDR überwiegend als professionell erlebt.

So verspielen öff.-rechtliche Medien leichtfertig Vertrauen: Habe Mitarbeiter des MDR bisher überwiegend als professionell & um journalistische Sorgfalt bemüht erlebt. Dann sieht man so etwas im „Thüringen Journal“, im Kurzbeitrag zu „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“… pic.twitter.com/WtXne8Bk9Q

— Torben Braga (@torben_braga) 30. Januar 2019

Im vergangenen November war der NDR in die Kritik geraten, als er in der Krimireihe „Polizeiruf 110“ Anti-AfD-Aufkleber und Plakate platzierte. Zahlreiche Zuschauer hatten sich darüber beschwert. (ag)

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