Wir haben es schon lange gewusst, dass Israel über ein Atomwaffenarsenal verfügt, aber für die Israel-Versteher die immer alles leugnen und für die, die jede Kritik an Israel als Antisemitismus bezeichnen, hier der Beweis für das israelische Atomwaffenprogramm. Washington hat am Montag Geheimdokumente nach 45 Jahre Verschluss freigegeben die zeigen, Amerikas Zustimmung zum israelischen Atomwaffenprogramm damals 1969. Das Interagency Security Classification Appeals Panel (ISCAP), oder locker übersetzt, der Ausschuss der die Geheimhaltung von Dokumenten beschliesst, hat jahrzehntelang konstant die Freigabe der Geheimnisse über Israels Atomwaffen verweigert. Jetzt ist dieses Wissen endlich öffentlich zugänglich.

Golda Meir traf Richard Nixon im Weissen Haus, zusammen mit den
Aussenministern Yitzhak Rabin und Henry Kissinger

Die Dokumente zeigen die Einstellung der US-Regierung gegenüber Israels Atomwaffenprogramm im Vorfeld des Treffens zwischen Präsident Richard Nixon und Premierminister Golda Meir im Weissen Haus im September 1969. Damals gab es drei Weigerungen des zionistischen Gebildes, mit dem die US-Regierung sich auseinandersetzen musste: Die Unterzeichnung des NPT-Vertrages (Atomwaffensperrvertrag), die Inspektion der Atomanlage in Dimona durch die USA und die bedingte Lieferung von Kampfflugzeuge, wenn Israel zustimmt Atomwaffen aufzugeben im Gegenzug zur Lieferung von strategischen “Jericho” Boden-Boden-Raketen die in der Lage sind die arabischen Hauptstädte zu treffen.

Aus den Dokumenten geht hervor, wie die amerikanischen Regierungsvertreter – Kabinettsmitglieder und oberster Regierungsberater die das Dokument geschrieben haben – Schritt für Schritt von ihrem ursprünglichen Plan zurückgewichen sind, Israels Atombewaffnung zu blockieren, bis sie am Ende nachgegeben haben. Der Inhalt des Gesprächs zwischen Nixon und Meir ist immer noch geheim, in dem Israel als Atomwaffenstaat anerkannt wurde. Laut den Dokumenten hat die Nixon-Regierung Israel erlaubt, von einem “Besitzer des Wissens über Atomwaffen” zu einem tatsächlichen “Besitzer von Atomwaffen” aufzusteigen.

Israels Politik der atomaren Zweideutigkeit, in dem wegen der Abschreckung der Besitz von Atomwaffen weder bestätigt noch geleugnet wird, ist laut den freigegebenen Geheimdokumenten ein Resultat der Nixon-Meir Verständigung, ein taktisches Manöver das Israel damals vorschlug und bis heute gilt. Mit der Aufgabe der Geheimhaltung ist aber diese Taktik erledigt, denn jetzt kann niemand die Existenz eines israelischen Atomwaffenprogramms, das zurückgeht bis Anfang der 60-Jahre, mehr abstreiten.

Die Entscheidung die Dokumente freizugeben wurde im März gefällt, ist aber erst jetzt durch ISCAP publik gemacht worden. Im Ausschuss das über die Aufhebung der Geheimhaltung entscheidet sitzen Vertreter der Ministerien für Aussenpolitik, Verteidigung und Justiz, sowie des Nationalarchiv (wo die Dokumente gelagert sind), des Geheimdienstkoordinator, des Sicherheitsberater des Präsidenten und der CIA.

Warum gerade jetzt die Freigabe erfolgt, was die Zionisten als Affront betrachten, ist für mich klar. Obama ist stinksauer auf Netanjahu, weil er US-Aussenminister John Kerrys Friedensgespräche zwischen den Israelis und Palästinenser ständig sabotiert hat. Dann auch noch wegen dem neusten Krieg gegen Gaza mit über 2’000 Toten, der wohl nach Aussen nicht kritisiert wird, aber insgeheim schon.

