EISENACH. Die Deutsche Burschenschaft (DB) hat die Berichterstattung zum Burschentag in Eisenach scharf kritisiert. Verbandssprecher Stefan Döbner sagte, der Vorwurf, die Burschenschaft strebe die Einführung eines „Arierparagraphen“ für Neumitglieder an, käme einem „Rufmord“ gleich.

Zwar liege ein internes Rechtsgutachten bezüglich der Aufnahmebedingungen vor, das sich am Abstammungsprinzip orientiert, dieses werde innerhalb des Verbandes jedoch sehr kontrovers diskutiert und durchaus auch „kritisch gesehen“.

Döbner betonte, daß auch die Schweiz, Israel sowie die meisten EU-Staaten wie Österreich an diesem Prinzip festhielten. Der Deutschen Burschenschaft deswegen „Rassismus“ vorzuwerfen, entbehre daher jeder Grundlage. „Die Prinzipien der Deutschen Burschenschaft verpflichten jeden Burschenschafter zur Achtung der Würde jedes Menschen als Grundlage unserer Verfassung.“

Weiter Gewalt gegen Burschenschaften

Zuvor hatte Spiegel-Online die Deutsche Burschenschaft in die Nähe der nationalsozialistischen Nürnberger Rassegesetze gerückt. Auch die linke Politikwissenschaftlerin Alexandra Kurth warf der DB „blanken Rassismus“ vor. Kurth forscht nach eigenen Angaben seit den 90er Jahren zur Deutschen Burschenschaft und hat zu dieser auch zahlreiche Vorträge bei linksextremen Gruppierungen gehalten.

Unterdessen wurde bekannt, daß es in Marburg in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni zu einem Brandanschlag auf die Burschenschaft Alemannia Marburg gekommen ist. Dabei wurden mehrere Mülltonnen angezündet. In der Nähe entdeckten Augenzeugen den Schriftzug "Wir kriegen euch alle! A". Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. (ho)

Leave a Reply

WordPress Blog



WordPress主题