BERLIN. Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland müssen den Spitzensteuersatz zahlen. Ihre Anzahl ist nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums von 1,2 Millionen seit 2004 auf 2,69 Millionen gestiegen. Damit müssen mehr als doppelt so viele Personen als noch vor 13 Jahren zumindest Teile ihres Einkommens mit dem Höchstsatz von 42 Prozent versteuern. Dazu kommen noch rund eine Million Ehepartner, die bei der Steuer gemeinsam veranlagt werden.

Insgesamt zahlen somit 6,4 Prozent aller Steuerpflichtigen den Spitzensteuersatz. Unter den „Reichensteuersatz“ von 45 Prozent fallen demnach rund 100.000 Personen (0,2 Prozent). Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft in Köln kam unlängst zu noch höheren Zahlen. Seiner Schätzung zufolge sind 4,2 Millionen Steuerzahler vom Spitzensteuersatz betroffen.

Er greift für Ledige bereits ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 54.058 Euro, der Reichensteuersatz ab 256.303 Euro. „Derzeit fallen zu viele Steuerpflichtige unter den Spitzensteuersatz von aktuell 42 Prozent“, kritisierte der finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Axel Troost, laut einem dpa-Bericht. (tb)

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