Der Gipfel der Frechheit und eine totale Provokation ist die Entscheidung des zionistischen Regimes vom vergangenen Sonntag, 1’000 Hektar Land, das im Privatbesitz von Palästinensern ist, in der Nähe von Bethlehem in den besetzten Gebieten, einfach zu annektieren. Dieser Landraub ist der grösste Diebstahl von palästinensischen Territorium seit 30 Jahren. Washington hat Israel am Montag aufgefordert, diese neueste Beschlagnahmung von Land der Palästinenser rückgängig zu machen.

Ich muss lachen, Israel wird dieser “Aufforderung” seitens Obama sicher nachkommen, so wie es alle anderen nachgekommen ist … da friert zuerst die Hölle zu bis das passiert. Spätestens nach dem neuesten Krieg gegen Gaza und dieser Annexion muss doch jeder einsehen, das zionistische Regime will erstens keinen Frieden und zweitens das gesamte Land der Palästinenser rauben und sie komplett aus ihrer Heimat verjagen.

Aus dem Geheimdokument geht hervor, Israel tanzt Washington und der ganzen Welt schon seit 50 Jahren auf der Nase herum und macht was es will. Das typische dabei ist die Doppelmoral und ungleiche Behandlung des Westens was das friedliche Atomprogramm des Iran betrifft. Teheran wird seit über 33 Jahre mit schärfsten Sanktionen bestraft und sogar mit einem Angriff bedroht, obwohl es gar keine Atomwaffen hat und auch keine will.

Link zu den freigegebenen Geheimdokumenten als PDF …

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Krieg gegen Zivilisten.

Das Blutvergießen in der Ukraine ist einzig und allein der Ost-Expansion der NATO geschuldet, deren Strategie eindeutig die Einkreisung des rohstoffreichen Rußlands ist, dem die Segnungen des Westens auch notfalls mit Gewalt aufgezwungen werden soll. Rußland hat demgegenüber nie Anstalten gemacht, seine Raketen näher an Europa oder den USA zu stationieren. Nicht Rußlands Militärstrategie ist […]

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Die größte Chance (3.9.2014)

 

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

In Würzburg steht eine kleine Kirche, malerisch gelegen, thronend über dem Main, “links” der Festung: das Käppele. Da es keine Gemeindekirche ist, hat es den Status einer Kapelle. Das Käppele ist ein Marien-Wallfahrtsort. Es ist aber nicht identisch mit der Marien-Kapelle, die steht am Würzburger Marktplatz, mitten in der Stadt. Im Käppele gibt es den Zehnerl-Segen, ein mechanisches Spielwerk, in das man früher zehn Pfennig und heute zehn Cent einwirft, damit ein kleines Christuskind aus einer Nachbildung des Käppeles herausfährt und das Kreuzzeichen vollführt. Als Kind war das für mich jeden Sommer mindestens einmal ein Familien-Ausflugsziel, und das “Zehnerl” mußte unbedingt eingeworfen werden. Über das Käppele ging es weiter zur Frankenwarte oder zur Gastronomie auf dem Nikolausberg.

Damit sei der touristische Teil abgehandelt. Zum Käppele gehört eine Votivkammer, die ich als Kind in ihrer überladenen Pracht mit wenig Verständnis bestaunt habe. Die dortigen Ausstellungsstücke sind Dankesgaben, unter dem allgemeinen Motto: “Maria hat geholfen.” Sie zeugen vom Glauben der Wallfahrer, die einst zur Gottesmutter Maria gebetet haben, worauf ihnen auf wundersame Weise Hilfe zuteil geworden ist. Der Kreuzberg in der Rhön, Vierzehnheiligen, Altötting – es gibt viele Wallfahrtsorte, zumal in Bayern. Zu den ferner gelegenen Orten wird nicht gewallfahrt, sondern gepilgert, also nach Lourdes, Fatima, Santiago de Compostella, Rom, Jerusalem und Betlehem. Andere Religionen haben ihre eigenen heiligen Städte. Wallfahrten und Pilgerreisen gab es schon im Altertum, seit die Menschen die ersten Kultstätten gebaut hatten.

Diese Pilgerfahrten hatten alle den gleichen Sinn: der Pilger wollte an geweihter Stätte seiner Gottheit nahe sein, sei es, um persönliche Bitten vorzutragen oder für das eigene Seelenheil. Sogar am Wallfahrtsort zu sterben erschien erstrebenswert, denn von dort aus war der Weg in den Himmel ein Stück kürzer. Die Wallfahrten waren auch ein wirtschaftlicher Faktor, so sind die Gebeine der Heiligen drei Könige in Köln ein schlichtes Raubgut – die Pilger kamen und kommen trotzdem.


