»Ein Papst im Dienste Washingtons« – Wer ist Papst Franziskus? Kardinal Jorge Mario Bergoglio und Argentiniens »schmutziger Krieg«

Prof. Michel Chossudovsky

 

Das vatikanische Konklave hat Kardinal Jorge Mario Bergoglio, der später den Namen »Franziskus« annahm, zum Papst gewählt. Doch wer ist Jorge Mario Bergoglio eigentlich?

 

Im Jahr 1973 wurde er zum »Provinzial« des Jesuitenordens (»Societas Jesu« – »Gesellschaft Jesu«) in Argentinien ernannt. In dieser Eigenschaft war Bergoglio unter der Militärdiktatur General Jorge Videlas (1976 – 81) der ranghöchste Jesuit in Argentinien. Später wurde er zum Bischof und anschließend zum Erzbischof der Hauptstadt Buenos Aires berufen. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm 2001 die Kardinalswürde.

 

Als die Militärjunta 1983 die Macht verlor, setzte der demokratisch gewählte Präsident Raúl Alfonsín eine Wahrheitskommission ein, die die Verbrechen der Zeit der Diktatur, die in der Bevölkerung der »schmutzige Krieg« (»La Guerra Sucia«) genannt wird, untersuchen sollte.

 

Die Militärjunta war verdeckt von Washington unterstützt worden. Der damalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger spielte beim Militärputsch von 1976 hinter den Kulissen eine wichtige Rolle.

»Kissingers Stellvertreter und wichtigster Lateinamerikaexperte William Rogers berichtete ihm zwei Tage nach dem Putsch: ›Wir müssen mit erheblichen Unterdrückungsmaßnahmen rechnen, vermutlich wird in Argentinien in nicht allzu langer Zeit viel Blut fließen…‹« (National Security Archive, 23. März 2006)

 

»Operation Condor«

Am 5. März dieses Jahres, ironischerweise nur etwas mehr als eine Woche vor der Wahl Bergoglios zum neuen Papst, begann in Buenos Aires ein wichtiger und großangelegter Gerichtsprozess. Bei diesem Verfahren geht es darum, »die Gesamtheit der Verbrechen aufzuklären, die im Rahmen der Operation Condor, einer von den verschiedenen, von den USA unterstützten lateinamerikanischen Diktaturen in den 1970er und 1980er Jahren
 Unzensiert 2013 Andreas von Rétyi Was die Massenmedien Ihnen 2012 verschwiegen haben!Das Informationsangebot erscheint in einer globalisierten und vernetzten Welt schier unermesslich. Dennoch gleichen sich die Schlagzeilen der Tageszeitungen, die Aufmacher in Funk und Fernsehen. Dabei gibt es regelmäßig wichtige Nachrichten, Informationen und Zusammenhänge, die nicht veröffentlicht werden.Unzensiert 2013 widmet sich in zwölf großen Monatskapiteln einem spannenden und aufgewühlten Jahr. Werfen Sie gemeinsam mit Andreas von Rétyi einen Blick hinter die Kulissen und suchen Sie mit ihm nach den Fakten, die uns die Massenmedien 2012 verschwiegen haben.Be-Währungsprobe nicht bestanden: zehn Jahre (T)Euro. Was passiert, wenn Geld wertlos wird?»Wulffs-Geheul«: wie man einen unliebsamen Bundespräsidenten entsorgt.Der (Klima-)Gipfel des Paradoxen: wo bleibt die Erderwärmung?Vatileaks: Die schmutzigen Geheimnisse der katholischen Kirche.Der Menschenfresser von Miami: wie neue Drogen Menschen zu Monstern werden lassen.Gipfelsturm: die Bilderberger in Washington.Operationen unter falscher Flagge: Propaganda und Desinformation in Syrien.Organspende: der Mensch als Ersatzteillager und die korrupten Geschäfte der Mediziner.(Un)heimliche Experimente: »Gates noch gut?«. Die seltsamen Ideen und Projekte der die Menschheit liebenden Philantropen.Wer die Wahrheit sagt, wird weggesperrt: überall Staatsfeinde und Terroristen - wie Querdenker in den USA als neue Gefahr für die Sicherheit hochstilisiert werden.Reise ohne Wiederkehr: Die US-Marssonde Curiosity Rover auf dem Roten Planeten und der »sensationelle Fund«.Politiker außer Kontrolle: droht uns ein Dritter Weltkrieg?Das Gold der Deutschen: wo es lagert und ob es überhaupt noch da ist.Und vieles mehr . Gebunden mit Schutzumschlag, 336 Seiten, zahlreiche Abbildungen
gemeinschaftlich organisierten Operationen, begangen wurden. Im Rahmen dieser koordinierten Kampagne wurden Zehntausende von Gegnern dieser Regime gejagt, gefoltert und ermordet«. (Für weitere Informationen siehe auch: Carlos Osorio und Peter Kornbluh, »Operation Condor: Trial On Latin American Rendition And Assassination Program«, in: Global Research, 10. März 2013.)

