Wer wollte Krieg? Das Märchen vom “Überfall” auf Polen ist eine Propaganda-Lüge!

31. August – der Welt-Kriegstag?

Nun, wenn der 1. September der Weltfriedenstag geworden ist, dann muß man den 31. August zum Welt-Kriegstag ernennen! So wie die Forschungen von Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof schon andeuteten liefert der Historiker Dr. Stefan Scheil nun folgende Erkenntnisse zum Vorabend des Krieges:

An diesem Tage des Jahres 1939, einem Sonntage, war der polnische Botschafter in Berlin, Jozef Lipski, dabei, seine Sachen zu packen.

polnischer Botschafter in BerlinJozef Lipski

Edward Rydz-Śmigły als Sieger gemalt, in Berlin

Polens Stabschef Edward Rydz-Śmigły lässt sich als „Sieger von Berlin“ bereits im März 1939 malen

Die Möbel waren schon fort, denn man hoffte auf einen polnisch-deutschen Krieg. Den hatte Präsident Pilsudski schon zweimal angestiftet, nur die Franzosen wollten nicht mitmachen. Auch hatte sich Polens Stabschef Edward Rydz-Śmigły schon portraitieren lassen als einreitender Sieger durch das Brandenburger Tor! Polen sollte sich bis Berlin ausdehnen. Ganz Ostpreußen, Schlesien und Pommern wollten sie haben – so notierte der Danziger Völkerbund-Kommissar Carl Jacob Burkhardt bereits im Sommer 1938!  Ihre damaligen Endziel-Karten zeigten ein Polen bis zur Elbe und bis zum schwarzen Meer hinunter. Ukraine sowieso. Und so hatten sie sich bereits im Zuge des Münchner Abkommens ein Stück vom Kuchen Tschechoslowakei abgeschnitten.

Und das zu 99 Prozent deutsche Danzig wollte Polen sofort!

Dagegen tat sich aber sogar der Völkerbund, der es verwaltete, noch etwas zickig. Das Deutsche Reich wollte – im wahrsten Sinne des Wortes – ‘natürlich’ Danzig eingegliedert haben einschließlich einer exterritorialen Transitstrecke ins abgeschnittene Ostpreußen. Alles international zustimmungsfähig! Sogar die Volksabstimmung, die in Westpreußen stattfinden sollte, ob es deutsch oder polnisch sein will. Alles furchtbar menschenrechtlich und demokratisch. Und mit solchem “16-Punkte-Plan” als Verhandlungsangebot traktierte Hitler die Engländer und Polen. Polen durfte und wollte es offiziell also gar nicht in die Hand bekommen, denn dann hätte es kaum mehr ablehnen können oder als böser Kriegstreiber dagestanden. Das genau wollte jede Seite der anderen zuschieben – logisch. Wie heute noch.

Man rechnete mit einem Durchmarsch auf Berlin und Unruhen in Deutschland!

Saufkopp churchill, der KriegstreiberWinston Churchill

Die polnische Armee war ja enorm hochgerüstet mit 2 Millionen unter Waffen. Polnischer tödlicher Größenwahn? Nun, jedenfalls hatte Polen seit März die Beistandsgarantie der Briten in der Tasche, selbst für den Fall des eigenen Angreifens! Aber hallo!!! Der unvoreingenommene Betrachter sieht also, was das Churchill-England wollte: Alles – nur ja keinen Frieden! Und in den USA war der Krieg gegen Deutschland nach den antisemitischen Ausbrüchen des 9. November 1938 eine ebenfalls beschlossene Sache. Die Pariser polnische Botschaft hatte diese Information bestätigt.

Es war also alles gut gerichtet – gegen Deutschland!

Denn das Vertreiben von Millionen Deutschen und Juden und anderer Ethnien aus Polen, gar tausenfaches Ermorden war nie ein Problem für die Westmächte und den Völkerbund. Erst als Deutschland Juden zum Auswandern trieb, wurde es zum Verbrechen. Oder waren die eigentliche Gründe doch andere? Sei’s drum – nun das am 31. August:

Joachim von Ribbentrop, letzter deutscher AussenministerJoachim von Ribbentrop

Außenminister Ribbentrop liest in den Morgenstunden dem britischen Botschafter Nevile Henderson diesen “16-Punkte-Plan” vor und erläutert ihn. Am nächsten Tag haben die Briten zwar propagiert, daß der arme Henderson nicht verstanden hätte, weil Ribbentrop zu schnell gesprochen habe. Auf jeden Fall hatten sie nun erst einmal den schwarzen Peter und prompt schickten sie ihren Botschaftsrat Georg Ogilvie-Forbes und den Schweden Birger Dahlerus mit dem Papier in die polnische Botschaft, wo sie gegen 11 Uhr auftauchten.

Eigentlich – sollte Lipski das deutsche Verhandlungsangebot bei Ribbentrop abholen!

Hat er aber nicht. Hat sich aus verständlichen Gründen geweigert. Sogar die britische Botschaft rief ihn in der Nacht noch an, aber vergeblich.  Also verliest Ogilvie-Forbes stante pede Lipski den Text. So ein Unglück aber auch: Der fließend Deutsch sprechende Lipski versteht’s plötzlich nicht mehr und kann den Text in seinen “zitternden” Händen auch nicht lesen. Daraufhin diktiert Dahlerus das Papier Lipskis Sekretärin in die Schreibmaschine. Das elende Schauspiel geht aber noch weiter: Am Nachmittag muß Lipski noch ins deutsche Außenministerium zu einem letzten Termin! Was nun? Da kommt aus Warschau vom polnischen Außenminister Beck ein Telegramm, welches ihm befiehlt:

“Lassen Sie sich unter keinen Umständen in sachliche Diskussionen ein. Wenn die Reichsregierung schriftliche Vorschläge macht, müssen Sie erklären, daß sie keinerlei Vollmacht haben, solche Vorschläge entgegenzunehmen oder zu diskutieren.”

Braucht es noch weitere Erklärung, wer hier alles Krieg wollte? Seitdem behauptet alliierte Geschichtsschreibung, daß es keinerlei deutsche Verhandlungsbereitschaft gab (und Michel glaubt es sogar!). Dazu hatte Winston Churchill noch am selben Abend alle britischen Zeitungen angerufen, damit aus “nationalen Sicherheitsgründen” eine entsprechend “verschweigende” Des-Information erfolgt, denn in London war das deutsche Papier intern ja bekannt. Bei diesem deutschen Angebot an Polen hätte kein Brite einem Krieg gegen Deutschland zugestimmt! Also mußte es vertuscht werden. Mit Erfolg. Obwohl aus Sicht des Empires es letztendlich ein Pyrrhus-Sieg wurde. Daß am nächsten Tag ein neuer Weltkrieg, zumindest der europäische Teil dessen, beginnen würde, hatte wohl niemand geahnt und gewollt. Aber zumindest wird offenkundig – spätestens mit dem Geschehen am 31. August 1939: Deutschland war der einzige Beteiligte, der den Krieg verhindern wollte.

Fazit: Das Märchen vom “Überfall” auf Polen ist eine Propaganda-Lüge!

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