1000 heilige OrteChristoph EngelsEine spirituelle Weltreise an die Kraftorte GottesDie Begegnung mit dem Heiligen und Mystischen übt seit jeher eine große Faszination auf die Menschen aus. Heilige Orte und spirituelle Plätze gibt es auf der ganzen Welt. Sie alle besitzen eine geheimnisvolle Ausstrahlung, die Menschen seit jeher in den Bann zieht. Es sind Orte des Friedens und der Kraft.1000 heilige Orte - das sind 1000 solcher außergewöhnlichen Plätze, die in informativen, spannenden Texten und eindrucksvollen Bildern vorgestellt werden und zu einer spirituellen Reise um die Welt einladen. Von vorgeschichtlichen Kultstätten bis zu den Heiligtümern der Gegenwart, von heiligen Bergen über geheimnisvolle Ruinen und Steinkreise bis zu den eindrucksvollen Kathedralen des Mittelalters, von Pilgerwegen und Wallfahrtsorten über hinduistische, buddhistische und shintoistische Tempel in Asien und den weltweit wichtigsten Moscheen des Islam bis zu  Naturheiligtümern in Afrika, Amerika und Australien, vorgeschichtlichen Kultstätten und modernen Heiligtümern, von polaren Regionen bis in die heißesten Wüstengegenden - dieses Buch begleitet eine Weltreise der besonderen Art.Zur leichten Orientierung ist das Buch geografisch gegliedert. Weiterführende Texte zu den Religionen, ihren Heiligen und den Besonderheiten der Stätten bieten einen umfassenden Überblick.Gebunden, 960 Seiten, durchgehend farbig illustriert Betrachtet man die Angelegenheit jenseits des Weihrauchs und des Geldsegens, so gibt es einen wahren Kern. Der Weg durch die verschiedenen Leben, die Reinkarnation, bezweckt die Weiterentwicklung, den Aufstieg der Seele. Da wird eine Wallfahrt zu einer spirituellen Übung, zu einem Schritt bei der eigenen Weiterentwicklung. Im Neuen Testament gibt Christus dem Sünder den Rat: Gehe hin und sündige nicht mehr! In der Langfassung heißt das: Du hast eingesehen, daß Du einen Fehler gemacht hast. Du bereust diesen Fehler, folglich handele nach Deiner Einsicht und vermeide diesen Fehler in Zukunft.

Pilgerfahrt heißt nicht, in Frankfurt ins Flugzeug, ab nach Jerusalem, fünf Minuten mit hundert anderen Touristen in die Grabeskirche und ansonsten Besichtigung der Sehenswürdigkeiten. Zu einer Pilgerreise gehören Tage der Wanderung, auf den Kreuzberg in der Rhön, nach Altötting oder Wochen auf dem Jakobsweg. Dies hängt weniger mit den zu Fuß zurückgelegten Kilometern zusammen, sondern mit dem Abstand vom Alltagsleben. Dies gibt dem Pilger die Gelegenheit, über sich selbst nachzudenken und seine Fehler zu erkennen. Einsicht ist der erste Schritt. Aus der Einsicht heraus erwächst der zweite Schritt, die Reue. Dies ist der Wunsch, den Fehler nicht begangen zu haben. Dies legt das Fundament für den dritten, erlösenden Schritt: dies künftig nicht mehr zu tun.

Das Verfahren war bei den Göttern des Olymps nicht anders als es heute bei der christlichen Dreifaltigkeit ist. Nicht das Ritual, nicht der Gottesdienst am Ziel ist es, was die Seele reinigt, sondern die Gedanken auf dem Weg erwirken die Umkehr. Deshalb halte ich den Islam, der bei seiner Pilgerreise nach Mekka dort ausgiebige Rituale vorschreibt, für weniger sinnvoll. Früher, als die Hadsch wochenlange Anreise durch die Wüste bedeutet hatte, war das noch anders gewesen.