 

Die Militärjunta unter Führung von General Jorge Videla ist für zahllose Morde, auch an Priestern und Nonnen, die sich dem Regime widersetzten, verantwortlich. Das Militär hatte mit Unterstützung der CIA am 24. März 1976 die Regierung von Isabel Perón gestürzt und sich so an die Macht geputscht:

»Videla gehörte zu den Generälen, die wegen Menschenrechtsverbrechen wie ›dem Verschwindenlassen‹ von Personen, sowie wegen Folter, Morden und Entführungen verurteilt wurden. 1985 wurde Videla zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, die er im Militärgefängnis von Magdalena absitzt.«

 

Die Wall Street und die neoliberale Wirtschaftsideologie

Zum Wirtschaftsminister der Militärjunta wurde (auf Geheiß der Wall Street) José Alfredo Martínez de Hoz ernannt, der dem Wirtschaftsestablishment Argentiniens angehörte und eng mit David Rockefeller befreundet war. Die neoliberale makroökonomische Politik, die unter Martínez de Hoz eingeführt wurde, unterschied sich kaum von der Politik, die im Oktober 1973 in Chile unter der Diktatur General Pinochets auf Anraten der so genannten »Chicago Boys«i durchgesetzt wurde. Pinochet hatte am 11. September die demokratisch gewählte Regierung unter Salvador Allende, der bei dem Putsch ermordet wurde, gestürzt.

 

Als erstes wurden umgehend per Dekret die Löhne eingefroren. Die reale Kaufkraft brach in den auf den Putsch vom 24. März folgenden Monaten um mehr als 30 Prozent ein (Berechnungen des Verfassers, Córdoba, Argentinien, Juli 1976). Die argentinische Bevölkerung verarmte.

 

Unter Wirtschaftsminister José Alfredo Martínez de Hoz wurde die Geldpolitik der argentinischen Zentralbank im Wesentlichen von der Wall Street und dem Internationalen Währungsfonds (IWF)
Die berühmtesten Propheten Europas und ihre Weissagungen für das Dritte Jahrtausend Manfred Böckl Leben wir in der biblischen Endzeit? Steht uns die Apokalypse unmittelbar bevor? In allen Epochen hat es sie gegeben: Begnadete Seherinnen und Seher mit beeindruckenden Visionen der Zukunft.Manfred Böckl stellt in dieser Sonderausgabe die zehn besten und berühmtesten Propheten Europas vor. Er schildert ihr geheimnisvolles Leben und ihre Prophezeiungen für die Zukunft der Menschheit. Viele dieser Prophezeiungen sind bereits, wie vorausgesagt, eingetroffen. Sie bewahrheiteten sich Punkt für Punkt – und bestätigen damit die unglaublichen Fähigkeiten dieser Seher. Ein wichtiger Teil ihrer Prophezeiungen betrifft aber unsere unmittelbare Zukunft und ist von erschreckender Brisanz. Sie berichten von einem Kataklysmus von so verheerenden Ausmaßen, dass die Menschheit noch nie zuvor etwas vergleichbares erlebte.Lesen Sie in diesem »Kompendium der Prophezeiungen« die Botschaften der wichtigsten Propheten Europas:    Der Blinde Hirte von Prag     Der Bauer aus dem Waldviertel    Alois Irlmaier    Johannes von Jerusalem     Hildegard von Bingen     Mönch von Wismar     Eismeerfischer Johansson     Malachias     Sibylle von Prag    Merlin     gebunden, 720 Seiten, zahlreiche Abbildungen
geprägt. Die Devisenmärkte wurden manipuliert. Der Peso wurde bewusst überbewertet, was die Auslandsverschuldung exorbitant ansteigen ließ. Die gesamte Volkswirtschaft befand sich auf dem Weg in den Bankrott.

 

Die Wall Street und die katholische Kirchenführung

Die Wall Street stand fest hinter der Militärjunta, die in deren Interesse einen »schmutzigen Krieg« führte. Im Gegenzug spielte die Führungshierarchie der katholischen Kirche eine entscheidende Rolle bei der Legitimierung der Herrschaft der Militärjunta.

 

Die Gesellschaft Jesu – die den konservativsten, aber auch einflussreichsten Flügel innerhalb der katholischen Kirche, die eng mit der argentinischen Wirtschaftselite verbunden war, repräsentierte – unterstützte die Militärjunta gegen die so genannten »Linken« in der perónistischen Bewegung.

 

Der »schmutzige Krieg« – Vorwürfe gegen Kardinal Jorge Mario Bergoglio

Kritik an der Militärdiktatur (einschließlich der von ihr begangenen Menschenrechtsverletzungen) war in der katholischen Kirche ein Tabu. Aber während die Führungsriege der Kirche das Militärregime unterstützte, lehnte die Basis der Kirche die Einführung der Militärherrschaft eindeutig ab.

 

2005 reichte die Menschenrechtsanwältin Myriam Bregman Klage gegen Kardinal Jorge Bergoglio ein. Sie warf ihm vor, mit der Militärjunta 1976 im Zusammenhang mit der Entführung zweier Jesuitenpater zusammengearbeitet zu haben. Einige Jahre später warfen Überlebende des »schmutzigen Krieges« Kardinal Bergoglio ebenfalls vor, an der Entführung der Pater Francisco Jálics und des inzwischen verstorbenen Orlando Yorio sowie sechs weiterer Gemeindemitglieder beteiligt gewesen zu sein (siehe dazu: El Mundo, 8. November 2010).

