München (DE) – in Bayern spielen Grüne und SPD ein Theaterstück um Großbauprojekte vor. Dabei griff Christian Ude die Grünen nun frontal an.

1983 sang die Gruppe „Gänsehaut“ das Lied von „Karl dem Käfer“. „Karl der Käfer wurde nicht gefragt, Karl der Käfer wurde einfach fortgejagt“, heißt es in dem emotionalen und nachdenklichen Liedtext für mehr Umweltbewusstsein. Umweltschutz ist Heimatschutz. Das ist klar und nicht von der Hand zu weisen. Wer das bestreitet ist, um es höflich auszudrücken, einfach dämlich. Wir alle sind auf eine funktionierende und saubere Natur angewiesen. Ohne diese können wir alle nicht überleben. Die Natur ist unser Schatz und so muss sie auch behandelt werden. Mit Vorsicht und Rücksichtnahme ist auf sie Acht zu geben.

Doch auch der Mensch gehört zur Natur. Nicht jede Änderung ist gleich in einer Art mittelalterliche Denkschiene als „böse“ abzuwehren. Stuttgart 21, ein Großbauprojekt von Bund, Land, Kommunen und der Bahn in Stuttgart, ist so ein Beispiel. Auf der maßgeblich von den Grünen beförderten Protestwelle gegen das Projekt konnten die Grünen in den Landtag von Baden-Württemberg reiten. Nun stellen sie den Ministerpräsidenten und zanken sich mit der SPD über den neuen Bahnhof. Die SPD ist dafür, die Grünen dagegen. Angemerkt sei, dass seit der Machtübernahme der Grünen die Proteste doch stark abgeflacht sind. Man könnte natürlich die Baukosten als Gegenargument anführen, doch bedenkt man die wahnsinnigen Kosten für Masseneinwanderung und Euro- und EU-Debakel oder die Bankenrettungsprogramme, überall sind hier die Grünen dafür, dann wirken diese Kosten doch sehr überschaubar.

In Hamburg zerbrach die antibürgerliche Koalition von Ole von Beust und seiner Großstadt-CDU mit den Grünen unter anderem auch an der Elbvertiefung, der neuen Philharmonika und einem Kraftwerk. In Berlin kam es gar nicht zu einer Koalition, weil die Grünen gegen den Ausbau der A100 aufbegehrten. Klaus Wowereit wird sich nun wohl der Union in Berlin zuwenden.

Über das Verhalten der Grünen und wie man mit Ihnen am einfachsten eine Koalition gestaltet hat sich das Satiremagazin TITANIC aufschlussreiche Gedanken in gewohnt angriffslustiger Form gemacht:

„Immer häufiger scheitern Koalitionen mit den Grünen an Großbauprojekten: Schwarz-Grün in Hamburg an der Elbvertiefung, Rot-Grün in Berlin am Ausbau der A100 und Grün-Rot in Stuttgart an Stuttgart 21 (demnächst). Wie kann man mit den Grünen regieren? TITANIC präsentiert vier einfache Regeln:

Unstrittige Themen in den Vordergrund stellen: Ausstieg aus der Atomenergie, Unternehmen entlasten, Arbeitslose belasten, Krieg anfangen

Kompromisse bei Bauvorhaben eingehen: Windräder an den neuen Autobahnen aufstellen, Erdwärme bei Tunnelneubauten nutzen

Schwarze Schafe bei den Grünen einschleusen: z.B. Oswald Metzger, Winfried Kretschmann

Eine grünengerechte Sprache verwenden: “Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Claudia Roth…”

Das sagt der Pofalla: `Ich könnte mit allen zusammenarbeiten – solange sie sich an meine Scheißregeln halten!´“

Was humoristisch klingt ist jedoch oftmals bittere Wahrheit. Die Grünen sind die repressiven Bremser von Entwicklung und Zukunft. Sie stellen sich Neuerungen unbesonnen und unbelehrbar entgegen, es sei denn es handelt sich um eigene Programme der linksgrünen Gesellschaftsingenieure, die dazu dienen irgendwelche vermeintlich benachteiligten Gruppen wie Zigeuner, Pädophile, Muslime usw. zu fördern.

So verwundert es auch nicht, dass in Bayern, hier wird in rund zwei Jahren gewählt, jetzt schon die Wogen hochkommen. Knackpunkt hier ist die dritte Startbahn des Münchener Flughafens. Die SPD ist dafür und die Grünen wie so oft dagegen. So liefern sich die beiden einen Scheinkampf um den Wählern vorzugaukeln, es gäbe gravierende Unterschiede zwischen den beiden Blockparteien. Außer beim Thema Großbauprojekte gibt es aber keine. Beide Parteien überbieten sich lediglich in ihren Lobbyansprüchen. Für den deutschen Normalbürger sind übrigens keine signifikanten Forderungen dabei.

Um dem ganzen Kasperletheater noch ein wenig mehr Pfeffer zu geben, attackierte der voraussichtlich zukünftige SPD-Herausforderer von Horst Seehofer (CSU) um das Amt des Ministerpräsidenten, Christian Ude, nun die Grünen schärfer als gewohnt. Er warf den Möchtegernumweltschützern vor, eine „fundamentalistische Opposition gegen Verkehrsprojekte“ zu liefern. Ihr Verhalten habe “Züge eines Religionskriegs”. Ude äußerte laut WELT offen:

„Es scheint ein Hobby der grünen Partei zu sein, Verkehrsprojekte fundamentalistisch abzulehnen, so dass am Ende kein Spielraum mehr für Kompromisslösungen ist. Das kann Politikfähigkeit kosten. Ich glaube, die Grünen sind gut beraten – egal ob es um die Bahn geht, eine Autobahn, eine S-Bahn oder einen Flughafen und seine Erweiterung – das Nein zu so einem Verkehrsprojekt nicht zu einem Glaubensthema zu machen.”

Die Grünen zeigten sich von Udes Attacke allerdings recht unbeeindruckt und betonten ihre Antihaltung. Wohlwissend, dass Ude gerne Ministerpräsident werden will und dafür Stimmen von Grünen und möglicherweise auch den Freien Wählern braucht. Die könnte er sich dann teuer erkaufen können. Ausbaden darf es der Steuerzahler.

 

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1 Response » to “Bayern: Ude (SPD) attackiert Grüne als religiöse Fanatiker”

  1. bergfreunde says:

    DAV Sektion Bergfreunde Anhalt Dessau…

    Die Sektion im deutschen Alpenverein präsentiert seine Aktivitäten rund ums Bergsteigen, Wandern, Skifahren sowie Rad- und Wasserwandern……

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