Eine Seele verbringt im Lauf ihres Daseins Zeiten im Diesseits, die Leben genannt werden, und Zeiten im Jenseits, welche die Lebenden als Tod bezeichnen. Jedes Leben gleicht dabei einer Schulklasse, in der dazugelernt wird, während der Tod eine Auszeit bedeutet, eine Zeit der Ferien. Wobei zum Todeszeitpunkt ein Zeugnis ausgestellt wird, das darüber entscheidet, an welchem Urlaubsort wir diese Ferien verbringen werden. Es ist unsere Entscheidung, ob wir die Ferien einfach nur genießen oder sie nutzen, um weiteren Unterrichtsstoff aufzunehmen.

Gott, der Schöpfer, bewertet nicht. Al Capone war ein ebenso wertvoller Mensch wie Mutter Theresa. Waren Sie auf Erden ein Gewaltverbrecher, steckt Gott Sie nicht in ein Straflager, sondern in ein Ferienlager für Raufbolde, wo Sie sich nach Herzenslust mit Ihresgleichen prügeln können. Für den Friedfertigen mag das nach Hölle aussehen, für den Straßenschläger ist das die artgerechte Unterbringung. Wenn Ihnen das zu viel wird, halten Sie sich an Jesus Christus: Gehen Sie hin und sündigen Sie nicht mehr! Ändern Sie Ihr Verhalten, lernen Sie dazu, und das nächste Feriencamp entspricht Ihrem geänderten Naturell. Bei dem Friedfertigen, auf den Inseln der Seligen, wird nicht geprügelt. Und wenn Ihnen Prügeleien nicht genügen, besuchen Sie Josef Stalin, Pol Pot oder Franklin Delano Roosevelt, in der Abteilung Mord und Totschlag. Auch das ist eine Weiterentwicklung.

In jedem Leben gibt es Krisenpunkte. Für den Einen mag die Krise des Anderen lächerlich erscheinen, doch sind diese Krisen dem Leben des jeweiligen Menschen angemessen. Der Starke verliert Haus und Hof, der Schwache vielleicht nur seinen Glücksstein. Beides wird zum Anlaß, sich weiterzuentwickeln, dazuzulernen. Es ist der nächste Schritt, der irgendwann auf uns zukommt, der nötig ist. Eine solche Krise wird gerne als “Prüfung” bezeichnet. Wie reif sind wir schon? Was haben wir bereits gelernt? Meistern wir die Krise, bestehen wir die Prüfung, oder zerbrechen wir daran?

Wer die heutigen Tagesnachrichten mit jenen vor zwanzig oder vierzig Jahren vergleicht, stellt fest, daß wir heute mehr Krisen, mehr Probleme haben als früher. Tatsächlich ist dies nur das Vorspiel, die Ouvertüre. Der Fünfakter, der folgen wird, hält die große Depression bereit, wie sie 1929 begonnen hat, bringt uns die Hyperinflation des Jahres 1923, bringt uns Krieg und Zerstörung wie 14/18 bzw. 39/45, beschert uns Seuchenzüge wie einst die Pest und am Ende auch noch die Schrecken der Natur, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutwellen. Die Johannes-Offenbarung, das letzte Buch des Neuen Testaments, schildert die Geschehnisse durchaus eindrucksvoll.

Es ist Ihre Entscheidung, an der Krise zu wachsen oder zu zerbrechen. Es ist nicht schlimm, in der Krise umzukommen, da gehen Sie eben vorzeitig in die Ferien. Wichtig ist zu lernen, und das können Sie selbst in den letzten Sekunden Ihres Lebens. Die Krisen, der Untergang, ist die größte Chance zu lernen, die es in den vergangenen Jahrtausenden gegeben hat. Der Dreißigjährige Krieg mit all seinen Schrecken war ein Vorgeschmack auf das, was kommen wird. Auch damals hat sich die Menschheit im Abendland weiterentwickelt. Die Barbarei wurde damals für Jahrhunderte aus Europa verbannt, erst über Amerika, über die USA ist sie wieder zurückgekehrt.