 

Bergoglio, der damals Provinzial, also Leiter, der Jesuitenprovinz in Argentinien war, hatte angeordnet, die beiden »linken« Jesuitenpater und Gegner des Militärregimes sollten »ihre
Was Sie nicht wissen sollen! Michael Morris Geld regiert die Welt. Doch wer regiert das Geld? Eine kleine Gruppe von Privatbankiers regiert im Geheimen unsere Welt. Diese Bankiers steuern aber nicht nur die Fed, die Zentralbank der USA, sondern auch überregionale Organisationen wie die UNO, die Weltbank, den IWF und die BIZ. Das Ziel dieser Geldelite ist kein Geringeres als die Weltherrschaft, genannt die Neue Weltordnung!Michael Morris erklärt über die Zukunft der Finanz- und Wirtschaftswelt: »Die Ländergrenzen werden bleiben, aber dieWährungsgrenzen fallen! Ich habe in diesem Buch den Fokus auf die Wirtschaft, auf Geld und das Bankwesen gelegt, denn die Mechanismen des Geldes sind der Schlüssel zur Macht dieser Bankiers-Clans. Seit fast zweihundert Jahren sind wir immer wieder auf dieselben Tricks hereingefallen. Das geht nur deswegen, weil die meisten Menschen nicht verstehen, wie unser globales Finanzsystem funktioniert … Jeder Börsencrash war geplant und so ist es auch der nächste – und der kommt sehr bald.«Der Autor zeigt zudem:     aktuelle Firmenbeteiligungen der Rothschild- und Rockefeller-Familien, die sie mit vielen großen Konzernen der Welt verbinden     dass der IWF schon lange ein Konzept für eine Weltwährung vorliegen hat, und     dass es Alternativen gibt – für die Regierungen wie auch für den Einzelnen.»Es ist dem Autor gelungen, die Mechanismen des Geldes so einfach zu erklären, damit sie auch ein Laie versteht. Und hat man das einmal verstanden, gehen einem die Augen auf!« Jan van Helsing Gebunden, 320 Seiten
pastorale Tätigkeit aufgeben« (d.h. sie wurden sozusagen »gefeuert«). Daraufhin kam es zu erheblichen Spannungen unter den Jesuiten hinsichtlich der Rolle der katholischen Kirche und ihrer Beziehung zur Militärjunta.

 

Während die beiden Pater Francisco Jálics und Orlando Yorio, die im Mai 1976 von den Todesschwadronen verschleppt worden waren, nach fünf Monaten und etlichen Folterungen wieder freigelassen wurden, blieben die anderen sechs Gemeindemitglieder, die mit ihnen zusammen entführt wurden, »verschwunden« (»desaparecidos«); zu ihnen gehörten vier Lehrerinnen, die mit der Gemeinde verbunden waren, und zwei ihrer Ehemänner.

 

Nach seiner Freilassung warf Pater Orlando Yorio »Bergoglio vor, sie und die sechs anderen Personen praktisch den Todesschwadronen ausgeliefert zu haben… Jálics weigerte sich, über die Vorwürfe zu diskutieren, nachdem er sich in die Abgeschlossenheit eines deutschen Klosters zurückgezogen hatte«. (Associated Press, 13. März 2013, Hervorhebungen vom Verfasser.)

 

»Während des ersten Gerichtsverfahrens gegen führende Vertreter der Militärjunta 1985 erklärte Yorio: ›Ich bin mir sicher, dass er selbst der Marine die Liste mit unseren Namen aushändigte.‹ Die beiden Pater wurden in das berüchtigte Folterzentrum in der Marineschule für Technik (Escuela de Mecánica de la Armada, ESMA) gebracht und dort mehr als fünf Monate festgehalten. Dann wurden sie unter Drogen gesetzt und in einer Vorstadt ausgesetzt.« (Bill van Aucken, »›The Dirty War‹ Pope«, in: World Socialist Website und Global Research, 14. März 2013.)

 

Zu den von den Todesschwadronen Verschleppten gehörten auch Mónica Candelaria Mignone, Tochter von Emilio Mignone, des Gründers des Centro de Estudios Legales y Sociales (CELS), und María Marta Vázquez Ocampo, Tochter der Vorsitzenden der Bewegung Madres de Plaza de Mayo (»Mütter des Platzes der Mairevolution«), Marta Ocampo de Vázquez (El Periodista Online, März 2013).

 

María Marta Vázquez, ihr Ehemann César Lugones und Mónica Candelaria Mignone, die »den Todesschwadronen« angeblich durch den Jesuitenprovinzial Jorge Mario Bergoglio »übergeben« wurden, gehören zu den Tausenden der »Verschwundenen« in diesem »schmutzigen Krieg«, der insgeheim von Washington im Rahmen der »Operation Condor« unterstützt wurde (siehe dazu: memorialmagro.com.ar).

 

Im Zusammenhang mit dem 2005 eröffneten Verfahren berichtete die Los Angeles Times:

»Bergoglio [der heutige Papst Franziskus] nahm zweimal das nach argentinischem Gesetz zulässige Recht in Anspruch, nicht vor Gericht erscheinen zu müssen. Als er dann 2010 endlich aussagte, antwortete er ausweichend. Zumindest in zwei Verfahren war Bergoglio direkt beteiligt. Das eine untersuchte die Folterungen an zweien seiner Jesuitenpater – Orlando Yorio und Francisco Jálics –, die 1976 aus den Slums entführt wurden, wo sie sich für die Befreiungstheologie eingesetzt hatten. Yorio warf Bergoglio vor, sie praktisch den Todesschwadronen ausgeliefert zu haben…, indem er sich weigerte, dem Regime gegenüber zu erklären, er unterstütze ihre Arbeit. Jálics wollte keine Stellungnahme abgeben, nachdem er sich in die Abgeschiedenheit eines deutschen Klosters zurückgezogen hatte.« (Los Angeles Times, 1. April 2005)

 

