BERLIN. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), hat Reisen von Asylbewerbern in ihre Heimatländer verteidigt. „Es kann gewichtige Gründe geben, warum ein anerkannter Flüchtling für kurze Zeit in seine Heimat reisen will“, sagte Özoguz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wenn die Mutter im Sterben liegt und man sie noch ein letztes Mal sehen möchte, muß das sicher anders bewertet werden als eine Art Heimaturlaub.“

Dennoch müßten solche Heimreisen die Ausnahme bleiben. Asylbewerber müßten diese sehr gut begründen, wenn sie vermeiden wollten, daß sie Auswirkungen auf ihren Schutzstatus haben. „Mit der Rückkehr ins Herkunftsland gefährden anerkannte Flüchtlinge die Glaubwürdigkeit ihres Schutzersuchens“, warnte Özoguz.

Immer wieder gibt es Berichte, wonach Asylsuchende und Flüchtlinge für einige Zeit in ihre Herkunftsländer reisen, um danach wieder nach Deutschland zurückzukehren. So hatte eine parlamentarische Initiative der AfD in Baden-Württemberg jüngst ergeben, daß allein in dem Bundesland mehr als 150 solcher Fälle bekannt seien. (krk)

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