Die Aufklärung, die industrielle Revolution, die Herrschaft Europas über die Welt, waren eine Folge des Entwicklungsschubs, der im Dreißigjährigen Krieg erfolgt ist. Das damalige Schlachtfeld wurde zum Land der Dichter und Denker, zum Land der Ingenieure und Techniker. Dieser Zusammenhang läßt sich nur von der höheren Warte aus erkennen, aus der Einsicht heraus, daß kein Leben und kein Tod sinnlos ist. Wir sind in dieses Leben nicht gegen unseren Willen gestoßen, ja verbannt worden, wir haben dieses Leben und seine Umstände selbst gewählt und alles auf uns genommen, was mit diesem Leben verbunden ist. Gewissermaßen haben wir eine Pauschalreise gebucht, mit zahlreichen Ausflügen und Besichtigungstouren. Gelegentlich haben wir dabei Kakerlaken im Hotelzimmer, hin und wieder ist das Essen schlecht, der ersehnte Tag am Strand beschert uns einen Sonnenbrand, und nach einer langen Nacht an der Hotelbar wachen wir verkatert auf. Nicht alles ist so, wie es im Prospekt gestanden hat, und hin und wieder begehen wir selbst Fehler, doch wir haben die ganze Reise gebucht und wir sind vom Schicksal verpflichtet, diese Reise bis zum letzten Tag zu absolvieren. Die Strafe für ein vorzeitiges, freiwilliges Ausscheiden ist ein Feriencamp in Sibirien, mit 40-Mann-Baracken, Stacheldrahtzäunen und Stalin-Bildern an der Wand.

Wer ausgerechnet jetzt, in der Krisenzeit, seine Lebensreise gebucht hat, hat das aus einem ganz bestimmten Grund getan. Es ist ein besonderer Nervenkitzel, an Bord der Titanic zu gehen, im vollen Bewußtsein, das da draußen der Eisberg wartet. Wollen Sie den Nervenkitzel der Panik? Das Orchester erleben, das bis zum Untergang gespielt hat? Einen Anderen aus dem Rettungsboot verdrängen? Oder Ihren sicheren Platz im Rettungsboot aufgeben, um einen Mitmenschen zu retten? Es gibt mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde, folglich gibt es ebenso viele Motive, gerade jetzt zu leben. Die Heizer, die in der Titanic bis zuletzt auf ihrem Posten geblieben sind, waren namenlose Helden dieses Untergangs. Näher, mein Gott, zu dir… Die Titanic war gewissermaßen ihr Wallfahrtsort, an dem sie Gott nahegekommen sind.

Die kommende Krise wird die große Prüfung Ihres Daseins werden, die größte Chance zur Weiterentwicklung, zum Aufstieg. Nach dem Verständnis der katholischen Kirche war eine Hexe, welche die Beichte abgelegt und ihre Sünden bereut hatte, wenn sie gleich darauf verbrannt worden ist, vor dem Teufel und der Hölle gerettet. Einsicht und Reue – und keine Gelegenheit mehr, noch einmal zu sündigen. In den letzten Stunden, den letzten Minuten, den letzten Augenblicken ihres Lebens können Sie zu Einsicht und Reue gelangen, um dann im Status der Heiligkeit ins Jenseits einzugehen, obwohl Sie zuvor Jahrzehnte in Sünde gelebt haben. Sie sind hingegangen und haben nicht mehr gesündigt!

Diese Logik ist brutal, ja zynisch, beträfe sie nur ein einziges Leben, das für immer zu Ende ist. Wenn mein eigenes Leben endet, wird dieser Michael Winkler nie wieder lebendig. Es wird mich nie wieder geben. Na und? Ich habe irgendwo meinen ersten Personalausweis liegen, ausgestellt, als ich 16 Jahre alt war. Daraus blickt mich ein Mensch an, den es so schon lange nicht mehr gibt. Es ist der Mensch, der dazu beigetragen hat, daß ich das geworden bin, was heute diese Texte verfaßt. Uns beide trennen mehr als 40 Jahre… In weiteren 40 Jahren werde ich aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr als Michael Winkler leben. Ob im Jenseits oder schon wieder auf der Erde, ich habe dazu beigetragen, daß jener zukünftige Mensch entstanden und so geworden ist, wie er dann eben sein mag.