Das geheime Memorandumii

In einem geheimen Memorandum räumte die Militärregierung ein, dass Pater Bergoglio den beiden Patern vorgeworfen habe, Kontakte zu den Guerillas aufgenommen und damit gegen Anweisungen der Ordensoberen verstoßen zu haben (»Conflicto de obediencia«). In der Denkschrift heißt es auch, der Jesuitenorden habe die Auflösung ihrer Gruppe angeordnet, aber die beiden hätten sich geweigert, den Befehlen Bergoglios zu folgen. In dem Schriftstück wird erklärt, die »Verhaftung« der beiden Pater, die in das Folter- und Internierungszentrum in der Marineschule für Technik gebracht wurden, gehe auf Informationen zurück, die
Weltenwende Eva Herman Die Gefahren der letzten Tage und der Weg ins Licht Stellen Sie sich vor, morgen ginge die Welt unter. Hätten Sie bisher so gelebt, dass Sie diesem Ereignis ruhig entgegensehen könnten?Könnten Sie heute sagen, dass Sie alles getan haben, um als guter Mensch zu gelten? Wie sähe die Spur aus, die Sie innerhalb der Ewigkeit hinterließen? Waren Sie geduldig, nachsichtig mit den anderen? Nahmen Sie Rücksicht auf Schwächere? Konnten Sie Liebe geben und empfangen? Wahre, tiefe Liebe?Wie sahen Ihre Interessen aus? Waren Sie offen für die Geheimnisse des Lebens, die sich fernab vom Zeitalter des wachsenden Fortschritts manchmal versteckt zeigen und die nach der Öffnung Ihres Geistes rufen? Spürten Sie den Dingen nach, die man nicht auf den ersten Blick erkennen und erklären kann? Waren Sie neugierig genug auf das wahre Leben, das sich nicht nur in der sichtbaren Welt zeigt?Würde die Welt morgen untergehen: Wären Sie gerüstet?Angenommen, die Strahlung von Sonne und Licht übte nun einen besonderen Druck auf uns aus. Angenommen, dies führte zu gewaltigen Veränderungen, vor allem in unseren Sinnen und im Bewusstsein. Wäre das Ihrer Ansicht nach möglich?Angenommen, es käme heraus, dass Jesus nicht für unsere Sünden starb und dass jeder Mensch nicht nur einmal lebt, sondern etliche Male auf die Welt kommt, bis er sich nun zu der Zeit der Weltenwende für sein Handeln verantworten muss. Würden Sie es schaffen, sich diesem Umstand kritisch, doch offenen Geistes zu nähern und ihn zu überprüfen, ohne jene Möglichkeit von vornherein einfach vom Tisch zu wischen, nur weil Sie bisher etwas anderes gelernt haben?Angenommen, in der Kirche Roms würden andere Mächte walten als die, die heute allgemein bekannt sind, nicht nur helle und schöne, sondern auch dunkle und für uns alle gefährliche. Könnte das Ihrer Meinung nach möglich sein? Oder würden Sie einen solchen Fall sofort ausschließen?Und angenommen, die Welt sei voller unsichtbarer Wesen, und nur wir Menschen könnten sie heute nicht mehr sehen, weil unter anderem die Kirchen uns dies einst versagten. Angenommen, alle Pflanzen und Bäume, jeder Berg, jedes Tal, jeder Flusslauf dieses Planeten wurden gestaltet durch den Fleiß von Elementarwesen. Wie ist Ihre Reaktion auf eine solche Botschaft, jetzt in diesem Moment? Lachen Sie darüber? Schütteln Sie den Kopf? Wenden Sie sich ab?Angenommen, diese Helfer bereiteten den Planeten derzeit auf große Umwälzungen vor. Und angenommen, die Zeit des Umbruchs stünde unmittelbar bevor: Könnten Sie Warnungen dieser Unsichtbaren empfangen und sich von ihnen aus möglichen Gefahrenzonen herausführen lassen? Wie gut wären Sie wohl auf einen Weltuntergang vorbereitet?Dieses Buch befasst sich mit den Gründen des derzeitigen Zusammenbruchs und dem notwendigen Weg in das aufbrechende Morgenrot. Es will helfen, in den kommenden schweren Zeiten nicht zu verzagen, sondern dem Licht zu folgen, das immer für uns da ist - der unendlichen Kraft des Universums, der doch alles dient.Allerdings müssen wir uns selbst auf die Suche begeben, niemand kann uns das abnehmen. Die Zeit für diese bedeutende Reise ist angebrochen. Wer sie antritt, ohne Scheuklappen und Vorurteile, der wird sein Glück finden. Wer erkennt, dass unsere alte Welt jetzt zu Ende gehen muss, wer das Bisherige, das Alte getrost loslässt und zuversichtlich nach oben schaut, der wird der neuen Zeit voller Stärke entgegengehen können. Keine fremde Macht haben wir zu fürchten, sondern nur unsere eigene Schwäche.Gebunden, 272 Seiten
von Pater Bergoglio an die Militärbehörden weitergegeben worden seien. Das Memorandum trägt die Unterschrift »Orcoyen«.

 

Offenbar hatte sich zwar ein früheres Mitglied der Priestergruppe den Aufständischen angeschlossen, aber es gab keinerlei Beweise dafür, dass die Pater selbst über Kontakte zur Guerilla-Bewegung verfügten.

 

»Abendmahl für die Diktatoren«

Die gegen Bergoglio im Zusammenhang mit der Verschleppung der beiden Jesuitenpater und der sechs Gemeindemitglieder erhobenen Vorwürfe bilden nur die Spitze des Eisbergs. Bergoglio war sicherlich ein bedeutender Repräsentant der katholischen Kirche, stand aber mit seiner Unterstützung der Militärjunta keineswegs allein.

