DÜSSELDORF. Die AfD in Nordrhein-Westfalen hat eine Überprüfung der Stimmauszählung bei der Landtagswahl am vergangenen Wochenende angekündigt. Die Partei bekam in mehreren Stimmbezirken zwar Erststimmen, aber 0,0 Prozent der Zweitstimmen, berichtet der Stern.

In einem Wahllokal in Mönchengladbach erhielt die Partei 7,6 Prozent der Erststimmen. Bei den Zweitstimmen bekam sie allerdings nach offiziellem Ergebnis 0,0 Prozent. „Der Wahlvorstand hat sich vergaloppiert“, sagte ein Sprecher der Stadt laut Nachrichtenagentur dpa. „Sowas darf nicht passieren.“ Einen ähnlichen Fall gab es auch in Gütersloh. Dort entfielen im Stimmbezirk 82 10,5 Prozent der Erststimmen auf die AfD jedoch 0,0 der Zweitstimmen. Dagegen erhielt die Allianz Deutscher Demokraten (ADD) dort 13,9 Prozent.

Unregelmäßigkeiten in 15 Bezirken

Ähnliche Auffälligkeiten seien auch in Dortmund sowie im Düsseldorfer Bezirk Remscheid beobachtet worden. Ein namentlich nicht genannter AfD-Abgeordneter sagte dem Blatt, die Partei prüfe, wieviele Stimmen ihr bis zum 17. Mandat fehlten. „Dafür bräuchten wir schon sehr viele Abnormitäten.“

Im Moment gäbe es in 15 Stimmbezirken „deutliche Hinweise darauf, daß unsere Stimmen nicht korrekt aufgenommen oder angegeben wurden“. Falls die AfD ein weiteres Mandat auf Kosten der FDP erhielte, hätte das auch Auswirkungen auf die Regierungsbildung. Schwarz-Gelb hätte dann keine Mehrheit im Landtag. (ls)

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