BRÜSSEL. Die Brüsseler Gemeinde Molenbeek hat einen Besuch des niederländischen Islamkritikers Geert Wilders (Partei für die Freiheit) verboten. Bürgermeisterin Françoise Schepmans (Reformbewegung) ließ eine für Freitag angekündigte Veranstaltung des belgischen Politikers Filip Dewinter (Flämische Interessen) und Wilders per Versammlungsgesetz untersagen, wie die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag meldete.

„Und hiermit ist Molenbeek offiziell zum islamistischen Territorium erklärt worden“, schrieb Wilders direkt nach der Entscheidung auf Twitter.

En hiermee is Molenbeek officieel islamitisch grondgebied verklaard. Laf! https://t.co/d2eswEHGFU

— Geert Wilders (@geertwilderspvv) 2. November 2017

Hoher Ausländeranteil in Molenbeek

Derzeit wird spekuliert, ob die beiden Politiker sich zu einem privaten Spaziergang in Molenbeek einfinden könnten. Wilders gilt als einer der bekanntesten Islamkritiker Europas. Er hatte seinen Besuch in Molenbeek bereits Ende September via Twitter angekündigt. In den Medien wurden seine Pläne auch als „Islam-Safari“ bezeichnet.

Molenbeek geriet zuletzt als Rückzugsort radikaler Islamisten in die Schlagzeilen. Dort hatten unter anderem einige der Attentäter von Paris und Brüssel Unterschlupf gefunden. In der Gemeinde besitzen rund 25 Prozent der Bewohner marokkanische Wurzeln. Die Jugendarbeitslosigkeit lag zuletzt bei über 30 Prozent. In einer Liste der 589 belgischen Gemeinden wird Molenbeek als zweitärmste geführt. (ha)

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