 

Die schon erwähnte Menschenrechtsanwältin Myriam Bregman berichtete: »Bergoglios eigene Aussagen belegen, dass Vertreter der Amtskirche von Anfang an wussten, dass die Junta ihre Mitbürger folterte und ermordete, und dennoch die Diktatoren öffentlich unterstützten. Die Diktatur hätte nicht in dieser Weise ohne diese wichtige Unterstützung vorgehen können.« (Los Angeles Times, 1. April 2005, Hervorhebungen vom Verfasser.)

 

Die gesamte Kirchenführung Argentiniens stellte sich hinter die von den USA unterstützte Militärdiktatur. Man sollte daran erinnern, dass am Vorabend des Militärputsches am 23. März 1976 »Videla und andere Mitputschisten den Segen des Erzbischofs von Paraná, Adolfo Tortolo, erhielten, der zugleich Vikar der Streitkräfte war. Am Tag des Putsches selbst traf die Militärführung zu einem längeren Gespräch mit führenden Vertretern der Bischofskonferenz zusammen. Als Erzbischof Tortolo das Treffen verließ, erklärte er, die Kirche verfolge zwar eine eigene Mission, aber es gebe Umstände, unter denen sie sich einer Beteiligung nicht entziehen könne, selbst wenn es um Probleme gehe, die mit der besonderen Lage des Staates zusammenhingen. Er forderte die Argentinier auf, mit der neuen Regierung ›positiv zusammenzuarbeiten‹«. (The Humanist.org, Januar 2011, Hervorhebungen vom Verfasser.)

 

In einem Interview, das El Sur mit General Jorge Videla, der derzeit eine lebenslängliche Gefängnisstrafe für Verbrechen gegen die Menschlichkeit absitzt, führte, heißt es: »[Videla bestätigte, dass] er die Führung der katholischen Kirche des Landes über die Politik seines Regimes
Geheimgesellschaften 3 Jan van Helsing Krieg der Freimaurer Glauben Sie, dass es eine Weltverschwörung gibt? Halten Sie es für möglich, dass ein paar mächtige Organisationen die Geschicke der Menschheit steuern? Unzählige Bücher wurden zu diesem Thema verfasst, doch die Masse der Menschen nimmt solche Publikationen nicht ernst.Autoren wie Jan van Helsing werden als »Verschwörungstheoretiker« bezeichnet, die Gespenster sehen, wo keine sind und die Menschen angeblich in die Irre führen. Jan van Helsing ist es nun gelungen, einen aktiven Hochgradfreimaurer zu einem Interview zu bewegen, in dem dieser detailliert über das verborgene Wirken der weltgrößten Geheimverbindung spricht – aus erster Hand!Dieser Insider informiert uns darüber:    was die Neue Weltordnung darstellt, wie sie aufgebaut wurde und seit wann sie etabliert ist    weshalb die Menschen einen Mikrochip implantiert bekommen    dass die Menschheit massiv dezimiert wird    welche Rolle Luzifer in der Freimaurerei spielt    dass der Mensch niemals vom Affen abstammen kann    welche Rolle die Blutlinie Jesu und die Blutlinien der Illuminati spielen    dass es tatsächlich Schlangenmenschen gibt    welche Rolle Deutschland in der Neuen Weltordnung spielt    wie sich Freimaurer über geheime Zeichen austauschen    wie geistige Kräfte wirken und man diese nutzbar machen kann    welche Rolle die Tempelritter in der Freimaurerei einnehmen    wie man morphogenetische Felder benutzt, um die Menschheit zu steuern    wieso deutsche Freimaurer überwiegend nationale Interessen vertreten und diverse Religionsgruppen in vielen deutschen Logen unerwünscht sind    dass es eine Art Meuterei in der Freimaurerei gibt und an manchen Stellen sogar Krieg untereinander herrscht    was im Jahr 2012 aus Sicht der Freimaurer auf die Menschheit zukommt.Spätestens wenn Sie erfahren, wer Luzifer wirklich ist und wie er auf der Welt wirkt, wird Ihr bisheriges Weltbild zu bröckeln beginnen. Das ist kein Buch für schwache Nerven!gebunden, 382 Seiten
, politische Gegner ›verschwinden zu lassen‹, informierte
und der katholischen Führung anbot, ihn dahingehend zu beraten, wie diese Politik ›umzusetzen‹ sei.

 

Jorge Videla erklärte, er habe ›viele Gespräche‹ mit dem Primas der katholischen Kirche in Argentinien, Kardinal Raúl Francisco Primatesta, über den ›schmutzigen Krieg‹ seines Regimes gegen linke Aktivisten geführt. Weiter sagte er, es hätten auch Gespräche mit anderen führenden Bischöfen der argentinischen Bischofskonferenz sowie mit dem damaligen päpstlichen Nuntius Pio Laghi stattgefunden. ›Sie berieten uns, wie wir mit der Situation umgehen sollten‹, sagte Videla.« (Tom Hennigan, »Former Argentinian dictator says he told Catholic Church of disappeared«, in: Irish Times, 24. Juli 2012, Hervorhebungen vom Verfasser.)

 

Bemerkenswert ist ebenfalls, dass das Militär, wie aus einer Stellungnahme von Erzbischof Adolfo Tortolo aus dem Jahr 1976 hervorgeht, im Falle der »Verhaftung« eines für die sozialen Belange seiner Gemeinde eintretenden und kritischen Vertreters des Klerus immer das Gespräch mit einem Vertreter der Kirchenführung suchte. »Diese Erklärung Tortolos erfolgte ausdrücklich im Zusammenhang mit den beiden verschleppten Jesuitenpatern, deren pastorale Tätigkeit der Aufsicht des zuständigen »Provinzials« des Ordens Jorge Mario Bergoglio unterstand.« (El Periodista Online, März 2013.)

