Deutscher Sozialismus in Hannover

On September 8, 2012, in Endzeit, by admin

Wir haben ja gestern unsere Vorstellungen von einer gerechteren Neuen Nation, verwirklicht durch den Deutschen Sozialismus, vorgestellt. Heute haben wir uns mal überlegt, wie Hannover dann wohl so wäre. Kommt mit auf einen Spaziergang durch das Hannover der Neuen Nation.

Ich will am Kröpcke in die Bahn steigen und mir fällt beim Lösen der Fahrkarte auf, wie günstig die auf einmal sind. Dafür ist heute mächtig was los in der Bahn und es sind deutlich weniger Autos in der Innenstadt unterwegs. Die gesenkten Preise spielt man sicher durch das Mehr an Fahrgästen wieder ein und die Umwelt freut sich zusätzlich noch über weniger Autoverkehr. Das gilt bestimmt auch für die Deutsche Bahn, die neue Tarife für Familien anbietet. Es gibt ja seit Beginn der neuen Familienpolitik auch wieder mehr deutsche Familien mit mehr als zwei Kindern. Das merkt man auch im Straßenbild. Durch die Kinder ist alles etwas quirliger, aber die Passanten auch irgendwie lockerer und offener. Mir ist aufgefallen, dass am Hauptbahnhof und am Pavillon in der List jetzt viel mehr deutsche Taxifahrer auf Kundschaft warten.

An den Suppenküchen, die man für Bedürftige in der Stadt aufgemacht hat, ist irgendwie auch schon viel weniger los als noch vor einigen Wochen. Ob die neuen Strategien zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit schon greifen? Es scheint sich echt was zu tun im Land. Selbst die Typen mit den Bierflaschen hängen nicht mehr so oft auf der Parkbank herum wie früher. Überhaupt wirken viele Passanten irgendwie aufrechter, man sieht sich auch irgendwie offener an.

Auf der Arbeit hat sich auch so Einiges getan. Meine Firma hat jetzt ihren Stammsitz in Deutschland und seit die Kungeleien an der Börse aufgehört haben, wird auch wieder vor Ort bei uns investiert. Und mein Chef geht jetzt immer zum Schichtbeginn durch die Hallen und begrüßt alle. Als er das zum ersten Mal gemacht hat, habe ich gedacht, ich würde rausfliegen, weil ich irgendwas falsch gemacht habe. Aber er wollte mir nur einen guten Morgen wünschen. Überhaupt scheinen jetzt alle in der Firma an einem Strang zu ziehen. Die Jungs aus der Verwaltung, die sich sonst immer für was Besseres hielten, frühstücken jetzt im selben Raum wie wir. Ein Paar von denen sind ganz in Ordnung, hätte ich nicht gedacht.

Meine Frau arbeitet in der Notaufnahme vom Henriettenstift. Sie hat mir erzählt, dass sie am Wochenende keine ins Koma gesoffenen Jugendlichen mehr aufnehmen müsse und die Zahl der Selbstmörder auch deutlich gesunken ist. Anscheinend sehen wohl viele Leute wieder Licht am Ende des Tunnels. Ich hab sie gestern nach dem Dienst abgeholt und wir waren erst auf dem Bauernmarkt in Döhren einkaufen und dann mit den Kindern spazieren an der Ihme. Wir kaufen jetzt fast unsere gesamten Lebensmittel auf solchen Märkten. Das Angebot ist sehr vielseitig geworden und die Preise sind moderat. Manche von den Bauern kennen uns jetzt schon und wir quatschen immer noch ein Bisschen mit denen. An der Ihme sieht es jetzt viel sauberer aus. Man muss auch keine Angst mehr haben, dass der Hund in eine gebrauchte Spritze tritt, wenn er im Gebüsch sein Geschäft macht. Hier hat sich wirklich einiges verändert.

Auf dem Spielplatz fällt mir auf, dass es irgendwie deutlich weniger übergewichtige Kinder gibt. Das gilt auch für die dazugehörigen Mütter. Der Staat als Gesundheitspfleger scheint also doch zu funktionieren. Und dass man einigen amerikanischen “Fast-Food-Multis” auf die Finger geklopft hat, war auch sinnvoll.

Da kommt Oma. Sie passt heute auf die Kinder auf, damit Gabi und ich mal wieder zu “96″ gehen können. Seitdem es wieder mehr günstige Stehplätze gibt, können wir die Roten auch mal wieder live erleben. Überhaupt unternehmen wir in letzter Zeit öfters mal was Kulturelles: Letztens waren wir mit den Kindern im Theater am Aegi und vor ein paar Wochen war ich mit Kati in der Oper. Kati und ich in der Oper! Stell Dir das mal vor! Aber seitdem Kultur wieder gefördert wird, ist so was möglich.

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