Wir leben in einer Schöpfung, in der alles mit allem in Verbindung steht. Der berühmte Schmetterling, der gerade in Südamerika mit den Flügeln schlägt, mag bewirken, daß es bei uns in zwei Wochen den ersten Herbststurm gibt. Wie viel stärker beeinflußt das, was wir heute tun, alles, was wir selbst in Zukunft sein werden? Wenn ich nach Hamburg will, setze ich mich ins Auto und fahre nach Süden. Die Erde ist eine Kugel, und irgendwann komme ich sogar auf der Südroute nach Hamburg. Aber vielleicht erlange ich schon nach zehn Kilometern, in Kist, die Einsicht, daß ich besser nicht auf die Autobahn Richtung Stuttgart fahre, sondern am Bibelrieder Kreuz nach Norden abbiege. Dann bin ich hingegangen und habe nicht mehr gesündigt.

Wer in Europa lebt, hat für den Untergang den Logenplatz gebucht, ganz vorne, wo er am meisten abbekommt. In Europa haben Sie somit die größte Chance auf die persönliche Weiterentwicklung, laufen aber zugleich die Gefahr, daß Sie nicht überleben. Das Lied der Linde, eine bekannte Zukunftsschau, berichtet davon, daß ein Drittel der Menschen tot sind und ein weiteres Drittel den Verstand verloren hat. Ein Drittel kommt also durch – und das ist eine optimistische Schätzung! Betrachten wir das zweite Drittel, das den Verstand verloren hat – warum wohl? Weil alles, an das sie bis zu dieser Krise geglaubt haben, sich als falsch herausgestellt hat, weil alles, was sicher und unerschütterlich erschien, ganz einfach zerfallen ist.

Das Licht der Wahrheit wird alle Lügen wegbrennen, wird alle Umerziehung ausmerzen. Die alten Werte werden zurückkehren, die Leute notgedrungen von ihrer Hände Arbeit leben, von ihrer eigenen Tüchtigkeit, nicht mehr von Lug und Trug, und auch nicht mehr von schönen Worten. Vermögensberater braucht keiner mehr, wohl aber Dachdecker. Der Doktor der Diskussionswissenschaften muß froh sein, wenn er auf dem Feld arbeiten darf, während der Handwerker ein gefragter Mann sein wird.

Um auszuwandern, ist es jetzt bereits zu spät. Die Zeit reicht nicht mehr, um im Fluchtland Fuß zu fassen, Wurzeln zu schlagen und sich mit den Einheimischen zu vernetzen. Paraguay oder Australien mögen sichere Länder sein, weitaus sicherer als Schleswig-Holstein. Wandern Sie aus, und Sie retten vielleicht Ihr bißchen Leben. Bleiben Sie hier, mag dieses Leben enden, doch Sie entwickeln sich weiter, verbessern Ihre Position für das nächste Leben erheblich. Unser Horizont ist nicht ein einziges Leben auf der Erde, sondern die Ewigkeit in ihrer ganzen Fülle. Wandern Sie aus, und Sie verpassen die größte Chance Ihres Daseins!

Ich möchte mit einem ketzerischen Gedanken schließen. Wir Deutsche leiden unter Zudringlingen, unter Millionen Menschen “mit Migrationshintergrund”. Wir sind das Sozialamt der ganzen Welt geworden. Aber wir sind das nicht allein. Alle Länder der Europäischen Gemeinschaft – das ist die heutige EU, bevor sie um die Länder Osteuropas erweitert worden ist – werden von Flüchtlingen überlaufen. Sie suchen hier Sicherheit, ein sorgenfreies Leben auf Kosten der Einheimischen. Dies ist der Eindruck, den wir gewinnen, wenn wir das Wort “Wirtschaftsflüchtlinge” oder “Armutsflüchtlinge” hören. Diese Menschen sind bei uns fehl am Platz, denn ihre Arbeitskraft fehlt genau dort, wo Armut herrscht und die Wirtschaft darniederliegt. Dort, in der Heimat, werden sie gebraucht, um diese Länder aufzubauen.