 

Mit ihrer Unterstützung der Militärjunta trägt die katholische Kirchenführung eine Mitschuld an den Folterungen und Morden. Schätzungsweise »beträgt die Gesamtzahl der zwischen 1976 und 1978 Getöteten und Verschleppten 22.000 Menschen… 1.000 weitere Personen wurden zwischen 1978 und 1983 getötet, bevor das Militär dann von der Macht vertrieben wurde«. (National Security Archive, 23. März 2006.)

 

Die Rolle des Vatikans

Unter den Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. spielte der Vatikan eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der argentinischen Militärjunta. Pio Laghi, der päpstliche Nuntius in Argentinien, räumte ein, man habe über die Folterungen und Massaker hinweggesehen. Laghi unterhielt
Jan van Helsing im Gespräch Jan van Helsing Templer und Freimaurer heute Viele Mythen und Legendenberichten von dem unermesslichen Reichtum der Tempelritter, von ihrer Kenntnis der Heiligen Geometrie und ihrem spirituellen Geheimwissen. Vom 29. Juni bis 1. Juli 2007 waren Jan van Helsing und Stefan Erdmann zum Sommerkapitel einer österreichischen Tempelritter-Vereinigung eingeladen. Nach der Zusammenkunft führten van Helsing und Erdmann ein einstündiges Interview mit dem Großmeister, dem auch ein Freimaurer des York-Ritus beiwohnte. Im Interview mit diesen beiden ging es um das Weiterleben Jesu, seine Kinder, seine Beziehung zu Maria Magdalena, den Auftrag der ursprünglichen Tempelritter, die Bundeslade, den Gral und vieles mehr ...Mit dem Freimaurer fand am nachfolgenden Tag noch ein zweites, separates Interview statt, wobei es hier um die Rolle Luzifers innerhalb der Freimaurerei ging und die freimaurerischen Ansichten im Allgemeinen. Was hier geäußert wurde, bestätigt nicht nur all das, was Erdmann und van Helsing in all ihren Büchern bislang über die Illuminati geschrieben hatten, sondern setzt dem ganzen noch die Krone auf. So deutlich hatte sich noch nie zuvor ein Freimaurer – außer Albert Pike – zu Luzifer geäußert. DVD, 140 Minuten
persönliche Beziehungen zur herrschenden Militärjunta, darunter auch zu General Jorge Videla und Admiral Emilio Eduardo Massera.

 

In enger Abstimmung mit seinen amerikanischen »Chefs« war letzterer der geistige Kopf hinter dem »Guerra Sucia«. Auf Anweisung des Militärregimes errichtete er in der näheren Umgebung der Hauptstadt Buenos Aires »ein Verhör- und Folterzentrum in der Marineschule für Technik (ESMA) … Es handelte sich um eine hochmoderne Vielzweckeinrichtung, die bei den Planungen der Militärs, schätzungsweise 30.000 ›Staatsfeinde‹ zu ermorden, eine wichtige Rolle spielte … Viele Tausende der ESMA-Insassen, darunter z. B. zwei französische Nonnen, wurden routinemäßig gnadenlos gefoltert, bevor sie dann direkt ermordet oder über dem Rio de la Plata aus dem Flugzeug geworfen wurden.

 

Massera war das einflussreichste Mitglied des Triumvirats und unternahm sein Bestes, seine Verbindungen nach Washington aufrecht zu erhalten. Er war an der Entwicklung des Plan Cóndor beteiligt, in dessen Rahmen das gemeinsame terroristische Vorgehen der verschiedenen südamerikanischen Militärregime abgestimmt wurde«. (Hugh O’Shaughnessy, »Admiral Emilio Massera: Naval officer who took part in the 1976 coup in Argentina and was later jailed for his part in the junta’s crimes«, in: The Independent, 10. November 2010, Hervorhebungen vom Verfasser.) Andere Berichte bestätigen, dass der Vertreter des Vatikans Pio und Admiral Emilio Massera gute Freunde waren.

 

Die katholische Kirche – Chile vs. Argentinien

Es sollte darauf hingewiesen werden, dass der Kardinal von Santiago de Chile, Raúl Silva Henríquez, nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 die Militärjunta unter Führung von General Augusto Pinochet öffentlich verurteilte. Diese Haltung der katholischen Kirchenführung in Chile steht in krassem Gegensatz zu Argentinien und trug wesentlich dazu bei, die Welle der politischen Morde und Menschenrechtsverletzungen gegenüber Unterstützern Salvador Allendes und Gegnern des Militärregimes abebben zu lassen.

