DÜSSELDORF. Der nordrhein-westfälische Flüchtlingsminister Joachim Stamp (CDU) hat ein härteres Vorgehen gegen kriminelle Einwanderer aus Nordafrika angekündigt. „Diejenigen, die gut integriert sind, müssen bleiben dürfen, und die anderen, die ausreisepflichtig und Integrationsverweigerer sind, konsequenter abgeschoben werden“, sagte Stamp der Welt.

In Nordrhein-Westfalen gebe es Probleme mit einer „spezifischen Gruppe marodierender Männer“ aus Nordafrika, „die sich hier nicht an die Regeln halten“. Der CDU-Politiker ist der bundesweit erste Minister, der ein eigenständiges Ressort „Flüchtlinge“ verantwortet und auch für Abschiebungen zuständig ist. Die Asylproblematik werde in den kommenden Jahren eines der „Megathemen sein“.

„Kann sein, daß wir überrannt werden“

Die EU müsse dringend Afrika ganz oben auf die Prioritätenliste setzen. „Wenn wir in Afrika nicht rasch neue Perspektiven schaffen, kann es sein, daß wir hier in den nächsten zehn Jahren regelrecht überrannt werden.“

In einer Obergrenze für Asylsuchende in dem Bundesland sieht Stamp jedoch keine Lösung. „Ich halte aber nichts davon, sie an einer konkreten Zahl festzumachen. Es gibt in der Bevölkerung nach wie vor große Aufnahmebereitschaft gerade gegenüber bedrohten Familien, aber keine Akzeptanz für allein reisende, marodierende Männer, die sich hier nicht an die Regeln halten.“ (ls)

2 Responses to “Flüchtlingsminister sagt kriminellen Nordafrikanern Kampf an”

  1. Adebar says:

    Gerettet, um in Italien zu stranden

    Kommentar Die Migration ins Elend. Weshalb die Arbeit von «Rettern» im Mittelmeer verantwortungslos ist.

    Italien kann nicht mehr. Die Asylzentren platzen aus allen Nähten, Bürgermeister in Sizilien verweigern die Aufnahme von neuen Migranten, die Regierung blockiert beim Aussenministertreffen die Weiterführung des EU-Militäreinsatzes vor der libyschen Küste und droht damit, Hunderttausende von Migranten nach Norden durchzuwinken.

    Das alles kümmert die Hilfsorganisationen nicht. Sie laden weiterhin täglich Hunderte von Migranten unmittelbar vor der libyschen Küste ein und später in sizilianischen Häfen aus. Bereits «33’455 gerettete Leben» zählt allein die Organisation Migrant Offshore Aid Station, kurz Moas, auf ihrer Homepage. Insgesamt sind seit Anfang des Jahres schon über 93’000 Menschen in Italien angekommen. Bei der Mehrheit von ihnen handelt es sich allerdings nicht um Flüchtlinge, wie die Hilfsorganisationen behaupten.

    Die Wahrheit dürfte jedoch schlecht fürs Geschäft sein – für einen Fährdienst zwischen Afrika und Europa für Hunderttausende von Wirtschaftsmigranten liessen sich kaum so viele Spendengelder auftreiben. Wer es aber wagt, die organisierte Seerettung zu hinterfragen, wird mit der rhetorischen Gegenfrage zum Schweigen gebracht, ob er die Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen wolle. Ganz so, als gäbe es nur diese zwei Möglichkeiten: retten oder sterben lassen.

    Das grosse Sterben in der Sahara

    Was die «Retter» ausblenden: Durch ihre Fährdienste sorgen sie mit dafür, dass sich in Afrika noch mehr Menschen auf den Weg machen. Das ist nicht nur deshalb verantwortungslos, weil es dazu führt, dass immer wieder Menschen im Mittelmeer ertrinken. Weit mehr verlieren ihr Leben auf dem Weg nach Libyen bei der Durchquerung der Sahara. Sei es, weil sie von Schleppern ausgesetzt, Opfer rivalisierender Banden werden oder verdursten. Wie viele Migranten in der Wüste sterben, weiss niemand. Das deutsche Nachrichtenmagazin Spiegel zitierte einen senegalesischen Behördenvertreter, der sagte, von den 800 Menschen, die jedes Jahr aus seinem Bezirk loszögen, würden 300 unterwegs stranden, «400 kommen um, 100 schaffen es».

    Wenn diese Zahlen auch nur ansatzweise repräsentativ sind, sterben weitaus mehr Auswanderer auf dem Landweg durch Afrika nach Libyen als auf dem Mittelmeer. Weil es in der Sahara weder westliche Medien noch Hilfswerke gibt, die diese Horrorbilder in unsere Stuben transportieren, dringen diese Tragödien nicht in unser Bewusstsein. Daher grenzt es an Realitätsverweigerung, zu behaupten, die europäischen «Retter» im Mittelmeer hätten keine Mitschuld daran, dass sich Tausende von Menschen nach Libyen aufmachen.

    Zumal die Schiffe der Hilfsorganisationen für die Schlepper mittlerweile ein derart sicherer Wert sind, dass sie schon mit ihnen werben, wie die «Frankfurter Allgemeine» kürzlich mit Hinweis auf einen Facebook-Eintrag berichtete, der damit lockte, es dauere nur vier Stunden, bis die Migranten in ihrem Schlauchboot auf ein europäisches Schiff treffen würden….

    Weiter: http://mobile2.bazonline.ch/articles/597064b8ab5c375edf000001

  2. Stefanie says:

    “Italien kann nicht mehr.”

    “Renzi zeigte sich entrüstet über die ablehnende Haltung. «Wenn ihr euch nicht auf 40 000 Flüchtlinge einigen könnt, habt ihr es nicht verdient, Europa genannt zu werden», zitierte ihn ein anwesender EU-Diplomat am frühen Freitagmorgen. «Wenn das eure Idee von Europa ist, könnt ihr sie behalten. Entweder es gibt Solidarität oder ihr solltet eure Zeit nicht verschwenden», erklärte Renzi demnach weiter.”

    Renzi sprach von 40.000 (!) “Migranten”, die BRD alleine hat schon mehr als 1,5Millione aufgenommen. Übrigens hat Italien diesen Schlepperdienst über’s Mittelmeer erst eingerichtet.

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