Doch so schön ist das Leben in Europa auch wieder nicht. Hartz IV ist kein Paradies. Wenn diese Menschen sich nicht integrieren, uns ihre Lebensweise aufnötigen, dann zeigen sie, daß Europa nicht wirklich ihr Ziel ist. Unbewußt sind sie aus einem ganz anderen Grund hier, einem Grund, der ihnen gar nicht bewußt ist: Sie wollen hier untergehen, sie wollen teilhaben an der größten Chance. Sie sind zudem ein Teil der Apokalypse, eine der Plagen, die über die Menschheit kommen. Es sind die Heuschrecken, die unser Land kahlfressen. Sie sind die Hunde des Krieges, des Bürgerkrieges im Inneren.

Angeblich stürzen sich Lemminge ins Meer, wenn ihre Zahl zu groß geworden ist. Die Menschheit, deren Zahl ebenfalls zu groß geworden ist, kommt nach Europa, ins Zentrum des zukünftigen Mahlstroms, dorthin, wo der Untergang, der Tod am sichersten ist. Damit ähneln sie Wallfahrern, die dort, am Heiligtum ihres Gottes, sterben wollen. Wallfahrer, die alle Strapazen auf sich nehmen, um damit dem Himmel näher zu kommen. Vielleicht sollte ich demnächst das Käppele besuchen und mir einen Zehnerlsegen abholen.

© Michael Winkler

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Wolfgang Schäuble ist der Auffassung, dass die Nationalstaaten ihr Monopol zur politischen Vertretung der Bürger verloren haben. Er will mehr Kompetenzen auf globaler Ebene . am besten mit “präsidialen Elementen”. Zu Ende gedacht landet man mit diesem Konzept bei einer globalen Monarchie, die von den Bürgern zwar gewählt, jedoch nicht mehr kontrolliert werden. (64)

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Für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Berlin will der Senat 2,4 Milliarden Euro ausgeben. Hamburg, das sich ebenfalls um die Austragung der Spiele bewirbt, setzt die Kosten dreimal so hoch an. Für die Landesregierungen bieten gigantische Großveranstaltungen die Möglichkeit, über Umwege an neue Gelder zu kommen. Die Erfahrung etwa aus Griechenland zeigt: Bei den Bürgern bleibt trotz blumiger Versprechungen nichts hängen, im Gegenteil: Sie müssen neue Schulden abarbeiten. (56)

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Die Zustimmung in Norwegen für ein EU-Mitgliedschaft ist deutlich gefallen. Vier Mal mehr Norweger sind gegen eine EU-Mitgliedschaft als dafür. Bisher hatten die Norweger bei zwei Volksabstimmungen einen EU-Beitritt jeweils nur knapp abgelehnt. (44)

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Polen und Kanada fordern gemeinsam mit den baltischen Staaten die Auflösung der Nato-Russland-Gründungsakte. Diese regelt die Beschränkungen für das Militärbündnis, im Gebiet des ehemaligen Ostblocks Truppen zu stationieren. Die Nato plant offenbar fünf neue Stützpunkte in Osteuropa. Der neue EU-Präsident Donald Tusk kommt aus Polen und tritt strikt für eine harte Haltung gegen Russland ein. (45)

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Die erste Lieferung „nicht-letaler“ Güter soll am 4. September über Bagdad erfolgen. Dort soll die irakische Regierung die Gelegenheit haben, die Fracht zu kontrollieren und freizugeben. Bezahlt wird nicht – zumindest nicht von den unbekannten Kämpfern. Die Kosten übernimmt der Steuerzahler. Was mit den Waffen geschieht, entzieht sich seiner Kontrolle. (46)

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Das neue iPhone kann den Fingerabdruck des Users auslesen und dadurch Käufe für ihn abwickeln. Die digitale Geldbörse (Wallet) soll das Bezahlen im Geschäft revolutionieren und Apple neue Marketing-Möglichkeiten eröffnen. Die Technologie hat große Vorteile für alle Überwachungs-Profis: Bald kann jede Transaktion real-time nachvollzogen werden. (34)

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Im Bundestag hat Gregor Gysi die Außenpolitik von Union und SPD in einer analytischen, scharfsinnigen und kühlen Analyse in der Luft zerrissen. Gysis Plädoyer: 75 Jahre nachdem die Deutschen den Zweiten Weltkrieg entfesselt hatten, sollte sich Deutschland nicht willenlos an die US-Interessen ankoppeln, sondern sich als Anwalt des Friedens in der Welt verstehen. Dokumentation einer schonungslosen Abrechnung. (52)

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