 

»Hinter dem überkonfessionellen Comité Pro Paz stand vor allem Kardinal Raúl Silva Henríquez. Kurz nach dem Putsch übernahm … Silva die Rolle des für seinen Nächsten ›Eintretenden‹. Diesen Begriff prägte die Autorin und Aktivistin Samantha Power, um diese Menschen, die – oft unter erheblichen persönlichen Gefahren – gegen Ungerechtigkeiten aufbegehren, von Personen abzugrenzen, die sich als ›unbeteiligte Zuschauer‹ sehen…

 

Bald nach dem Putsch veröffentlichten Silva und andere Kirchenführer eine Erklärung, in der sie das Blutbad verurteilten und ihre Trauer gegenüber den Opfern und Angehörigen zum Ausdruck brachten. Für viele Angehörige des chilenischen Klerus bedeutete dies einen grundlegenden Wendepunkt… Der Kardinal besuchte das Nationalstadion, das nach dem Putsch von Pinochet als Internierungslager für politische Gefangene benutzt wurde, und beauftragte danach, schockiert durch das Ausmaß des gewaltsamen Vorgehens der Regierung, seine Mitarbeiter, Informationen von den Tausenden von Menschen zu sammeln, die in den Kirchen Zuflucht suchten. Silvas Vorgehen führte zu einem offenen Konflikt mit Pinochet, der sich nicht scheute, die Kirche und das Comité Pro Paz zu bedrohen.« (Taking a Stand Against Pinochet: The Catholic Church and the Disappeared). Nach Auffassung Samantha Powers handelte es sich bei Jorge Mario Bergoglio nicht um einen »unbeteiligten Zuschauer«. Er trägt Mitschuld für schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

 

Ebenso wenig ist Papst Franziskus ein »Mann des Volkes«, der entschlossen sei, den »Armen« nach dem Vorbild des Heiligen Franziskus von Assisi »beizustehen«, wie es in den westlichen Medien gebetsmühlenartig kolportiert wird. Seine Bemühungen richteten sich in der Zeit der Militärjunta im Gegenteil wiederholt gerade gegen progressive Mitglieder der katholischen Geistlichkeit sowie gegen überzeugte Menschenrechtsaktivisten, die sich an bürgernahen Programmen zur Armutsbekämpfung beteiligten.

 

Mit seiner Unterstützung des »schmutzigen Krieges« in Argentinien hat Jorge Mario Bergoglio gegen die Grundlehren der christlichen Moral verstoßen, die den Wert des menschlichen Lebens hochhalten. Die Botschaft des Verfassers an Papst Franziskus lautet: »Du sollst nicht töten.«

 

»Operation Condor« und die katholische Kirche

Die Wahl Kardinal Bergoglios zum Papst durch das Konklave im Vatikan wird sich umgehend auf die laufenden Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Operation Condor auswirken. Die Kirche war an der Unterstützung der Militärjunta beteiligt. Dies wird im Verlauf des Verfahrens
Mühlhiasl Manfred Böckl Der Seher vom Rabenstein Der Mühlhiasl von Apoig sagte im ausgehenden 18. Jahrhundert den Ausbruch der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts auf den Tag genau voraus und warnte vehement vor einem dritten und letzten weltweiten Krieg. Er prophezeite das Aufkommen von Autos, Flugzeugen, Eisenbahnen und Dampfschiffen, den Untergang der Feudalherrschaft und der Kirche und sah das Waldsterben und den Euro kommen. Seine Prophezeiungen, die im Anhang im Original veröffentlicht sind, erzeugen eine atemberaubende Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.Gebunden, 267 Seiten
ans Licht kommen. Ohne Zweifel wird versucht werden, die Rolle der katholischen Kirchenführung und des neugewählten Papstes Franziskus, der während der Zeit der Militärdiktatur Chef des argentinischen Jesuitenordens war, herunterzuspielen.

 

Jorge Mario Bergoglio: »Washingtons Papst im Vatikan«?

Die Wahl von Papst Franziskus hat weitreichende geopolitische Auswirkungen für Lateinamerika insgesamt. In den 1970er Jahren unterstützte Jorge Mario Bergoglio eine von den USA geförderte Militärdiktatur. Die katholische Kirchenführung Argentiniens unterstützte die Militärregierung. Die Folterprogramme, die Ermordungen und das »Verschwindenlassen« von Tausenden politischer Gegner wurden mit Washington im Rahmen der von der CIA gelenkten Operation Condor abgestimmt und befürwortet. Die wirtschaftlichen Interessen der Wall Street wurden durch Wirtschaftsminister José Alfredo Martínez de Hoz und seine Mitarbeiter geschützt.

 

Die katholische Kirche in Lateinamerika besitzt erheblichen politischen Einfluss und ein großes Gewicht in der öffentlichen Meinung. Dies ist allgemein bekannt und wird von den Drahtziehern der amerikanischen Außenpolitik und in den amerikanischen Geheimdiensten benutzt.

 

Gegenwärtig stellen einige lateinamerikanische Regierungen die amerikanische Vorherrschaft in Frage. Ist nun damit zu rechnen, dass angesichts der Vergangenheit Bergoglios der neue Papst Franziskus als oberster katholischer Kirchenführer nun sozusagen »verdeckt« die politischen Interessen der USA vertritt?

 

Mit Jorge Bergoglio – nun Papst Franziskus –, der sich in der Glanzzeit General Jorge Videlas und Admiral Emilio Masseras getreulich für amerikanische Interessen stark machte, könnte die Führung der katholischen Kirche in Lateinamerika wieder einmal dazu manipuliert werden, »progressive« (also eher linksgerichtete) Regierungen nicht nur in Argentinien (was etwa die Regierung unter Cristina Fernández de Kirchner betrifft), sondern in der ganzen Region (einschließlich Venezuelas, Ekuadors und Boliviens) zu schwächen.

 

Die Einsetzung eines »proamerikanischen« Papstes erfolgte eine Woche nach dem Tod von Präsident Hugo Chávez in Venezuela.

 

»Regimewechsel« im Vatikan

Das amerikanische Außenministerium übt schon routinemäßig Druck auf Mitglieder des UN-Sicherheitsrats auf, um Abstimmungen über Resolutionen des Sicherheitsrats zu beeinflussen. Verdeckte amerikanische Operationen und Propagandakampagnen werden schon gewohnheitsmäßig eingesetzt, um auf den Ausgang von Parlamentswahlen in verschiedensten
Vatikan AG Gianluigi Nuzzi Aufgedeckt: Die teuflischen Geldgeschäfte der Kirche! Die unerhörte Geschichte, die hier erzählt wird, stützt sich auf ein umfangreiches Geheimarchiv, das in der Schweiz lagerte und hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird.Viertausend geheime Dokumente des Heiligen Stuhls - Briefe, vertrauliche Mitteilungen, Aktennotizen, Protokolle, Kontoauszüge und Buchungsbelege - gewähren einen Blick hinter die Kulissen des vatikanischen Finanzsystems. Die Dokumente stammen aus dem Nachlass Monsignore Renato Dardozzis (1922?-?2003), bis Ende der neunziger Jahre einer der wichtigsten Mitarbeiter des IOR, wie die Vatikanbank offiziell heißt.Ende der achtziger Jahre schien mit dem Crash der Ambrosiano-Bank, der rätselhaften Ermordung Roberto Calvis und Michele Sindonas und dem Rückzug von Erzbischof Marcinkus aus der Leitung des IOR der Schlussstrich unter ein unrühmliches Kapitel der Vatikanbank gezogen. Aber dann, so beweisen die Dokumente aus Dardozzis Archiv, begann alles wieder von vorn. Seit 1992 entstand ein neues, noch raffinierteres System mit Nummernkonten, über die Milliarden verschoben wurden.Das IOR funktionierte wie eine Bank innerhalb der Bank, eine gigantische Geldwaschanlage mitten in Rom, die von der Mafia genutzt und skrupellos für politische Machenschaften eingesetzt wurde. Ein Steuerparadies, das allein der Gesetzgebung des Vatikans unterworfen war. Und das alles im Namen Gottes.Taschenbuch, 354 Seiten
Ländern der Welt Einfluss zu nehmen. Die CIA unterhält seit Langem verdeckte Beziehungen zum Vatikan.

 

Hat die amerikanische Regierung versucht, das Ergebnis der jüngsten Papstwahl zu beeinflussen? Aufgrund seiner bereitwilligen Unterstützung der außenpolitischen Interessen der USA in Lateinamerika war Jorge Mario Bergoglio Washingtons Wunschkandidat.

 

Hat Washington insgeheim indirekten oder direkten Druck auf die 115 Kardinäle der katholischen Kirche ausgeübt, die das Konklave bildeten? Sehen Sie dazu auch das Interview, das Michel Chossudovsky in englischer Sprache mit Bonnie Faulkner zum Thema »Wer ist Papst Franziskus wirklich?« führte.

 

Nachbemerkung des Verfassers

Zur Zeit der Machtergreifung des Militärregimes 1976 war ich Gastprofessor am Institut für sozialpolitische Studien an der Universidad Nacional de Córdoba in Argentinien. Damals konzentrierte sich meine Forschungsarbeit auf die Untersuchung der sozialen Auswirkungen der verheerenden makroökonomischen Reformen, die von der Militärjunta durchgesetzt worden waren.

 

Während der ersten Welle der Morde, die sich auch gegen progressive Mitarbeiter der Basisbewegung des katholischen Klerus richtete, lehrte ich an der Universität von Córdoba. Die Industriestadt Córdoba im Norden Argentiniens bildete das Zentrum der Widerstandsbewegung. Ich war Zeuge, wie die katholische Kirchenführung aktiv und wiederholt die Militärjunta unterstützte und eine Atmosphäre der Einschüchterung und Angst im ganzen Land schürte. Damals war der Eindruck weit verbreitet, dass die argentinische Bevölkerung von den oberen Etagen der katholischen Kirche betrogen und verraten worden sei.

 

Drei Jahre zuvor war ich Gastprofessor am Institut für Wirtschaftswissenschaft der katholischen Universität von Chile in der Hauptstadt Santiago gewesen und musste miterleben, wie am
Die Wächter der Teufelsbibel Richard Dübell Der Mystery-Roman zum Hören Prag, 1612. Das gefährlichste Buch der Zeit wird aus dem Hradschin gestohlen - die Teufelsbibel. Wenig später geschehen unheimliche Dinge: Eine Frau ermordet ihre Familie, ein Mann erdrosselt seine Verlobte . Und alle sagen, der Teufel hätte es ihnen befohlen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Grausamkeiten und dem Verschwinden der Teufelsbibel? Die beiden Freunde Cyprian Khlesl und Andrej von Langenfels riskieren ihr Leben für die Lösung dieses Rätsels .Hörbuch, 6 CDs, ca. 468 Min.
11. September die Regierung der Unidad Popular unter Salvador Allende durch einen Militärputsch gestürzt wurde.

 

In den unmittelbar auf den Putsch folgenden Wochen konnte ich miterleben, wie sich der Kardinal von Santiago, Raúl Silva Henriquez, im Namen der katholischen Kirche gegen die Militärdiktatur wandte.

 

Fußnoten:

 

i Bei den »Chicago Boys« handelt es sich um chilenische Wirtschaftswissenschaftler wie etwa José Piñera, Álvaro Bardón und Sergio de Castro, die stark von der neoliberalen und extrem marktorientierten Auffassung Milton Friedmans und von Hayeks geprägt und zum größten Teil an der Universität von Chicago ausgebildet worden waren.

 

ii Dieser Teil wurde am 19. März 2013 ergänzt.

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